Gärtner-Auktionen

  • Hallo zusammen,

    die Ergebnisse bei der gestrigen Gärtner-Raritäten-Auktion lassen aufhorchen: von den Bayernlosen wurde kein Einziges verkauft, die Zuschläge bei den anderen Gebieten sind auch sehr spärlich gesät. Eine Folge der großteils utopischen Ausrufpreise oder der in wenigen Tagen kommenden Erivan-Aution bei Köhler ?? Ich frage mich jedenfalls, wie der Auktionator die Auktion überhaupt finanzieren will, wenn er auf der Ware fast komplett sitzen bleibt.

    Viele Grüße von der ratlosen

    weite Welle

  • Lieber Franz,


    ist das dort nicht oft so?


    Wer 300 € Briefe für 3.000 € anbietet, braucht sich über mangelnden Absatz (Umsatz) wohl kaum zu beschweren.


    Dafür gibt es ab und zu aber auch echte Raritäten, die den geschulten Auktionatorenaugen regelmäßig entgehen und die man für kleine Münze schnappen kann.

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Hallo zusammen,


    Altdeutschland hatte wirklich nur wenige Zuschläge. Bei anderen Gebieten war es nicht ganz so schlecht. Erstaunt haben mich die ordentlich 5-stelligen Zuschläge für 3 Einschreib-Zettel mit Aufdruck G R I.


    beste Grüße


    Dieter

  • Hallo zusammen,

    die Ergebnisse bei der gestrigen Gärtner-Raritäten-Auktion lassen aufhorchen: von den Bayernlosen wurde kein Einziges verkauft ....

    Jetzt ist eines in der "Bucht" aufgetaucht, von einem bekannten Anbieter. Das Los 16091 - 13a EFBeschreibung

    1862, Ziffern 18 Kr. zinnoberrot als EINZELFRANKATUR auf VORDRUCK-BRIEF mit oMR "598" und K2 "WÜRZBURG 14 MAI 1866" gelaufen nach Kassel mit rs. Ausgabe-K1, farbtiefe und allseits voll/breitrandige Marke auf aktenfrischem Faltumschlag der zweiten Postvereins-Gewichtstufe mit Vordruck "Vom königl. Bezirksgericht Würzburg Num:... An" in einwandfreier Luxus-Erhaltung mit Fotoattest Brettl BPP


    ist dann offenbar im Nachverkauf - zu welchen Preis :?:- doch noch abgesetzt worden.

    Auch wenn ich keine Kaufabsicht habe, würde mich Eure Einschätzung interessieren warum dieser doch schöne Brief in "Luxus-Erhaltung" keinen Liebhaber gefunden hat und jetzt wie ein "Mauerblümchen" herumgereicht wird.:(

    Die Abb. ist zugeschnitten, nicht Originalbriefabb.


    Luitpold

  • Lieber Luitpold,


    der Brief wirkt verkürzt - oder ist das nur computerisch so?


    Wie dem auch sei - es ist ein Brief mit 1 bis unter 2 Loth Gewicht in den DÖPV, das gibt es schon mal häufiger. Ich kenne den Ausruf nicht, aber wer so etwas will, braucht auf den nicht zu warten, sondern hat ihn schon vor Jahren oder Jahrzehnten gekauft, daher dürfte die Neigung zum Erwerb a la longue eher ab-, als zunehmen.

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Lieber Ralph.

    liebe Mitstreiter,


    ... wer aber erst seit wenigen Jahren Bayern sammelt, hat sowas villeicht noch nicht....

    Und wenn man dann noch das Thema DÖPV mag ;-)


    Mal schauen was der macht....


    Grüßle

    Andreas

    Was für ein schöner Tag! Die Sonne scheint und die Schmetterlinge zwitschern (Sänger Cro)

  • Lieber Luitpold,


    der Brief wirkt verkürzt - oder ist das nur computerisch so?

    Lieber bayern klassisch,


    die Hemmschwelle ist 1000 und ja, die Abb. habe ich verkürzt. Auch der hier*, der beim Württemberger knapp darüber zugeschlagen wurde (etwas verschmutzter Briefumschlag, aber Charge?) fällt dann wohl auch unter "haben wir schon" :)

    Nur noch eine Bemerkung zu dem ersten: Von diesen Vordruckbriefen wimmelt es in fast jeder Auktion - schade, dass die Herkunft (Auflösung Registratur) unbekannt ist:!:


    *18 Kr., ringsum breitrandiges und leuchtend farbfrisches Luxusstück
    mit genau zentr. und gerade aufges. oMR "598" WÜRZBURG 12/4 67 als
    Einzelfrankatur auf schönem weißem Chargébrief nach Leipzig. Eine
    seltene Frankatur in vorzüglicher Erhaltung, Fotoattest Brettl. (Unterstreichung von mir)


    Luitpold

  • Lieber Werner,


    da der Scan sehr, sehr klein ist - oft wurde bei diesen Briefen eine billige 9x durch eine teurere 18x ersetzt, was den Wert vielfach steigerte.


    Diese Stücke sind, auch bei scheinbar übergehendem Stempel, nur geprüft handelsfähig. Ob sie jetzt 800 oder 1.000 Euro kosten, ist nebensächlich - wenn man so einen Brief will, kauft man ihn, oder man lässt es halt.


    Der mit Chargé wäre mir viel lieber, als der erst gezeigte.


    Ein Sammlerfreund hatte mal das Glück, dass er aus der Auflösung einer Firmenkorrespondenz eine 13a EF fand, die in den Postverein lief. Es hat nur keiner bemerkt, dass die Entfernung nur 8 Meilen betrug und der Brief somit die extrem seltene 6. Gewichtsstufe + recommandirt repräsentierte. Das Stück wurde für 500 Euro angeboten und Gott-sei-Dank auch gekauft. Ich möchte nicht wissen, was man in Kenntnis der damaligen Postvorschriften und eines geneigten Attests heute bei Gärtner dafür berappen müsste ...

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Hallo Heribert,


    ein schöner Brief. Beim oben von Luitpold gezeigten Brief fällt auf, daß die Übergänge des Stempels auf den Brief nicht passen. Da läuten die Alarmglocken ohne weitere Details geprüft zu haben.


    beste Grüße


    Dieter