Beiträge von weite Welle

    Hallo zusammen,

    nachdem offenbar Überseegebiete im Forum stark im Kommen sind,

    will ich mich mal aus der Deckung wagen. Neben der "weiten Welle" habe auch ich ein zweites Standbein, und zwar Australien mit den alt-australischen Staaten, allerdings weniger Postgeschichte und Belege, als ganz klassisch die Marken. Ich beginne mit einem etwas ausge-fallenen Nebengebiet Westaustraliens: die Privatpostlinien aus den Goldfeldern, hier der Coolgardie Fahrrad-Kurierdienst.

    Lieber Ralph,

    Du vermutest nicht richtig, was den Preis angeht.

    Aus reinem Interesse habe ich diese Postkarte und vier weitere aus einem Posten an die gleiche Adresse in der Bucht verfolgt, allerdings nicht beim deutschen ebay. Ein weiteres interessantes Stück war mit dreimal Nr. 22 frankiert, Vermerk "noch 6 Kr." und mit zweimal Nr. 23 nachfrankiert, eine weitere mit einer Nr. 25 als EF, dazu zwei Stücke aus der Pfennigzeit (P18 mit Nr. 38 und P18 mit Nr. 45). Während die beiden letzteren sehr moderat im Preis blieben, gingen die Kreuzer-stücke durch die Decke, die Nr. 25 EF brachte 999 US-Dollars, auch die nachfrankierte ging, soweit ich erinnere, im mittleren dreistelligen Bereich. Leider habe ich die Bilder schon gelöscht. Ein sehr bemer-kenswerter Posten, auch wenn alle Karten eine Faltung hatten, teil-weise auch durch die Marken ! Es wäre allerdings merkwürdig, wenn nur diese eine Karte, die Udo zeigt, bei ebay unter DR eingestellt worden wäre und die anderen nicht.

    Hallo bayernjäger,

    darf ich die Abbildung Deines Traumbeleges mit Nr. 14/16 mit der Bamberger Raute dem Administrator unserer allseits bekannten homepage http://www.briefmarkenverein-bamberg.de zur Veröffentlichung geben ? Ich habe nämlich festgestellt, dass dieser Nebenstempel in der Aufstellung der Bamberger Stempel noch nicht berücksichtigt wurde und einen besseren Beleg wird man kaum finden.

    Gruß

    Hallo zusammen,

    heute mal wieder etwas in diesem im Dornröschenschlaf liegenden thread. Es ist ein Jammer, was in der Bucht so alles an Ramsch angeboten wird. Wenn dann wirklich mal was Gescheites kommt, interessiert sich keiner dafür. So geschehen mit folgendem Beleg mit einer Frankatur, die ich bisher noch nicht registriert hatte:

    Nr. 39a und 38b Pärchen auf doppeltem Fernbrief. Überhaupt ist die Kombination 38(2)+39 sehr selten, gerade mal sechs derartige Briefe

    habe ich registriert, allerdings alle mit Nr. 39b. Dieser Brief stammt höchstwahrscheinlich aus dem 1. Monat der Pfennigausgabe, woraus man aus dem Stempeldatum 15.1. und der 39a schließen kann.

    Der zweite Brief ist einer der schönsten aus meiner Sammlung.

    Hallo hasselbert,

    na, ganz klar: das sind alles 61yW !! Also doch ein Schnäppchen 8o!

    Spaß beiseite: Ich hatte diese Woche eine ältere Dame bei mir im Laden mit zwei uralten leicht zerfledderten Schaubeck-Alben (wohl Ende 19. Jhdt.) im Gepäck, die aus dem Nachlaß ihres Großvaters stammten und wohl "sehr wertvolle Marken" (Originalton des Großvaters) enthielten. Nach zehn Seiten war klar: die meisten Felder waren leer und das billige Zeug, das vollflächig eingeklebt (!) war, bestand fast nur aus Knochen. Ich gab der Dame das Album zurück mit der Bemerkung, damit könne man höchstens auf dem Flohmarkt ein paar Euro erlösen, worauf ich mir eine Schimpftirade anhören musste, ich sei ein Betrüger, der ihr die wertvolle Sammlung nur abluchsen wolle etc.etc.. Ich begutachte seit drei Jahrzehnten fast jede Woche irgendwelche Nachlässe, ohne dass jemals etwas wirklich Bemerkenswertes dabei gewesen wäre. Wer keine Ahnung hat, ist eben leider der Meinung, alles, was über 100 Jahre alt ist, sei wertvoll.

    So auch in diesem Fall, und man kann den Erben auch keinen Vorwurf machen, sie probieren es halt mal, vielleicht steht doch mal ein Dummer auf.

    Schönes Wochenende wünscht die

    Hallo kilke,

    vielen Dank für Deine Ergänzungen. Das mit dem Weltbestand hatte ich mir fast gedacht. Allerdings gibt es vielleicht noch unerkannte Stücke in alten Sammlungen. Ich hatte vor ca. 2 Jahren bei ebay in USA

    eine Seite aus einem alten Auswahlheft gesehen, wo man ein Exemplar auf Nr. 16 erkennen konnte, ich habs dann aber leider verpennt.

    Viele Grüße

    Hallo zusammen,

    ich bin zwar kein Sammler der Kreuzerzeit, trotzdem fasziniert mich der kleine oMR 32 meiner Heimatstadt schon seit vielen Jahren. Ich habe mal eine Zusammenstellung der Stücke gemacht, die ich bisher archivieren konnte. Sollte jemand etwas zur Ergänzung beitragen können, würde ich mich freuen.

    Schöne Grüße

    Hallo Rainer,

    mit dem Problem der Oxidation wg. Bleisulfit habe ich mich schon lange beschäftigt und an Südaustralien Nr. 8/13 experimentiert, von denen ich zwei volle Steckkarten habe, alle Nuancen von orange bis schwarz oxidiert. Man nehme eine 3%ige Wasserstoffperoxidlösung, tauche ein Wattestäbchen ein, fahre damit über ein Küchenkrepp oder Tempotaschentuch, damit es nur noch schwach feucht ist und behandle dann damit die Marke (nur leicht darüberstreichen). Innerhalb weniger Sekunden hat man wieder die ursprüngliche Farbe, es bleiben keine Spuren und die Marke ist auch nicht als behandelt erkennbar. Selbst komplett schwarze Marken erhalten auf diese Weise ihre Farbe wieder. Ich habe das auch schon mit den Bayernmarken meines Gebietes, die anfällig sind (Teilauflagen von Nr. 37, 41, 43 und 45 und besonders Nr. 44, die 2 Mark orange) praktiziert, immer mit gutem Erfolg.

    Viele Grüße

    Hallo Cusco,

    die Bezeichnung "Kleinigkeit" ist ein wenig untertrieben. Auslands-Streifbänder aus der frühen Pfennigzeit sind ohnehin nicht häufig,

    nach Ägypten sicher eine Rarität. Glückwunsch zu dem Stück !

    Falls es überhaupt nicht in Dein Sammelgebiet fällt, würde ich mich erbarmen, damit es nicht im Papierkorb landen muss ;).