Beiträge von bayern klassisch

    Lieber José,


    nur bei Grenzrayonbriefen verblieb das Porto/Franko allein der Aufgabepost - da hatte Österreich nichts zu behalten.


    Die rückseitige 3 macht aber wenig Sinn, weil damals in Österreich Neukreuzer galten und süddeutsche Postverwaltungen mit 3 rheinischen Kreuzern nicht zwischengeschaltet waren.

    Hallo Schorsch,


    das mit den gleichen Tarifen für Briefe und Postkarten galt nur vor dem UPU. Der Grund war, dass es in den laufenden Postverträgen der 1860er Jahre noch gar keine Postkarten gab, die eigene Tarife hätten bekommen können, also lief das Procedere so, wie es laufen musste, ehe neuere Postverträge moderierte Taxen für Postkarten ausweisen konnten.


    Dennoch feines Stück! :):)

    Lieber Wolfgang,


    ein feiner Brief, der als Damenbrief jederzeit als 1. G-Stufe durchgehen würde, aber wir wissen nicht, was alles drin war, auch wenn die Übergängen hinten nicht über 16,66g suggerieren. Nimms so, wie es aussieht - 1. Entfernung und 2. Gewicht frankiert, fertig. :)

    Lieber Jürgen,


    so ist es. Hätte Sachsen höhere Forderungen an Baden, als umgekehrt (ein Monat mit extrem vielen Portobriefen aus Sachsen nach Baden zum Beispiel). hätte auf Neugroschenbasis verrechnet werden müssen - aber das muss angesichts der damals tatsächlich herrschenden Verhältnisse reine Theorie bleiben.

    Lieber Jürgen,


    Baden wurde Aufgabepost im DÖPV und als solcher stand ihr allein das Porto bzw. Franko zu. Nur in den Fällen, bei denen sich die Aufgabepost stark verrechnete, durften weitere Posten die Taxen korrigieren und mussten sie über die Briefkarte (in den 1850er Jahren noch "Attestkarte" genannt) ändern. Das war hier nicht der Fall.


    Baden rechnete in Kreuzern - eine Reduktion fremden und eigenen Portos hatte nur dahingehend stattzufinden, als die Abgabepost nicht im rheinischen Kreuzerbezirk lag, wie hier.


    Dass 20 Rappen bzw. 20 Centimes weniger wert waren, als 2 Ngr,, steht ausßer Frage und später wurde der Transit durch die CH auch nur noch mit 1 3/4 Groschen (von Preussen kenne ich das, von Sachsen mag es ähnlich gelaufen sein) vergütet. aber bei deinem Brief halt noch nicht. Ob sächsische Postler hätten nachvollziehen können, das das fremde Porto nur 3 1/4 Groschen betrug, oder doch 4, wage ich zu bezweifeln. Dafür bekam Baden gar nichts, wenn sächsische Briefe in die Schweiz und über die Schweiz via Baden liefen, obwohl man u. U. 300 km Strecke dafür zurück zu legen hatte (Heppenheim - Basel).


    Die interne Abrechnung der Brief ist einfach: Die Postverwaltung, die höhere Forderungen an die andere Postverwaltung stellte, hatte das Recht auf Zahlung in eigener Währung zu bestehen. Da Baden Transitland war, Sachsen aber praktisch nie für Baden, dürfte Baden wesentlich höhere Forderungen an Sachsen gehabt haben, als umgekehrt. Die Abrechnung beider Posten erfolgte also logischerweise in rheinischen Kreuzern, daran kann es keinen Zweifel geben. Da diese Zahlungen auf paritätischer Ebene erfolgten, bekam Baden für 7 Kreuzer genau 2 Ngr., um ein Beispiel zu geben. Die Währungsauf- und Abrundungen bleiben also im Endergebnis nicht so dramatisch, wie man denken könnte.

    Lieber Tim,


    ja, so habe ich es auch geschrieben - es war ein Auslandsbrief, bei dem galt franko oder porto. Teilfranki waren nicht erlaubt, also waren alle Werte auf unterfrankierten Briefen zu negieren.


    Da steht auch "Timbre insuffissant", also Marke ungenügend, daher nicht angerechnet.