Beiträge von bayern klassisch

    Hallo Anton,


    wenn das so ist, wird es eine Überfrankatur von 1x sein - alle Stempel sind vorzüglich abgeschlagen - bei einer DS, die schwer gewesen wäre, wäre das eher unwahrscheinlich. Vlt. hat der Absender nicht häufig in den Grenzrayon korrespondiert und kannte die Modifikationen nicht genau, oder der eine Kreuzer war ihm die Sicherheit wert. Ich fürchte, wir werden es nie erfahren. In jedem Fall ein außergewöhnliches Stück, zu dem man dir nur gratulieren kann (und wenn du schriebest "DS der 2. Gewichtsstufe" würde dir auch keiner ans Bein pinkeln können!).

    Hallo Pälzer,


    die Seltenheit dieses Aufgabestempels ist ein Indiz dafür, dass er wohl auch damals schon nicht en masse verwendet wurde. Die allermeisten Belege sind ja Feldpostkarten und die wurden eingesammelt und von den Feldpostbureaus abgestempelt bzw. distribuiert.


    Stempel, die vom Feind übernommen wurde (es gab ja auch "normale" franz. Ortsstempel, die genutzt wurden), gab es ja auch und die sind auch nicht immer selten, per se aber eher doch.


    Wissembourg spielte ja nur im August/September 1870 eine maßgebliche Rolle, danach zogen die Truppen und damit das Kriegsgeschehen weiter nach Westen. Aus der Lameng kenne ich nicht das früheste Datum eines Reichspoststempels von Wissembourg benennen, aber es sollte sicher deutlich vor Dez. 1870 liegen. Von daher ist die Verwendungszeit schon mal recht kurz (und Wissembourg war ein besseres Kaff mit eh nicht sehr großem Postaufkommen schon zu Friedenszeiten).


    Ich kenne auch einen Einzeiler WISSEMBOURG auf Feldpoststücken und privater Post - da müsste man mal klären, wann es den gab und wie lange er im Einsatz war - ich vermute, dass beide parallel eingesetzt wurden, vlt. im linken Büro bei den Truppen und im rechten Büro bei der Zivilpost? Nur eine Ahnnahme ...


    Bei meinem Scanner kann ich die Kompression niedrig, mittel und hoch einstellen. Bei mittlerer Einstellung und ein paar Hundert dpi bekomme ich sehr gute Ergebnisse heraus.

    Deine Karte mit gut 200kb Datenvolumen könnte doch auf 500 oder 800kb aufgelöst werden, dann könnten alle viel besser sehen, worauf es dir ankommt.

    Lieber Luitpold,


    1871 stempelte man in Nürnberg schwarz - ich denke doch, dass mir so etwas aufgefallen wäre, auch wenn ich nicht in Konkurrenz zu dem Autor treten will und kann. Aber schaun mer mal - jetzt sind wir ja hinreichend sensibilisiert.


    Freue mich auf deinen Artikel im RB - von mir wird es auch etwas geben ...

    Lieber Luitpold,


    vielen Dank - aber an einen Einkreisstempel kann ich nicht glauben bei den Zierstücken usw., die alle nach Zweikreisstempel schreien.


    Auch eine Verwendung über 3 Jahre halte ich für zweifelhaft - wo sollten denn diese Tausende von Briefen sein? Ich tippe eher auf einen Tippfehler und nur der Verwendung in 1873, ehe mich Belege eines Besseren belehren.

    Lieber Michael,


    mit deiner Vermutung hast du völlig Recht - der war mal mir, wie auch die Beschreibung, die der Käufer unbedingt von mir haben wollte (ist aber 15 - 20 Jahre her).


    Ich habe seitdem (und zuvor) keinen vergleichbaren Brief mehr nach ganz AD gesehen. Freue mich für dich, dass du diese Oberrosine schnappen konntest. :)

    Lieber Luitpold,


    17.4.1873 - schon der dritte Stempel, klasse! Jetzt haben wir schon Februar, März und April 1873 belegt und das ist doch schon länger, als in der Pfennigzeit. Schaun mer mal, ob noch weitere Stempel gefunden werden. Danke fürs addieren!

    Liebe Freunde,


    bei meinem war das Datum nur mit Bleistift vermerkt, aber von der Farbe des Stempels her müsste es zwischen 1872 und 1874 sein, von daher passte das schon.


    Aber es verwundert mich doch, dass von Bayerns zweitgrößter Stadt diese sehr eigentümliche Stempeltype in der Kreuzerzeit nicht bekannt sein soll (oder kaum bekannt, mir jedenfalls).


    Vlt. schauen unsere Sammlerfreunde hier mal in ihren Beständen nach, ob sich noch weitere Abschläge finden lassen?

    Lieber Franz,


    das ist ja sehr erstaunlich! Könnte man fast verwechseln - nur sind deine Stempel mit klarem Doppelkreis, bei meinem Stück muss man sie unterstellen, weil es keine mit nur einem Kreis gibt. Eine erstauntliche Parallele - danke fürs Zeigen.

    Jep, vielen Dank!


    Bei Bayern - bei anderen Sammelgebieten mag das differieren - spricht man von einer Duplex - Entwertung, wenn eine, oder mehrere Marken mit einer Stempelart und eine, oder mehrere andere Marken mit einer anderen Stempelart entwertet wurden.


    Also eine Marke auf Brief mit z. B. Nummernstempel und Ortsstempel: Duplexentwertung.

    2 Marken auf dem Brief - eine mit Nummernstempel, eine mit Ortsstempel: Duplexentwertung.

    2 Marken auf dem Brief - eine, oder beide mit beiden Stempeln entwertet: Duplexentwertung.


    Eine Doppelentwertung liegt m. E. dann vor, wenn eine Marke statt nur einmal von einem Stempelabschlag von mehreren Stempelabschlägen desselben Stempelgerätes bedruckt wurde.


    Aber prinzipiell gilt bei jedem Hobby - jeder, wie er will. Andere Definitionen gefallen mir auch!

    Liebe Freunde,


    heute zeige ich einen portofreien Dienstbrief aus Nürnberg vom dortigen Bezirksamt an die Regierung von Mittelfranken in Ansbach vom 24.2.1873, der man so erst mal finden muss - er zeigt nämlich in der Zeile des Monats nichts und dafür in der Zeile des Jahres den Monat., so dass das Datum 24. FEB des ansonsten recht gut abgeschlagenen Stempels alles ist, was zu erkennen ist.


    Ich würde gerne weitere, datierbare Abschläge dieser Spezialität sehen.

    Liebe Freunde,


    heute sind mir 2 Armensachen (A.S.) in die Hände gefallen, die ich gerne zeigen möchte.


    1. Vom Stadtgericht Nürnberg am 3.6.1866 an das Stadtgericht Schweinfurt (leider ohne Inhalt) als A.S. tituliert und korrekt portofrei belassen.


    2. Vom Armenpflegschaftsrat(h) der Stadt Nürnberg an den Armenpflegschaftsrat(h) Münnerstadt vom 17.6.1871 auch portofrei belassen, was nur möglich war, wenn dieser Stelle die Versendung als A.S. speziell genehmigt worden war - hier wohl der Fall.

    Liebe Freunde,


    ein Brief, wie ich ihn auch noch nicht vorher gesehen habe: Nürnberg, Appellationsgericht, an den königlichen Advokaten Hessel zu Nürnberg mit obigem Vermerk: "Ins(inuirt) den Neunzehnten August 1842 Georg Renn" und unten "Ins(inuirt) Adv(okat) Beck dahier" als R.S..


    Halten wir fest: 2 Insinuationsvermerke auf einem Brief, Ortsdienstbriefe sind alle sehr selten, auch von großen Städten wie Nürnberg und die Post hat ihn wohl nicht gesehen. Schön, wenn man so etwas mal zeigen kann.