Sehr schöner Bericht! ![]()
Beiträge von bayern klassisch
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Hallo Dieter,
ich glaube, der Absender hat auch 3/4 Sgr. in bar bezahlt.
David
So sehe ich das auch.
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... Blitzschnell ist mein Vorname ...



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Hallo David,
dein Brief ist nur teilfrankiert worden, weil man über die Schweiz in den Kirchenstaat nicht ganz frankieren konnte (3 Groschen für Preußen, 3 Groschen für die Schweiz und Italien).
Im Kirchenstaat wurden 5 Baiocchi für den Empfänger fällig.
Der Stempel auf der Marke war ein P.P. = Payé partielle = teilfrankiert. Daher war der P.D.-Stempel zu streichen, weil er falsch war (ganz zu frankieren hätte bedeutet, dass man ihn über Frankreich - Marseille - Civitavecchia hätte leiten müssen).
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Lieber Ola,
ich würde den 1. Brief nehmen - das Datum scheint in der Schweiz das Jahr gewechselt zu haben (16.12.1867 und 16.01.1868).
Beim 2. Brief kann ich kein Datum erkennen ...
Liesthal gehörte zu Basel-Land, daher sind beide Frankaturen 9+3=12 Kr. korrekt.
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Lieber Ola,
so ist es - meiner Meinung nach sollten wichtige Fakten wie hier in Attesten erklärt werden.
Das ist leider bei Bayern eher nicht der Fall, wenn die Briefe etwas kompliziert sind.
Aber dafür gibt es ja dieses Forum.

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Liebe Freunde,
ein Brief aus Würzburg vom 21.9.1840 wurde an den Freiherrn Herrmann von Guttenberg nach Bayreuth verschickt, wofür die bayer. Post 9 Kr. notierte. Am 23.9. wurder er auch ausgeliefert, doch bald darauf mit neuer Anschrift "Weisendorf bey Erlangen" der Post zurück gegeben. Die 9 Kr. wurden erstattet und für die Strecke Bayreuth - Weisendorf 6 Kr. gefordert, in summa also 15 Kr.. Am Folgetag wurde er für diesen Betrag zugestellt.
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Lieber Ola,
1. Ja - ab dem 1.9.1859 wurden die Grenztaxpunkte dahin geändert, dass der günstigste ausgewählt wurde. Damit fielen viele Orte der Schweiz in den 1. Rayon, statt wie zuvor in den 2. Rayon. Das galt bis zum 31.8.1868.
2. Nein - aus der Pfalz kosteten Briefe je nach Bestimmungsort in der Schweiz auch immer 3 bzw. 6 Kr. für den Schweizer Anteil.
Es gibt eine Besonderheit für die Briefe aus der Pfalz vom 1.5.1851 bis zum 30.9.1852. Wenn du solch einen Brief findest, kaufe ihn und ich erkläre dir die Besonderheit. Von diesen Briefen gibt es keine 10 Stück, wenn überhaupt ...
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Lieber Ola,
ich datiere den Brief auf den 21.6.1869. Das passt hinsichtlich des Stempels hinten und der Ortsstempelentwertung der Marken.
Ab dem 1.9.1868 gab es einen neuen Postvertrag für alle deutschen Staaten mit der Schweiz.
Dieser setzte das Franko für einfache Briefe bis 1 Loth auf 7 Kreuzer fest, wie du richtig geschrieben hast. Briefe über 1-15 Loth kosteten 14 Kreuzer Franko.
Ein Portobrief aus Bayern in die Schweiz kostete einfach 50 Rappen, im 2. Gewicht (es gab nur 2 Gewichtsstufen!) 100 Rappen. Generell entsprach 1 Franken = 28 Kreuzern paritätisch.
Als Datei füge ich dir das Deckblatt und die §§ 6 und 11 bei, die deinen Brief thematisieren. Dazu Seite 34 über die Paritäten der Währungen der Schweiz, Bayerns und des Norddeutschen Bundes.
Nach meiner Berechnung hätte man der Schweiz 9 Kreuzer = 30 Rappen gutschreiben müssen, die vom Betrag von 100 Rappen = 1 Franken hätten abgezogen werden müssen. Also 70 Rappen Nachporto. Die Gebühren waren, porto wie franko, im Verhältnis 3/5 für Bayern und 2/5 für die Schweiz zu teilen.
Hier scheint man jedoch so verfahren zu sein: 1. Gewicht mit 7 Kreuzern bezahlt.
2. Gewicht nur mit 2 Kreuzern bezahlt, somit fehlten 5 Kreuzer zur vollständigen Frankatur. 5 Kreuzer wurden in 20 Rappen gerundet, die in rot notiert wurden. Die Schweiz hat es einfach verdoppelt, weil 2. Gewicht (siehe die blaue "2") oben links und vom Empfänger 40 Rappen kassiert.





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... eyecatcher, schöner wohl kaum möglich, oder?


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... ja, 1/2 bis 1 Groschen, so weit ich weiß.
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Hallo Karl,
ja.
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... Burgschwalbach Amts(bezirk) Diez ...
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Hallo Karl,
auf der Siegelseite nichts also?
Wenn dem so ist, dann hat Bayern ihn mit 4 Kreuzern taxiert (2. Gewicht.
Hier durfte der Empfänger 1 Gutegroschen plus 1/2 Sgr. plus 1/2 Sgr. = 2 Sgr. bezahlen.
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Lieber Hermann,
ich lese "Stemplg(eld)".
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Lieber Hermann,
dein interessanter Brief wurde vom Absender mit 3 Kr. für Bayern bezahlt. Für Preußen zahlte der Absender 5 Kreuzer im Zähler. Dieser Tarif stammte aus der alten Zeit des Vertrages von 1816, als es in Preußen nur Gutegroschen gab. Sie entsprachen etwas mehr als einen Gutegroschen.
In Preußen = Bad Kreuznach wurde 1/2 Sgr. plus 1/2 Sgr. Bestellgeld notiert und der Empfänger in Spabrücken zahlte dort nichts.