Beiträge von Luitpold

    Ein Wunsch jedes Briefmarkensammlers zu Weihnachten 1888:?:


    aus "Illustrierter Zeitung" 1888


    Besonders interessant, die damals weltweit


    gesammelten Marken - darunter guckt 'ne Bayern hervor :)



    Bemerkenswert für Ganzsachen-Sammler, der Hinweis "... ganze Postkarten!",


    da es die Sammelweise nur der Wertstempel-Ausschnitte gab.

    "Sind Ihnen "Wanderbilder" oder "Wanderlieder" von Hornstein bekannt?

    Ergo, suche unter Hornstein Wanderbilder - Treffer, bei dem Namen André, Offenbach.



    Die Musikverleger waren bekannt und damals wohl auch Komponist von Hornstein.


    https://de.wikipedia.org/wiki/Robert_von_Hornstein


    Gesucht war: Op.3Wanderbilder. 4 Klavierstücke (Offenbach: Johann André, 1855).


    Schade nur, dass ich das Klavierstück nicht zu Gehör bringen kann, aber vielleicht das hier als Ersatz?


    https://www.bing.com/videos/se…AE4B4499184AE6A4E654CBBB1


    Klingt doch ganz nett und flott :) (für's 19. Jahrhundert ;) )


    Grüße von Luitpold

    Angefangen hat alles am 27. Mai 1873 in Berlin. J.J Schreiber (den Namen hat noch niemand herausgefunden)

    :?:



    Wenn ich google finde ich Informationen zur Einführung der Stadtpostbeförderung und zu Schreiber, der

    auch Ganzsachen mit Reichspostmarke druckte, weil dafür die staatliche Erlaubnis gegeben wurde (bei der bayerischen Post ist das dann auch eingeführt worden).


    http://arge-brustschilde.de/de…e/anzeigenfaltbriefe.html


    Zwar nicht das ganze Buch, aber doch ein kurzer Einblick in die Entstehung der Privatpost -


    https://www.google.de/books/ed…erlin&printsec=frontcover


    Hier Abschnitt 1 - Private Postdienstleister im Deutschen Kaiserreich.


    Ein spannendes Thema übrigens, wobei in meiner Heimatsammlung so gut wie keine Belege vorhanden sind, weil sie nicht häufig und dann leider nicht für den Preis einer ganz großen Pizza :love: zu haben sind.



    Luitpold

    Unverhofft kommt oft, oder ist denn schon Weihnachten.


    Durch den lieben Weihnachtsmann Dietmar ( :love: ) erhielt ich auch diesen schönen FDC mit der bundesdeutschen Sondermarke zum Gedenktag 100 Jahre Reichsgründung 18.1.1871.



    Da möchte ich nicht versäumen auf die heutige Geschichtsstunde im ZDF hinzuweisen, auch wenn die Doku schon in ARTE zu sehen war, oder in der Mediathek.


    https://www.zdf.de/dokumentati…ng-in-versailles-100.html


    Die Proklamation des deutschen Kaiserreiches 1871 in Versailles markiert eine Zäsur in der Geschichte Europas. 150 Jahre danach blickt das Dokudrama "Kaiserspiel" hinter die Kulissen.


    Luitpold

    Diese Mitteilung kann ich zwar lesen, bin dabei erstaunt, was ich "entziffert" habe, da der Brief im Dezember 1870 geschrieben wurde.



    Oben ist der gesamte Briefinhalt. Steht in der 3. Zeile




    Fs 1400 via Paris zb in Genf


    die ich Ihnen unter Aufgabe nach Eingang gutbringen werde?


    War das ein Wechsel oder ein vergleichbares Wertpapier?


    Den Brief stelle ich dann unter Nr. 23 vor, wobei ein Bezug zum Krieg 1870 im weitesten Sinne möglich scheint (bezogen auf die Familie von Stetten).


    Vielen Dank von Luitpold

    Nur schon wieder in diesem thread, warum? Portobriefe Bayern - Preussen ist doch klar wohin.

    Lieber Pälzer,


    Warum? Nur der überraschende Bezug auf die Klosterstraße 64 (diese Adresse bestätigte sich im Berliner Telefonbuch) war Ausschlag für diesen Beitrag, den bestimmt nur wenige interessieren dürfte. Da bist Du eine seltene Ausnahme. Danke für die "Blumen", die ich gerne an Dich weiterreiche und Deine Beiträge gerne lese.


    Beste Grüße von Luitpold


    PS - Um Verschiebung in das richtige Thema ist gebeten!

    Überraschende Geschichten erzählen uns manchmal Briefe oder Postsachen, wie hier ein Portobrief aus Augsburg. Wir schreiben das Jahr 1866 und nur einige Monate später war Berlin "Feindesland" (wird aber der geschäftlichen Beziehung der beiden Firmen keinen Abbruch getan haben).


    Nein, was überraschend war, ist die Klosterstraße in Berlin. 1866 befand sich in Nr. 64 der Goldbortenfabrikant A.R. Huye. 40 Jahre später stand dort das bekannte Kaufhaus der Gebr. Tietz


    https://berlinbilder.net/hertie/



    Nebenbei: Der Brief ist eine Zahlungsbestätigung und Bestellung von 24 großen braunen Borden. Sicherlich wurden die 4 Sg verrechnet, wie das oftmals üblich war. Allerdings würde der Brief mit einer 9 Kr. Nr. 11 sicherlich mehr Beachtung gefunden haben, als so als Portobrief.



    Merkwürdig lange Postlaufzeit: geschrieben am 29. März, der Zweikreis zeigt auch 29., der AK 30.3. und 31.3. jeweils V(ormittag)? Wat machten die Berliner solange? :)


    Hier noch Infos zur Firma Kathan:



    aus:



    aus:

    Hallo Bayern-WB,


    dazu habe ich leider zuwenig Material vorliegen. Das Druckbild Deiner Marke finde ich bei 2 Briefen aus 1866 - 1867 (Feb.) = M links/rechts.


    Gleichzeitig habe ich aber auch einen Brief aus Feb. 1867 mit diesem Druckbild?



    Mehr kann ich vorerst nicht dazu sagen, ob ich weitere Belege habe muss ich später mal prüfen.


    Beste Grüße von Luitpold

    Ab 1865 3. Auflage von einer neuen Stöckelserie (7), wieder sehr detaillierter Druck.


    Halo Bayern-WB,


    leider sehen meine Exemplare (linke und rechte M.) aus der Verwendung Februar 1865 anders aus???


    Mir ist jedoch bewußt, dass die Verwendung nicht gleich aktueller Kauf auf der Post, einer "Verschleißstelle" bedeuten muss. Auch den Zeitpunkt für die Marken-Lieferung und Ausgabe der Marken kenne ich nicht. Zumindest kann bei den Hauptbriefexpeditionen davon ausgegangen werden, dass es hier einen hohen Markenabsatz gegeben hat.


    Besten Gruß von Luitpold


    PS Vielleicht sollte das Spezialthema 9aA - 9bA in einem gesonderten Thema gestellt werden, damit es später besser (gebündelt) nachzuverfolgen ist.

    meiner Meinung nach war diese Prägung des Firmennamens reine Eigenwerbung, wie man sie auch auf Briefbögen findet.

    Die Antworten hier zeigen, dass dieses Thema nicht besonderes interessiert. Schade eigentlich, da die Entwicklung der Korrespondenz im 19./20. Jahrhundert auch für die Post starke Auswirkungen hatte.


    Also eine Eigenwerbung sieht anders aus, als nur der Firmenname mit Ort. Diese Einprägungen und Stempel dienten rein der Absenderangabe. Die Post hatte diesbezüglich keine Vorschrift erlassen, es heißt immer nur dass die Rückseite für die Mitteilungen vorgesehen seien (also nicht die Anschriftenseite).


    Das war auch praktisch für die Geschäftsleute, da die Ablage der Korrespondenz eben nach den Mitteilungen erfolgte, da dort der Geschäftsvorgang zu finden war. Das könnte auch der Grund gewesen sein, warum auf dieser Postkarte die Einprägung gespiegelt wurde, also lesbar auf der Mitteilungsseite.



    Über diese Karte wäre noch ein anderer Aspekt zu diskutieren, aber auch hier wird das Interesse daran nicht sehr ausgeprägt und hier nicht das richtige Thema sein.


    Luitpold

    Hallo Cantus,


    das Gekrizel könnte ich nur erraten. Das geht von Effekten bis Eßwaar :?:


    Zumindest bin ich mir sicher, dass der Adressat der


    - Würzburgische geheime Rath und Oberamtmann Freyherr von Würzburg ((damalige Schreibweise))


    war. Karl Philipp Veit von Würtzburg ((so schrieben sich die Herren auch mit tz)) lebte von 1752 - 1819.


    Weiterhin viellicht interessant, dass 1803 der Landesherr der Churfürst von Baiern war (die Postgeschäfte hatte ja Thurn und Taxis behalten - sozusagen). Wenn ich den Monat auf Deinem Schein als Dezember lese, dann fand ich im "Regierungsblatt für die Churpfalzbaierischen Fürstenthümer in Franken" die Ausgabe Nr. 52 vom Samstag, 24. Dezember 1803.

    War da noch ein Weihnachtsgeschenk unterwegs :?:


    Grüße von Luitpold

    Mal 'ne Frage :?:


    Auf den mir vorliegenden Briefen 1862 - 1863 finde ich bei den 3 Kr. rot die Ornamente in den Ecken innen alle sichtbar mit einem sauberen Druckbild.



    Mir ist aufgefallen, dass in 1864 das Druckbild wie folgt aussieht:



    Hier finde ich in den unteren Ecken die Ornamente innen teils nicht mehr sichtbar.

    Mich würde interessieren, ob dieses Druckbild auch bei Euch um dieses Jahr feststellbar ist. Meine Frage geht dahin, ob das Zufall ist oder nicht. Dankeschön vorab von Luitpold

        

    In der Regel wurde beim Feuchten ein Buch (25 Bogen) durch das Wasser gezogen, abgelegt und 1-2 trockene Buch wurden darübergelegt bevor das nächste nasse Buch darauf gelegt wurde, usw. Der Stapel wurde dann beschwert.

    Vielleicht bin ich der "Mohikaner" der es gerne genau wissen möchte, zumindest dem Verfahren so nahe wie möglich zu kommen :) Schon vor langer Zeit haben kundige Sammler versucht über die roten Marken dem Druck auf die Schliche zu kommen (wie das heute eben immer wieder gemacht wird). Da gibt es den Werbespruch: "Kann man machen ..." ^^


    Also hier mal ein Text aus dem "Katechismus der Buchdruckerei" von 1886. Ich denke das 1862 die Drucker schon gut das Papier beurteilen konnten, ob dick oder dünn und dann entsprechend handelten. Das schließt selbstverständlich Fehler nicht aus, aber die Regel waren sie nicht. Ich lasse das jetzt so stehen, viel Spaß noch beim Rätseln, wünscht Luitpold



    Es war bekannt, dass trockenes und dickes (hier hast Du recht) Papier die Farbe schlecht aufnimmt. Daher wurden sowohl beim Druck von Büchern wie bei Briefmarken die Bogen angefeuchtet. Es wurde feucht gedruckt.

    .....

    Jede Druckerei hatte Einrichtungen zum Wässern von Bogen.
    Da die Bogen vor dem Druck mindestens 24h gefeuchtet werden mussten, kann es schon vorgekommen sein, dass man sich im Bedarf verschätzt hat, gefeuchtete Bogen wieder ausgetrocknet sind oder zu dickes Paper nicht richtig durchgefeuchtet wurde.

    Also ich bin kein Drucker und kann nur nachlesen, wie damals gedruckt wurde. Die oben beschriebene Druckweise würde doch heißen, dass die Drucker ihr Handwerk nicht verstanden. Wenn feuchtes Papier trocknet, dann verformt es sich. Daher muss doch das Papier immer feucht gehalten werden. Dazu fand ich - auch wenn das ein paar Jahre später war - einen Bericht über den amerikanischen Banknoten und Briefmarkendruck:



    Auch die bayrischen Briefmarken wurden auf "Sicherheits-Papier = Seidenfaden" gedruckt. Ich gehe davon aus, dass auch diese Druckbogen gezählt wurden und für jeden Druckgang exakt die Menge protokulliert wurde. Ein Verschätzen der Menge wäre doch fraglich oder?


    Was nicht angesprochen wird bei dieser Diskussion ist die Farbe rot selbst, also der Farbauftrag auf die Druckplatte. Wenn man davon ausgeht, dass die Grundfarbe karmin mit weiß gemischt wurde, dann kann es schon beim Mischen zu unterschiedlichen Tönen gekommen sein. Auch der Auftrag während des Druckes wird hier Unterschiede erzeugt haben. Doch gesicherte Erkenntnisse gibt es wohl dazu nicht???


    Von hasselbert habe ich mal die 9c in eine Reihe von Marken gestellt um die unterschiedlichen Töne der Farbe rot und den Farbauftrag zu zeigen.



    Jeder kann sich an die Katalogisierung halten oder auch nicht. Mir gefällt gerade bei unseren alten Marken, dass fast jede Marke ein anderes "Druckbild" zeigt, eben die Vielfalt in der Einheit, wie hier der Farbe "rot".


    Luitpold

    ... die Firmeneinprägungen sind eindeutig Perfin-Vorläufer.

    ... wenn man solche Absenderangaben durch "die Brille des Philatelisten sieht".


    Woher weiß man denn, ob der Absender eine missbräuchliche Verwendung der amtlichen Postkarte verhindern wollte? Kann es nicht einfach auch nur eine Absenderangabe gewesen sein? Diese eingeprägten Absenderangaben gibt es auch auf Briefbogen. Das war damals halt aktuell, wie es immer Neuerungen bei den Korrespondenzschreiben (-Umschlägen) gab.


    So kamen auch Firmenstempel zum Einsatz. Woher weiß ich nun, ob der Herr Pickel nicht 20 Postkarten kaufte und gleich alle mit seinem Firmenstempel "sicherte"?



    Beachtenswert sind diese Absenderangaben allemal, nur jeder kann sie einortnen wie er will.

    Luitpold

    Das Thema mit den Postscheinen ist wieder einmal aus dem Gesichtspunkt einer "Fehlleistung" der Post eröffnet worden und seitdem kamen Scheine aus den unterschiedlichsten Zeiten zur Ansicht.

    Über den Aspekt der Poststruktur und Verwaltung ist hier noch nicht gesprochen worden. Dabei zeigen die Scheine schon in den 90er-Jahren links unten eine Zahl (Dienstpapier-Nummer). Die Scheine wurden zentral über die Generaldirektion München gedruckt und über die Materialämter anhand der Nummer bestellt (soweit ich das richtig sehe, also meine persönliche Annahme).

    So kann ich als Heimatsammler auch generell mich mit der bayrischen Postgeschichte befassen, die bei den Postscheinen zwar langweilig daherkommt, aber ebensolche Aufmerksamkeit erfordert, wie bei anderen philatelistischen Aspekten.


    Hier als Beispiel - Veränderung der Postscheine - Vordruck 1899 / 1901



    Eine Perforierung? Wurden die Scheine nicht mehr aus-/abgeschnitten, sondern waren in Blocks zusammen gefasst (wieviel Stück?) und einzeln abreißbar?


    Luitpold

     

    Natürlich weiß ich, dass es viele Orte und Dörfer in Deutschland gibt, die recht unbeschadet durch den 2.Weltkrieg gekommen sind, das trifft aber auf unsere Gegend nicht zu. Vor diesem Hintergrund dürfte es einen großen Unterschied zwischen deinem und meinem Begriff einer Heimatsammlung geben. Ich bin glücklich, wenn ich überhaupt etwas aus den kleineren Dörfern finde (es gibt hier noch einen Heimatsammler, der vor meinem Herzug bereits alles abgegrast hat), du dagegen scheinst entscheiden zu können,, welchen Beleg du für deine Heimatsammlung auswählen möchtest.


    Hallo Cantus,


    ich denke, dass der Begriff Heimatsammlung von mir ebenso verstanden wird. Der Unterschied liegt einfach in der Größe und Bedeutung des/der Orte. Wenn ein Ort ein Oberpostamt und als 4./5. größte bayrische Stadt auch entsprechendes Postaufkommen hatte, gibt es auch heute noch entsprechende Belege (in Bezug auf den 2. WK sind z.B. die großen Orte oftmals bis ca. 90% durch die Bombenangriffe zerstört worden und wer weiß wie viele Sammlungen und Dokumente). Im übrigen verstehe ich Heimat auch um den Hauptort herum und ich habe für mich den Begriff "theoretisches Sammeln" gefunden (also alles, was als ich nur als Scans, PDF usw. dokumentiere). Da gibt es doch den Begriff "über den Tellerrand schauen". So ist es durch google books möglich, etwas aus der Zeit zu erfahren, wo die Belege entstanden, die wir sammeln. Übrigens, vom Oderbruch ist da leider nicht allzuviel zu finden. Habe aber nur mal kurz gegoogelt :)

    Grüße von Luitpold