Beiträge von Rainer

    Wenn man Kassenbons misstraut ist das natürlich eine phänomenale Lösung!
    Wie viel mal hast Du schon falsche Beträge enttarnt?

    Ich wurde im Gymnasium mit Pythagoras geplagt - Insider wissen: a²+b²=c²
    Jetzt bin ich 73 und ich habe die grossartige Formel bisher zwei Mal in meinem Leben gebraucht - ein Mal war ich dann mit dem Massband schneller

    Als ich 1987/88 in Bogotá war, war ich mit meiner dortigen damaligen Freundin (meiner heutigen Frau) beim Bowling. An den Nachbarbahnen waren Kommilitonen meiner Frau, immerhin auch Informatik Studenten.

    OK, dass man die Regeln von Bowling wie man Strikes und Strokes zusammenrechnet nicht kennt mag ja OK sein…, aber dass man dann um 5 + 7 o.ä. zusammenrechnen die Finger nehmen muss hatte mich dann doch schon gewundert.

    Der Pythagoras wird meines Wissens nach heute noch gelehrt und die Schulbildung ist ja nur die Vorbereitung auf ein evtl. späteres Studium oder Berufsleben, und in der Schule weiß man halt im Allgemeinen nicht was man später studiert und ober man den Pythagoras braucht oder nicht. Meine Frau musste auf dem Gymnasium auch Frösche sehzieren…, hat sie auch nie gebraucht…

    Beim Richard Frajola Board habe ich von Ken Lawrence eine kompetente Antwort erhalten

    Er schrieb (aus dem englischen übersetzt):

    ZITAT
    Trotz des Vermerks „London–Kairo“ des Absenders war diese Route geändert worden. Die ab dem 28. Juni 1929 gültige Luftpostroute 3 in den Irak verlief wie folgt: London–Paris–Basel–Genua–Ostia–Neapel–Korfu–Athen–Kreta–Alexandria–Gaza–Bagdad–(Basra und weiter nach Indien).

    Das Luftpostporto für die Route 3 in den Irak betrug 9 ¢ pro halber Unze zusätzlich zum erforderlichen Porto. Das erforderliche Porto belief sich auf 1 $ für den Zeppelinflug von Lakehurst nach Friedrichshafen zuzüglich 5 ¢ UPU-Landportogebühr für einen Brief mit einem Gewicht von bis zu einer Unze, insgesamt also 1,14 $.

    Wenn der Briefumschlag eine halbe Unze oder weniger wog, ist er um 5 Cent überfrankiert, aber der Absender könnte (fälschlicherweise) angenommen haben, dass für den Transport von Friedrichshafen nach London ein zusätzlicher Briefportosatz von 5 Cent für den Landweg erforderlich war.

    Wenn er mehr als eine halbe Unze wog, ist er unterfrankiert.
    ZITAT ENDE

    Nun muss ich herausfinden, warum der Briefumschlag mit dem Stempel „Received By Overland Mail“ versehen wurde, der nur in Bagdad angebracht wurde, falls ein Briefumschlag, der eigentlich per Luftpost befördert werden sollte, stattdessen mit der Overland Mail transportiert wurde. In diesem Fall muss der Briefumschlag – vielleicht versehentlich – entweder in Alexandria oder in Gaza ausgeladen und dann, aufgrund der höheren Gebühr, an die Overland Mail übergeben worden sein, um durch die syrisch-irakische Wüste nach Bagdad transportiert zu werden. Dort wurde er an die irakische Post übergeben, die den Stempel anbrachte und ihn anschließend an den Empfänger in Hillah zustellte.

    Eine Möglichkeit wäre dass der Brief in London auf Grund des Leitwegvermerks „… Cairo“ in den falschen Postsack kam und dann in Alexandria ausgeladen wurde…

    Wegen der $1 und den 5 Cents Porto welches angesprochen wurde, hier die entsprechende Verordnung der US Post.

    Den Brief hat mein Sniper heute früh Morgens bei eBay geschossen. Ich bin normalerweise kein Freund von Zeppelinbriefen, wenn er aber wie hier in den Irak adressiert ist und dann auch noch einen „Received By Overland“ Stempel erhielt konnte ich halt nicht widerstehen. Zudem dort das Datum von 21 August 1928 der früheste bekannte Abschlag sein. Das ist nun der 10. bekannte Brief mit diesem Stempel...

    Kann mir evtl. jemand helfen die US-Frankatur aufzuschlüsseln?

    Heute Nacht habe ich die Dinger nun ersteigert…, es waren noch 4 Viererblocks dabei die echt sind…, der Preis von € 85 incl. Steuer und Gebühren und Porto blieb im Rahmen. Die grünen Paare mal genau studieren wenn sie hier sind, entweder habe ich eine € in den Sand gesetzt (der Verkäufern gibt aber ein verlängertes Rückgaberecht) oder ich habe eine Sensation ergattert.

    Gerade kam Nachricht der RRPSL..., die Musterbogen sind echt und bekommen ein Attest. Das freut den Sammler...

    Ja ist denn schon Weihnachten? Zumindest habe ich das Gefühl. Diese beiden Briefe habe ich bekommen, nur bei mir ankommen müssen sie noch.

    Es sind 2 Briefe der Kolumbianischen Privatpost „Compania de Transportes Terrestres“, frankiert mit je einer gelben Marke der 1. Ausgabe von 1927, ohne Angabe der Wertstufe. Mit diesen beiden Briefen sind nun 6 Briefe mit dieser Ausgabe frankiert bekannt und es dürfte nun sicher sein, dass die Firma bereits ab der 1. Ausgabe 2 Portostufen hatte. 4 Centavos für Orte näher an Bogota and 8 Centavos für die weiter entfernte Orte, jeweils je 20 Gramm. Bisher konnte ich das erst ab der 2. Ausgabe als gesichert sagen.

    Die beiden Briefe sind versandt von Tunja (9. August 19274) respektive Velez (20 Oktober 1927), jeweils nach Bogota an den damaligen Präsidenten von Kolumbien, Dr. Miguel Abadía Méndez. Er regierte das Land von 1926 bis 1930 (in dessen Verantwortung fiel u.a. auch das s.g. Bananenmassaker) was schließlich zur Gründung unter anderem der Rebellengruppe FARC, führte. Eines deren Mitglieder war nach dem (sehr brüchigen) Friedensabkommen und Amnestie bis vor kurzem Präsident von Kolumbien, wurde nun aber durch einen Ultrarechten abgelöst.

    Ich kenne Ähnliches aus Australien, wo der Versender, ein Briefmarkenhändler, das Porto, oft seltene Einheiten oder Blocks, am Schalter lose stempeln lässt und dann in Kunststoffhüllen verpackt als Porto aufklebt.

    Hallo Bernd,

    willkommen hier..., mit Deinem Interessengebiet Bier habe ich nur so viel zu tun als dass Bier ja angeblich in Mesopotamien, dem heutigen Irak, erfunden wurde und Irak im weitesten Sinne (Overland Mail Baghdad-Haifa 1923-1948 sowie Irak Eisenbahn Postmarken 1928-1942) ist auch

    Mal dieses Thema wieder hervorkramen.

    In meiner Photoshop Diskussion hier

    Rainer
    27. Juni 2026 um 18:07

    habe ich ja einige Probedrucke gezeigt welche ich nun mal auf Papierstärke hin vermessen habe. Die beiden blauen Probedrucke haben eine Stärke von 0,083 - 0,084 mm bzw. 0,080 - 0,084 mm. Die 1/1000 mm sind sicher nur Messtoleranzen bzw. das handgeschöpfte Papier ist sicher auch nicht soooo genau dick, was meint Ihr?

    Die betreffenden Dokumente mit den Tibet Probedrucken sind hier zu sehen…

    Rainer
    27. Juni 2026 um 20:29

    Ich schrieb ja schon, dass ich die Blattgrößen zumindest im 1. Rahmen wegen einigen recht großen Stücken anpassen muss. Dieses Blatt wird ca. 29,7 x 29,7 cm groß.

    Die Blattgröße ist aber in dem Posting nicht das Thema, sondern wie ich die Wertstufen, hier als schwarze Bildchen unter den Viererblocks zeigen soll. Die schwarzen Bilder habe ich mir von anderer Quelle mal geliehen…, ggfls. scanne ich die aber von meinen Stücken selbst und zeige sie in Farbe oder doch s/w?

    Da die Blattbreiten bei den 2 gezeigten Blättern mal wieder kein Standard ist habe ich mal eine kleine Zeichnung (OK, ist eine Excel Tabelle, daher nicht Maßstabsgerecht, ihr kennt meine Ignoranz hinsichtlich Graphik Programmen) angefertigt wir das Layout von Rahmen 1, da wo die hohen Blätter drin sind, nach aktuellem Stand aussehen wird. Da werden manche Puristen wieder jammern da nicht alles schön nach Norm ist, gemischte Blattgrößen sind aber ausdrücklich erlaubt.