Neue Erkenntnisse zur Arge-Schrift "Platten der 3 Kr. blau"

  • Hallo St. Gallen,

    Ich kenne auch kein Patentrezept. Man wird es aber nur finden können unter Berücksichtigung der Interessenslage aller Beteiligten. Da haben die Arbeitsgemeinschaften nur dann gute Karten, wenn ihre Interessen von einer machtvollen Institution vertreten werden. Womit wir wieder beim BDPh und seiner "allen wohl und niemandem weh"-Politik wären.

    Wenn erst erkannt wird, dass ein Regelwerk, wie es Altsax vorschwebt, allen Beteiligten nützt, dann sollte sich doch niemand dieser win-win-Chance entgegenstellen.
    Die Forscher freuen sich, wenn sich die Forschungsergebnisse im Katalog wiederfinden. Die Prüfer freuen sich über zu prüfende Neufunde und für die Katalogverlage steigt die verkaufte Auflage.
    Das Sammelgebiet bleibt spannend und interessant. Mancher Sammler wird auch wieder Neufunde in seiner eigenen Sammlung machen könnnen!

    Denn auch für jeden Katalogherausgeber ist es doch wichtig, möglichst jedes Jahr zündende neue Forschungsergebnisse in seinem Katalog präsentieren zu können.
    Weil beispielsweise der SCOTT USA-Katalog jedes Jahr immer wieder hervorragende neue Erkenntnisse in seinem Katalog aus den unterschiedlichen Sammelgebieten ankündigt, kaufe ich diesen öfter, als ich das sonst machen würde. Und das habe ich auch noch nie bereut.

    Ich denke dass man es dem "Michel" einfach etwas einfacher machen muss.
    Also sich erst auf Arge- und Prüferebene einigen und dann wird der "Michel" oder Zumstein oder SBK oder welcher Katalogherausgeber auch immer die neuesten Erkenntnisse bringen.

    LG vom Bayernspezi ! (Franz)

    Einmal editiert, zuletzt von Bayernspezi ()

  • Hallo Bayernspezi,,


    wenn Du mir verrätst, was es bei einem kategorischen Nein der Prüfer noch zu einigen gibt, dann nenne ich Dich einen Weisen. So wie die Dinge aber stehen, hat diese ganze Diskutiererei hier keinen Sinn. Ich jedenfalls habe das Handtuch geworfen. Wenn Du Dich aber berufen fühlst, dann wird Dir niemand Steine in den Weg legen. Ich schreibe Dir dann für die Verhandlungen eine Vollmacht der Arge aus und drücke ganz fest die Daumen.


    Viele Grüße von maunzerle

    "Ein Leben ohne Philatelie (und Katzen) ist möglich, aber sinnlos!" (frei nach Loriot, bei dem es allerdings die Möpse waren - die mit vier Beinen wohlgemerkt)

  • Lieber Peter,


    Ich verstehe deinen Frust. Erst recht, wenn ich dich missverstanden haben sollte.
    Ich bin davon ausgegangen, dass die Prüfer nicht kategorisch dagegen sind.
    Beide fürchten aber zu große Schwierigkeiten, sowohl auf Sammler-, als auch auf Prüferseite.
    Man muss Ihnen die Furcht vor zu hohem Prüfaufwand nehmen.

    Eine schnelle Vorprüfung könnte in unserem Spezialfall beispielsweise durch die Protagonisten und Autoren kilke und/oder von mikrokern in kürzester Zeit sogar elektronisch vorgenommen werden.
    Diese beiden wären doch als Spezialprüfer für die Platten der 3 Kr. blau sicherlich unumstritten.

    Hier könnte nun die Idee von Altsax greifen, den BdPh, der ja auch Träger des BPP ist und den BPP an einen Tisch zu bringen und hier einen Weg zu öffnen, der für alle gangbar ist.

    Schließlich sind von der Problematik offenbar nicht nur die deutschen, sondern auch andere, wenn nicht sämtliche Sammelgebiete betroffen. Siehe beispielsweise die Einlassung von St.G

    Es ist bei der fortschreitenden Spezialisierung nicht verwunderlich, dass einzelne Prüfer das erweiterte Wissen nicht mehr alleine und rasch oder noch wirtschaftlich vernünftig verarbeiten können.

    Ich möchte noch darauf hinweisen, dass es z.B. für die Infla-Stempelprüfung aus gutem Grund Spezialprüfer gab und wohl auch nocht gibt. Diese haben dann nur Inflastempel geprüft, waren aber Prüfer im BPP. Peschl war z.B. nur für die Inflastempel zuständig.
    Für Spezialprüfungen u.a. von Aufdrucken bei der Deutschen Feldpst 2. Weltkrieg standen immer mehrere Prüfer für insgesamt sage und schreibe 17 Briefmarken an der Phila-Front !

    Ich schließe mich hier Altsax an, dass nur eine größere Kraftanstrengung von BdPh und BPP zum Erfolg führen. Ist erst einmal verstanden, dass das ein wirklich wichtiges Problem ist, dann wird man auch eher bereit sein, die nötigen Schritte zu unternehmen. Die Lösung von Einzelfällen im Bereich der Bayernphilatelie führt hier nicht wirklich weiter. Erst muss die Einsicht gedeihen...

    LG vom Bayernspezi ! (Franz)

  • Lieber Bayernspezi,


    die Plattenzuordnung ist kein Hexenwerk, und deshalb braucht es auch keine Spezialisten für eine Vorprüfung.

    Die Prüfer wären sicher von jetzt auf sofort in der Lage,

    die 3 Kreuzer blau den zu unterscheidenden 8 Platten zuzuordnen.


    Es fehlt nicht die Kenntnis, sondern es fehlt der Wille, und das schon seit Jahrzehnten, denn

    schon im letzten Jahrhundert wurden in mehreren Rundbrief-Artikeln entsprechende Forschungsergebnisse veröffentlicht, die 2004 Herr Jürgen Vogel im Michel Handbuch

    "Platten und Plattenfehler" zusammengefasst hat.


    Herr Sem prüft seit 50 Jahren Bayern, prüft seit 50 Jahren 5 Platten, und wird das auch nicht mehr ändern.

    Ich sehe es durchaus als schönen Erfolg, dass jetzt im neuen Michel Spezial auf Schrift 1 der Arge hingewiesen ist.

    Danke dafür an Peter Zollner, den Vorsitzenden der Arge, der nicht locker gelassen hat.


    Gruss kilke

    Wer um Einzelmarken einen Bogen macht hat sich verlaufen.

  • wenn Du mir verrätst, was es bei einem kategorischen Nein der Prüfer noch zu einigen gibt, dann nenne ich Dich einen Weisen. So wie die Dinge aber stehen, hat diese ganze Diskutiererei hier keinen Sinn. Ich jedenfalls habe das Handtuch geworfen.

    Hallo maunzerle,


    in einer Situation, bei der mit Argumenten nichts mehr zu erreichen ist, weil sich die Kontrahenten in ihren Schützengräben auch emotional eingeigelt haben, hilft es erfahrungsgemäß nur, das Problem auf einer anderen, einer abstrakten Ebene zu bearbeiten.


    Aufzulösen ist doch der in der Logik "Zirkelschluß" genannte Zustand, daß sich ein Prüfer auf einen "anerkannten Wissensstand" als Basis für seine Einstufungen beruft, diesen aber dadurch selbst festsetzt, daß der faktisch maßgebliche Michelkatalog wiederum die Einschätzungen des jeweiligen Prüfers 1:1 übernimmt.


    Wird dafür eine allgemeingültige Lösung gefunden, können sich auch festgefahrene Positionen gesichtswahrend für alle Beteiligten auflösen.


    Es könnte beispielsweise helfen, eine Lösung zu finden analog zur Verbandsprüfstelle. Bei ihr werden Konflikte gelöst, die sich zwischen Prüfern mit voneinander abweichenden Beurteilungen ergeben haben, aber auch solche, die zwischen einem als qualifiziert angesehenen Außenstehenden und einem Prüfer entstanden sind.


    Schafft man ein solches Gremium, das mit (wenigen!) Vertretern des Prüferbundes und der Arbeitsgemeinschaften besetzt ist, können diesem strittige Fälle zur Entscheidung übertragen werden. Oft genug fehlt es nicht an Sachverstand, sondern lediglich an der nötigen persönlichen Distanz zum Problem. Das betreffende Gremium hätte also die Aufgabe eines fachlich kompetenten Mediators.


    Ich könnte mir vorstellen, daß zumindest im Vorstand des BPP eine solche Lösung auf Zustimmung stieße.


    Beste Grüße


    Altsax

  • Liebe Freunde,


    ich danke Euch für Euer Engagement in der Angelegenheit. Wer jedoch die teilweise Vehemenz der Ablehnung auch von Seiten des Michel erlebt hat, sieht für Optimismus keinen Anlass. Und darüber hinaus soll ein Hobby immer noch Spaß machen, und den hätte ich bei der Anrufung von und einem möglichen ewigen Hickhack mit irgendwelchen Gremien bestimmt nicht. Das mag den einen oder anderen jetzt enttäuschen, aber für mich ist die Angelegenheit zunächst definitiv erledigt, was nicht heißen soll, dass man bei einem Zusammentreffen mit der "Gegenseite", wenn ich es mal so nennen darf, nicht noch einmal auf das Thema zu sprechen kommt.


    Viele Grüße von maunzerle

    "Ein Leben ohne Philatelie (und Katzen) ist möglich, aber sinnlos!" (frei nach Loriot, bei dem es allerdings die Möpse waren - die mit vier Beinen wohlgemerkt)