Beiträge von bayernjäger

    Hallo Ralph,

    der Brief ist relativ klein und macht mir nicht den Eindruck, als hätte er über 1 Loth gewogen. Du schreibst, es fehlt die Reconummer, ich nehme an, die unterstrichene "8" stellt hier die Reconummer dar und nicht ein Nachporto. Das wäre für den Brief die schlüssigste Lösung. Farbig unterstrichene Reconummern oder -vermerke gibt es häufiger.

    Gruß

    bayernjäger

    Hallo Sammlerfreunde,

    hier ein mehr als ungewöhnlicher Brief.

    Ludwigshafen - Straubing vom 2.4.1861, statt oMR 291 die Nummer handschriftlich angebracht.

    Die verklebten 6 Kreuzer reichten für einen Brief aus der Pfalz nach dem rechtsrheinischen Bayern aus.

    Dieser Brief stammt aus Düsseldorf und trägt rückseits noch einen Absenderstempel aus Mannheim. Wahrscheinlich in einer Frachtlieferung enthalten gelangte der Brief an den Zwischenhändler J.E. Deesler in Mannheim, der machte sich auf den Weg über den Rhein nach Ludwigshafen und gab den Brief aus Portoersparnisgründen dann dort zur Post.

    Gruß

    bayernjäger

    Hallo Sammlerfreunde,

    hier ein sehr früher Brief mit Münchner Rautenstempel vom 19.4.1866 aus der Anfangszeit der Rautenstempelverwendung.

    Ich habe bisher nur einen einzigen früher datierten Brief vom 17.4.1866 registiert.

    Mittlerweile fand sich auch ein dritter Brief aus dem Oktober, wieder ohne als Chargé-Brief befördert worden zu sein.

    Der neu registrierte Brief datiert auf den 21.10.1866.

    Somit stammen dann die drei Briefe aus dem Oktober vom 21.,22. und 23.

    Es sind die einzigen Briefe, die nicht als Chargé-Brief befördert wurden.

    Zwischen dem 6. Juli und 21. Oktober konnte ich immer noch keinen Brief registrieren.

    Gruß

    bayernjäger

    Hallo Sammlerfreunde,

    die Pfälzer Bahnpost ist für viele Besonderheiten bekannt, was die Einordnung des von Pälzer gezeigten Briefes nicht einfach macht.

    Nachentwertungen durch Bahnpoststempel kommen sicher vor, allerdings scheint hier der B.P.-Stempel verrutscht und deshalb doppelt abgeschlagen zu sein. Die vermutete "1" wird wohl der Aufstrich des "B" sein.

    Anbei zeige ich ein paar Briefe der Strecke Neunkirchen - Worms.

    Der erste Brief in der Reihenfolge zeigt, wie schnell ein Doppelabschlag entstehen kann. Beide Stempel sind zumindest teilweise verrutscht, kamen dann aber doch noch einigermaßen klar auf den Brief.

    Der zweite Brief zeigt, dass es mit der Stempelung auch besser ging.

    Der Brief mit der handschriftlichen Ortsaufgabe "Neustadt" stammt lt. rückseitigem Absenderstempel aus Dürkheim. Da fragt man sich dann schon wie die Ortsaufgabe einer lt. Stempel entgegengesetzt der angegebenen Fahrtrichtung befindlichen Station auf den Brief kommt?

    Der vierte Brief ist dann auch ohne handschriftlicher Ortsangabe. Er stammt aus Frankenthal.

    Das Anbringen der Ortsaufgabe war ab 1.1.1868 nicht mehr von allzu großer Bedeutung, da innerhalb Deutschlands einfache Briefe nur noch 3 Kreuzer kosteten und keine Staffelung nach Entfernung mehr notwendig war. In der Pfalz hatte man sich aber wohl schon so daran gewöhnt, dass dies noch lange danach gemacht wurde.

    Das alles lässt auch für den Brief von Pälzer eine Interpretation in alle Richtungen offen.

    Vielleicht kommt ihr ja doch noch hinter die Sache.

    Gruß

    bayernjäger

    Hallo Sammlerfreunde,


    Retourbriefe sind ja nicht unbedingt eine Seltenheit. Meist erfolgte die Rücksendung wegen unbekannter Adressaten oder Annahmeverweigerung wegen Portobelastung.

    Der nachfolgend gezeigte Retourbrief aus Augsburg nach Stadtamhof vom 6.10.1866 fällt allerdings vollkommen aus dem Rahmen.


    Bei diesem Brief vermerkte der Empfänger:

    "Zurück an Privatier Werner C. 33 (oder zz) in Augsburg.

    Wird nicht angenommen u. werden weitere Zuschriften verbeten, Schmidbaur"

    Hier haben wir also einen eher ungewöhnlichen Fall einer Annhameverweigerung, hatte ich so bisher noch nicht gesehen.


    Wie aus dem Inhalt zu ersehen ist, gab es wohl Ärger wegen einer Geldzahlung. Die Wortwahl, insbesondere des Herrn Schmidbauer aus Stadtamhof, war wohl bei seiner letzten Zuschrift nicht sehr freundlich.


    "Augsburg, am 5. Octbr. 1866

    Herrn Jos. Schmidbaur, Buchdruckereybesitzer in Stadtamhof

    Meine Geschäfts-Ordnung erheischt es, Ihnen anzuzeigen, daß

    ihre Geldsendung an mich gut eingetroffen, die aber

    auf einen kleinen Zettel beiliegende beleidigende

    Stylistik, mir zur Notiz bleibe.

    Nach dem Satz “res clamat ad dominum“ fühle ich

    mich verpflichtet für die zuviel übersendeten 26 xr 3 pf.

    Ihnen 27 xr in Briefmarken anliegend retour zu senden,

    auch Ihnen, für Ihr stets edles Benehmen gegen

    mich , meinen Dank zu äußern, und mit

    geziemender Achtung zu zeichnen

    Ihr ergebener"


    Auf der Siegelseite vermerkte der Absender noch "Zur eigenhändigen Eröffnung"


    Zudem waren dem Brief 27 Kreuzer in Briefmarken beigelegt, was für eine Briefpostsendung nicht zulässig war. Der Brief hätte eigentlich als Wertbrief, sprich Fahrpostbrief verschickt werden müssen.


    Gruß

    bayernjäger

    Hallo Sammlerfreunde,

    nach längerer Zeit ist mir wieder einmal ein Brief an Bischof Michael Deinlein zu Bamberg in die Hände gefallen.

    Der aus Effeltrich stammemde Brief wurde am 18.12.1870 in Baiersdorf aufgegeben.

    Gruß

    bayernjäger