Beiträge von bayernjäger

    Hallo Luitpold,


    es gibt eine Abhandlung über alle in Kissingen verwendeten Stempel. Quellenangaben sind dort leider nicht vorhanden. Ich zeige nachfolgend die Ausführungen zu den Mühlradstempeln.

    Demnach gab es den oMR ab 1860.

    Ich füge noch 4 Briefe mit oMR bei.

    1. oMR 248 nach Braunschweig, leider ohne Datum, aber sicher vor 1863.

    2. oMR 248 stark abgenutzt auf 2x 3 Kr. blau, ebenfalls ohne Datum

    3. oMR 248 stark abgenutzt auf 3 Kr. rot von 1863

    4. oMR 248, vermutlich ein neuer Stempel auf 3 Kr. Wappen von 1867


    Letztendlich zum Vergleich die 3 lesbaren Stempel zusammenn auf einer Vergrößerung.


    Erwähnen muss ich noch, dass ich einen geschl. MR 248 vom 23.5.1866 in meiner Sammlung habe.


    Gruß

    bayernjäger

    Hallo Sammlerfreunde,


    derartige Ergebenheitsadressen geben einem Brief immer eine besondere Note:



    Snr. Excelenz

    Herrn W. A. von Lüttichau, auf Ober- u.

    Nieder Ulbersdorf, wirklichen geheimen

    Rath - Generaldir(ektor) der kngl. mus(ik) Kapelle

    und des Hoftheaters. Inhaber höchster Orden

    etc etc etc

    in Dresden


    Abgesdandt in München am 16. OCT. 1857.


    Gruß

    bayernjäger

    Hallo Sammlerfreunde,


    eigentlich nicht mein Sammelgebiet, trotzdem habe ich diese Paketkarte nicht liegen lassen können.

    Die Karte wurde in Regensburg am 9.2.1904 für ein Paket Bücher mit einem Gewicht von 4 1/2 kg verwendet.

    Sie ist adressiert nach Buchs, Postlagernd Schaan Liechtenstein. Ankunft 11.2.1904.

    Der Aushändigungsvermerk lautet auf den 3.3.1904.

    Buchs liegt in der Schweiz, unmittelbar an der Grenze gegenüber dem in Liechtenstein liegenden Schaan.

    Der Versand nach Liechtenstein war offensichtlich günstiger als in die Schweiz. Trotzdem wurde noch ein Portovermerk 20 angebracht.

    Vielleicht könnte jemand das Franko und den Portovermerk erklären.

    Post nach Liechtentein ist sowieso nicht häufig aber eine Sendung in die Schweiz, postlagend Liechtenstein habe ich überhaupt noch nicht gesehen.


    Gruß

    bayernjäger

    Hallo Sammlerfreunde,


    dieses Briefkuvert von Erlangen nach Stünzhain bei Altenburg lag lange genug bei ebay, nun habe ich es mir doch einverleibt.

    Rückseits befindet sich ein roter Stempel, in dem handschriftlich 5 Pfennig Landzustellgebühr vorgemerkt wurden.

    Obwohl der Stempel relativ deutlich ist, kann ich wegen der geringen Schriftgröße nich alles entziffern.

    Hat jemand einen klar lesbaren Abschlag dieses Stempels oder kann jemand mehr entziffern als ich?

    Ich lese:

    Porto und Botenlohn

    in Sa. Ngr pf


    Gruß

    bayernjäger

    Hallo Sammlerfreunde,


    ich zeige einen sogenannten Barzahlungsbrief, sprich den Vorläufer der Postanweisung.

    Dieser Postdienst wurde in Bayern nur sehr selten genutzt. In 20 Jahren konnte ich bisher nur drei bayerische Barzahlungsbriefe auffinden.

    Den hier gezeigten hatte ich vor mehr als 10 Jahren bei ebay gefunden. Dieser Tage ist dort ein fast identischer Brief angeboten worden. Ein Bild davon zeige ich ebenfalls.


    Der Dienst der baren Einzahlung gehörte zur Fahrpost. Es war folglich der Gewichtstarif für Pakete und eine Barzahlungsgebühr als Franko zu entrichten.


    Dieser hier stammt vom 02.10.1863 und lief von Helmbrechts nach Hersbruck. Links unten der Vermerk: "Hierauf wurden bar eingezahlt 39fl - kr, dreißg neun Gulden".

    Darunter befindet sich der Frankovermerk 10 / 16 xr.


    Für die Strecke von ca. 11 Meilen waren in die Entfernungszone von 8-12 Meilen 10 Kreuzer Minimaltaxe für den Pakettarif und je 5 Gulden 2 Kreuzer, also 16 Kreuzer Barzahlungsgebühr anzusetzen.

    Der Absender bezahlte für die bare Einzahlung 26 Kreuzer, was im Vergleich zu einem Wert-/Geldbrief erheblich teuerer war. Die hohen Gebühren waren vermutlich auch der Grund, warum dieser Postdienst in Bayern nur selten genutzt wurde.


    Im Brief hat der Absender nochmal darauf hingewiesen, dass der Empfänger den Geldbetrag bei seiner Postexpedition ausgezahlt bekommt.


    Der nun bei ebay verkaufte Brief hat nur ein Franko von 10 / 12 xr, da der eingezahlte Betrag lediglich 30 Gulden und die Barzahlungsgebühr folglich nur 12 Kreuzer betrug. Ansonsten ist der vom 29.9.1865 stammende Brief vollkommen identisch.


    Gruß

    bayernjäger

    Hallo kilke,


    dank eines Forumsmitgliedes habe ich das Bild eines Doppelbogens in hoher Auflösung vorliegen. Die Feldbestimmung der Marken ist damit fast kein Problem. Nicht alle Marken lassen sich sofort zuordnen, nimmt man allerdings die Zwischenlinien (sofern vorhanden) zu Hilfe, lassen sich alle zuordnen. Es geht aber nicht nur um die Feldzuordnung, denn es gibt durchaus Drucke der 3 I, welche vom Druckbild der 3 II sehr ähnlich sind. Ein Blick auf den Doppelbogen lässt eine Bestimmung dann aber zweifelsfrei zu.


    Hallo KlangRausch,


    richtig, die Marke war zum Preis einer 3 I zu haben. Ein kleines Weihnachtsgeschenk also. :)


    Gruß

    bayernjäger

    Hallo Sammlerfreunde,


    kurz vor den Feiertagen für wenige Minuten als Sofort-Kaufen-Angebot bei ebay:



    Briefstück der 3 II mit Halbkreis BAHNH. BAMBERG 27.9.

    Marke vom Feld 19 des rechten Halbbogens.


    Gruß

    bayernjäger

    Hallo Sammlerfreunde,


    nicht in Bayern geschriebene und dann in Bayern aufgegebene Briefe haben wir schon oft gesehen. Meist sind sie schon an den Absenderstempeln zu erkennen. Es gab verschiedene Möglichkeiten Briefe nach Bayern zu verbringen und diese zwecks Portoersparnis dort aufzugeben. Als Beispiele anführen möchte ich den Versand per Einschluss, das Verbringen über die Grenze zur nächstgelegenen bayerischen Postexpedition oder als Beilage in einer Fracht- oder Fahrpostsendung. Nicht alle diese Beispiele waren zulässig, aber wohl geduldet.

    Wo letztendlich die Frankierung dieser Briefe stattfand ist meist nicht zu erkennen. Lediglich bei Briefen per Einschluss mussten diese frankiert sein.

    Hier zeige ich einen Brief aus Frankfurt vom 10. April 1867, der bereits in Frankfurt mit bayerischen Franco-Marken beklebt worden sein muss. Der Brief wurde nach Nürnberg verbracht, dort zur Post gegeben und innerbayerisch nach Oberscheinfeld befördert. Die Portoersparnis betrug von Frankfurt aus 3 Kreuzer.

    Meine Annahme mit der Frankierung in Frankfurt beruht auf dem Absenderstempel der Fa. C.F. HELD, welcher sich teilweise auf den beiden rechten Franco-Marken befindet.

    So etwas hatte ich bisher noch nicht gesehen.

    Wie der Brief allerdings nach Nürnberg gekommen ist, entzieht sich meiner Kenntnis.


    Gruß

    bayernjäger

    Hallo Sammlerfreunde,


    eben hat mir meine freundliche Postzustellerin ein kurzlich bei ebay ersteigertes Briefelot gebracht.

    Das aus vier Briefen bestehende Lot hatte bei genauerem Hinsehen sofort mein Interesse geweckt.

    Befindet sich doch darunter ein Brief von München nach Hof vom 4. SEP. 1850 frankiert mit einer 4II1. Rückseits ist ein Ankunftstempel HOF 6. SEP. 1850 zu sehen.

    Der Brief wird wohl eine der frühesten bisher bekannten Verwendungen mit der 4II1 sein. Wie hier in den vorherigen Posts zu sehen, datiert die früheste Beleg auf den 30. August 1850.


    Gruß

    bayernjäger

    Hallo woodcraft,


    die Farbpalette dieser angeblichen 5a ist ja unglaublich.

    Wenn ich mich recht erinnere wurden die Farbbestimmungen sonst mit Bleistift auf die Marken geschrieben. Es ist mit einem Radiergummi und einem Bleistift relativ einfach hier einfach etwas anderes auf die Marke zu schreiben.

    Die 5a und insbesondere die 5aa haben eine ganz eigentümliche Farbgebung und sind relativ leicht zu erkennen. Diese typischen Farben kann ich bei den meisten deiner 5a allerdings nicht sehen.

    Sich nur auf die Bleistiftangaben zu verlassen ist nicht zielführend. Da hilft nur Erfahrung durch Vergleich von typischen Vertreten jeder Farbgruppe zu sammeln. Briefe scheinen mir da die beste Möglichkiet, da dort die Marken meist ursprünglich sind und keinem Wasserbad usw. ausgesetzt waren. Wenn man dann noch datierbare Briefe hat, bekommt man sehr schnell ein Auge für die passende Farbe.

    Zwischenfarbtöne gibt es allerdings unzählige, was sicherlich auch den Prüfern erhebliche Schwierigkeiten bereitet.

    Dir auf jeden Fall viel Spaß beim Farbenvergleich.


    Gruß

    bayernjäger


    PS: Bitte zeige mir doch mal die Rückseite mit dem Prüfzeichen der zweiten Marke aus der ersten Reihe mit dem glasklaren gMR 18, der so nur die ersten Wochen vorkommen kann.

    Hallo Sammlerfreunde,


    hier ein mit 18 Kreuzer frankierter Wertbrief mit 300 Gulden in Banknoten von Friedberg nach Oedhof bei Freilassing.

    Der Brief zeigt sehr schön die damalige Verschlussvorschrift von 5 anzubringenden Siegeln. Zusätzlich wurde eine heute noch zum großen Teil erhaltene Schnur um den Brief gebunden und mit den Siegeln befestigt. Über die Schnur wurde vorne noch der Aufgabezettel und rückseits die Franco-Marke geklebt.

    Da wollte jemand wohl auf Nummer sicher gehen.


    Gruß

    bayernjäger