Beiträge von kilke

    Lieber Will,


    nochmal eingestellt ist die Bogenecke 3 Kr. rot, Typ 2 von Bogenposition B5,

    rechte Hälfte Elster Bogen, und daneben die Eckposition mit 3 Kreuzer blau.


    Der Verlauf der Schnittlinien stimmt exakt überein. Auch sind die Markendrucke identisch,

    das zeigen die bei beiden Drucken auffällig abgeschrägten Einfassungslinien.

    Das ist der Beweis, dass beim Farbwechsel die Druckform nicht aufgeschlossen wurde.


    Wie aber können die unterschiedlichen Schnittlinienverläufe bei der in #59 gezeigten

    3 Kr. rot, Typ 2 aus der linken unteren Ecke zu dem Verlauf im Elster Bogen erklärt werden,

    wenn eine zweite Auflage, und damit eine Neuzusammenstellung der Druckform als Erklärung ausfällt?


    Eine möglicher Grund für die unterschiedliche Krümmung der Schnittlinien können

    eingefügte Keile sein, die bei Lockerung einzelner Stöckel in die zusammengespannte Druckform eingepasst wurden.

    Es können auch zusätzliche Spatien vor Rand-Messsingschienen zur Stabilisierung der Druckform platziert worden sein, und durch enorme Kräfte beim Einspannen der Druckplatte bzw. beim Markendruck selbst verformten sich die Messingschienen (Sem-Katalog).


    Eckrandstücke der 3 Kr.rot, Typ2, stehen ab sofort unter besonderer Beobachtung.


    Auch die vorhandenen PF auf dem Elsterbogen verdienen Aufmerksamkeit (gebrochene rechte Schnittlinie, Elster Bogen Pos. B12; Strich durch R von DREI, Pos. B10).

    Wenn ein PF auf mehreren Positionen nachgewiesen werden kann, dann muss die Druckform aufgeschlossen worden sein, und dabei wurden auch Schnittlinien neu ausgerichtet.


    Gruss Kilian

    Lieber Sammlerfreunde,


    ich zeige eine 3 Kreuzer rot, Typ 2 aus der linken unteren Ecke mit MR "582" Wiesentheid Uf.


    Der Schnittlinienverlauf stimmt nicht mit dem Verlauf der Schnittlinien bei dem Elster Bogen

    der 3 Kreuzer blau überein.

    Ich vermute ein Druck von einer späteren, zweiten Auflage der 3 Kreuzer rot, Platte 5.


    Bisher wurde die 3 Kreuzer rot, Typ 2, ausschliesslich auf Platte 5 nachgewiesen.


    Gruss Kilian

    Lieber Will,


    nach vielen Jahren endlich mal wieder ein neues Platten-Frühdatum !


    Der 13. Januar 1855 ist das jetzt früheste bekannte Verwendungsdatum

    einer 3 Kreuzer blau von Platte 2c. Bisher war es der 24. Januar 1855.


    Für die Freunde der 3 Kreuzer blau ein sehr wertvoller Beleg.


    Gruss Kilian

    Liebe Sammlerfreunde,


    bei Durchsicht von Auktionskatalogen fand ich vier Einzelmarken und ein Brief

    mit dem off. MR "917" von Kirchheim am Eck.

    Der Brief vom 7. Februar (1869) ist lt. Attest Schmitt der einzig bekannte Beleg (Abb. 45.Deider, Los 1021).


    Bei allen fünf Abschlägen sind, wie schon von Will richtig beobachtet, die Ziffern anders

    zu den Schaufeln ausgerichtet, wie bei dem Abschlag mit abweichender Ziffer "7".

    Auch ist die Ziffer "7" durchweg korrekt geschnitten (Abb. der Mi.14, aus 65.Deider Auktion, Los 614).


    Ein misslungener Abschlag des off.MR "911" kommt nicht in Frage, weil auch hier die Ziffern zu den Schaufeln anders ausgerichtet sind.


    Es bleibt die im Attest von Frau Brettl angegebene Vermutung, , dass es sich bei dem Abschlag mit abweichender, deformierter Ziffer "7" um einen Stempel handelt, der ersetzt wurde.


    Anders ist dieser lt. Attest nur einmal bekannte Abschlag nicht zu erklären.


    Gruss Kilian

    Lieber Will,


    auf dem ersten Blick sieht es so aus, aber das täuscht.

    Bei dem einen Abschlag sind die Schaufeln sauber abgedruckt, der andere Abschlag zeigt

    nur Schaufel-Flecken oder nicht in voller Breite abgedruckte Schaufeln.


    Bei zwei sauberen Abdrucken sollte es passen.


    Fünf Wochen vor Schluss der Mühlradzeit wurden keine zwei off.MR "917" angefertigt,

    wobei die vermeintlich missratene Ziffer "7" so schlecht nicht aussieht.


    Gruss Kilian

    Lieber Will,

    lieber Planke,


    mit unterschiedlichen Ziffern "5" sind die beiden Typen auch im Sem beschrieben:

    Einmal mit geradem Hals und einmal mit leicht schrägem Hals bei einer Ziffer "5".


    Ein sehr geringer Unterschied der evtl. durch Abnutzung/Reinigung zu erklären ist.

    Es bräuchte mehrere klare Abdrucke, um eine evtl. Veränderung mit der Zeit verfolgen zu können.

    An Abdrucke von zwei verschiedenen Stempeln glaube ich nicht.


    In dem Zusammenhang interessant ist der nur wenige Wochen verwendete

    off.MR "917" von Kirchheim in der Pfalz (eröffnet 1.2.1869!) von dem es laut Attest Frau Brettl

    zwei Typen geben soll.

    Katalogabbildungen im Anhang; die Story von Frau Brettl im Attest liest sich ganz nett.


    Meiner Ansicht nach können hier keine zwei Typen unterschieden werden, nur

    weil bei der Ziffer "7" der Abstrich bei dem einen Abdruck etwas mehr gerade verläuft.

    Bei Ziffer "1" und "9" sehe ich keinen Unterschied.

    Die Stempelabdrucke erfolgten von Hand. Verkantete Abschläge, Abschläge auf

    verschiedenen Unterlagen (Briefpapier), vom gereinigten oder nicht gereinigten Stempel,

    führten zu unterschiedlichen Abdrucken von ein und demselben Stempel.

    Nur die characteristischen Merkmale blieben gleich (z.B. der Ziffernabstand).


    Gruss Kilian

    Hallo Volker,


    die Ziffer "1" ist komplett abgedruckt.

    Bei dem Sahneabschlag #101 fehlt unten ein kleiner Teil, da sehe ich aber jetzt nicht gleich

    eine andere Stempeltype.

    Kein Stempelabschlag ist perfekt. Unterbrechungen im Stempelbild kommen praktisch

    bei jeden Abschlag vor.

    Erst wenn mehrere Abschläge eine verkürzte "1" zeigen, kann eine zweite Type unterschieden werden.


    Gruss Kilian

    Lieber Ralph,


    etliche ältere Auktionskataloge habe ich durchgesehen.

    Der off.MR "155", ob auf Einzelmarke oder Brief, Fehlanzeige.

    Und das liegt nicht daran, dass es sich nur um einen kleinen Stempelwert handelt,

    nein, der Stempel ist selten und unterbewertet.


    An zwei Typen glaube ich erst dann, wenn sie gezeigt werden.


    Gruss Kilian

    Hallo Sammlerfreunde,


    wer sich jeden Tag einmal durch die bei Ebay neu eingestellten "Bayern vor 1914"

    durchkämpft, der hat sich eine hin und wieder auftauchende kleine Delikatesse redlich verdient.


    Der glasklare Abschlag des off. MR "155" von Germersheim in der Pfalz auf

    3 Kreuzer Wappenausgabe war so ein Schmankerl, das ich mir nicht habe nehmen lassen.

    Laut Sem Katalog soll es zwei Typen des Stempels geben. Wer zeigt die zweite Type ?


    Gruss kilke

    Hallo Heribert,


    auf dem Briefteil von Hessenthal und dem Briefstück von Neustadt gleichen sich

    die Übermalungen auf den beiden Marken.

    Sie sind mit wässriger Tinte ausgeführt und mit auffällig tiefschwarzen Querstrichen.

    Meiner Ansicht nach der Versuch eines Hobbykünstlers handschriftliche Entwertungen

    vorzutäuschen.


    Gruss Kilian

    Lieber Heribert,


    gratuliere zu der Spitzensammlung.

    Der Brief von "396" Würzburg vom 24. Dezember 1855! und die vermeintliche Drucksache

    von "281" Regensburg gehören zu den Top-Belegen mit der 1 Kreuzer schwarz.

    Wer solch zwei Belege sein eigen nennen kann, der gehört zu den grossen Sammlern,

    und damit ist nicht die Körpergrösse gemeint.


    Gruss Kilian

    Hallo Sammlerfreunde,


    der Brief mit Rechnung wurde am 26. September 1851 in Schwarzenbach geschrieben

    und einen Tag später mit der Bahnpost auf der Strecke von Hof nach Nürnberg

    von Schwarzenbach nach Forchheim befördert.

    Die Entwertung der frankierten 3 Kreuzer blau, Platte 2a erfolgte mit dem MR "406" der Bahnpost.

    Der Aufgabestempel BAHNP. HOF- NÜRNBERG ohne Stationsaufgabe von Schwarzenbach.

    Die Striche im Sehnenkasten sind Abdrucke der Datum-Stellschraube.


    Gruss Kilian

    Liebe Sammlerfreunde,


    auch ich sammele nach wie vor Briefmarken und keine Verordnungen.

    Die für den alltäglichen Gebrauch von Hand gedruckten klassischen Briefmarken

    sind kleine Kunstwerke und faszinieren Sammler in aller Welt, und das wird auch so bleiben.


    Für mein Sammlerglück brauche ich keine 3 laufende Meter Verordnungen

    in Leitz-Ordnern sortiert, die ich auf Briefen bestätigt haben will.


    Gruss Kilian

    Lieber Sammlerfreunde,


    das sehe ich anders.

    Im Zweifel sollte immer der Normalfall angenommen werden, und das ist der 15.3.1850.

    Eine aussergewöhnlich seltene Entwertung mit dem Halbkreiser noch am 15.8.1850

    muss 100% sicher nachgewiesen sein, und das ist meiner Ansicht nach hier nicht der Fall.


    Gruss Kilian

    Hallo Rottaler,


    ein Beleg von "601" Bodenmais Nd wäre für die Heimatsammlung unübertrefflich.

    Auch für die Mühlradsammlung ist ein Beleg mit 600er Nummer aus der 1. Verteilung

    sehr begehrenswert. Nur zwei Belege sind mir bekannt. Einer von "600" Winden Pf

    und einer von "603" Ipsheim Mf.

    Nicht selten ist der Beleg aus der 2.Verteilung von "601" Zeil Uf .


    Gruss Kilian

    Hallo michsyl,


    die 3 Kreuzer rot wurde von mehreren Platten gedruckt:

    Von den beiden Platten 5 und 6, von denen auch blaue 3 Kreuzer Marken gedruckt wurden,

    und von 2 oder 3 spätere Platten.

    Die von Dir eingestellte Mi.9 in Typ 1 mit 2 nicht spitzen Ecken stammt von einer der späteren Platten.


    Die Ziffer "3" im linken oberen Ziffernquadrat war schon im Urstempel nicht sauber ausgestochen,

    und das hat sich auf den Prägestempel und weiter auf die einzelnen Stöckel übertragen,

    deshalb ist das Druckbild der linken oberen "3" nicht immer einwandfrei.


    Die 3 Kreuzer rot mit einwandfreier "3" ist die Regel.

    Ist die "3" offen, dann ist es druckbedingt.

    Ein Druckzufall, der auf jeder Bogenposition vorkommen kann.


    Gruss Kilian

    Liebe Sammlerfreunde,


    nicht zu verwechseln mit folienverfärbten Marken ist die 3 Kreuzer graublau von Platte 5 !


    Die 3 Kreuzer graublau in # 4153 ist folienverfärbt, ebenso die in # 4156 eingestellte

    2II5 mit MR "101".

    Ohne Verfärbungen ist die frankierte 2II5 auf Brief von "87" Dingolfing.

    Sie zeigt den typischen graublauen Farbton mit der die ersten 3 Kreuzer Marken von Platte 5

    gedruckt wurden.

    Auch der von Volker in # 4137 gezeigte Brief von "201" Hessenthal mit

    frankierter 2II5 in graublauer Nuance ohne Verfärbung.

    Eingestellt aus der Sammlung von mikrokern die bisher früheste bekannte Verwendung

    einer 3 Kreuzer blau von Platte 5 auf Brief vom 15. Juli 1860.

    Die Marke in graublauer Farbnuance.


    Gruss Kilian

    Hallo Sammlerfreunde,


    eine mögliche Erklärung findet sich im Baden -Handbuch Band II:


    Mit Zurichtbogen wurden Höhendifferenzen der einzelnen Stöckel in der Druckform ausgeglichen.


    "Auch druckten Linien schärfer als eine grosse Zahlenfläche, da hier der Anpressdruck geringer war.

    Also musste die Anpressung z.B. der Zahlen erhöht werden. Die geschah über den Zurichtbogen.

    Aus Seidenpapier schnitt man die Zahlen aus, und klebte sie auf die aufgedruckten Zahlen des Zurichtbogens. Dadurch kam es zu einer geringen Erhöhung und besseren Flächenpressung.

    Diese Vorarbeiten waren äusserst Zeitaufwendig, so dass man von einigen Tagen ausgehen konnte,

    bis mit dem Markendruck begonnen werden konnte." (alles aus Baden Handbuch)


    Für die Erstellung der Zurichtung der Druckform erfolgte ein Druck auf einem kartonartigen Papier.

    Die Platte wurde grau eingefärbt und auf dem gegenüberliegend im Aufzug der Handdruckpresse befindlichen kartonartigen Zurichtbogen gedruckt.

    Anschliessend wurde die Platte gereinigt, Markenpapier (Seidenpapier) aufgelegt und der noch feuchte graue Zurichtbogen auf das Markenpapier gedrückt.

    Ein spiegelverkehrter Abklatsch der kompletten Druckform erscheint auf dem Markenpapier.


    Der graue Abklatsch könnte dem Drucker für die Erstellung der Zurichtung Hinweise gegeben haben,

    und /oder es wurden Ziffern zum Aufkleben auf den Zurichtbogen ausgeschnitten.


    Gruss Kilian

    Liebe Sammlerfeunde,


    jetzt mache ich mich mal so richtig unbeliebt, aber

    trotz Sexbombe und passender Zeitung muss die Euphorie zu dem netten Brief

    doch ein bischen gedämpfter ausfallen, ist doch die 3 Kreuzer blau, Platte 4 stark folienverfärbt,

    und das ist nicht schön.


    Gruss Kilian