• Lieber Gerald,

    vielen herzlichen Dank für deine ausführliche Info:thumbup::thumbup:

    Jetzt ist das Rätsel um diesen Brief gelöst:) Super!!!

    Liebe Grüße aus der Steiermark

    Franz

  • Lieber Ralph,

    die österreichische Schreibweise für 14 und 24 war fast identisch. Das hat mich zunächst auch sehr verwirrt - bis das Datum nach dem 1.6.1850 klar war. Da passen einfach keine 14.

    Weiters scheint für mich folgender Schluss plausibel: Die 18 und die ersten "3" kamen in Kaplitz auf den Brief. In Linz wurde umkartiert (s. Stempel rs.) und dort mit Tinte die weiteren "3" und die Summe 24 unter den Bruch geschrieben. Das Abgabgepostamt Wien krakelte dann diese unleserlichen 24 mit der für Wien typischen Rötel nochmals auf die Vorderseite. Wohl wollten die Wiener damit die Portonotierung der Provinz (Linz) bestätigen... ;-)

    Liebe Grüße, Gerald

  • Wieder etwas in die Moderne abschweifen.


    Soll sollen irgendwann alle meine Belege aus den Spasssammlungen aufgemacht sein - fragt bitte erst in 20 Jahren nach!

  • Hallo Ulrich,


    das ist ja ein ganz hinreißender Brief - ich glaube, den hätte ich auch genommen ... :thumbup::thumbup:

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Mit einem bayuwarischem Poste Restante kann ich nicht dienen, aber vielleicht hat er Bayern zumindest berührt!


    Drucksache von Wien nach Böckstein bei Salzburg.

    Dort hatte man dann entschieden die Drucksache nach Basel Hauptpostlagernd weiter zu leiten.

    Den gestrichenen Vermerk kann ich nicht entziffern.

    Da es sich nun um eine Auslandsdrucksache handelt mussten in Basel 5 Rappen nachbezahlt werden.

    Außerdem hat sich noch die Zensur Feldkirch verewigt.

  • Liebe Sammlerfreunde,


    hierzu folgender Brief:

    Portobrief aus München vom 9. August 1814 nach Ering (Kgr. Bayern); Post Rest. Braunau (Poste Restante (Postlagernd) Braunau am Inn (Kgr. Bayern Innviertel / ab 1.5.1816 zu Österreich). Der Empfänger bezahlte 9 Kreuzer Porto (12 - 18 Meilen; 1/2 bis 1 Loth = 2. Gewichtsstufe).


    Beste Grüße von VorphilaBayern

  • Mal eine Frage: Wann ist Napoleon eigentlich aus der Gegend verschwunden? Hermann zeigt so viele Briefe aus der Zeit, die würden hier am Niederrhein einen Großteil des gesamten Bestandes ausmachen.


    beste Grüße


    Dieter

  • Hallo Ralph und Dieter,

    vielen Dank.

    Ja, Napoleon war schon verschwunden, aber die Nachwirkungen waren noch länger zu spüren. Z.B. nachdem lt. des Wiener Friedensvertrag vom 3. November 1815 bestimmt wurde, daß Salzburg von Bayern an Österreich zurückgegeben werden mußte, sträubte sich Bayern gegen diese Friedensbestimmung. So kam es zu beidseitigen Truppenzusammenziehungen. Österreich konzentrierte militärische Einheiten im Raum Wels und Lambach, während Bayern unter anderen Ende Januar 1816 mit der Armierung von Wällen und Hügeln rund um die Stadt Salzburg begann. Allseitige Kriegsmüdigkeit hat aber trotzdem zum Abschluß gebracht, daß am 14. April 1816 Salzburg und Teile Oberösterreichs an Österreich zurück gegeben wurden. Vollzogen am 1. Mai 1816.

    Noch länger dauerten z.B. die Streitigkeiten zwischen Österreich und Bayern über das Amt Weiler im Allgäu. Erst am 26. Januar 1819 wurde dieser Streit beendet und das Amt Weiler blieb bei Bayern.



    Beste Grüße,

    Hermann

  • Hallo Freunde


    Hier einen nicht ganz Poste Restante Brief.

    Von Gravenhage, Niederlande nach Napoli in Februar 1831 geschickt. Die Adresse lautet Napoli, aber der Empfänger war offenbar ein Reisende, weil der Absender hier ein Alternativadresse hingeführt hat fall der Empfänger von Napoli abgereist war.

    Wie gewöhnlich in 1831 waren die Briefe von Niederlande nach der süd-italienischer Staaten über Füssen geleitet. Der Absender wusste das offenbar nicht, aber wohl im Postamt korrigiert weil es hier richtig von Empfänger bezahlt ist.


    Viele Grüsse

    Nils

  • Hallo Nils,


    sehr schön - "Franco Frontière" = Franco Grentzen in "Franco Fussen" geändert, weil über Bayern hinaus - klasse. Dann noch im Falle der Abreise p. r. Rom - was will man mehr?

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • ... nein, das war das Franko von 1 Groschen für einen einfachen Brief in den Vertragsstaat Österreich-Ungarn.


    Meistens wussten die Absender, in welcher Stadt jemand residieren wollte, kannten aber nicht die genaue Lokalität und schrieben daher "poste restante" auf die Briefe. Die Beweggründe eines Empfängers bei p.r. Briefen waren nur hin und wieder bekannt bzw. ausschlaggebend.

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus