Beiträge von Altsteirer

    Hallo Sammlerfreunde,

    der zweite Rohrpostumschlag der Ausgabe 1875 hatte das Format 122*75 mm, einen Wertstempel zu 20 Kreuzer und das Papier eine weiße Farbe. Die Rückseite jetzt ohne Bemerkungen. Die ersten zehn Pneumatischen Stationen erhielten vorerst datumslose Ovalstempel zugeteilt, die einheitlich die Inschrift "K.K PNEUMATISCHE STATION" und die Stationsnummer aufwiesen.

    Liebe Grüße

    Franz

    Hallo Sammlerfreunde,

    ein einfacher Portobrief vom 6.9.1851 von Triest nach Montpellier.

    Eine Vorderseitige braune 3 wurde durchgestrichen.

    Der Empfänger musste 10 Decimes bezahlen (schwarze 10)

    Siegelseitige Stempel ??GA??? 11 SEP sowie Stempel MARSEILLE 12 SEPT und Ankunftstempel MONTPELLIER 12 SEP 51

    Von wo stammte der Stempel GA ?

    Wie war der Leitweg?

    Wofür steht die gestrichene 3?

    Bitte um eure Hilfe.

    Liebe Grüße

    Franz

    Hallo Sammlerfreunde,

    unter dieser Überschrift möchte ich in Wien und Prag verwendete Rohrpostbelege zur Zeit der Monarchie vorstellen.

    Ich beginne mit einer kurzen Einführung, die das Prinzip der Rohrpostbeförderung vereinfacht beschreibt, danach werde ich verschiedenen Rohrpostbelege , welche sich in meinem Besitz finden, vorstellen.

    Luftpumpen spielen im praktischen Leben eine große Rolle. Mit Rücksicht auf die Art ihrer Verwendung unterscheidet man Luftpumpen , welche dazu dienen, die Luft zusammenzupressen oder zu komprimieren, und solche welche zum Verdünnen der Luft oder zum Absaugen derselben aus geschlossenen Räumen dienen. Die Ersteren nennt man Kompressionspumpen, deren Prinzip im Betriebe der pneumatischen Post (Rohrpost) zur Anwendung gekommen ist.

    Durch dieselbe wurden geschriebene oder gedruckte Depeschen rasch von einer Station zur anderen befördert, was man dadurch erreichte, dass eine größere Anzahl von Depeschen, in eine Büchse verpackt, in eine Rohrleitung gebracht wurden, welche von der Aufgabe - zur Empfangsstation führte. Die Büchsen füllten die Rohre luftdicht aus , sodass, wenn hinter den Büchsen die Luft verdichtet, oder vor derselben verdünnt wurde, durch den Luftdruck eine sehr rasche Vorwärtsbewegung (20 Meter in der Sekunde) erfolgte; in der Endstation angekommen, wurden sie dann aufgefangen.

    Nach London, Berlin und Paris wurde mit 1. März 1875 in Wien eine Rohrpostanlage öffentlich in Betrieb genommen.

    Zu Beginn bestand das Wiener Rohrpostnetz aus 12 Stationen, welches bis zum Jahre 1913 durch ständigen Ausbau auf 53 Stationen anwuchs.

    Mit insgesamt 82,5 km Länge hatte das Wiener Rohrpostnetz seine größte Ausdehnung.

    Für den Versand per Rohrpost wurden in Wien, außer Kartenbriefe und Karten, auch Briefumschläge verwendet.

    Da Rohrpostsendungen der Natur der Sache nach ein beschränktes Format und Gewicht haben mussten, kam für diese Briefumschlägen nur die Größe bis maximal 238*300 Millimetern infrage . Das Papier war, um Gewicht einzusparen, außerordentlich dünn, fast transparent.

    Zu Beginn des Rohrpostbetriebes standen den Postkunden zwei Arten von amtlichen Briefumschlägen zur Verfügung.

    Der erste Umschlag hatte die Form eines Faltbriefes im Format 238*300 mm.

    Die Nummer 1 hatte einen Wertaufdruck zu 20 Kreuzer im Muster der Telegraphenmarkenausgabe 1873.

    Der Umschlag war gültig bis 31.10.1884.

    Ich zeige nachfolgend eine gebrauchte Nummer 1, die in der Station mit der Nummer 3 (Kärtnerring) aufgegeben wurde.

    Zum Vergleich zeige ich noch einen Ungebrauchten, nicht gefalteten Umschlag, der selben Ausgabe.

    Liebe Grüße

    Franz

    Hallo Martin,

    einen echt gelaufener Antwortteil aus Asien habe ich noch nie gesehen:thumbup::thumbup: Einfach Spitze

    Zwei tolle Belege, mit wirklich seltenen Destinationen.

    Liebe Grüße

    Franz

    Hallo Sammlerfreunde,

    ein Portobrief vom 14.12.1834 von Brügge nach Vouvray.

    Vorderseitiger Stempel L.P.B.2.R und Kastenstempel BELGIQUE PAR LILLE, sowie Aufgabestempel BRUGGE 14 DEC.

    Vorderseitiger Taxvermerk 19, sowie ein schwarzer Zahlenstempel 6

    Siegelseitiger Ankunftstempel VOUVRAY 17 DEC

    Ich vermute, der Stempel BELGIQUE PAR LILLE ist ein französischer Grenzübergangsstempel .

    Belgien gehörte seit 1830 nicht mehr zu den Niederlanden.

    Wieviel Decimes musste der Empfänger in Vouvray bezahlen? Wie setzten sich die Gebühren zusammen?

    Wofür steht der L.P.B.2.R - Stempel? Wofür steht der Zahlenstempel?

    Wie war der Leitweg?

    Bitte um eure Hilfe.

    Liebe Grüße

    Franz

    Hallo Sammlerfreunde,

    ein Trauerbrief vom 8.1.1870 von Brüssel nach Wien.

    Der Brief wurde mit einer 40 Cent - Marke frankiert, welche mit einem Punkstempel mit der Nummer 99 (bei der Nummer bin ich mir nicht sicher) entwertet wurde.

    Vorderseitiger Aufgabestempel BRUXELLES 8 JANV 70 und Schwarzer PD Stempel

    Siegelseitiger Ankunftstempel WIEN 10.1.70

    Leider ist kein Inhalt mehr vorhanden.

    Ich vermute, die 40 Cent waren die Gebühr für einen einfachen (bis 10 Gramm) Auslandsbrief.

    Wie war der Leitweg?

    Bitte um eure Hilfe.

    Liebe Grüße

    Franz

    Hallo Sammlerfreunde,

    ein Reko- Auslandsbrief vom 25.4.1895 von Lissabon nach Linz.

    Siegelseitiger Ankunftstempel LINZ STADT 1.5.1895

    Der Brief wurde mit 100 Reis frankiert. Die 100 Reis dürften die Gebühr für einen einfachen Auslandsbrief + Reko abdecken.

    Der Brief wurde mit 3 Siegeln verschlossen.

    Liebe Grüße

    Franz

    Hallo Sammlerfreunde,

    ein (Porto) Brief vom 30.6.1815 von Bulle (Kanton Freiburg) nach Lausanne.

    Rechts oben wurde eine schwarze 14 notiert.

    Links oben 7/8 once ??Gewicht??

    Die Gemeinde Bulle lag im französischsprachigen Teil des Kantons Freiburg.

    Siegelseitig sind keine Stempel vorhanden.

    Was kostete der Brief den Empfänger? ??14 Rappen ??

    Ich vermute der Brief wog 7/8 once (französische Bezeichnung)

    Bitte um eure Hilfe

    Liebe Grüße

    Franz

    Lieber Ulf,

    vielen herzlichen Dank:thumbup::thumbup:

    Deine Ausführungen klingen schlüssig für mich.

    Für mich stellt sich aber die Frage, wo der österreichische Anteil notiert wurde:/

    Auf der Siegelseite wurde mit 100%iger Sicherheit kein Franko notiert.

    Auf der Vorderseite wurde aber ein Franko-Stempel abgeschlagen und somit auch ein Franko bezahlt.

    Liebe Grüße

    Franz

    Hallo Sammlerfreunde,

    ein Auslandsbrief vom 13.7.1832 von Wien nach Köln.

    Wenn ich den roten Taxvermerk unten in der Mitte richtig lese, dürfte es sich um eine 14 handeln.

    Durch die 14 wurde vermutlich das österreichische Franko bis zur Grenze , für einen einfachen Brief 14x CM notiert.

    Auf der Siegelseite wurde kein Franko notiert.

    Links oben in braun eine 8 und eine 4 (oder ein ?? 8 1/2??) .Wurde hier das preußische Porto in Groschen notiert?

    Weiters wurde vorne eine schwarze 5 notiert??

    Auf der Siegelseite ein schwarzer Datumstempel N 2 21/7. Ankunftstempel???

    Wie setzten sich die Gebühren zusammen?

    Bitte um eure Hilfe

    Liebe Grüße

    Franz

    Hallo Sammlerfreunde,

    hin und wieder kam es auch vor, dass Postkarten rekommandiert aufgegeben wurden.

    Eine Korrespondenzkarte der Ausgabe 1890 gesendet am 24.12.1890 von Prag nach Bremen - Hastedt.

    Die Inlandspostkarte zu 2 Kreuzer wurde mit 2 * 5 Kreuzer für die Rekogebühr von 10 Kreuzer frankiert.

    Für das deutsche Reich galt die Inlandsgebühr.

    Liebe Grüße

    Franz

    Hallo Sammlerfreunde,

    Mit 1.10.1916 wurde ein neuer Tarif für Postkarten festgelegt.

    Das Kartenporto betrug nur bei Verwendung einer Postkarte mit dem amtlichen Wertzeicheneindruck (von 5 Heller ) 8Heller, sonst 10 Heller.

    Bei der folgenden am 3.10.1916 aufgegebenen, und mit 8 Heller frankierten privaten Postkarte, fehlten demnach 2 Heller.

    Dieser Fehlbetrag wurde verdoppelt und auf 5 Heller aufgerundet und beim Empfänger eingehoben.

    Liebe Grüße

    Franz