Beiträge von Pälzer

    Hallo zusammen,


    die vielen Luxusbelege weiter oben habe ich jetzt erst gesehen und schließe mich der Begeisterung an, das sind ja wirklich durchweg Traumteile ! Der anbei läßt sich von der Stempelqualität her damit nicht vergleichen, formt mit seiner etwas ungewöhnlichen Abschlags- und Markenpositionierung aber insgesamt noch ein ansehliches Bild. Gehe ich richtig von einer 2II Pl.4 aus ?


    Viele Grüße

    vom Pälzer

    Hallo VorphilaBayern,


    das ist ja schon recht interessant. Von Backnang nach Brackenheim ist der direkte Weg eine gerade Linie von gerade mal 35 km, der über Stuttgart - Heilbronn ein deutlich S-förmiger Umweg von 105 km. Auch bei dem Teilfranco frage ich mich, was das für einen Sinn gemacht hat bzw. welche Erforderlichkeit bei der Beförderung innerhalb ein und desselben Postgebiets eigentlich dahinter stand. Waren es die Umstände der Zeit, der Logistik, zu wenige Kartenschlüsse, das Unwissen über zusätzliche Botengebühren, die man am Ort der Aufgabe nicht kannte ?


    Viele Grüße

    vom Pälzer

    Hallo Volker,


    allein schon die Destiantion (Portugal) ist ja selten, der Ankunfstabschlag fast Luxus und das in der Kombi mit FiLo in höchster Seltenheitsstufe dann schon leicht zum abheben. Ja FiLo kommt nicht immer so schön klar daher. Hatte daletzt einen schon seit längerem rumliegenden Beleg beinahe ins Tauschalbum gesteckt, bis ich gemerkt hatte, dass es ein solcher war. ^^


    LG

    Tim

    Hallo Heribert,


    prima, o-zapft is ! :thumbup:


    Und natürlich ist es eine ganz besondere Ehre und Freude, die anbei aus der ex Wilfried Berger-Sammlung stammende, sehr frühe Feldpostkarte hier vorstellen zu dürfen. Das "sehr früh" läßt sich u.a. daran erkennen, dass die Karte schier unglaublicherweise noch am Tag der Aufgabe, dem 28. Juli 1870 den rd. 350 km langen Weg vom südpfälzischen Gleisweiler nach Coburg gefunden hat.


    Das war nur wenige Tage später dann vollkommen undenkbar. Der Verfasser, Seconde Lieutenant Wilhelm Sommer, welcher vom Landwehr Batallion Gotha zur 12. Kompanie des Füsilier Batallions im 6. Thüringischen Infanterie-Regiment Nr. 95 (Stammgarnison Coburg) berufen wurde, schreibt an seine Angehörigen daheim:


    Feldpostbrief

    Lieutenant Sommer 95. Regiment


    Herrn Stadtcassier Friedrich Sommer

    Coburg - Metzgergasse


    Lieber Vater u. Schwester,

    Eurem Wunsch und meinem Bedürfnis folgend, theile ich Euch hierdurch mit, dass ich nach ununterbrochener Fahrt über Darmstadt, Mainz, Ludwigshafen, Worms, Landau mit den Waffengenossen in der bayerischen Pfalz glücklich angelangt bin. Die Begeisterung, mit der wir hier überall empfangen werden, die Fürsorge, die man uns erweist, die Opferbereitwilligkeit, welcher aller Orten sich bekundete, wirkte erhebend auf alle zum Kampf für deutsches Recht Berufenen. Mit Jubel begrüßten wir den schönen deutschen Rhein, den sie nicht haben sollen ! Fritz u. Peter befinden sich gut u. bitten die Ihrigen zu grüßen.

    Nun lebt wohl.

    Vertrauet auf Gott !

    Euer Wilhelm


    Das der 43. Brigade der 22. Division im 11. Armee-Cops der III. Armee unterstellte Regiment hatte am 16. Juli 1870 um 7.30 Uhr den Befehl zur planmäßigen Mobilisierung erhalten. Es gehörte zu jenen Einheiten, die damit der offiziellen Kriegserklärung Frankreichs drei Tage zuvorkamen, was sich wie man heute weiss als militärstrategisch vorteilhaft erwiesen hat.


    Ausschiffungspunkt war Landau in der Pfalz, das nach 45 Stunden Fahrt früh morgens am 27. Juli erreicht wurde. Die anfänglich in der Festung bezogenen Quartiere mussten kurz danach wieder verlassen und im Raum Hördt / Rülzheim ins Biwak gegangen werden. Bis zum 2. August wurde dort Angriffsübungen abgehalten, dann erfolgte der Vormarsch gegen Frankreich. Am 3. August marschierte man über Herxheim nach Insheim und bezog im offenem Feld ein letztes Mal auf deutschen Boden Biwak.


    Am 4. August um 3 Uhr früh brach man im strömenden Regen auf und ging über Steinweiler, Winden, Minfeld, Freckenfeld und Schaidt auf Wissembourg, musste dort am Nachmittag völlig erschöpft eingetroffen aber nicht mehr in das schon den ganzen Tag über laufende Gefecht eingreifen. Das war erst am 6. August in Woerth-Froeschwiller der Fall, wo heute noch ein Denkmal des Regiments steht.


    Viele Grüße

    Tim

    Hallo Dieter,


    und ich staune immer, auf welch vielfältige Weise unsere "Geschichten live" auf die dazu dokumentierte passt. Und auch hallo an Ralph, ich komme dann anbei wie angekündigt zu dem Provianttransportproblem:


    Aufgegeben Germersheim den 12.08. um 11 Uhr Vormittag

    Angekommen Landau den 12.08. um 12.30 Vormittag


    Etappen-Hauptorts-Commando Germersheim des II. Armee-Corps an den Director der pfälzischen Eisenbahn Herrn Mahla in Landau: Der Transport auf den pfälzischen Bahnen ist derartig gestört, dass Proviantsendungen für die bayerische Armee eine Unmöglichkeit darauf sind. Ich stelle das Ersuchen, alle irgend möglichen Mittel anzuwenden diesen Übelstand abzuhelfen.


    A.b. von Kramer Oberlieutenant Adjudant


    b.m. vom Hl. Präsident Mahla dem gehors. Unterzeichneten übergeben worden, im Abzuge per Drahth mitgetheilt. Original unter Couvert. 12.VIII.70 - DieBahnhofsverwaltung -Pnachl



    Wenn man nun bedenkt, dass nicht nur das bayerische II. Armeekorps auf weitere Proviantlieferungen angewiesen war, sondern auch die badischen, preussischen und württembergischen Einheiten der III. Armee, dass jenen auch über immer weitere Strecken hinweg Waffen, Ausrüstung, Pferde und Munition etc. nachgeliefert und zwischen alledem permanent Verwundetentransporte abgewickelt werden mussten, dann kann man sich denken, was das insbesondere auf den eingleisigen Strecken für ein Chaos war.


    Proviant zu entladen war dabei besonders arbeits- und zeitaufwändig, es fehlte an den im Wesentlichen nur für den zivilen Personentransport und für einen lokalen = überschaubaren Gütertransport ausgebauten Bahnhöfen vielfach an Nebengleisen. Insofern blockierten Proviantzüge bis zu ihrer Entladung teilweise sogar die Hauptstrecken, waren also Fluch und Segen zugleich.


    Das Militär scherte sich teilweise nicht, um selbst mal beim Ein- und Ausladen oder beim Gleisausbau anzupacken, meinte aber über alles allein das Kommando führen zu dürfen. Aber auch da bestand oft genug Uneinigkeit. Vielfach verdarb die Ware, weil sich andere Militärtransporte mit dahinter stehend höherer Befehlsgewalt und Dringlichkeit durchsetzen konnten.


    Dies geschah manchmal auch im Sinne der Sache, vielfach aber auch nicht. Moltke sprach dazu zwar dann einmal ein Machtwort, welches besagte, dass letztendlich immer allein das Militär an der Front zu entscheiden habe, für welche Transporte die zuständige Eisenbahndirektion die Priorität zu setzen hatte. Aber auch das hat noch länger gebraucht, bis es in der Tat gegriffen hat. Die Infrastruktur gab es anfangs schlicht nicht her.


    Viele Grüße

    Tim

    Hallo Ralph,


    jetzt mal was eher "goldiges" von der damaligen Eisenbahntechnik auf einem anderen Depeschenformular:


    Bahn-Depesche

    Abgangsstation Winden 8.8.1870 - 1 Uhr 55 Nachmittags


    An die Direction (in Ludwigshafen)


    Für den Fall, dass morgen die novartenden (~ neuartigen) Maschinen der Cöln-Mindener und Württemberger Bahn eintreffen, bitt ich dringend Herrn Braun zu beauftragen, mir einige unserer Gütermaschinen hierher zu senden, da ich nicht weiß, ob die novartenden Maschinen ebenfalls zu schwer sind, um der Schienenbrücke halber die Strecke Winden - Maxau befahren zu können. Die beiden Maxau-Ufer stehen voller Proviantwagen, ohne dass es mir bis jetzt möglich war, Maschinen zur Weiterbeförderung zu erhalten.


    Millet


    Klare Sache, angesprochen war die eingleisige, insgesamt 362 m lange Eisenbahn-Schiffsbrücke über den Rhein zwischen Maxau und Maximiliansau. Auch deren Tragfähigkeit war begrenzt. Der 240 m lange, auf 34 Pontons gestützte schwimmende Teil hatte eine Höchsttraglast von 101 Tonnen. Das erlaubte die Überfahrt mit einer nur leichten Lokomotive, 5 Waggons sowie 2 Lastwagen. Unter dem Gewicht senkten sich die Pontons ca. 20 cm tiefer in den Strom, so dass die Überfahrt wie auf einer Welle erfolgte. Ich hoffe das mit dem "novartend" richtig transcribiert zu haben, aber was anderes leuchtet mir im Moment nicht ein.


    Viele Grüße !

    Tim


    PS: Die sich erkennbar zuspitzende Problematik mit den Proviantzügen kommt in weiteren, mir vorliegenden Depeschen noch deutlicher zur Sprache.


    verwendete Quelle:

    http://www.pfortz-maximiliansa…uecke/Schiffsbruecke.html

    Hallo zusammen,


    dann auch von hier aus wieder einmal eine Depesche. Am 13. April 1870 hatte man die Bahnstrecke Winden - Bergzabern eingeweiht...eingleisig. Wenige Wochen später wurde sie vom 23. Juli - 14. August 1870 in der Hochphase der grenznahen Gefechte des Krieges 70/71 für den Zivilverkehr zum Abtransport von Verwundeten gesperrt. Am 11. August ließ der in Bergzabern verantwortliche Bezirksarzt folgende Depesche an die für die Zugeinteilung zuständige Bandirektion in Ludwigshafen ergehen:


    Aufgegeben Bergzabern den 11. um 9.30 Vormittag - Angekommen Ludwigshafen 12.35 Nachmittag


    Bahndirektion Ludwigshafen


    In Carlsruhe stehen zwei zum Transport Verwundeter eingerichtete Züge. Bitte es möglich zu machen, dass dieselben nach Sulz gelangen gelangen. Bezirksamt Bergzabern Medicus


    Vielleicht ist der blaue Wachsstift-Haken dann die Bestätigung der Ausführung durch die Bahndirection gewesen.


    In Sulz (Soultz-sous-Forêts / Frankreich) war nach der Schlacht von Woerth-Froeschwiller ein großes, z.T. aber improvisiertes Feldlazareth angelegt worden, das mehr als genug Schwer- und Schwerstverwundete zu versorgen hatte. Auch das notwendige Sanitätspersonal und -material war dort nicht in ausreichenden Umfang vorhanden, so dass die hinlänglich zum Transport befähigten Verwundenten zur Entlastung der angespannten Lage so schnell wie möglich zurück geführt und auf weiter zurück liegende Spitäler verteilt werden mussten.


    Viele Grüße

    vom Pälzer

    Hallo zusammen,


    tolle Belege, die da gezeigt werden, der aus Frankreich ist natürlich eine Besonderheit sondersgleichen, auch optisch ein echter Genuss zumal diese Rautenstempel nicht immer so schön perfekt abgeschlagen daherkommen wie hier.


    Viele Grüße

    Hallo Philast,


    das ist natürlich ein ganz hervorragend erhaltenes Stück und je früher, desto besser. Am 24. Juli sind wir erst 5 Tage nach der Kriegserklärung Frankreichs. Man muss allerdings schon alles aus der Depesche transcribieren und sich einem daraus entstehenden Verständnisproblem stellen:


    Bürgermeister-Amt Elze


    Das Bürgermeister-Amt Elze wolle Vorkehrung treffen, dass von heute Nachmittag 2 Uhr ab 165 Mann vom Bahnhof Elze nach Hameln per Wagen sofort befördert werden können. Es werden 10-12 Leiterwagen erforderlich sein.

    Commando des 56. Infanterie-Regiments


    Abgesehen davon, dass die um 10 Uhr 30 vormittags aufgegebene Depesche erst um 2 Uhr 25 nachmittags angekommen ist: Schwer verständlich ist, was das Commando des Königlich Preußischen Infanterie-Regiments "Vogel von Falckenstein" (7. Westfälisches) Nr. 56 da überhaupt für einen Truppentransportweg anleitete. Elze lag ja schön direkt an der Hannoverschen Südbahn, die über den Stammgarnisonsstandort des Regiments in Göttingen nach Kassel und Frankfurt Richtung Aufmarschgebiet führte.

    Warum transportierte man dann aber die paar Mann von der Stammgarnison weg in einen ganz andere Richtung nach Hameln an der Weser ? Möglicherweise war die Transportstrecke Hannover - Göttingen - Kassel - Frankfurt mit anderen, vor allem aus den östlichen Teilen Preussens stammenden Truppentransporten derart belegt, dass man auf die Eisenbahnstrecke über Minden - Dortmund - Köln - Koblenz ausweichen und dafür ab Hameln weserabwärts nach Minden verschiffen musste. Aber woher hatten die 165 Mann dann ihre Ausrüstung erhalten ?


    Alles in allem schon etwas merkwürdig, aber eine andere Erklärung habe ich da im Moment nicht.


    + Gruß

    vom Pälzer

    Mahlzeit Ralph,


    zunächst für den soignierten googler westlich des Urals ein link:


    http://wiki-de.genealogy.net/K…uch_f%C3%BCr_M%C3%BCnchen


    Ich habe stichprobenmäßig mal nachgeschaut, das ist ja bei Aa recht einfach, weil total am Anfang. Aber da ist seit 1830 bis 1860 nichts zu finden. Vielleicht war der gute Mensch nur in München auf der Durchreise und dort gar nicht wohnhaft. Aber so ist das mit diesen Portofreiheiten auch schon eine merkwürdige Sache. Wenn der, der darauf den Anspruch hat nicht von seinem Heimatort, sondern von ganz wo anders einen Brief aufgegeben hat, wo er den dortigen Postleren gar nicht bekannt war, wie konnte man denn dann mit sowas überhaupt umgehen ? Dann müsste jeder Postexpedition im Lande eine Liste der Namen der Begünstigten vorgelegen haben, die sich ja aber ständig änderte.


    LG

    Tim

    Minimarke:


    Die Königlich Württembergische Felddivision (drei Infanterie-Brigaden eine Kavalleriebrigade / Oberkommandierender General-Lieutenant von Obernitz) war am 6. August 1870 bei der Schlacht von Woehrt-Froeschwiller involiviert und zeichnete sich dabei durch ihren Vorstoß auf die Ortschaft Gunstett aus. Geldbriefe bis 100 Thaler / Gulden waren per Feldpost portofrei zu befördern, also auch der hier mit einem Wert von 5 Gulden ins Feld aufgegebene Brief. Der Absender hat sich aber für 2 Kr einen Schein darauf austellen lassen. Die Zustellung an die mobilen Einheiten war genau zu diesem Zeitpunkt enorm schwer, denn es gab aufgrund des unerwartet schnellen Vordringens auf französischen Boden dort noch (längst) kein Etappen-Postamt (später erst Wissembourg).


    Für die Leitung ins Unterelsass begann die Einrichtung eines Etappen-Postamtes erst am 7. August in Landau, bis dahin hatte sich Post in Massen angehäuft. Deren kaum mehr zu bewältigender Vertrieb an die mobile Truppe war zu diesem Zeitpunkt - bei weitem - noch nicht über die Eisenbahnstrecke Landau - Sulz möglich, so dass zum Abtransport über die Grenze an die mobilen Feldpost-Dienststellen requirierte Fuhrwerke eingesetzt werden mussten. Auch das aber war nicht einfach, denn Fuhrwerke wurden wiederum dringend zum Abtransport von Verwundeten benötigt und die damit vollzogene Feldpostbeförderung war u.a. auch überraschenden Angriffen von Franctireurs ausgesetzt.


    + Gruß

    vom Pälzer

    Hallo Ulf,


    am 28. Juni 1871 waren die Kriegshandlungen in Frankreich zwar schon beendet, auch der Aufstand der Kommune im Vormonat Mai niedergeschlagen worden. Was aber noch in Frankreich blieb, ist die von General Edwin von Manteuffel vom 20. Juni 1871 - 19. September 1873 kommandierte Okkupationsarmee. Das 6. Ostpreussische Infanterie Regiment No. 43 „Herzog Karl von Mecklenburg-Strelitz“ war während der Kriegshandlungen verstärkt im Raum Metz, Mézières und schließlich ganz weit im Westen bei Amies eingesetzt. Es gehörte - wie es sehr hilfreich "durchdekliniert" auf der Adressierung steht - zur 1. Infanterie-Division. Deren Stab saß während der nachfolgenden Okkupationsphase in Compiegne, jener des ihm übergeordneten 1. Armeekorps in Amies. Die 1. Infanterie-Division okkupierte ab 20. Juni 1871 das bisher von der der 1. Armee besetzte Gebiet einschließlich des Départements Aisne, der Rückmarsch in die Heimat erfolgte am 22. Juli 1871.


    Viele Grüße

    Tim

    Hallo zusammen,


    ich glaube mit den 3 Ausschnitten aus dem Zweibrücker Wochenblatt geht es nunmehr in "medias res", möge man sich selbst eine Meinung daraus bilden. Die dankenswerterweise von VorphilaBayern nochmal gezeigte VO wird dann nur für bestimmte BY - PR bzw. NDB-Destinationen (wirklich) einen Sinn gemacht haben, über die Pfalz offenbar nicht. Das wird an dem zweiten der drei Artikel wohl so ziemlich deutlich.


    Viele Grüße

    vom Pälzer

    Hallo Sammlerfreude,


    wahrscheinlich war die etwas kuriose Behandlung der Doppelkarte anbei einer kleinen Sammlergemeinde geschuldet. Man frankierte zunächst von Heilbronn aus korrekt mit 10 Pf an einen Adressaten nach Pantin (heute einer der Vorstädte im Pariser Osten). Der marschierte damit auf die Pariser Weltausstellung und gab die Karte von der dort vorübergehend diensthabenden US-postal-station nach Annweiler in der Südpfalz auf, wahrscheinlich um sich den Bickerdike EXPO-Flaggenstempel zu sichern. Das auf württembergischen Werten und einem nicht für den internationalen Austausch vorgesehenen Formular ist ja wirklich schon ganz nett, auch wenn das Rücksendeteil um 2 Pf überfankiert daherkommt.


    Viele Grüße

    vom Pälzer