Beiträge von Pälzer

    Hallo nordlicht + alle,


    erst mal merci und herriejee, ich vergesse das immer mit den AK-Abschlägen ab 1910. Es spukt im Kopf herum, dass es auch danach noch welche in der Sammlung gibt. Ob Inland- Ausland, ich muss das mal gezielt untersuchen.


    Viele Grüße !

    Lieber Dieter,


    dann wird das sehr wahrscheinlich 10 Jahre später nicht wesentlich anders gewesen sein, als die Poka anbei an den gleichen Adressaten ging. Diesmal dann der Ankunfststempel mit Einkreis-Rundstempel und Ralph hat recht, der Halbkreiser zuvor hat mich sehr gefreut. Natürlich auch dass ,er wie Du recherchiert hast, keine Massenware ist.


    Viele Grüße !

    Tim

    ...okay, ich finde das trotzdem von der Moderation her definitiv nicht okay. Wenn ich mein post ohne bisherige Erwiederung ändere, wird sofort dieser vollkommen überflüssige Editiervermerk angehängt.


    Wenn jemand sein post trotz bereits erfolgter Erwiederung löscht, ist es komplett weg. So kann niemand nachvollziehen, wozu ich hier eine Antwort gegeben habe.


    Widersprüchlicher geht`s nicht mehr !

    Hallo Sammlerfreude,


    wieder ein Neuzugang mit bisher nicht belegtem Wertzeichen in der IM-Sammlung, und das auf eine schlichten, aber doch recht hübsch geratenen Karte, die man sich immer wieder gern ansehen kann. Interessant auch der eingeklammerten Einzeiler Allemagne, der darauf schließen lässt, dass der Absender wohl des öfteren Geschäftsbeziehungen nach dorthin hatte.


    Viele Grüße

    vom Pälzer

    ...nun, da der Norden von Tschechien zu Böhmen gehört (Aussig, Reichenberg, Königgrätz), war auch dieser von 1804 - 1814 Kronland von Österreich bzw. der habsburger kuk Monarchie


    Wie geht das, dass hier Anfragen gelöscht werden, ohne dass das angezeigt wird !?!

    Lieber Erwin


    so isses, ich muss auch ganz schnell meine Vorrede korrigieren, ich habe wie der Zufall das so will soeben einen Beleg reinbekomnen, wo der Adressat in München in der Maximilanstraße 45 über 3 Steigen links angegeben wird, eindeutig so lesbar (Anm.: Der Brief kommt demnächst beim Krieg 70/71 rein). Also scheint das mit 3 Treppen auch zu passen. Gut, dass Dieter den Zeitraum mit den Stempelabschlägen eingekreist hat, vielleicht wirst in diesem Zeitfenster bei den Adressbüchern ja dann doch noch fündig, nach einer c/o Adresse sieht das ja wie gesagt nun nicht gerade aus.


    Viele Grüße!

    Tim

    Lieber Erwin,


    ich sehe das - eigentlich - auch so wie der gute Dieter, 3. Treppe ich wagte ich mich nicht zu schreiben, weil ich es so nicht ganz lesen und auch nicht so ganz verstehen kann. Evtl. war das aber "Botenslang" für den Begriff Stockwerk oder meinte man damit evtl. 3. Treppenhaus. ? Die Ritterstraße 52 bspw, ist unterteilt gewesen in 52 a, b, c, d, e, f so dass es mehrere Aufgänge gegeben haben kann. Aber die No. 23, wo das (3 T???) steht, ist lt. Adressbuch Berlin wiederum nicht so üppig aufgeteilt, dass man da von einem 3. Treppenhaus reden könnte.


    Ich habe hier


    https://digital.zlb.de/viewer/berliner-adressbuecher/


    schon einige Jahrgänge durchgeschaut, nachdem die rosafarbene 1 SGr verausgabt wurde. Trotzdem man eigentlich davon ausgehen müsste, dass die Zustellung irgendwann bei einer No. fruchtbar war, findet man weder unter dem Namenverzeichnis noch unter dem Straßenverzeichnis in der Ritterstraße einen Gerichtsreferendarius Röhsel oder Rössel. Vielleicht hast Du mehr Glück als ich, ich habe bisher nur - eher hopplahopp - die Jahrgänge 1858 und 1866 durchgeschaut.


    Viele Grüße

    Tim :thumbup:

    Hallo Ralph,


    ich finde das auch aus dem Grund schon bemerkenswert, da man daran erkennen kann, dass es mit weitestgehender Geheimhaltung von Truppenbewegungen auf gegenerischem Boden noch nicht so weit her war. So ein richtiges Verbot, den Bestimmungsort anzugeben, geht aus der Bekanntmachung ja nicht hervor.


    Gut, ganz am Ende konnte man (fast) sagen, dass man sich das letztendlich hat leisten können. Aber um den 18. September, mitten in den Hochzeiten der bspw. in den Vogesen und Ardennenausläufern operierenden Francs-Tireurs, die auch auf den Feldpostverkehr im Hinterland im Visier hatten, ist das schon ein wenig erstaunlich.


    LG

    Tim

    Guten Abend zusammen,


    der Verfasser der Karte anbei war Angehöriger des Königlich Sächsischen 7. Infanterie Regiments No.106 "König Georg" und per Eisenbahntransport gerade im südpfälzischen Winden angelangt. Von dort aus schreibt er am 13. September 1870 an seine Eltern in Chemnitz (lt. Adressbuch Chemnitz 1870 wohnhaft am Schillerplatz Nr. 26)


    Herrn Eduard Julius Dittrich

    Chemnitz / Sachsen

    Actiensch ???


    Ich befinde mich sehr wohl, das Wetter ist herrlich noch herrlicher alle Gegenden. Überall sind wir sehr gut aufgenommen worden. In einer halben Stunde erreichen wir Frankreich worauf wir uns freuen.


    Adresse:

    Einjährig Freiwilliger

    Alfred Erhart Dittrich

    Ersatzbataillon des 106. Regiments / 4 Company


    Winden 13.9.1870


    Das kleine Örtchen Winden hat damals ziemlich viel mitmachen müssen. Von dort zweigt die von Neustadt a.d.Haardt über Landau nach Karlsruhe führende Maximiliansbahn mit einer eingleisigen Nebenstrecke zur Grenze Richtung Wissembourg ab. Auf französischer Seite bestand dann die Fortführung über Haguenau - Brumath nach Nancy, von wo aus es dann weiter über Toul - Bar-le-Duc - Vitry-le-François - Épernay - Meaux in den Osten von Paris geht.


    Natürlich wurde diese - phasenweise durch Sprengungen der sich zurückziehenden französischen Truppen unterbrochene - Strecke vom deutschen Militär für den Vormasch gegen die Hauptstadt genutzt und es ist fast 2 Wochen nach der Vorentscheidung von Sedan davon auszugehen, dass das Ersatzbataillon der sächsischen 106er genau dafür unterwegs war. Am 19. September war der Belagerungsring um Paris ja dann bereits geschlossen und auch dieses Regiment daran mit beteiligt.


    Viele Grüße

    vom Pälzer

    Morschen Ralph,


    das ist ein wirklich schöner Beleg, den ich als Vorphila-Laie natürlich nicht von den Taxen her erklären könnte. Aber auch wenn er nur 1 km entfernt von der Grenze porto aufgegeben worden ist, hat F da überhaupt kein Anteil dran gehabt und warum schreibt man das Gesamtporto in Kreuzer dann auf die Rückseite ?


    LG

    Tim

    Hallo Dieter,


    ein ganz außergewöhnlicher Nachsendebeleg, bei dem man erst mal in der Lage sein muss, die Nachsendeadresse zu "dechiffrieren". Schwarz rückseitig vom Boten, vorne in dem schönen blau dann in der unmittelbaren Folge von seiner Expedition. Top Job !


    LG

    Tim :thumbup: