Beiträge von Nils

    Hallo Nordlicht


    Diese Drucksache habe leider ich auch verpasst.

    Der Leitweg via Frankreich war bis 31. März 1874 möglich, aber nur als Porto- oder Frankobrief und nicht teilfrankiert. Unbezahlt als einfacher Brief zu behandeln.

    Die Währungen in Schweden kenne ich nicht in 1865 aber ich nehme an dass es hier Skilling Banco gemeint war?

    Der Leitweg ist nicht viel benutzt weil es ein teuerer Weg war.


    Ich habe dich leider nicht viel geholfen. Hoffe das jemand etwas mehr dazu sagen kann.


    Viele Grüsse

    Nils

    Von Grossbritannien nach Gibraltar war das nur zulässig wenn der Brief in der falsche Gewichtsstufe frankiert war. Warum man dieser Brief zugelassen hat, weiss ich nicht.


    Hallo Freunde


    Die oben genannte Gebührenordnung war nur zwischen 1. Januar und 1. Juli 1862 gültig, wenn über Southampton geschickt. Also eine enge Zeitraum. Über Frankreich war es immer noch einen Frankozwang.

    Über Southampton war es vor 1. Januar 1862 auch Frankozwang. Ab erste Juli 1862 war es ein 6 Pence Strafgebühr zusätzlich zu Grundgebühr.

    Alles was hier geschrieben ist gilt für Briefe aus Grossbritannien nach Gibraltar.


    Auf den ersten Blick hat sicher dann GPO richtig reagiert wenn die den Brief an "Returned Letter Office" geschickt hat weil es ein eingehender Portobrief war und gar nichts bezahlt war. Das zuerst geschriebenen Porto war auf die andere Seite 1 Shilling 2 Pence. Das passt zu 8 Pence Portobrief Österreich-Grossbritannien und 6 Pence für Grossbritannien-Gibraltar.

    Da der Brief mit nur 8 Pence Port weiter nach Gibraltar abgeschickt war, war es wohl so dass ein Brief Österreich-Gibraltar in einem Distanz zu berechnen war und nicht in zwei Distanzen. Im Literatur habe ich vorläufig nicht die 8 Pence gefunden, aber es folgt den Muster für Briefe die Grossbritannien transitierte auf den Weg nach Gibraltar, wie es bei Proud beschrieben ist.


    Viele Grüsse

    Nils

    Hallo


    Der Stempel hat ja schon Ralph erklärt.

    Warum man einen Brief über ein Vermittler schickt ist sehr viele.

    Ohne den Tekst hier gelesen zu haben, nehme ich an dass der Brief privat an einem Geschäftspartner gebracht ist. Hier war also nach Amsterdam gebracht wo der Vermittler der Brief weiter an die Weinproduzenten in Bordeaux gebracht hat.

    Ob der Brief über Land oder per Schiff gebracht war, weiss ich nicht.

    Die Holländer, Hamburger oder Lübecker sind sicher mit die Transporte von Wein tätig, Redereien oder Spediteure.

    Hallo kibitz


    Ich habe deine Antwort missverstanden weil ich an die direkte Schiffsverbindung zwischen Trieste und Gibraltar gedacht habe.


    Von Southampton nach Gibraltar hast du natürlich recht.

    P&O Packet Ceylon ist Gibraltar 14. März angekommen.


    VG

    Nils

    Hallo kibitz


    Danke für die Antwort.

    P&O ist nur zum Teil möglich, den Rest wohl dann Österreichischer Lloyd. Bin aber unsicher ob dieser Kombination möglich war.


    Danke für den Link, kannte ich nicht. Freue mich den genauer zu studieren :)


    VG

    Nils

    Hallo Freunde


    Dieser Brief wundert mich ein Bisschen; vor allem dann der Laufweg.


    Warum war ein Brief in 1862 von Trieste nach Gibraltar den ganzen Weg über London geschickt?

    Ich habe zuerst eine Sendung per Schiff als wahrscheinlich gehalten. Oder war das hier nicht möglich?

    Zweitens kommt die Leitung über Italien, Frankreich und Spanien. Hier also über England.


    Der Brief hat Trieste 28. Februar 1862 verlassen, kam 4. März London an und ist dann weiter über Southampton nach Gibraltar geschickt wo der Brief 14. März ankam. Briefe von Grossbritannien nach Gibraltar waren bis in die 70-er fast immer per Schiff gebracht obwohl es viel schneller über Frankreich und Spanien ging. Und wenn dann ist es immer von Absender ausdrücklich gewünscht.


    Der Brief hat auch einen Stempel "Returned for Postage" welcher hier falsch abgeschlagen war. Wie man von der Stempel lesen kann lief der Brief nicht retour. Der Brief war dann also als Portobrief zugelassen geworden, was auch eher die Ausnahme war. Von Grossbritannien nach Gibraltar war das nur zulässig wenn der Brief in der falsche Gewichtsstufe frankiert war. Warum man dieser Brief zugelassen hat, weiss ich nicht.


    Wenn jemand etwas über eine Schiffsverbindung zu sagen hat würde es mir freuen.

    Auch hätte ich gern die Direktgebühre wenn über Frankreich und Spanien.


    Viele Grüsse

    Nils

    Hallo Freunde


    Um es alles besser darzustellen zeige ich hier 2 Briefe die beiden bei AB Philea dieses Jahr im Angebot waren, und also nicht meine.

    Einmal nach England und einmal Inland nach Stockholm. Natürlich die beiden von Simrishamn.

    Der Englandbrief hat ein Dreierstreife und brauchte nicht ein Extrastempel in sich, war aber der zweiten Tag gestempelt.

    Der Stockholmbrief hat nur eine Marke und hat der Nebenstempel erst der Tag danach bekommen.


    Zum Schluss muss ich auch sagen dass nicht alle Briefe so wie hier behandelt waren.


    Viele Grüsse

    Nils

    Hallo Freunde


    Ich zeige hier ein Besonderheit die ich nicht ganz erklären kann.

    Dass der Brief nach Grossbritannien gelaufen war ist hier gar nicht wichtig. Es geht mehr um den Abstemplungsverfahren.


    Der Brief lief von Simrishamn (damals Cimbritshamn) nach London (Wüstenkopf-Korrespondenz) in Oktober 1868.

    Die zwei 20 Öre Marken sind 10. Oktober abgestempelt. 5 Öre erst den 11. Oktober. War der Brief erst unterfrankiert und zurück an der Absender geschickt? Nein, höchst wahrscheinlich nicht.


    In Simrishamn gab es eine Stempelverfahren die ab und zu etwas aussergewöhnlich war. Ab und zu sind die Marke, auch wenn es nur eine Marke gab, einen Tag abgestempelt und der Brief danach nochmals gestempelt.

    Eine wahrscheinliche Erklärung war dass es irgend einen Kontrolle gab. Eine andere wahrscheinliche Erklärung ist dass der Brief auch vor die Absendung gestempelt war.

    Es erklärt aber nicht dass die eine Marke nicht abgestempelt war.


    Mein Brief hier ist kein Unikat von Simrishamn. Es gibt mehrere ähnliche so es war wohl kein Zufall.


    Viele Grüsse

    Nils

    Hallo Ralph


    Besten Dank für die Mühe. :)

    Also war die 3 Rappen Marke sinnlos hier, hoffentlich hat der Absender das tragen können.


    Richtest du ich ein herzlichen Dank an den anderen Helfer aus?


    Viele Grüsse

    Nils

    Hallo Ralph


    Danke für die Antwort.

    Die zweite Gewichtsstufe muss es sein. Ich habe die Belege im Post 6 und 8 verglichen und war etwas unsicher wie ich es deuten sollte. Es gab also kein Rayoneinteilung bei Drucksachen.

    Bin gespannt was der Schweizer Experte zu sagen hat.


    Viele Grüsse

    Nils

    Halo Freunde


    Hier eine Drucksache wo ich einige Fragen habe.

    Den 10. Oktober 1865 mit 2 Rappen frankiert, dann zurück an Absender wo noch 8 Rappen bezahlt und geklebt war. Das war der Folgetag 11. Oktober.

    Wie es hier im Thread schon erwähnt ist, gibt es nichts über Drucksachen im Vertrag von 1852, auch kenne ich keine ander Verordnungen. Aber es ist offenbar dass es irgendwie geregelt war.


    Die Drucksache ist von Zürich in zweiten Rayon zu Österreich abgeschickt, es darf also kein Brief gewesen sein.

    Warum zuerst 2 Rappen? War die Inlandgebühre für eine Drucksache 2 Rappen?

    Gab es auch damals ein Frankozwang für Drucksachen?

    Rückseitig ist es 2? vermerkt, weiterfranko?


    Viele Grüsse

    Nils

    Hallo Freunde


    @Ralph Der L4 Stempel habe ich ein paar mal gesehen, nach Italien. Habe aber nicht diese Stempel so sehr beobachtet. Es gibt aber Briefe mit 4 Pence Late Fee ohne den Stempel, auch nach Deutschland.


    Ich zeige hier einen Brief an gleicher Empfänger in Trondheim. Diesmal von Manchester wo der Absender den Weg über Hull gewünscht hat. Auch in 1871 abgeschickt. Und weil mit Schiffspost natürlich ohne die 3 Pence an Dänemark für den Transit.


    Viele Grüsse

    Nils

    Hallo Freunde


    Mal zwei Briefe aus Grossbritannien nach Norwegen, hier die beiden aus London nach Trondheim in 1871 bzw 1872.

    Die beiden Briefe waren zu spät eingeliefert so dass man den bekannten Extragebühr bezahlen musste.

    - L1 zwischen 18.00 und 18.45 eingeliefert kostet 1 Penny

    - L2 zwischen 18.45 und 19.15 eingeliefert kostet 2 Pence

    Die beiden sind auch über Dänemark geschickt was Dänemark 3 Pence gebracht hat (Roter Stempel)


    Nur der 1871 Brief hat aber der 1 Skilling Tragegeld Vermerk


    Leider hat man in Trondheim Ankuftösstempel benutzt und auch hat der Empfänger keine Ankunftsvermerke geschrieben. Die Laufzeiten sind dann also eher schwierig zu berechnen.


    Viele Grüsse

    Nils