Beiträge von nils

    Hallo Franz

    Der Empfänger hat 1 Shilling 4 Pence Canadische bezahlt. Sehe schwarzer Stempel in der Mitte wo es 1s/4 Currency. Also ein einfacher Brief.

    Der Brief ja richtig von Sussex Place, London und weiter über London FO gleicher Tag. So weiter nach Liverpool, sehe Stempel, 3. Februar. Und dann richtig über Halifax, Nova Scotia. Hat also nichts mit Halifax in England zu tun.

    Viele Grüsse, Nils

    Auf dem Brief erkennt man die spanische Taxierung von „9“ Reales und auf dem Kopf stehend die französische Taxierung, welche ich als „20“ Sous interpretiere.

    Hallo Martin

    Hier ist es nicht 20 Sous geschrieben, es ist aber der spanischen "R" für Reales was man bei alle Auslandsbriefe nach Spanien finden will.

    Viele Grüsse, Nils

    Hallo Freunde

    Es ist ein interessanter Meinungsauswechslung hier, aber ich finde es geht in alle mögliche und unmögliche Richtungen.

    Vor allem finde ich dass alle die SP interessant finde, selbst entscheiden sollen wie man sammeln können. Es gibt viele Beispiele dafür dass Briefe unheimlich wichtig sind, wenn man Geschichte schreiben oder studieren will.

    Ich zeige unten eine Briefhülle die für meine Studien wichtig sein konnte wenn ich meine Master Aufgabe geschrieben habe. Diese Hülle und ähnliche von gleichen Korrespondenz konnte man nirgends finden wenn man in der "normalen" Archiven gesucht hatten. Gefunden habe ich diese und anderen Hüllen viele Jahre später. Als Hülle hat dieser Brief eigentlich wenig Aussagekraft, bietet aber Bestätigungen die wichtig sein konnte. In diesen Fall ging es um reisenden dänische Missionäre auf den Weg nach Nord Nigeria. Niemand konnte wissen dass es für mich wichtig sein konnte, und keine kann wissen dass ein Briefhülle an Bismarck wichtig ist oder nicht. Es kommt immer darauf an was man sucht.

    Dann kommt die Frage wie man sich als Sammler interessant für die Wissenschaften interessant machen konnte. Falls das wichtig wäre steht ein fast unmögliche Aufgabe vor uns, und wohl auch einen kostbaren Aufgabe -man muss einen enormen Archiv aufbauen und danach Werbung für dieses Archiv machen. Oder man sich gezielter einstellen und vorher mit irgend jemand ein Zusammenarbeit bieten, wie zB Opel (es gibt ja hier im Forum ein Thread dafür).

    Ich bin selbst kein Anhänger von einen Begriff wie Social Philatelie, meistens weil es nichts mit Philatelie zu tun hat. Und es gibt schon einen Begriff - Geschichte.

    Aber ich finde es toll wenn jemand mit gleichen interessen zusammen finden können und ein Verein starten, ob ArGe, Klubb oder was weiss ich. Jeder findet für sich sein Ziel. Aber man kann nicht erwarten dass anderen es interessant findet oder gar wichtig findet.

    Schönen Abend, Nils - und gute Besserung an Jens

    Tonnen macht mehr Sinn und meines Wissens gab es die Einheit Tonne auch schon in Preußen. Es kann natürlich sein, dass die damalige Einheit nicht mehr mit der heutigen übereinstimmt.

    Hallo Michael

    Tonne ist eine alte Massstab. In englischen Wikipedia heisst es

    Ton and tonne are both derived from a Germanic word in general use in the North Sea area since the Middle Ages(cf. Old English and Old Frisian tunne, Old High German and Medieval Latin tunna, German and French tonne) to designate a large cask, or tun.[8] A full tun, standing about a metre high, could easily weigh a tonne. See also the common German word de:Mülltonne (literal translation: garbage drum).

    Viele Grüsse, Nils

    Da ich dänisch nicht von schwedisch oder norwegisch unterscheiden kann, sollte einer unserer Sprachwissenschaftler mal schauen, wer die Rückseite beschrieben hat.

    Hallo Ulrich

    Ein Sprachwissenschaftler, wie Andreas es Vorschlägt, bin ich zwar nicht, aber ich denke dass die Rote Stempel von Norwegen stammen. Ich kenne diese Stempel leider nicht, so was der rote F heissen soll weiss ich nicht. Aber es stammt von der zollamtliche Behandlung, vielleicht ein Beamtenstempel?

    Ich sehe auch dass du zwei Paketkarten nach Schweden hier gezeigt hast.

    Darf ich fragen; du nennst Goldfranken. War dass die Vertragliche Währung?

    Viele Grüsse, Nils

    warum wurde bei der 2 ten Aufgabe bei der P. E. 3 abgestempelt. Wäre es nicht sinnvoller gewesen erneut zur ursprünglichen Poststation zu gehen?

    Hallo Freunde

    Besten Dank für die Antworte. :)

    Meistens ist wohl alles schon geklärt; aber eben die Frage von Andreas war auch bei mir im Kopf. Wie sah es denn eigentlich aus i Frankfurt aM? Gab es nur ein Postamt oder gab es mehrere? Ich kennen leider nicht die Stempel von FaM. Hat einen Bote der Brief an den Absender geschickt um 2 Kreuzer zu holen? Oder musste er selbst vorbei laufen? Wenn die Post den Fehler gemacht hatten, hatte die Post auch dann die Verantwortung diese kleine Fehler zu erledigen, ob so oder so?

    Viele Grüsse, Nils

    Hallo Freunde

    Dieser Brief hat mich etwas gewundert. Der Absender in Frankfurt aM diesen Brif zuerst mit 1 Kreuzer zu frankieren versucht. Das hat ja aber nicht gereicht da es kein Drucksache war. Der Brief war aber nicht mit Portobelastung weitergeschickt. Stattdessen hat man am nächsten Tag den Absender kontaktiert und die restlichen 2 Kreuzer für den einfachen Brief geklebt. Der Bief ist deswegen 11. Januar 1874 abgeschickt geworden statt 10. Januar.

    Diese Nachfrakierungen sieht man ab und zu, aber am meisten nach Schweiz oder Niederlande. Es gibt auch einige Innlandbriefe. Hier ist es auch so dass der Brief den nächsten Tag nachfrankiert war, und nicht sofort am Schalter was man ab und zu auch sehen kann. Kann es sein dass es was mit Sendung nach Bayern war? Bayern war ja ein selbständiges Postgebiet. Klar gibt es wie immer viele mögliche Erklärungen wie Bekannter Absende und so weiter. Ob es etwas mit Bayerisch-Reich oder Württembergisch-Reich Verhältnisse zu tun hat hätte man wohl diese Briefe öfters gesehen.

    Für mich nicht so wichtig ist dass die 2 Kreuzer Marke nahe Schrott ist.

    Viele grüsse, Nils

    Hallo die Runde

    Ich meine dass solche "falsche" Belege hier sehr gut reinpassen. Man lernt ja bestens wegen solche Fehldeutungen. Und es ist ja auch Offenbar dass man einen Brief falsch Verstanden hat weil es anderen Briefe ähnelt, die hier eben gezeigt sind. Ich finde es aber auch ganz ok dass man rote Striche vom alten Schulmeister bekommt.

    Viele Grüsse, Nils

    Hallo Freunde

    Die Absenderin von diesem Brief nach Italien hatte eine grosse Hoffnung dass sie nichts bezahlen musste. Es ist vielleicht nicht so komisch wenn man weiss dass die Absenderin nur 13 Jahre alt war.

    Der Empfänger, Lord Clifford, war als Member of Parliament meistens von Porto befreit wenn in Grossbritannien, aber nicht wenn er sein Aufenhalt im Ausland hatten.

    Also die 13 jährige Mary Constantia schreibt ein längere Brief an ihre Vater, der in Roma war. Jemand schickt der Brief von Chelmsford 8. Februar 1838 ab. Der Postbeamter dort ist wahrscheinlich gewöhnt dass Briefe an Clifford von Gebühren befreit war, weil keine Gebühre sind vermerkt. Und wenn der Brief in London Chief Office ankommt, wird der Brief auch mit einem Free Stempel versehen. Komisch dass die dort diesen Fehler gemacht hatten, aber es ging vielleicht etwas zu schnell diesen Tag. Immerhin hat man später bemerkt dass der Brief gar keiner befreiter Brief war. Frei Stempel ist wieder gestrichen und der Brief ist wieder zurück nach Chelmsford geschickt. Vorne oben "Postage not Paid" geschrieben und rückseitig abgestempelt Returned for Postage so dass es kein Zweifel gab.

    Den Rest ist ganz normal. Es ist für Grossbritannien 2 Shilling bezahlt und Lord Clifford musste 33 Bajocchi bezahlen.

    Und der Papa hat sich ganz sicher über die Tochters Leistung gefreut. Zeige hier aber nur die erste Seite vom Text - sie schreibt sehr schön finde ich.

    Viele Grüsse, Nils

    Hallo ihr zwei

    Ja, es ist immer interessant wenn man solche Besonderheiten findet. Die Informationen habe ich nicht im irgend einen Handbuch oder so etwas gefunden, sondern in einen Heimatgeschichte Buch. Sollte man vielleicht öfter lesen.

    Viele Grüsse, Nils

    Hallo Freunde

    Ab und zu kommt man etwas unerwartetes vorbei. Threadüberschrift deutet an einen Postamt in der Küche, aber um ein normiertes Postamt geht es natürlich nicht. Als ich gezeigten Brief beschreiben sollte habe ich herausgefunden dass die Briefe nach Skiptvet, kleines Ort in süd-ost Norwegen, vor einige Jahre in einer Küche verteilt war. So sirka 12 Jahre zwischen 1860 und 1872. Und welche Küche? Die von der Pfarrer.

    Es war so dass die Leute in Skiptvet über den Fluss Glomma in Eidsberg ihre Briefe abholen musste. Es war keine gute Lösung dass jeder hinfahren sollte um nach zu schauen ob es einen Brief gab. Deswegen hat der Pfarrer diese Aufgabe an sich genommen. Dafür erhielt er 12 Spesiedaler pro Jahre vom Staat (es war aber nicht besonders gut bezahlt). Der Pfarrer hat wahrscheinlich jemand anderen für den Botenlauf bezahlt. Was hat der Pfarrer mit dem Briefen gemacht? Die beste Lösung war dass so dass er die Briefe in der Küche im Pfarramt jeden Sonntag nach Gottesdienst ausgeliefert hatten. Somit hat er auch eine gute Besuchsrate bekommen.

    Dieser Brief lief von Onsøy, heute ein Teil von Fredrikstad, über Fredrikstad und Sarpsborg nach Eidsberg und Skiptvet 30. September 1865. Der Absender hat dafür 4 Skillinge bezahlt. Onsøy hatte noch keiner eigenen Stempel, daher gab es nur ein Blechkreuz als Entwertung. Ob der Empfänger den Priester etwas bezahlt hat, ist nicht bekannt.

    Ob es anderswo andere Lösungen gibt weiss ich nicht, aber es ist nicht unwahrscheinlich. Hoffentlich finde ich mal etwas.

    Viele Grüsse, Nils

    Hallo Freunde

    Poste Restante Briefe an britische Reisende in italienische Staaten sind relativ häufig. Ich glaube dass ich schon hier was gezeigt habe. Nach Lucca wohl eher seltener. Dieser Brief konnte eigentlich in mehrere Threads passen, aber ich finde dieser Poste Restante Thread interessant, mit viele Beispiele von fast ganzen Welt.

    Also; dieser Brief ist in 1832 in Windsor Castle von Herbert Taylor geschrieben, persönliche Sekretär von König William IV. Die Empfängerin war eine Lady Don, wahrscheinlich die Frau von eben gestorbene George Don, ehemaliger Gouverneur von Gibraltar. Den Text ist nicht einfach zu lesen, aber nicht wahrscheinlich ging es um Geld, wie so oft.

    Herr Taylor dürfte seine Briefe frei schicken und der Brief hat deswegen ein Free Stempel und Signatur unten links wie vorgeschrieben. Die Freiheit galt natürlich nicht für die Strecke nach Grossbritannien, und die Empfängerin dürfte für diese 25 Gram schwerer Brief 2 Lira und 55 Quattrini Lucca Währung.

    Ob man für Poste Restante in Lucca was bezahlen musste, weiss ich nicht.

    Viele Grüsse Nils

    Hallo Ralph

    Eine Überlegung von mir. Du hast mal gennant dass du es merkwürdig finde dass diese Briefe sehr oft einfache Briefe sind. Dass die Gewicht somit sehr niedrig sein muss falls es 2 Briefe in einem gab.

    Kann es sein dass es eigentlich einen Art c/o Adresse ist wenn man schreibt "mit Brief(en) an XXX"? Ich kenne die Briefinhalte nicht, aber wo es auch Inhalte dabei wäre, könnte man es entweder offen halten oder gar ausschliessen.

    Viele Grüsse, Nils

    herzlichen Glückwunsch zu dem Schmuggelbrief aus dem dänischen Arhus.

    Hallo Ralph/Franz

    Der Brief kam nicht aus Århus in Dänemark, sondern aus Åhus etwas ausserhalb Christiansstad. Ein Kleinort der wohl kein eigenen Postamt hatte. Also leider kein Schmuggelbrief.

    Viele Grüsse, Nils

    Hallo Freunde

    Ich habe keinen besseren Thread für diesen Brief gefunden, aber passt ja irgendwie weil es einen Brief nach Kreuzhütte ist. Und es gibt ja auch mehrere Briefe hier die nichts mit Bayern zu tun hat. Verzeihe mich als bitte :)

    Dieser Brief ist von Christiania an Christian Ziegler 10. Januar 1867 abgeschickt geworden. Und mit 16 Skillinge frankiert geworden. Der Brief kam 16. Januar an. Der genaue Laufweg zwischen Hamburg und Klentsch kenne ich nicht, aber über Preussen und Sachsen ist wohl klar. Von die 16 Skillinge ging 2 Silbergroschen weiter an Preussen.

    Viele Grüsse, Nils

    Rechts oben befindet sich noch ein roter Stempel 12 1/12 hinter dessen Bedeutung ich trotz mehrwöchigem Literaturstudiums noch nicht gekommen bin.

    Hallo Udo

    Ich habe im Katalog von Proud gesucht, und nichts gefunden. Es heisst wohl dann dass der Stempel nicht von Malta stammt. Daher muss es wohl italienisch sein.

    Viele Grüsse, Nils