Beiträge von VorphilaBayern

    Lieber Dieter,


    da hast du schon recht.

    Aber gerade deshalb macht es dieses Gebiet ja so interessant.


    Hierzu folgender Brief:

    Portobrief aus Ulm vom 12. Oktober 1810 (Ulm gehörte ab 6.10.1810 zu Württemberg, zuvor von 1803 bis 5.10.1810 zu Bayern), nach Tittmoning (seit 30.9.1810 zu Bayern). In Württemberg fielen 4 Kr. Porto an. In Bayern 8 Kr. Der Empfänger bezahlte 12 Kr.rh. Porto. Oder waren es noch Kreuzer C.M. ?. Hierzu zitiere ich folgendes aus dem Buch von Dr. Rüdiger Wurth SALZBURG 600 Jahre Boten und Posten: „Für die Integrierung des salzburgischen Postwesens in jenes Bayerns ist eine von der königlichen Hofkommission in München ausgegangene Verfügung unter dem Datum vom 4. Oktober 1810 maßgeblich, wonach beginnend mit dem 1. November gleichen Jahres die entsprechenden Gesetze und Bestimmungen in den neuerworbenen Gebieten Geltung bekamen". Nach welchen Taxregulativ in dieser vertragslosen Zeit bei diesen Brief die 8 Kr. hergenommen wurden, kann ich nicht sagen.


    Beste Grüße,

    Hermann

    Lieber Dieter,


    vielen Dank.

    Salzburg hatte eine wechselvolle Geschichte und Postgeschichte. Hochfürstliche Hofpost im Fürstentum Salzburg bis 11. Februar 1803. Auch nach Übernahme des Fürstentums Salzburg durch Erzherzog Ferdinand von Österreich am 12. Februar 1803 blieb die Post im Lande Salzburg eigenständig. Salzburg wurde Großherzogtum. Ab 12. Februar 1806 kam Salzburg zum Kaiserreich Österreich und wurde Herzogtum Salzburg. Bis zum 31. Dezember 1806 galten noch die bisherigen Regelungen der Salzburger Landespost. Ab 1. Januar 1807 die österreichischen Tarife. Ab 29. April 1809 bis 30. September 1810 wurde das Herzogtum Salzburg von Frankreich besetzt und wurde in dieser Zeit eine „Reservierte Provinz“ (zu Frankreich). Die österreichischen Posttarife galten weiterhin, wobei der salzburgische französische Indentant Angles am 25. Juli 1809 folgendes bewilligte: „Im Herzogtum Salzburg wird das Postbriefgeld auf die Hälfte herabgesetzt“. Z.B. wurde das Porto oder Franko von 24 Kreuzer C.M. auf 12 Kreuzer C.M. herabgesetzt. Diese Briefe aus dieser Zeit sind sehr selten, da es meistens nur Dienstbriefe gibt. Ab 1. Oktober 1810 kam das Herzogtum Salzburg zu Bayern. Ab 1. Mai 1816 zu Österreich. Wobei noch zwei Monate (Oktober und November 1810) noch die alten österreichischen Tarife in Kraft waren, denn am 1. Dezember 1810 wurde der bayerische Generaltarif eingeführt. Dann galten Kreuzer rh. Interessant ist dazu noch folgendes: am 3. November 1816 wurde ein österreichisches Hofkammer-Decret veröffentlicht, daß ab sofort die österreichischen Taxen galten. Bis dahin galten seit dem 1. Mai 1816 noch der Bayerische Generaltarif vom 1. Dezember 1810 in Kreuzer rh.


    Beste Grüße,


    Hermann

    Liebe Sammlerfreunde,


    hierzu folgender Brief:

    Dienstbrief aus Schenna vom 29. Januar 1812, der ins 5 km entfernte Meran mit einen Amts - oder privaten Boten gebracht wurde. Aufgabestempel "MERAN.R.4.", nach Innsbruck. Jaufenbote Andreas Hillenbrand übernahm in der Briefsammlung Meran den Brief und transportierte ihn auf seinen zweimal wöchentlichen Gang über den Jaufen nach Sterzing, von wo er mit der Post nach Innsbruck weiterbefördert wurde.


    Beste Grüße von VorphilaBayern

    Liebe Sammlerfreunde,


    aus der Zeit der "Französischen Besetzung von Salzburg" (Reservierte Provinz Salzburg) vom 29.4.1809 bis 30.9.1810) findet man nur spärlich Belege. Möchte einen Maut-Zettel von Salzburg vom 7.11.1809 zeigen, bei dem "Kaiserlich Königlich" aus der österreichischen Zeit durchgestrichen wurde.


    Beste Grüße von VorphilaBayern

    Liebe Sammlerfreunde,


    hierzu folgende Briefhülle aus Kaltennordheim (Sachsen-Weimar-Eisenach / Thurn und Taxissche Post) nach Aub (Kgr. Bayern) vom 29. März 1845. Der Brief wurde versendet vom Postexpeditor und Posthalter Carl Thon, Hofkommissar, von Kaltennordheim (Postexpedition seit 1839). Links unten 0 durchgestrichen und unterhalb Thon. Der Brief war dementsprechend Gebührenfrei auch in Bayern. Am 4. Mai 1839 wurde eine Thurn und Taxissche Kariol-Post zwischen Eisenach, Marksuhl, Tiefenort, Lengsfeld, Dermbach, Kaltennordheim, Fladungen (Bayern), Ostheim vor der Rhön und Mellrichstadt (Bayern) zur Beförderung von Personen, sowie Brief – und Paketsendungen eingerichtet. Der Brief lief bis Mellrichstadt (Rückseite Stempel Mellrichstadt vom selben Tag. Von da weiter über Würzburg nach Ochsenfurt, Zustellung dann von Ochsenfurt aus, (Aub bekam erst am 1.5.1846 eine Postexpedition).



    Beste Grüße von VorphilaBayern




    Liebe Sammlerfreunde,


    hierzu folgender Brief:

    Frankobrief aus Regensburg vom 21. April 1839 (siegelseitig zuerst 8 Kreuzer vermerkt, durchgestrichen und dann in 10 Kreuzer geändert / die Entfernung von Regensburg bis Neustädtles war 28 Meilen = 24 bis 30 Meilen bis 1/2 Loth = 10 Kreuzer / wahrscheinlich hat sich der Postbeamte verschaut: 18 bis 24 Meilen waren bis 1/2 Loth 8 Kreuzer). Der Brief ging an Frau Gräfin Marie von Soden, geborene Gräfin von Drechsel, in Neustädtles bei Ostheim vor der Rhön (Sachsen-Weimar-Eisenachische Enklave inmitten Bayerns / ab Dezember 1838 Thurn und Taxissche Lehenspostanstalt), über Würzburg. Der Paketschluß war: Regensburg - Nürnberg - Würzburg und von da im weiteren Paketschluß Würzburg - Meiningen – Eisenach bis Mellrichstadt. Von Mellrichstadt bis Hilders war der Landgerichts - und Rentamtsbote Heinrich Fischer, der von der königlich bayerischen Regierung angestellt und besoldet war, zuständig. Der Botenlohn wurde nicht angeschrieben. Am 4. Mai 1839 wurde eine Thurn und Taxissche Kariol-Post zwischen Eisenach, Marksuhl, Tiefenort, Lengsfeld, Dermbach, Kaltennordheim, Fladungen (Bayern), Ostheim vor der Rhön und Mellrichstadt (Bayern) zur Beförderung von Personen, sowie Brief – und Paketsendungen eingerichtet. Gleichzeitig wurde in Fladungen am 1. Juni 1839 eine königlich bayerische Briefsammlung eröffnet. Briefsammler war Eduard J. Frickhinger, Apotheker. Als Entlohnung erhielt der Briefsammler von der königl. bayer. Postadministration 1/3 der Einnahmen vom Aufkommen der Briefpost. 1/10 der Einnahmen vom Aufkommen der Fahrpost, sowie ¼ jährlich 1 Gulden 30 Kreuzer für Schreib – und Packmaterial. Außerdem fertigte er auf Fürstlich Thurn und Taxisscher Rechnung Brief – und Fahrpostkartenschlüsse mit Ostheim vor der Rhön, Eisenach, Vacha und Kaltennordheim. U.a. konnten die Einwohner von Neustädtles ab diesem Tag ihre Post in Fladungen abholen, bzw. aufgeben. (Quellen: Die Thurn und Taxissche Postexpedition Ostheim vor der Rhön im Rundbrief Nr. 34 Arbeitsgemeinschaft Bayern von Dieter Hutterer; Buch: Rhöner Post in alter Zeit von Peter Jacob; Vorphilahandbuch Bayern von Friedrich Pietz – Fladungen;


    Beste Grüße von VorphilaBayern

    Lieber Ralph,


    vielen Dank.

    Auch noch weit in der österreichischen Zeit bekam der Lechtaler Bote seinen Botenlohn in rheinischer Währung. Im Buch "Postbeziehungen Bayern - Österreich des Münchener Briefmarken Clubs e.V." ist z.B. auf Seite 103 ein Brief nach Häselgehr aus dem Jahr 1859 abgebildet, der 2 1/2 Kreuzer rh. Botenlohn für den Lechtaler Boten hat.


    Liebe Grüße,

    Hermann

    Liebe Sammlerfreunde,


    5 Tage nachdem Bruneck wieder zu Östereich kam (am 24. Juni 1814), schrieb am 29. Juni 1814 das königlich bayerische Bataillions-Commando in Schongau eine Königliche Dienstsache an das K.K. österreichische Landgericht in Bruneck.


    Beste Grüße von VorphilaBayern

    Liebe Sammlerfreunde,


    hierzu folgender Brief:

    Ex-offo-Brief vom fürstbischöflichen Consistorium in Brixen an die Schul-Distrikts-Inspektion in Häselgehr bei Reutte in Tirol vom 25. Oktober 1822. Der Absender war vom Halbfranko befreit. Der Empfänger nicht. Er mußte 1 Gulden 12 Kreuzer C.M. Halbporto bezahlen. Die 4 1/2 oben rechts sind nicht der Botenlohnvermerk für den Lechtaler Boten, sondern es sind 4 1/2 Loth. (10 bis 12 Poststationen bei 4 1/2 Loth = 1 Gulden 12 Kreuzer C.M.). Von Brixen bis Reutte waren 12 Poststationen nach der Post-Karte-Österreich von 1823. Der Botenlohn für den Lechtaler Boten von Reutte nach Häselgehr wurde nicht angeschrieben.


    Beste Grüße von VorphilaBayern

    Liebe Sammlerfreunde,


    Anton Adalrich von Jäger war Dekan von Lienz von 1800 bis 1815; Chorherr im Prämonstratenser Stift Wilten bei Innsbruck von 1766 bis 1819; Probst von Bozen von 1815 bis 1819; geboren am 31.1.1746 in Innichen; gestorben am 27.8.1819 in Bozen; U.a. wurden fünf Priester nach dem letzten Gefecht des Tiroler Freiheitskampfes, das am 8. Dezember 1809 in Lienz stattfand, verhaftet. Zwei wurden nach einer Gerichtsverhandlung freigelassen. Der Lienzer Diakon Anton Adalrich von Jäger wurde zu mehrjähriger Festungshaft verurteilt, die jedoch kurze Zeit später in einen milden Hausarrest im Bozener Franziskanerkloster umgewandelt wurde. Anfang 1812 durfte er nach Lienz zurückkehren. Die beiden anderen Pfarrer wurden zum Tod verurteilt und am 2. Februar 1810 erschossen.


    http://www.ainet.gv.at/wp-cont…kampf_Aineter-Bergl-1.pdf


    Zu Anton Adalrich von Jäger kann ich folgenden Brief zeigen:

    Ortsbrief von der Intentantur von Lienz (Provinz Jllyrien / zu Frankreich) vom 15. Februar 1812 an den Generalvikar und Dekan von Lienz, Herrn Anton Adalrich von Jäger, wahrscheinlich mit einen Amtsboten bestellt.



    Beste Grüße von VorphilaBayern

    Liebe Sammlerfreunde,


    hierzu folgender Brief:

    Eingeschriebener Brief von Ravensburg (1803 bis 1810 zu Bayern) nach Reutlingen (Württemberg) vom 14. August 1806. Der Absender bezahlte 4 Kreuzer bei der Briefaufgabe und 4 Kreuzer Charge Gebühr (auf dem Postschein verrechnet). Warum noch ein württembergisches Stempelpapier verwendet wurde (seit 1803 gehörte Ravensburg zu Bayern), kann ich nicht sagen.


    Beste Grüße von VorphilaBayern

    Liebe Sammlerfreunde,


    Briefe von der Briefsammlung Streitberg in der "Fränkischen Schweiz" findet man nicht oft. Am 1. Juli 1798 wurde eine Kaiserliche Reichspost Briefsammlung in Streitberg eröffnet. Briefsammler war Johann Ulrich Äcker (Lehrer). Er machte Postbotengänge nach Erlangen und Bayreuth. Am 1.4.1809 wurde die Briefsammlung aufgelassen. Von 1803 bis 1809 war folgender Stempel in Verwendung: "STREITBERG.R.3." und dieser wird wegen der großen Seltenheit hoch bewertet. Da freut man sich, wenn mal ein Brief vor dieser Zeit angeboten wird, der wesentlich billiger ist. Vor 1803 schrieb Briefsammler Johann Ulrich Äcker "v.Streitberg" handschriftlich den Abgabeort. Hierzu kann ich folgenden Brief zeigen: Dienstbrief vom königlich preußischen Pfarramt in Streitberg vom 10. Juni 1800 an die löbliche Gotteshaus Administration in Seibelsdorf.


    Beste Grüße von VorphilaBayern

    Liebe Sammlerfreunde,


    im Preßburger Frieden vom 26. Dezember 1805 sah sich Österreich genötigt, an das Königreich Italien u.a. seinen bisherigen Anteil von Venedig abzutreten. Am 30. März 1806 wurde dies durch das königliche (italienische) Decret vollzogen. Der Stempel U.E. VERONA ist bisher nur bis ende April 1806 belegt, ist daher nur etwa einen Monat (30.3. - ende April 1806) z.B. bei Briefen von Verona nach Bozen nach dem alten österreichischen Auslandstarif (bis 1/2 Loth - 16 Kreuzer C.M. taxiert.

    Ich kann diese Zeit mit zwei Briefen von Verona (Kgr. Italien) nach Bozen (Tirol - Kgr. Bayern) vom 10. - und 28. April 1806 belegen. Das ital. Franko bis zur ital. bayer. Grenze ist nicht angeschrieben. Bei beiden Briefen wurde die Auslandstaxe von 16 Kreuzer C.M. (bis 1/2 Loth) als Porto vermerkt (beim Brief vom 10. April ist diese Taxierung schlecht zu sehen). Briefe mit diesen Stempel aus dieser kurzen Zeit (ende März - bis ende April 1806) gibt es nicht viele. Bisher habe ich nur diese beiden Briefe aus Verona finden können. Mit Stempel U.E.VICENZA und U.E.PADOVA kenne ich keinen Brief aus dieser kurzen Zeit.


    Beste Grüße von VorphilaBayern

    Liebe Sammlerfreunde,


    hierzu folgender Brief:

    Dienstbrief aus Meran nach Welsberg mit Aufgabestempel "MERAN.R.4." vom 9. November 1812. Jaufenbote Andreas Hillenbrand übernahm in der Briefsammlung Meran das Amtspaket, indem sich dieser Brief befand und transportierte dieses auf seinen zweimal wöchentlichen Gang über den Jaufen nach Sterzing, von wo die Briefe nach und über Bruneck nach Bruneck mit der Post weiterbefördert wurden. Seit 18. November 1807 besorgte die Postexpedition Bruneck die Briefsendungen zur Briefsammlung nach Welsberg. In Welsberg bestand seit dem 11. Februar 1806 eine kgl. bayer. Briefsammlung. Alle genannten Orte in Tirol - Kgr. Bayern. Präsentiertvermerk vom 22. November 1812.


    Beste Grüße von VorphilaBayern

    Liebe Sammlerfreunde,


    bereits am 18. Mai 1840 wurde zwischen der General Administration der kgl. bayer. Posten in München und der Dampfboot Aktien Gesellschaft in Lindau ein Vertrag geschlossen zur Benützung der Dampfschiffe auf dem Bodensee zum Postverkehr, der am 11. November 1843 erweitert wurde. Am 5. Juli 1842 folgte ein weiterer Vertrag mit der Postdirektion des Kantons Zürich für eine tägliche Dampfbootverbindung von Lindau nach Romanshorn und zurück (Quelle: in DASV Postverträge).

    Hierzu folgender Brief:

    Frankobriefhülle von Lindau (Kgr. Bayern) vom 3. Dezember 1845 nach Schloß Berg im Kanton Thurgau. Der Absender bezahlte bei der Briefaufgabe 3 Kreuzer für Bayern und 6 Kreuzer für die Schweiz. Der Brief lief mit dem Dampfboot, sicherlich mit der "Ludwig", die am 6. September 1837 von der "Dampfboot-Aktien-Gesellschaft" in Lindau in Betrieb genommen wurde. In Romanshorn wurde die Post ausgeladen und bekam dort in der Postexpedition den Stempel "ROMANSHORN" vom selben Tag. Von dort ging es mit der Post nach Schloß Berg im Kanton Thurgau.


    Beste Grüße von VorphilaBayern

    Liebe Sammlerfreunde,


    im Buch "Die Umgestaltung des deutschen Postwesens zwischen der Französischen Revolution 1792 und dem Wiener Kongreß 1814/1815" von Horst Diederichs. Im Abschnitt 11.1 und 11.2. wird das Fürstentum Mergentheim behandelt. „Im Fürstentum war die Bevölkerung mit den politischen Veränderungen keineswegs einverstanden.Am 20. April 1809 wurde das Fürstentum von Württemberg militärisch in Besitz genommen. Bereits am 29. Mai 1809 hatte König Friedrich von Württemberg die förmliche Besitznahme des Fürstentums angeordnet. Die Bevölkerung war mit den politischen Veränderungen aber keineswegs einverstanden. Am 26. Juni 1809 kam es zum Aufstand. Durch das württembergische Militär mit über 12000 Soldaten wurde der Aufstand sehr schnell und sehr blutig niedergeschlagen. Von den Aufständischen waren über 50 Tote zu beklagen und die Rädelsführer wurden hingerichtet. Ausgerechnet am 26. Juni 1809 kam der Oberpostmeister Reinöhl aus Heilbronn zusammen mit dem Landeskommissarrats Sekretär von Kaufmann zur Übernahme der Post nach Mergentheim. Rebellierende Bauern empfingen die württembergischen Beamten. Nachdem sie gröblichste Mißhandlungen erlitten hatten, nahm sie Postverwalter Johann Georg Sambeth in sein Haus am oberen Markt auf. Erst am übernächsten Tag schmuggelte er sie abends als Postillione verkleidet aus der Stadt. Für seinen Mut und sein Wohlverhalten erhielt Postverwalter Sambeth am 6. Juli 1809 die goldene Zivil-Verdienstmedaille und den Charakter eines Königlichen Postmeisters verliehen.“ Damit stand der Eingliederung des Postwesens nichts mehr im Wege. Diese wird dann Anfang Juli 1809 erfolgt sein. Bis dahin bestand noch die Thurn und Taxissche Post in Mergentheim.

    Hierzu kann ich folgenden Brief zeigen:

    Portobrief aus Esslingen (Kgr. Württemberg - Württembergische Landespost) an das Königlich Württembergische Oberamt in Mergentheim (Kgr. Württemberg - Thurn und Taxissche Post). Für Württemberg wurden 8 Kreuzer rh. Porto vermerkt und für das Fürstentum Mergentheim 4 Kreuzer rh (Thurn und Taxissche Post). Der Brief wird von ende Juni 1809 sein, mit Antwort vom 1. Juli 1809. Bis zur Übergabe der Post gab es daher bei gebührenpflichtigen Briefen von Württemberg nach Mergentheim und in die Gegenrichtung, also innerhalb von Württemberg (29. Mai 1809 bis Anfang Juli 1809), eine doppelte Taxierung. Dies ist der erste Brief, den ich aus diesen kurzen Zeitraum zeigen kann.


    Beste Grüße von VorphilaBayern