Beiträge von Altoesterreich

    Lieber Ulf,

    vielen Dank! Das passt genau! Die 12 Kr waren für Österreich entsprechend dem Vertrag die Inlandsgebühr und wenn die 6 Kr Reco inkludiert sind, kommen wir auf die 18. Die 9 wie du schreibst "in falscher Währung" wären dann auch logisch der Zuschlag für Preussen.

    Ein "Franco Magdeburg" ist für Österreich nicht denkbar. Vor 1844 galt ja striktes Grenzfranco und danach entweder voll bezahlt oder eben ein Portobrief. Es heißt sicher "per Magdeburg".

    Preussen hat die Recommandation anerkannt, deshalb auch der rote preussische Reco-Stempel. Damit sind für mich auch die 11 1/2 erklärt.

    Das macht Freude! Vielen Dank!

    Gerald

    Liebe Freunde,

    bei diesem Brief bitte ich um eure Hilfe: Ein Reco-Brief kurz vor Einführung des DÖPV von Wien nach Halberstadt über Magdeburg. Ein einfacher Brief hätte entsprechend dem Vertrag von 1844 für Österreich 12 Kr, für Preußen 10 Kr und Reco-Gebühr 6 Kr kosten müssen. Ich nehme aber an, dass die 18/9 österreichiche Kreuzer sind. Wie sich diese zusammensetzen, ist mir jedoch schleierhaft. Selbst wenn er 1 1/2-fach wäre und man sagt: 12 x 1,5 für Inland und 6x1,5 für Reco, ist das falsch, da die Reco-Gebühr immer 6 Kr betrug, egal wie schwer der Brief war...

    Die 11 1/2 sind sicher SGr. Wie sich diese zusammensetzen, ist mir auch nicht klar.

    Also ein Brief, für mich voller Rätsel...

    Vielen Dank schon jetzt für eure Hilfe

    Gerald

    Hallo Siegfried,

    gratuliere zu diesem herrlichen Stück! Die Geburtstagsausgabe, von der hier die 10 H zur vollständigen Frankatur verwendet wurde, war nur bis 31.12.1910 frankaturgültig. Hier wurde die Marke für ungültig erklärt und die 10 H + 10 H Zutax mittels Portomarken kassiert.

    Sehr schön und gar nicht häufig.

    LG, Gerald

    Hallo Dieter,

    das war bei uns genauso. Die alten Sammler haben früher erzählt, dass bei Aufräumarbeiten oft tonnenweise Altpapier auf LKW geladen und in die Papierfabriken transportiert wurde. Dieses Schicksal hat einen großen Teil des Voith-Archives auch ereilt. Zum Glück wurde aber ein Teil des Bestandes gerettet. Heute glänzen viele Exponate mit Voith-Material ;-)

    Liebe Grüße, Gerald

    Hallo Dieter,

    das ist mir sehr wohl bewusst und die Leistung habe ich auch nie in Abrede gestellt. Darum geht es auch gar nicht. Ich würde gerne einen Brief mit diesem Stempel einmal wenigstens sehen. Bisher kenne ich - und offenbar auch hier im Forum die absolute Mehrheit - den Stempel nur gezeichnet aus Büchern.

    Ich kenne einige Stempel aus Österreich, die im Standardwerk von Müller verzeichnet sind. Er hat auch nur Stempel aufgenommen, die er selbst gesehen oder glaubwürdig bezeugt bekommen hat. Dennoch hat diese Stempel danach kein Mensch mehr aufgefunden. Es kann ja sein, dass manche Unikate in späterer Zeit verschollen gegangen sind!?

    Den "Asch R4" erwähnt Müller ja auch. Daher gehe ich davon aus, dass es ihn wirklich gibt. In diesem Forum hätte ich doch erwartet, dass jemand einen Brief mit diesem Stempel vorzeigen kann... Iss aber nich. Schade.

    LG, Gerald

    Hallo Martin,

    ein Traum, den du da an Land gezogen hast! Herzliche Gratulation!

    Ich kann Dieters Vermutung bestätigen: Es ist der Postdirektionsstempel aus Rom, der oft als Ankunftsstempel für Auslandsbriefe verwendet wurde.

    Viel Freude mit diesem Ungarn-Juwel

    Gerald

    Lieber Ralph,

    Naja... persönliche Portobefreiung genoss eigentlich nur der Hof. Was wir allgemein unter "portofrei" beschreiben, ist meistens nicht richtig. Wir finden auf dem konkreten Brief keinen Portovermerk, weil die Gebühren pauschal bezahlt wurden. Das konnte monatlich, vierteljährlich oder jährlich geschehen. Aber auch das wurde auf dem Brief vermerkt (meist mit dem "P"), damit der Empfänger keine Zutax zahlen musste.

    Was diesen Brief betrifft, so vermute ich, dass die Recogebühr in Österreich bar bezahlt wurde und der Postmeister dies nicht notierte. Wahrscheinlich dachte er, für´s Ausland reicht es, wenn der Reco-Stempel drauf ist. Besonders rätselhaft ist für mich die neapolitanische Gebührenstaffelung. Sie findet sich auch in keiner mir vorliegenden Gebührenliste...

    Schönen Sonntag, Gerald

    Lieber Ralph,

    nein, portofrei war er sicher nicht - dafür fehlt jede Angabe (exoffo oder so). Ich dachte auch schon an einen bar frankierten Recobrief. Also einen Brief, bei dem die Postgebühr bar bezahlt wurde, nur die Recomarke wurde geklebt. Aber bei denen ist erstens die Recomarke normalerweise rückwärts und dann steht noch die bezahlte Gebühr hinten drauf...

    Ein Rätsel :-)

    Gerald

    Liebe Freunde,

    hier einer der nicht so häufigen Reco-Briefe von Lombardei-Venetien nach Neapel. Aber einer, der mir viele Rätsel aufgibt. Es klebt nur eine 30 Cent.-Marke drauf, die bis zur Grenze ausreicht. Aber in Österreich musste die Recommandation vom Absender bezahlt werden, d.h. es fehlt die zweite 30 Cent. Aber der Reco-Stempel wurde in Venedig anstandslos gestempelt.

    Rückseits befindet sich sonst kein Vermerk auf etwa bezahlte 6 Kr oder 30 Cent.

    Der Kirchenstaat rechnet m.E. 8 Baj für den Transit im ÖIPV und 5 Baj Reco = 13 Baj.

    In Neapel werden 36 Grana kassiert - mit einem sehr schönen Zahlenbaum rückseits:

    13+3= 16+20=36 ????

    Die 16 könnten ja den 13 Baj entsprechen (aber warum 13+3?) und was sind die 20?

    Bitte um eure Mithilfe!

    Danke und liebe Grüße

    Gerald

    Hallo Theo, hallo Ralph,

    leider ist es auch schon in Österreich vorgekommen, dass Briefe bei Auktionen beschlagnahmt wurden. Dies geschieht immer öfter und man muss sich fragen, wie die Rechtsgrundlagen wirklich aussehen. Denn offenbar genügt es für staatliche Stellen, die Briefe einfach als gestohlen zu bezeichnen - die Beweislast liegt beim aktuellen Besitzer. Meines Wissens gibt es solche Fälle nun auch schon in Deutschland...

    Totzdem schönen Abend, Gerald