St. Gallen

  • Hier möchte ich ab und zu Briefe zeigen die von St.Gallen auf die Reise gingen oder durch St. Gallen liefen.

    Es wird zwischendurch sicherlich auch einmal etwas noch nicht katalogisiertes, abstraktes oder sonst was nicht alltägliches dabei sein.

    Als erstes möchte ich hier aber einmal mit einer Frage beginnen.


    Wer kennt diesen Stempel?

    Wann wurde er verwendet?

    Warum hat man diesen Stempel in Auftrag gegeben?

    Wer hat dies veranlasst?

    In welcher Zeitspanne wurde er verwendet?

    Wie lange war er in Gebrauch?

    Wo findet man diesen Stempel?


    Gerne nehme ich jede Antwort jeden Vorschlag entgegen.

    Bin gespannt auf das Wissen dieses Forums.


  • Richtig!

    Die St. Galler Initialraute Abstempelungswerk Gruppe 64A Nummer 1096

    Weiss irgendjemand irgendetwas genaueres über diesen Stempel?

    Bin über jede Information dankbar die ich noch nicht kenne.

  • ...wenn daraus bereits die Basisinformationen vorliegen, sollte man vielleicht einmal eine ARGE oder einen Prüfer die Frage über weitere Details stellen

    Einmal editiert, zuletzt von Pälzer ()

  • Hier möchte ich euch einen Brief präsentieren, vorerst ohne viel darüber zu sagen.

    Brief von St. Gallen nach Schottikon. Datiert 26. Dezember 1851


  • Das ist eine angebrachte Frage. Habe keine zufriedenstellend Antwort darauf.

    Lassen wir es mal dabei, der Brief wurde frankiert.........

    Dieser Brief wurde geprüft von Georg Bühler. Also sollte er echt sein.

    Trotzdem ergeben sich fragen wenn man den Brief genauer betrachtet.

  • ... Bühler war sehr gut, was Sachsen anging - ich kann nicht beurteilen, wie gut er bei Altschweiz war, aber bei Altbayern war er nicht der Beste. Vlt. solltest du das gute Stück mal aktuell nachprüfen lassen? Muss ja nicht bei Herrn Eichele sein ... ^^

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Also, diesen Brief wollte ich kaufen. Leider hat ein deutscher Kollege versagt der für mich bieten sollte. Aber egal.

    Zur Info. Vom 25. Dezember bis 31. Dezember war in der Schweiz die sogenannte Markenlose Zeit.

    In dieser Zeit Belege zu finden die frankiert sind ist ausserordentlich selten. Solche Belege gehören zu den ganz grossen Altschweiz Raritäten.
    weiter ist auf der Marke kein St. Galler P.P. Postkreis lX zu finden sondern eines vom Postkreis Zürich.

    Spätestens jetzt beginnt man zu zweifeln.

    Wiederum interessant aber ist, dass bei genauem Betrachten der Marke rote Tinte auf der Marke auszumachen ist. Vor allem rechts unten.

    Es könnte also sein das der Brief zu allen schon genannten Topseltenheiten auch noch eine Tintenentwertung von St. Gallen trägt, die kaum zu finden ist. Da man diese aber nur sehr schwach sieht hat der Postbeamte Von Schottikon einfach ein Zürcher P.P. auf die Marke platziert, um sicher zu gehen das die Marke entwertet ist.


    Fragen über Fragen oder besser Vermutung über Vermutung.

    Einmal editiert, zuletzt von St.G ()

  • Ihr habt doch fähige Prüfer für Altschweiz - warum nicht dort mal nachfragen, ob es da eine kompetente Meinung zu dem Brief gibt?

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Haben wir sofern es nicht Eichele sein muss

    Denn dort bekommst du alles, ist wohl immer nur eine Geldfrage habe ich das Gefühl.

    So oder so meinte ich ein sehr interessantes Brieflein......

  • Ist denn sicher, dass Brief und Briefmarke zusammengehören?

    Geprüft Bühler mit Attest?


    Gruß

    Michael

    Mitglied im DASV - Internationale Vereinigung für Postgeschichte

  • Hallo Michael


    Das ist eben die gute Frage? Hätte ich den Brief in die Finger gekriegt wüsste man dies jetzt.

    So aber bleiben etliche Zweifel.

    Entweder der Brief ist ein Top Kracher für den, der ihn erwischte oder aber eine gut gemachte Fälschung die nur der Kenner entlarven kann.

    Irgendwann wird dieser Brief wieder auftauchen und dann wissen wir mehr. So jedenfalls sind die Sammler gewarnt und vorsichtig.

  • Hallo


    Einfach einmal ein nettes Briefchen zeigen das mir gefällt und auch sein Plätzchen bei mir gefunden hat.


    Brief von St. Gallen vom 22. April 1872 nach Dornbirn Österreich. Weit in der Zeit wo es Briefmarken gab.

    Taxiert mit einer blauen 10 und einem RL Stempel (Rayon Limitrophe)

    Rückseite Ankunftsstempel Dornbirn 23/4



  • Hallo José,


    nett! Die Post in St. G. hat gleich mit 10 Neukreuzern taxiert. Jetzt wäre es schön, aus dieser Korrespondenz einen gegenläufigen Brief zeigen zu können ...

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Hallo Ralph


    Jetzt ist die Frage ,,waren es Neukreuzer =20 Rappen,, oder 10 Rappen und der Postangestellte hat was verschlafen? Da Grenzrayon = 10 Rappen frankiert oder 20 Rappen unfrankiert.

    Dies ist wohl nie zweifelsfrei zu klären oder?

    So oder so, einen solchen Brief habe ich so noch nicht in meiner Sammlung. (Hatte :-))

  • Lieber St. Gallen,

    das ist jetzt ein Brief, den ich vor vielen Jahren schon einmal gezeigt habe und der auch in einem anderen Thread sein könnte. Aber ich hoffe, dass ich vielleicht von einem Kenner der lokalen Post eine plausible Lösung für dieses verzwickte Rätsel erhalte:

    Der Brief ging 1833 von Feldkirch/Vorarlberg nach Guebwiller/Frankreich. Er wurde in Feldkirch ganz normal mit dem Ovalstempel abgefertigt. Der übliche Weg wäre über Bregenz und Hüningen gewesen. Nicht so dieser: Er lief offensichtlich via St. Gallen. Nicht nur das: Der Feldkirch-Stempel wurde mit dem St. Gallener Routenstempel sogar überstempelt - ganz ähnlich wie die Verona- und Mailand-Überstempelungen!

    Dann lief er den normalen Weg eines Schweizer Briefes nach Frankreich über Zürich und Belfort. Der LZ 12 Kr, 5 Dec. Auslandsgebühr + 2 Dec. Inland ergaben 7 Dec und 1 Dec. Service rural kamen dazu. Die Einsparung gegenüber einem österreichischen Brief betrug für den Absender vielleicht 4 Kr und für den Empfänger 2 Dec. Das ist für so einen de facto Postbetrug reichlich wenig. Postbeamte wurden schon für weniger suspendiert. Die Initiative dazu müsste nämlich ein Duett zwischen dem Feldkircher und dem St. Gallener Postmeister sein. Wie sonst käme so etwas zustande? Kein Privater hatte Einfluss auf die Instradierung.

    Insgesamt kenne ich drei Briefe - alle aus 1833 -, die so versandt wurden. Gibt es eventuell mehr?

    Danke und liebe Grüße, Gerald

  • So auf die Schnelle....

    Sowas hab ich auch noch nicht gesehen....


    Gibt es die Möglichkeit, dass der normale Leitweg aus irgendeinem Grund nicht zu Verfügung stand?

    Krieg, Unwetter, Sperrung wegen Differenzen etc.

  • Es gibt ein relativ neues Buch über die Routen-Stempel

    Den Verfasser weiss ich jetzt nicht gleich

    Der könnte vielleicht helfen