Beiträge von Michael

    Liebe Freunde,


    der folgende Brief an Das Königliche Hochlöbliche Württembergische Oberamts Gericht in Calw in Württemberg von 1852 besticht nicht durch seine Optik, zeigt aber schön den Leitweg auf.

    Die Aufgabe erfolgte in Płock an der Weichsel (K2 und FRANCO-Stpl., beide in rot vs.), von dort ging es zum polnischen Grenzpostamt in Słupce (roter K2 rs). Dieses hatte einen direkten Kartenschluß mit Berlin (schwarzer L2 rs. und AUS RUSSLAND FRANCO vs.), was erklärt, dass der Brief keinen preußischen Bahnpoststempel einer südöstlichen Bahnstrecke aufweist. Statt dessen wurde dann BERLIN-LEIPZIG (rs) gestempelt. Nach dem geschlossenen Transit durch Sachsen erhielt der Brief den nächsten Stempel bei der Umkartierung in Bayern mit BAHNP. HOF-NÜRNBERG (rs). Am Zielort Calw in Württemberg kam dann noch der blaue Ankunftsstpl. rs. dazu.

    Der Absender hatte 20 Kop. Franko + 2 Kop. für einen Einlieferungsschein bezahlt (vs. links unten), die polnische Post notierte dann auch direkt daneben f und rückseitig 3 (Weiterfranko an Preußen 3 Sgr.). In Berlin wurde dieses Weiterfranko nach Kontrolle rückseitig in blau wiederholt und vorderseitig, ebenfalls mit blauer Tinte, mit f der Franco-Status noch mal für die folgenden Postbehörden bestätigt.



    Viele Grüße

    Michael

    Hallo Bernd,


    in Braunschweig wurden Paketzettel für normale Pakete ohne Wertdeklaration zum 1.5.1856 eingeführt.

    Paketbegleitbriefe oder allgemein Fahrpostbriefe sind häufig kein teures Sammelgebiet, da die Barfrankatur weit verbreitet war und markenlose Belege in der Regel weit günstiger als markenfrankierte sind. Wer sich für solche Belege erwärmen kann, hat ein weites und interessantes Sammelgebiet.

    Solche Paketbegleitbriefe wie deiner kosten i.d.R. einen niedrigen bis max. mittleren 2-stelligen Betrag, Ausnahmen wären besondere Stempel, seltene Destinationen o.ä.


    Viele Grüße

    Michael

    Liebe Freunde,


    an eine Briefannahme einen Haltepunkt vor Bromberg glaube ich nicht, da dann 2 Fehler passiert wären: Es hätte nicht "Bromberg Bhf." sondern der Haltepunkt notiert und ein Kursstempel abgeschlagen werden müssen.


    Jürgens Beschreibung ist sicherlich richtig und so kenne ich es auch von vergleichbaren Beispielen. Von Berlin gibt es ähnliche Briefe. So wurde manchmal anscheinend die ganze Firmen-Korrespendenz an einem Bahnhof abgegeben, incl. Ortsbriefen sowie Briefen, die erst zu einem anderen Berliner Bahnhof transportiert werden mussten.

    In aller Regel wurde bei diesen Briefen, wie auch bei dem Löbau-Brief, ein Ortsstempel benutzt. Dies wurde bei dem obigen Bromberg-Brief versäumt und da kein handschriftliches Datum notiert oder ein Kursstempel benutzt wurde, fehlt hier die Dokumentation des Aufgabezeitpunkts.


    Viele Grüße

    Michael

    Liebe Freunde,

    hier ein Brief (Drucksache) von 1891 aus London nach Kronstadt, der auf einer Insel mit Festungsanlagen vorgelagerte Hafen von St. Petersburg, an das Kaiser(liche) Kriegsm(arine) Hosp(ital).

    Zur Zensur wurde der Brief nach St. Petersburg gebracht.



    Viel Grüße

    Michael

    Liebe Freunde,


    hier wieder ein eigenartiger Ortsbrief.

    Der Brief wurde frankiert in den Briefkasten des Bromberger Bahnhofs eingeworfen. Dies notierte man auch neben der Marke, die ebenfalls mit Tinte insgeamt 9x durchgestrichen wurde.

    Der Adressat Justiz-Rath Peterson wohnte allerdings in Bromberg, so dass der Brief keinen Zug von innen gesehen hat (sehen sollte). Rückseitig findet sich noch ein Ausgabestempel.



    Viele Grüße

    Michael

    Lieber Erwin,


    ob das Tinte vom Stempel oder von der Beschriftung ist, erschließt sich mir am Scan nicht.
    Wie gesagt, es kann auch eine oben oder unten knapp geschnittene Marke gewesen sein, die Breite passt gut (unterstellt, die Marke wurde quer aufgeklebt).


    Viele Grüße

    Michael

    Lieber Erwin,


    1. Anbei 1 Paquet mit R(eichstalern) 300 Courant sign HLM
    2. -

    3. links fehlt der äußere Ring, so dass durchaus eine ganze Marke, vielleicht knapp geschnitten, dahin passte, vgl. z.B. die 3 Sgr.-Marke.


    Viele Grüße

    Michael

    Lieber Erwin,


    die Stelle meinte ich und daraus ergibt sich, dass dein Beleg eine Contra ist.
    Der vorausgegangene Text im Krauß-Handbuch zeigt aber auch die Unsicherheiten beim Umgang mit GAAs auf. Mangels weiterer Stellen, in denen die Handhabung von GAAs beschrieben wird, bleibt meiner Meinung nach manches unscharf. So zum Beispiel, ob die in dieser Instruktion beschriebene Vorgehensweise neu war (und galt ab wann in 1854?) oder ob dies vielleicht schon früher festgelegt worden war.


    Viele Grüße

    Michael

    Hallo Bernd,


    der blaue Aufgabestempel von Braunschweig müsste einen Durchmesser von 25 mm haben. Im Bade gibt es hiervon 2 Ausführungen: mit geteiltem Trennstrich im Innenkreis und mit durchgehendem Trennstrich. Für den erstgenannten wird eine Verwendungszeit 1846-1867 angegeben, wobei evtl. Nachverwendungen hier nicht angegeben werden. Im Feuser-Katalog der Nachverwendungen wird nur der Stempel mit durchgehendem Trennstrich gelistet.

    Auf dem Brief vermisse ich den Klebezettel, gibt es da noch Spuren?


    Der rückseitige Stempel G stammt von der Braunschweiger Packkammer und wurde bei Bruns bis 1864 registriert.


    Die vorderseitige Bleistiftnotiz 6 1/2 - 7 A wiederholt die Uhrzeitangabe aus dem Aufgabestempel.


    Viele Grüße

    Michael

    Der BdPh plant wieder einen Marktplatz der Philatelie für den 19.11.2022, siehe Meldung in der philatelie vom Mai, S. 29

    Die Erstauflage im vergangenen Jahr war ein voller Erfolg und es ist zu hoffen, dass sich dies wiederholt.

    Auch dieses mal können sich Argen und Sammlergemeinschaften bei Eric Scherer melden, um ihr Sammelgebiet vorzustellen.


    Eigentlich ein ideales Feld für Argen, um sich selber und das Sammelgebiet einem breiten Publikum vorzustellen.

    Bin mal gespannt, welche Arge diese Chance nutzt ...


    Viele Grüße

    Michael

    Der DASV setzt die Vortragsreihe Tag der Postgeschichte fort! Erneut sind es 3 Vorträge aus verschiedensten Bereichen der Postgeschichte, Zwei der Referenten sind Mitglied hier im Forum.


    Hier der Link mit allen Informationen.


    Viele Grüße

    Michael