Beiträge von Michael

    Lieber Franz,


    ein sehr schöner Forwarderbrief, mit dem Absendeort Astrachan schon was besonderes.

    Der Forwarder Hausner & Violland war ein großes Handelshaus mit Niederlassungen in Russland, was die hohe Anzahl dieser Briefe erklärt.

    Schön auch, dass der Inhalt (vollständig?) erhalten ist.

    Gefällt mir.


    Viele Grüße

    Michael

    Liebe Freunde,


    hier ein Portobrief aus Coeln nach Mittenwald von 1845. Gemäß Auslagestempel lief der Brief nach Würzburg, dort wurden die notierten 2 1/2 Sgr. mit 9 Kr. in Auslage genommen. Dazu kamen 12 Kr. für Bayern, in Summe 21 Kr. Diese wurden oben links notiert, aber dann doppelt gestrichen.

    Kann mir das jemand erklären?

    Laut PV von 1834 hätte Post aus Coeln (mit Vermittlung durch Taxis) über Aschaffenburg laufen müssen, warum Würzburg?



    Viele Grüße

    Michael

    Lieber Erwin,


    hattest Du nicht schon mal einen Brief nach Köln, der höher als erwartet taxiert war?

    Solche Belege kommen bei mir in ein Kistchen "unter Beobachtung". Dann suche ich immer mal wieder vergleichbare Belege, um eine These zu stützen bzw. zu widerlegen. Wenn Du weitere Briefe Köln-Harsewinkel vv. findest, klärt isch so etwas.

    Heute ist bei Googlemaps der Mittelpunkt von Köln direkt am linken Rheinufer. Damals gehörten die rechtsrheinischen Teile (Deutz) noch nicht zur Stadt, evtl. hat man da anders gerechnet.


    Viele Grüße

    Michael

    Meistens vereinbarte Frankreich eine Vergütung von xx Franc je einem Gewicht an Briefen, z.B. je 30 Gramm. Dabei war es dann egal, ob ein einzelner Brief 5 oder 50 Gramm wog. Bezahlt wurde das Gewicht der Briefpakete, die als Transit ohne weitere Bearbeitung durchgeleitet wurden.

    Die französische Post hat da sehr früh rationell gearbeitet.


    Wenn man diese Vergütung kennt, kann man zurückrechnen, wie schwer ein Brief ungefähr war, für den 5 Dec. Transitgebühr veranschlagt wurden.


    Viele Grüße

    Michael

    Hallo José,


    nein, es geht darum, was Frankreich an Transitgebühr für Briefe aus der Schweiz nach Spanien bekam. Das steht entweder im Vertrag Schweiz-Frankreich oder im Vertrag Schweiz-Spanien.

    Vermutlich war es eine Angabe x Franc je xx Gramm Briefgewicht.


    Viele Grüße

    Michael

    Hallo José,


    ich meinte den schwarzen Stempel "5" links oben (meiner Meinung nach ist es ein Stempel und keine handschriftliche Notierung).

    Wenn alles in Ordnung gewesen wäre, hätte Frankreich hier vielleicht ein Gewicht notiert, aber keine Taxe. Wie gesagt, kenne ich diesen Stempel nur als Taxstempel und nicht als Kennzeichnung einer Gewichtsstufe.


    Viele Grüße

    Michael

    Dann wäre interessant, wieviel Frankreich an Transitvergütung je ? Gramm zustand.

    Diesen französischen Stempel kenne ich nicht für Gewichtsangaben, sondern nur als Taxstempel. (Meine Kenntnisse beziehen sich allerdings nur auf die Zeit bis 1867)


    Viele Grüße

    Michael

    Den oder die zugrunde liegenden Postverträge kenne ich nicht - kannst Du diese angeben?

    Aber davon unabhängig: Wenn der Brief PD-gestempelt ist - und gemäß deiner Aussage war eine Vollfrankatur bis zum Zielort in Spanien möglich - ändern auf dem Postweg abgefallene oder entfernte Freimarken nichts daran und der Brief hätte als voll frankierter Brief so zugestellt werden müssen.

    Bei einer Unterfrankatur hätte ein entsprechender Stempel abgeschlagen werden müssen, von dem ich auch keine Reste erkennen kann und kein PD-Stempel verwendet werden dürfen.


    Die Briefmarken könnten auch durch Regen oder sonstige Nässe abgelöst worden sein, was die Erklärung des Briefes nicht beeinflusst. Meine Bemerkung bezog sich auf deinen Text Wahrscheinlich durch einen Postangestellten , den ich relativieren wollte, da ein Markendiebstahl während des Postlaufs doch sehr ungewöhnlich wäre.


    Der Hergang wird sich wohl nicht mehr aufklären lassen.


    Viele Grüße

    Michael

    Hallo José,

    die 12 Reales können durchaus das spanische Porto für einen schweren Brief darstellen. An einen Markendiebstahl durch einen französischen Postler mag ich nicht so ganz glauben.


    Viele Grüße

    Michael

    Hallo Enrico,

    Briefe nach außerhalb Berlins wurden an das Stadtpostamt übergeben. Also zunächst rückseitig der Stempel der Briefsammlung, dann vorderseitig das Stadtpostamt bei der Weiterleitung.


    Viele Grüße

    Michael

    Liebe Freunde,


    das "B" in dem Stempel steht gemäß Bruns: Aachener Postgeschichte im Spiegel der Poststempel für Bahnhof. Eine Primärquelle dazu ist nicht angegeben.


    Viele Grüße

    Michael

    Liebe Freunde,


    hier ein Briefpärchen aus gleicher Korrespondenz Creuznach - Rennerod (Nassau, T&T-Post) und beide aus 1857.

    Mit 2 Sgr. korrekt frankiert und mit 1 Sgr. durchgerutscht.



    Viele Grüße

    Michael

    Liebe Freunde,


    hier ein Brief von 1858 aus dem hessischen Worms in das preußische Sulzbach bei Saarbrücken. Dabei lief der Brief im geschlossenen Transit durch die Bayerische Pfalz. Briefaufgabe und Zustellung erfolgte am selben Tag, möglich geworden durch eine durchgehende Bahnverbindung.

    Ende 1853 bekam Worms Anschluss an die Pfälzische Ludwigsbahn. Diese hatte ihrerseits seit 1852 eine Verlängerung ab dem bayerischen Grenzort Bexbach in das preußische Gebiet mit Neunkirchen, Sulzbach und Saarbrücken.

    Interessant ist hier der rückseitige preußische Stempel SAARBRUECK / BAHNHOF. / 11 3 * III R

    Die beiden ersten Zeilen lassen an einen üblichen Bahnhofsstempel denken, während die 3. Zeile typisch für einen Kursstempel ist - nur fehlt hier hier die Angabe des bedienten Kurses. Die Bahnstrecke über Saarbrücken weiter nach Merzig wurde erst im Dezember 1858 in Betrieb genommen. Münzberg kannte bei der Erstellung seines 8-bändigen Werkes zu den Preußischen Postanstalten-Poststempeln anscheinend nur einen Brief mit diesem Stempel, der von Trier über Merzig nach Zweibrücken lief und den Einsatz "T" zeigt (für Tour, bei dem hier gezeigten Stempel "R" für Retour).


    Es ist also noch etwas unklar, ob dieser Stempel nun stationär im Saarbrücker Bahnhof oder ambulant im Zug verwendet wurde. Weiß jemand, ab wann auf dieser Strecke Bahnpostbeamte mitfuhren?


    NB: hier hat preussen_fan eine Stelle im Marbach (Die Preußischen Aufgabe- und Nummernstempel) gezeigt, in der auch dieser exotische Stempel Erwähnung findet.



    Viele Grüße

    Michael

    Hallo Enrico,

    zumindest in Preußen waren die Postämter Sonntags geöffnet, wenn auch mit reduzierten Öffnungszeiten. Schließlich sollten auch die Postler Zeit für die Teilnahme am Gottesdienst haben.


    Viele Grüße

    Michael