Beiträge von Michael

    Lieber Ralph,


    damit hast Du sicherlich recht. Bin nur der Meinung, dass die preußische Post in diesen Dingen sehr kulant vorging - heute würde man das Service am Kunden nennen. Ich habe hier auch mal einen unterfrankierten Schweiz-Brief gezeigt, bei dem die fehlenden Marken hinzugefügt wurden. Dafür musste dann auch ein Franko-Defekt zurück zum Absender geschickt werden. Hätte man auch einfach so weiter schicken und den Empfänger dann das volle Porto zahlen lassen können.


    Gruß

    Michael

    Lieber Erwin,


    der NDP-Brief ist ungewöhnlich, da der falsche Stempel noch mal extra rot markiert wurde. Sieht man selten. Den Aufgabestempel habe ich im KBHW nicht gefunden ...

    Die Marke hat einen sehr schönen Farbkontrast.


    Gruß

    Michael

    Lieber Erwin,


    merkst du was? 8o


    Die Argumentation war, dass unterfrankierte Briefe viel Arbeit machten und das ließ man sich teuer bezahlen.

    Lieber Ralph,


    kann man meiner Meinung nach so nicht stehen lassen. Auch innerhalb Preußens war eine Teilfrankierung nicht erlaubt und wurde immer akzeptiert. Der Mehraufwand war hier teilweise noch höher: wenn der Empfänger nicht zahlen wollte, Rückgabe des teil-/unterfrankierten Umschlags, Rücksendung an die Ausgabepost und dort dann den fehlenden Betrag einziehen.

    Wobei ich mich frage, wie das revisionsfest in den Briefkarten eingetragen wurde? :/


    Gruß

    Michael

    Lieber Erwin,


    richtig, die 3 Sgr. für die Freimarke hat der Absender der preußischen Post geschenkt.

    Was sollte die Post machen? Hätte sie den Brief als franko angenommen, wären die 3 Sgr. nach Russland geflossen und die preußische Post hätte nichts bekommen für ihre Dienstleistung. Anscheinend akzeptierte die russische Post kein Teilfranko.

    Richtung Polen sah es wieder anders aus. Bis zum Beginn der 1860er Jahre war die polnische Post relativ unabhängig - der Zar war in Personalunion Staatsoberhaupt und in den wichtigen Sesseln saßen Russen, aber das tägliche Geschäft interessierte weiter oben nicht so - und zwischen Preußen und Polen gibt es einige Beispiele für solche Teilfrankobriefe, die unbeanstandet blieben obwohl es ebenfalls nicht vorgesehen war. Es galt der gleiche Postvertrag wie mit Russland!


    Gruß

    Michael

    Hallo zusammen,


    Mecklenburg hatte ein eigenes Postamt in Hamburg, das für den Postverkehr mit M.-Schwerin und M.-Strelitz zuständig war. Preußen sehe ich da eigentlich nicht mit im Boot, ausser als stillen Transitleister.


    Gruß

    Michael

    Habe ich zu kurz formuliert (von unterwegs): 3 Sgr. preußisches Porto/Franko (s.o.) + 3 Sgr. russisches Porto/Franko = 6 Sgr. / 20 Kop.

    4 Sgr. Franko gab es erst ab 1866

    Mit letzter Jahreszahl 5 meinte ich 1865.


    Gruß

    Michael

    Lieber Erwin,


    in dem rückseitigen Stempel meine ich als letzte Jahreszahl eine "5" auszumachen. Dann gehört der Brief zu dem Postvertrag von 1852 und ein Brief kostete porto wie franko 3 Sgr. auf preußischer Seite.


    Gruß

    Michael

    Lieber Erwin,


    der Brief lief voll als Portobrief, die verklebten 3 Sgr. wurden nicht anerkannt. Preußen notierte vorderseitig seine 3 Sgr. Portoforderung (entsprachen 10 Silberkopeken), rückseitig wurde das Gesamtporto von 20 Kopeken für den Empfänger notiert.


    Gruß

    Michael

    Lieber Erwin,


    zeigt denn die Rückseite nichts?
    Die von Ralph beschriebene Vorgehensweise war vertragskonform, man findet aber auch Gegenbeispiele, in denen solche teilfrankierten Briefe anerkannt wurden, insbesondere nach Polen. Wenn das Teilfranko nicht anerkannt wurde, ist dieser Brief eindeutig in der falschen Sammlung! ^^


    Gruß

    Michael

    Marias Attest ist sehr gut - nur ein kleiner Fehler: Es muss E.P. für Ergänzungs - Porto heißen, nichts anderes und Unikat trifft es wohl am besten. :thumbup::thumbup::thumbup:

    Wurde während der Auktion entsprechend drauf hingewiesen, dass es EP (und nicht CP) heisst.

    Der Brief hätte in verschiedene Sammlungen gut gepasst. :)

    Wobei dieser Zuschlag zwar hoch war, aber manche anderen während der Auktion liessen die Augenbrauen doch noch ein Stückchen höher wandern. 8|


    Gruß

    Michael

    Lieber Erwin,


    das ist der bekannte Einkreisstempel von Reval. Katalogabbildung habe ich nicht dazu, aber wahrscheinlich einen Brief damit, muss ich nur raussuchen.


    Gruß

    Michael

    Nachtrag: die Marke bekomme ich wohl runter, ohne den Brief zu zerstören. So bleibt zumindest ein ordentlicher Portobrief GB-Russland.

    Und wieder mit der Nase drauf gestossen, mehr Sorgfalt vor dem Kauf walten zu lassen ...


    Gibt es im Netz eine Aufstellung dieser britischen Nummernstempel? (damit mir das nicht nochmal passiert)


    Gruß

    Michael