Infla Freimarken Posthornserie

    • Offizieller Beitrag

    Liebe Sammlerfreunde,


    dann oute ich mich mal: Etwas Infla (Freimarkenserien 1921) gehört auch zu meinen Sammelgebieten. :rolleyes:


    Daher möchte ich folgenden Beleg vorstellen:
    Ein Auslandsbrief vom 21.7.1922 aus Berlin nach Riga (Russland), postlagernd. Ankunftsstempel von Riga 24.VII.22.
    In der Tarifperiode 8 (1.7.1922-30.9.1922) kostete ein einfacher Auslandsbrief 6 Mark. Dieser Brief hier ist mit den Mi.-Nr. 193 (4 Mark) und 224 (2 Mark) korrekt frankiert.
    Da der Brief nicht abgeholt wurde, lief er retour. Ohne Absenderangabe konnte er in Berlin nicht zugestellt werden, deshalb wurde er amtlicherseits geöffnet, sh. rückseitiges Siegel der Oberpostdirektion Berlin. Die ermittelte Adresse wurde rot vorderseitig notiert Natalie D_ _ _ _ - es befriedigt mich, dass auch die erfahrenen Berliner Postbeamten nicht jede Schrift entziffern konnten :D


    ich weiß nun nicht, wie lange die Lagerfrist für poste restante-Briefe zu dieser Zeit war, aber als er zurückgesandt wurde, hätte der gleiche Brief mittlerweile wohl 20 Mark (3 Monate später) gekostet.


    Viele Grüße
    Michael

    • Offizieller Beitrag

    Hallo Nils,


    wenn ich mal einen Beleg von Vilsbiburg nach Norwegen finde, zeige ich ihn hier. ;)


    Da im Nachbarthema zu den Gemeinschaftsausgaben gerade ein Beleg mit dem Pfiffig-Umschlagsparer gezeigt wurde (Link) hier ein Beispiel für die Adresskappe Pfiffikus aus dem Jahr 1923:



    Unter der Kappe kann man noch erkennen, dass der Original-Umschlag nach Mülheim a.d. Ruhr gesandt wurde, die Frankatur befindet sich auch noch auf dem Umschlag, kann aber ohne Zerstörung der Adreßkappe nicht gezeigt werden.
    Der Brief ist mit 1000 Mark für einen Fernbrief bis 20 gr. in der Portoperiode 15 (1.8.23 - 23.8.23) korrekt frankiert.


    Viele Grüße
    Michael

    • Offizieller Beitrag

    Liebe Freunde,


    anbei ein einfacher Fernbrief vom 13. Oktober 1922 aus Fürth nach Reichenbach i.Vogtland.



    In der Portoperiode 9 (1.10.-14.11.1922) kostete ein Fernbrief bis 20 Gr. 6 Mark.
    Frankiert wurde dieser Brief mit zwei 3 Mark-Werten der Posthornserie. Einmal die Mi.-Nr. 172 mit andersfarbigem Unterdruck und 1x mit der Mi.-Nr. 225 ohne Unterdruck.
    Derartige reine Mischfrankaturen - also nur Marken der unterschiedlichen Posthornserien, ohne beigeklebte Freimarken anderer Ausgaben - muss man etwas suchen, sind aber auch reizvoll.


    Viele Grüße
    Michael

  • Hallo zusammen,
    Erstmal noch ein Frohes Restosterfest.
    Da die Inflazeit nach Berlin an zweiter Stelle bei mir steht, habe ich einen netten Posthornbrief zum zeigen.
    ich will auch nicht mit Portostufen nerven, der ist mit 100 M richtig frankiert. Da hat sich jemand richtig Mühe
    gemacht diese Summe mit kleinen Werten zusammen zu kriegen.


    Magdeburger
    Bei Deiner Karte müßten eigentlich 120 M drauf sein. Ist aber kein Einzelfall, kommt in der Inflazeit öfter mal vor.



    • Offizieller Beitrag

    Liebe Freunde,


    weiter oben habe ich einen Brief mit der Pfiffikus-Adreßkappe gezeigt. Eine andere Möglichkeit, Papier zu sparen, war den Umschlag zu wenden und neu zuzukleben.
    So hier geschehen:

    Am 23.11.1923 in Gautzsch (heute Markkleeberg, Landkreis Leipzig) aufgegeben und an den Hauptwachmeister Schüller in Grimma, Sachsen adressiert.
    Der Brief kostete zu dieser Zeit (15.11.-15.12.1922) 12 Mark.


    Der Adressat Schüller trennte den Umschlag an den Seiten auf, wendete ihn und benutzte ihn dann ein Viertel Jahr später für eine Briefsendung nach Dresden:

    Aufgegeben am 22.2.1923 kostete ein einfacher Fernbrief nunmehr 50 Mark.
    Leider fehlt der Marke eine Ecke, aber der Aussagekraft des Stückes schadet das meiner Meinung nach nur wenig.


    Viele Grüße
    Michael

  • Hallo Gernesammler,


    herzlichen Glückwunsch zu der Auslandskarte. Die Beschreibung sollte aber überarbeitet werden. Es handelt sich um eine Karte in die Tschechoslowakei, für die ein Sonderporto galt. Hierfür waren für einfache Postkarten nur 140 Mark fällig und daher nicht unterfrankiert. Diese ermäßigte Gebühr galt übrigens auch für Ungarn. Bei dieser Gelegenheit könntest Du die Währungsbezeichnung in Mark abändern. Die Reichsmarkwährung galt erst 1924. Schöne Auslandskarte mit ermäßigter Gebühr.


    Gruß
    Postarchiv

    Wo nichts mehr zu enträtseln bleibt, hört unser Anteil auf.


    Ernst Freiherr von Feuchtersleben

  • hallo Postarchiv


    danke für die neue und bessere Beschreibung zu meiner Karte, ich werde es natürlich ändern, doch ich dachte das die bisher das die Tschechoslowakei zum normalen Ausland gehörte.
    Wieder was dazu gelernt.


    Gruß der Gernesammler

    • Offizieller Beitrag

    Liebe Freunde,


    die Posthörner kann man auch so sammeln:



    Die 5 Mark Posthorn-Marke zweifarbig dunkelorange/mittelorangegelb erschien am 3. Juni 1922


    Alle drei Briefe wurden als Drucksachen versandt. Die mit 5 Mark einfach frankierte wurde am 6.1.1923 verschickt. Die mit 10 Mark frankierte am 30.1.1923. Die mit 20 Mark frankierte am 13.3.1923. Mit der nächsten Portoerhöhung auf dann 60 Mark für eine Drucksache hätte man 12 Stück verkleben müssen. Das ist mir leider noch nicht untergekommen, wer eine hat, kann mir gerne Bescheid sagen. :)


    Gruß
    Michael

  • Liebe Freunde,


    wenn Michael schon so schön mit der 5-Mark-Marke vorlegt, lege ich noch eine nach:



    Drucksache bis 25 g aus Dorfen, innerorts versandt (15.12.1922—14.1.1923)



    Ansonsten gibt es in meiner Heimatsammlung gar nicht so viele "reinrassige" Posthorn-Frankaturen.



    Einzelfrankatur mit 3 M aus Erding zum Inlandstarif (galt auch nach Österreich) bis 20 g. (1.7.—30.9.1922)



    Pärchenfrankatur der 3 M aus Erding im Fernverkehr Inland bis 20 g. (1.10.—14.11.1922)


    Viele Grüße aus Erding!

    Viele Grüße aus Erding!


    Achter Kontich wonen er ook mensen!

  • Liebe Freunde,


    um auch hier mal wieder was zu zeigen:

    Ein Wertbrief über 5.320 Mark aus Berlin nach Kötzschenbroda-Niederlössnitz aus der Portoperiode 7 (1.1.-30.6.1922).

    Frankiert mit 5 x 3 Mark Posthorn (WZ Waffel vom Dez. 1921): Das Porto von 15 Mark setzt sich zusammen aus:

    4 M. Briefporto (101-250 Gramm Gewicht) + 2 M. Einschreibegbühr + 9 M. Versicherung (1,5 M. je 1.000 Mark Wertangabe)



    Viele Grüße

    Michael

    Mitglied im DASV - Internationale Vereinigung für Postgeschichte