Beiträge von Magdeburger

    Lieber Erwin

    ich denke, dass der Beleg aus den 1830er Jahren stammt.

    Leider komme ich auch nicht auf 15 Sgr.

    Bei reiner Actentaxe 4faches Briefporto ergeben sich nur 12 Sgr.

    Nach Gewicht:

    8 Pfund (überschiessende Loth wurden ignoriert) * 3 Pfennige * 3 (10-15 Meilen) = 72 Pfennige * 2 Verdopplung = 144 Pfennige = 12 Sgr., also der gleiche Wert.

    Eventuell war der Brief schwerer, maximal 1,5 Loth, dann würde man auf die 15 Sgr. kommen.

    Mit freundlichem Sammlergruss

    Ulf

    Ein Hallo in die Runde

    da nun keine weitere Antwort mehr kam, hier meine Interpretation:

    Das Paket wurde am 11.04. mit 8 Pfund bestimmt und erst falsch mit 3 Sgr., richtig dann mit 4 Sgr. bestimmt, was bar erhoben wurde und der Franko-Stempel aufgesetzt. In Nordhausen wurde festgestellt, dass das Paket jedoch 15 Pfund wog und nun gäbe es die Möglichkeit, den fehlenden Betrag als Porto vom Empfänger einzufordern, was hier nicht geschah, zumal der "Fehler" bei bei dem annehmenden Postbeamten in Magdeburg lag.

    Somit ging es nach Magdeburg zurück und der Absender wurde benachrichtigt.

    Die fehlenden 3 1/2 Sgr. wurden mittels Marken verklebt. Ob der Absender den Fehlbetrag selbst bezahlt hat, ist nicht zu klären.

    Auch wo die Notierung "Anbei 1 Notizzettel" angebracht wurde, ist nicht bestimmbar. Ich nehme jedoch an, dass dies in Nordhausen erfolgte, wo der Grund der Rücksendung angegeben wurde.

    Weiterhin ist eine wiederholte Sendung nach Nordhausen nicht erkennbar, (kein Ausgabestempel und keine Paketausgabe), ausgeschlossen ist dies jedoch auch nicht.

    Mit freundlichem Sammlergruss

    Ulf

    Lieber Bayern Klassisch

    es ist ebenfalls ein Beleg bei Köhler, jedoch etwas mehr als der Ausrufpreis. Der Beleg hat es in sich. Mehr möchte ich jetzt noch nicht schreiben.

    Mit freundlichem Sammlergruss

    Ulf

    Liebe Sammelfreunde

    einen Brief vom 25.08, kann ich hier besteuern. Gelaufen ist er von Dessau an "Herrn Karl Klingner Fuhrwerkbesitzer Jessnitz (Anh(alt)) Hauptstr. 33". Frankiert wurde er mit insgesamt 40 Marken zu 500 Mark um auf das Porto von 20.000 Mark für den Fernbrief zu kommen.

    Mit freundlichem Sammlergruss

    Ulf

    Liebe Sammelfreunde

    hier habe ich einen Brief, welcher am 17. März 1866 in Magdeburg geschrieben wurde und nach Altona "geschmuggelt" wurde. Dort wurde der Brief mit einer Marke zu 1 1/4 Shilling frankiert und am 22. aufgegeben und an "Herrn Otto Stöhr (in) Flensburg" gesendet.

    Siegelseitig Ankunftsstempel von Flensburg sowie ein Zug- oder Bahnpoststempel.

    Mit freundlichem Sammlergruss

    Ulf

    Hallo in die Runde

    hochgestellte Ziffern kenne ich auch aus Hannover und da würde ich das Franco als 1 5/12 Sgr. lesen. Eventuell wollte der Absender das Bestellgeld in Sachsen von 3 Pfennige mit bezahlen.

    Mit freundlichem Sammlergruss

    Ulf

    Lieber Bayern Klassisch

    ich habe im Vorfeld nach dem Ort gesucht und festgestellt, dass dort wahrscheinlich zur Zeit des Briefes nur ca. 1300 Einwohner gewohnt haben. Wahrscheinlich wurde er über Egg zugestellt bzw. abgeholt, wie du geschrieben hast.

    Mit freundlichem Sammlergruss

    Ulf

    Hallo René,

    ich bin mal so frei und hänge die Bilder am Schluß an.

    Der Wertbrief scheint im Gegensatz zum Wertpaketbegleitbrief grenzfrankiert gewesen zu sein. Siegelseitig ist "P26" notert worden, was einer Entfernung von 100 - 104 Meilen entspricht.

    Die Gewichtsgabe von 6/10 Zoll-Loth ist preussiscjher Natur. Unten auf der Vorderseite ist "37 Reichsthaler 10 Sgr." notiert worden, was der Reduzierung der 35 Silberrubel entsprechen. Die große blaue 8 ist das Porto in Neugroschen. Die Berechnung ist hier einfach, 6 Sgr. Mindestfahrposttarif + 2 Sgr. Assecuranzgebühr = 8 Sgr. bzw. Ngr.

    Mit freundlichem Sammlergruss

    Ulf

    ... ich sehe gerade noch auf der unten anhängenden PDF-Datei die Notierung von 2 Reichsthaler 52 Sgr. Diese entsprechen 82 Sgr., was der Auslage fast genau entspricht, warum nur 81 1/2 Sgr. erschließt sich mir nicht. Damit würden bei der obigen Berechnung nur noch 1/4 Sgr. Differenz bestehen.

    Mit freundlichem Sammlergruss

    Ulf

    Hallo René,

    der Text lautet: "Anbei eine Kiste sign(iert) H S an Werth 150 Rubel Silber.

    Das Gewicht wurde nur für Preussen angegeben. Ein russisches Pfund entspricht ca. 405 Gramm, was somit deutlich leichter war als in Preussen.

    Ich versuche mal die Taxierung nach zu vollziehen.

    Unterstellt man, dass die Gewichtsangabe preussische ist, würden sich etwa 31 Pfund russisch ergeben, was ich favorisieren würde.

    Unterstellt man, dass die Gewichtsangabe russisch ist, ergeben sich in etwa 23 Pfund preussisch.

    Laut PV war der Grenzübergang u. a. für Russland Tauroggen, Laugszargen für Preussen.

    Jedenfalls kam der Beleg mit 81 1/2 Sgr. Porto belastet in Laugszargen an, was dann in Auslage genommen wurde.

    Für Preussen läßt die Taxe wie folgt berechnen:

    1,5 Pfennige * 27 Pfund * 18 (85-90 Meilen) = 729 Pfennige = 60 3/4 Sgr.

    150 Rubel entsprechen in etwa der notierten 160 Reichsthaler, woraus sich eine Assecuranzgebühr von 4 Sgr.

    in Summe würden sich somit 64 3/4 Sgr. für Preussen ergeben. Addiert man die 81 1/2 Sgr. dazu, ergeben sich 146 1/4 Sgr. und nicht 147 Sgr.

    Mir erschliessen sich die 81 1/2 Sgr. Auslage nicht, als russisches Paketporto ist es zu niedrig.

    81 1/2 Sgr. sind 252 (,65) Kopeken (1 Sgr. = 3,1 Kopeken), zieht man jetzt die 10 Kopeken für den Begleitbrief, die 150 Kopeken Assecuranzgebühr ab, verbleiben nur 92 Kopeken für die Gewichtstaxe übrig.

    Die niedrigste Angabe ist 5 Kopeken je Pfund, rechnerisch ergeben sich nur 3 Kopeken je Pfund und eine solche Angabe existiert nicht.

    Mit freundlichem Sammlergruss

    Ulf

    Hallo Wolfgang

    ein super Schein - habe ich noch nie gesehen!

    Die Berechnung des Portos von 89 Sgr. läßt sich wie folgt erklären:

    Entfernung Innsbruck - Salzkotten ca. 70,5 Meilen, was der Progressionsstufe 18 entspricht.

    Paket nach Gewicht:

    2 Pfennige * 29 Pfund * 18 Progressionsstufe = 1044 Pfennige = 87 Sgr.

    Die Assecuranzgebühr für die 30 Florin betrug 2 Sgr. und so ergeben sich in Summe eben die 89 Sgr.

    Mit freundlichem Sammlergruss

    Ulf

    Hallo Enrico

    es gibt immer wieder Briefe, welche wie auch immer, nicht dort aufgegeben, wo sie geschrieben wurden. Dies ist es solcher Brief. Er wurde mit 5/10 Ngr. = 5 Pfennige Porto belegt, was m.E. durchaus als Ortsbrieftaxe in Sachsen gelten könnte.

    Mit freundlichem Sammlergruss

    Ulf