Beiträge von Magdeburger

    Lieber Bayern Klassisch


    mir fehlen dazu die Streckenstempel, welche zu dieser Zeit immer zu finden sind. Deshalb denke ich, dass er möglicherweise anders lief. Gab es einen geschlossenen Transit von Dresden/Leipzig bis Heidelberg?


    Mit freundlichem Sammlergruss


    Ulf

    Liebe Sammelfreunde


    hier zeige ich mal einen unscheinbaren Brief vom 07.03.1852 aus Wien an "Der Hochwohlgeborenen Baronesse Melanie von Campenhausen in Heidelberg", wo er am 10. ankam, wie die Siegelseite zeigt.


    Hier der Inhalt des Briefes:


    Wien den 7 März 1852

    Theure Melanie,

    Ihr Brief vom 3 d. M. hat mich, wie Sie sich wohl vorstellen können, in große Sorge und Kummer versetzt. Doch muß ich Ihnen danken, daß Sie mir die Gefahr, womit meine arme Schwester bedroht ist, sofort gemeldet haben. Ihrem Rath gemäß will ich hier noch Ihren nächsten Brief abwarten, dem ich mit ängstlicher Spannung entgegensehe. Finde ich darin nicht sichere Aussicht auf Wiederherstellung meiner Schwester, so mache ich mich gleich auf den Weg nach Heidelberg. Vor meiner Abreise von hier will ich ihr schreiben, um sie auf meine baldige Ankunft vorzubereiten. Meine Hoffnung beruht auf die (sic) treue, liebevolle Pflege, welche die arme Patientin schon so oft und seit so vielen Jahren von Ihnen, theuere Melanie, genossen hat.

    Ich schaudere wenn ich mir Ihren Sturz rückwärts mit dem Stuhl vorstelle. Gott, welcher Gefahr sind Sie da endronnen! Leben Sie wohl. Ihr hochachtungsvoller ergebener C. (D./I.?)

    Meine Adresse ist: Jägerzeil 537.


    Die Anschrift sowie auch der Inhalt veranlaßte mich, über die Empfängerin mehr zu erfahren. Leider ist über sie nichts zu finden und so habe ich versucht, über ihre Nachfahren mehr zu erfahren, was mir geglückt ist.


    Die Empfänger hieß mit vollem Namen Melanie Leontine Alwine Freiin von Campenhausen und ist am 11.05.1815 auf dem Gut Laitzen (Lettland) geboren und z.Z. des Briefes pflegte sie ihre kränkelnde Stiefmutter Dorothea Freifrau von Campenhausen, geborene von der Osten-Sacken (1795 - 1877), 2. Frau des Christoph Freiherrn von Campenhausen (1780 - 1841).

    Sie heiratete 1853 in Heidelberg Julius von Barsewisch (1817 - 1897), einen invaliden preußischen Offizier. Dieser wurde von seiner Schwester Friederike Wilhelmine Magdalene Albertine (1815 - 1880) gepflegt, nachdem er durch einen Treppensturz während der Einquartierung in Baden 1848 fast querschnittsgelähmt war. Die beiden pflegenden Damen lernten sich kennen und Melanie überzeugte Friederike von Barsewisch, Prießnitzsche Wasserkuren anzuwenden. Diesen schrieb man die weitgehende Genesung zu und so heiratete das aus ziemlich ungleichen Verhältnissen stammende Paar in Heidelberg.

    Die weitaus wohlhabenderen Campenhausens haben sich dann allmählich mit dieser Ehe ausgesöhnt, obwohl man es missbilligte, daß sie in ihrem fortgeschrittenen Alter überhaupt noch heiratete und dann auch noch drei Kinder bekam.

    Sie starb am 06.03.1901 in Fürstenwalde an der Spree. Dort lebte zu der Zeit die Familie von Barsewisch, zu der sie im Alter und verwitwet hingezogen war.


    Der Schreiber des Briefes ist leider nicht eindeutig, ist jedoch der Familie Osten-Sacken zuzuordnen.


    Ich bedanke mich ausdrücklich bei den Hilfeleistenden.


    Ich würde gern etwas zum Laufweg des Briefes erfahren, denn über Bodenbach dürfte es nicht sein.


    Mit freundlichem Sammlergruss


    Ulf

    Liebe Sammelfreunde


    Paketkarte für ein Paket von 5 1/2 kg und einem Wert von 500 Mark wurde am 11.03.1922, PP07, in Magdeburg aufgegeben und nach Halle Saale gesendet. Die Gebühr für das Paket bis 75 km und bis 7 1/2 kg betrug 12 Mark. Dazu kommt die Einschreibgebühr von 2 Mark sowie die Mindestversicherungsgebühr von 3 Mark, was den frankierten 17 Mark entspricht.


    Mit freundlichem Sammlergruss


    Ulf

    Liebe Sammelfreunde


    heute eine Karte vom 14.04.1894 von ???? CAPE OF GOOD HOPE an "Seiner Excellenz Herrn Oberpräsidenten von Pommer Esche[1] Magdeburg Provinz Sachsen". Die Karte kam am 06.05. an.

    Wo wurde die Karte aufgegeben bzw. geschrieben. Wer kann noch weitere Angaben machen?


    Mit freundlichem Sammlergruss


    Ulf


    [1] Albert von Pommer Esche

    Liebe Sammelfreunde


    hier mal zwei Briefe aus Klosterneuburg, welche beide an "Hochwohlgeboren dem Herrn Ferdinand Freiherr Rüdt von Collenberg zu Heidelberg Großherzogtum Baden" adressiert wurden. Beide Briefe stammen aus dem Jahre 1865 und sind auch richtig jeweils mit 15 Neukreuzer frankiert wurden.


    Der Empfänger wird Friedrich Ferdinand August Freiherr Rüdt von Collenberg sein,

    geboren am 27.08.1801 in Bödigheim gestorben am 14.12.1879 (78) in Pressburg.


    Mit freundlichem Sammlergruss


    Ulf

    Hallo Jan Siegenthaler


    lesen tue ich "An Einem hochlöblichen Stadt-Rath zu Aarau"

    Schön wäre es die Siegelseite komplett zu zeigen.


    Mit freundlichem Sammlergruss


    Ulf

    Lieber Bayern Klassisch


    ein sehr schöner Brief, leider nicht aus MD.


    Zum Thema kann ich zwei Neuzugänge zeigen. Beide stammen von der Firma Hauswald und liefen auch beide nach Würzburg.

    Der 1. Beleg stammt vom 23.12.1862 und wurde in Neustadt-Magdeburg aufgeben und wurde an Herrn Joseph Leinecker adressiert, wo er am 25.12. ankam.


    Der 2. Beleg ist höchstwahrscheinlich vom 12.08.1864 und wurde diesmal in Magdeburg aufgegeben und an Herrn Franz Ig. Holzwarth adressiert. Beide bayrische Stempel tragen m.E. den 13.08. als Datum, wobei ich den Nicht-Würzburg-Stempel keiner Stadt zuordnen kann.


    Beide Belege wurden mit 3 Sgr. tarifrichtig frankiert.


    Mit freundlichem Sammlergruss


    Ulf

    Hallo Björn


    wenn ich mich richtig erinnere, wurde mir vor Jahren mitgeteilt, dass das Postamt in Magdeburg zeitweise verlegt worden. Ich glaube auch noch, dass es sich dann in Wolmirstedt befand. Leider habe ich bis heute keine Fakten, die dies bestätigen. Auch in den Amtsblättern von MD habe ich nichts dergleichen gefunden. Ob dies wahr war, ist somit sehr fraglich.

    Jedoch wäre ich an jede Information diesbezüglich interessiert.


    Zum Brief noch:

    Sehr schön. Die Stempel sind sehr schön abgeschlagen.


    Mit freundlichem Sammlergruss


    Ulf

    Hallo Papiertiger


    Im Retourfalle wäre der Grund siegelseitig notiert worden und weitere 5 Sgr. Retourporto angefallen.

    Bei Fahrpostbelegen gibt es alles mögliche in Portofalle bei den Taxierungen. So sind vollständige Taxierungen am Aufgabeort oder am Zielort zu finden. Aber wie geschrieben, gab es auch die Situation wie bei dem gezeigten Beleg.

    Und deine Frage: Ja ich sammle Magdeburg, jedoch auch Belege dahin, bei Fahrpostsendungen auch den Transit .


    Mit freundlichem Sammlergruss


    Ulf

    Hallo Papiertiger,


    wie gefällt dir sowas:


    Am frühen Morgen des 16. November 1867 wurde in Braunschweig ein 3/10 Pfund schweres Paket mit einem Postvorschuß von 2 Thaler an den „Herrn Louis Gellert Faßfabrik Altenburg Sachsen“ aufgegeben. Der Absender wünschte dies franco.

    In Braunschweig wurde der Postvorschuß von 2 Thaler als „60“ Groschen in rot notiert.

    In Magdeburg ankommend, wurde dort „frntBez 6“ = „Franco nicht bezahlt 6“ notiert. Der Postvorschuß von 60 Groschen wurde nun mit blau überschrieben und der Auslagenstempel dazu abgeschlagen. In Altenburg wurde die preußische „60“ doppelt gestrichen und die erste schräg darunter notierte „6“ überschrieben und eine weitere hinzugefügt.

    Taxierung: 1 Sgr. ProCura + 5 Sgr. Mindestfahr-Posttarif = 6 Sgr. + 60 Sgr. Postvorschuß = 66 Sgr. gesamt.


    Mit freundlichem Sammlergruss


    Ulf

    Lieber Erwin


    am billigsten ist der auf Belegen des NDP so um die 30 Euro bei einfachen Frankaturen. Bei Preussen eher dreistellig und Brustschild knapp drunter. Er gehört somit zu den teuren Stempel, warum auch immer. Andere Stempel können seltener sein, bringen meist jedoch kaum solche Summen.

    Aus Preussen kenne ich nur noch einen weiteren Beleg, ebenfalls mit einer 17a frankiert.


    Mit freundlichem Sammlergruss


    Ulf