Beiträge von Magdeburger

    Liebe Sammelfreunde


    heute eine Hülle, welche am 07.08.1852 in Lobenstein, zum Fürstentum Reuß ältere Linie gehörig, aufgegeben und "An das Kaiserlich Königliche Bundesgericht (in) Eger" adressiert wurde.

    Declariert wurde sie als "Herrschaftliche Dienst Sache" und verblieb portofrei. Leider ist kein Inhalt mehr vorhanden, so dass wir hierfür kein Grund kennen lernen.

    Siegelseitig Transitstempel von Schleitz und Hof sowie Ankunft in Eger.


    Mit freundlichem Sammlergruss


    Ulf

    Lieber Michael


    alle anderen Bahnhofstempel von Magdeburg sind nur in schwarz bekannt, nur eben der diskutierte in blau fällt mit der Verwendungszeit der Farbe in Berlin zusammen. Du schreibst selbst, dass der Sitz in Berlin war. Mir ist zumindestens nicht bekannt, ob der Stempel im Zug verwendet wurde und so stimme ich schon zu, dass er im Bahnpostamt verwendet wurde. Auch ist denkbar, dass es ein getrennter Raum war, so dass die Magdeburger Beamten keinen Zugang zu diesen hatten. Sonst hätte es Zufallsentwertungen (der anderen Stempel) in blau gegeben, oder auch Stempel wo blaue Anteile wie aus Bremen bekannt gegeben. Sowas ist bisher komplett unbekannt.


    Mit freundlichem Sammlergruss


    Ulf

    Lieber Michael


    zu dieser Zeit existieren sowohl die beiden 2-Kreiser als auch der 3-Zeilige Rahmenstempel vom Bahnhof, womit auch die Masse der Belege gestempelt wurden. Es gibt noch den Streckenstempel Berlin - Minden, welcher ebenfalls in blau vorkommt, als auch mindestens ein blauer Stationsstempel. Magdeburg stempelte selbst nie in blauer Farbe. Aus Berlin ist diese Farbe bekannt und so kann es sein, dass Berliner Beamte gelegentlich direkt im Bahn-Postamt tätig waren und so auch die Stempel zu erklären sind. Im Verhältnis treten sie deutlich weniger auf, vielleicht 1:100. So ist es durchaus erklärbar, dass der Stempel in Berlin entstand um so die in Magdeburg tätigen Beamten mit den notwendigen Arbeitsmaterialien auszustatten.


    Mit freundlichem Sammlergruss


    Ulf

    Hallo in die Runde


    ich zeige mal noch zwei weitere Belege mit den von mir vorgestellten Stempel.

    Der erste ist vom 13.12.1869 und dort scheint es, dass der Kreis irgendwie versucht wurde wieder zu schliessen. Beim Beleg vom 23.08.1871 ist der Ausbruch immer noch vorhanden, Leider habe ich keinen späteren Beleg mehr.


    Interessant ist noch folgendes zu erwähnen, dass bei den wechselbaren Elementen wie Tag / Monat und Uhrzeit bspw. unterschiedliche Typen verwendet wurden, auch "alte".

    Generell war es möglich, das bei Neubestellung von Stempelgeräten, in Gebrauch befindliche wechselbare Teile mit eingeliefert werden konnten und so diese Teile auch weitere in den "neuen" Geräten verwendet werden konnten.


    Mit freundlichem Sammlergruss


    Ulf

    Liebe Sammelfreunde


    im Sofortkauf in der Bucht gesehen und natürlich auch zugeschlagen. Leider ist kein Inhalt mehr vorhanden, jedoch noch der Vermerk, dass er am 28.April 1843 präsentiert wurde.

    Es handelt sich um eine "Herrschaftliche Justiz Dienst Einr(eise?) Sache", welche am 25.04. in Magdeburg aufgegeben und "An Ein Wohllöbliches Stadtgericht (in) Aussig in Böhmen Kreis Leitmeritz gesendet wurde. Der Justizbeamte bestätigte die Portofreiheit, welche sich nur auf Preussen bezog, den 6 Kreuzer C.M. war für Österreich zu zahlen.

    Erwähnenswert ist das gesteckte Tages-Datum im Ortaufgabestempel, denn es wurde eine "3" kopfstehend für die "2" verwendet.

    Siegelseitig ist blank.


    Mit freundlichem Sammlergruss


    Ulf

    Lieber Erwin


    im Postvereinsvertrag ist z.B. angegeben, dass eine Wertangabe immer in der Landeswährung anzugeben ist. Der Aufgabeort und damit Land ergibt somit die Währung. Im ersten Moment einfach, ist es jedoch nicht. Bspw. wurde der Thaler in Bremen m.W. im 12 Thaler-Fuß geprägt worden. Also auch Thaler ist nicht gleich Thaler. Man muß sich somit erstmal informieren, was manchmal nicht so einfach ist, da leider häufig die genauen Angaben fehlen.


    Mit freundlichem Sammlergruss


    Ulf

    Lieber Erwin


    während der Zeit des DÖPV galt für die Fahrpost die echte Reduktion, also 1 Sgr. = 3,5 Kreuzer rheinisch. Allerdings dürften 3 Kreuzer C.M. zu hoch sein, denn dies würde sich nur ergeben, wenn der entsprechende Gulden im 21 Guldenfuß geschlagen wurden wäre. Da er tätsächlich im 20 Guldenfuß geprägt wurde, müßte es weniger als 3 Kreuzer C.M. sein.

    Der Postvereinsvertrag sagt jedoch dazu 2 Pfennige oder 0,5 Kreuzer C.M. Er gibt jedoch zum rheinischen Kreuzer nichts an und dies sind eben die von mir angegebenen 7/12 Kreuzer.

    Kreuzer ist eben nicht gleich Kreuzer.


    Mit freundlichem Sammlergruss


    Ulf

    Lieber Erwin


    die Reduktionen beziehen auf der Kölner Feinmark.

    Aus dieser Feinmark wurden 14 Thaler in Preussen/Sachsen geschlagen - daher die Bezeichnung 14 Thaler-Fuß.

    24,5 Gulden rheinisch bzw. 20 Gulden Convention-Münze wurden ebenfalls aus dieser Feinmark geschlagen. Aus diesen Zahlen ergibt sich somit, dass

    1 Thaler = 24 1/2 Gulden rheinisch = 20 Gulden C.M. entsprechen.


    Mit freundlichem Sammlergruss


    Ulf

    Lieber Dieter


    ja der Absender hat das Paket mit 1 Florin 48 Kreuzer bar frankiert. Da 1 fl 45 x = 1 Thaler entsprechen sind noch die fehlenden 3 Kreuzer, was ca. 11 Pfennige entsprechen.

    N.B. Schau dir mal 2 Thaler Stücke an und da ist die Reduzierung mit eingeprägt - 2 Thaler = 3 1/2 Gulden.


    Mit freundlichem Sammlergruss


    Ulf

    Lieber Erwin


    die "8" kann ich nicht klären und ob es die Assecuranzgebühr darstellen sollte, ist sehr fraglich. Warum sollte sowas gemacht werden. Von der blauen Farbe her gesehen, sieht es so aus, als wenn es von gleicher Hand wäre, wie die siegelseitige Notierung.


    Die 7/12 Kreuzer entsprechen den 2 Pfennige, denn 2/12 Sgr. * 3,5 = 7/12 Kreuzer.


    Mit freundlichem Sammlergruss


    Ulf

    Lieber Erwin


    der Beleg dürfte aus 1855/56 sein.


    Ein Paket von 9 Pfund 2 Loth (2x in Schwarz) - 9 Pfund 1 Loth in Rot, Wert 351 Florin 24 Kreuzer.

    Der Laufweg laut Vertrag wäre von Schweinfurt - Hof/Plauen - Riesa/Burxdorf oder Königswarte/Hoyerswerda - Stettin.

    Damit ergibt sich für Bayern und auch Sachsen jeweils 20 Meilen.

    7/12 Kreuzer * 10 Pfund * 4 (15-20 Meilen) = 24 Kreuzer + 8 Kreuzer Assecuranzgebühr (2 Kreuzer je angefangene 100 Gulden) = 32 Kreuzer

    Die beiden unteren Werte des Gebührenbaums

    Für Preussen ergibt sich bei beiden Taxpunkten jeweils die Progressionsstufe 6

    2 Pfennige * 10 Pfund * 6 = 120 Pfennige + 2,5 Sgr. Assecuranzgebuhr = 12,5 Sgr. = 44 Kreuzer = oberer Wert = siegelseitige Notierung


    Die vorderseitige 8 kann ich nicht klären.


    Mit freundlichem Sammlergruss


    Ulf