Kurze Frage <--> Kurze Antwort

  • Die Überschrift sagt alles. Ein Thread für Fragen, die nicht so wirklich in bereits bestehende Themen reinpassen.
    Anstatt die Fragen über private Nachrichten zu klären, schreibt sie einfach hier rein - so können sie von allen beantwortet werden und jeder kann dazulernen. Eine Vorgehensweise die sich in vielen anderen Foren bestens etabliert hat.


    Ich möchte gleich mal beginnen:


    In fast allen französischen Briefen, die ich lese, wird die Bezeichnung "Court" verwendet. Im Wörterbuch habe ich schon öfters nachgesehen, konnte jedoch nichts passendes finden.
    Beispielsatz: Nous avons à vous accuser la réception de la chère votre du 15 court.


    Es scheint sich hierbei womöglich um eine Abkürzung zu handeln? Steht die Bezeichnung vielleicht für "diesen Monat"? Über eine Aufklärung wäre ich sehr erfreut! ^^

    Beste Grüße,
    Stefan

  • Hallo Don Stefano,


    ich lese das als Abkürzung für "courant", also laufender Monat.


    Viele Grüße aus Erding!

    Viele Grüße aus Erding!


    Achter Kontich wonen er ook mensen!

  • Hallo Erdinger,



    ganz klar die schlüssigste Erklärung, ich trete dann mit dem in post2 Gesagten (gerne) in den Hintergrund.


    Man lernt nie aus :thumbup:


    + Gruß !


    Tim

  • Hallo,


    ich lerne erst seit gestern über
    Postgeschichte in Bayer...brauche Hilfe zum Orientierung.



    Ende der Reichspost ist Jahr 1806.



    Bis dieses Jahr sind die Taxen für
    Kaiserlichen Reichspost bestimmt von unterschiedliche Postverträge
    und Taxordnungen. Durfte ein freie Reichsstadt, wen sie ein
    Reichspost besahst, die Taxen für Briefen auch selber bestimmen,
    oder sollte sich eigentlich nur an aktuelle Anordnung halten.



    Danke F. :)

    "Im Grunde sind es doch die Verbindungen mit Menschen, die dem Leben seinen Wert geben."
    W. v Humboldt

  • Hallo Filigrana,


    die Reichspostzeit endete gebührenmässig erst später in Bayern, als der neue Tarif zum 1.12.1810 gültig wurde. Zuvor war Taxis bis 28.2.1808 noch an der "Macht". Die freien Reichsstädte hatten sich, wie jeder andere Ort auch, immer an die Gebühren derer zu Taxis bzw. später des Kgr. Bayern zu halten.

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Danke bayern klassisch!



    Ich hab ein „Brief Tax bey dem
    Kayserl. 'Rechs Ober – Post Amt zu Augsbur“ von Jahr 1790.


    Der nächste in Jahr 1810.




    Verstehe leider überhaupt nicht ob es
    die Brief Taxen gültig für Ganze Bayern sind...
    LG F.

    "Im Grunde sind es doch die Verbindungen mit Menschen, die dem Leben seinen Wert geben."
    W. v Humboldt

  • Hallo Filigrana,


    das Königreich Bayern gab es erst zum 1.1.1806, von daher war vorher die Reichspost Herr im Lande. Auf der anderen Seite gab es damals zahlreiche territoriale Veränderungen, die sich pauschal nicht kurz fassen lassen. Damals war viel los, nicht nur bei der Post ...

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Gut,


    also alles was über Post lief vor
    Dec.1810 – nach Datierung, der richtige Postterritorium finden, und
    der aktuelle (zur der Damalige Zeit) Gesetz für Post Tarife.


    Richtig?
    LG A

    "Im Grunde sind es doch die Verbindungen mit Menschen, die dem Leben seinen Wert geben."
    W. v Humboldt

  • Nächste Frage:


    Es wahr bestimmt ein Gesetz , wo
    nur Post, Briefe zustellen durfte. Wann wahr das?


    LG A.

    "Im Grunde sind es doch die Verbindungen mit Menschen, die dem Leben seinen Wert geben."
    W. v Humboldt

  • Hallo Filigrana,


    es war ein Regal jeden Staates, Briefe auf seinem Gebiet durch seine Post (Staatsport) befördern zu lassen. Es gab auch Länder, die Thurn und Taxis oder andere Postverwaltungen beauftragten, dies auf ihrem Territorium zu tun, das waren Lehensposten.

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Hallo Filigrana


    Es ist etwas kompliziert, und schwierig eine gute kurze Antwort zu machen.


    Kurz gesagt hat jeder Posttreiber wie zB Taxis versucht ein Monopol für sich zu schaffen. Es ist auch öfters gelungen. So ist auch Taxis ein "kaiserliche Reichspost" geworden. Aber viele Territorien/Länder hat versucht was für sich zu machen, wie zB Preussen die im Kernland kein Kaiserliche Reichspost hatte. Preussen hat auch mal versucht in anderen Orte ein Postamt zu öffnen, auch mal in der Reichstadt Nürnberg. Es ist aber nicht gelungen.
    In Hamburg gab es fast immer mehrere Posttreiber.


    Man muss auch zwischen lokalen Post und internationalen Post unterscheiden. Vor die Napoleonische Kriege gab es mehrere Städte mit eigene lokalen Postträgern. Und dazu kam es auch Botendienste. Bei länderübergreifende Postdienste musste Posttreiber wie Taxis bei mehrere Gebiete eigene Vertrage machen.


    Es ist eigentlich enorm Umfassend eine gute generelle Antwort zu geben. Wenn man Bayern vor 1803/1806 vor sich hat, gab es mehrere bayerische Gebiete. Und so war es über all in Deutschland wo die Herrscher ihre Gebiete zerstreut hatten.


    Viele Grüsse
    Nils

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis grösser als in der Theorie.

  • Hilfreich könnten an dieser Stelle folgende (verglichen mit der Komplexität sicherlich nur sehr oberflächliche) Beiträge über die Postgeschichte Bayerns sein: Link Link

    Beste Grüße,
    Stefan

  • Danke für Erklärung!


    Zur Lehensposten hab ich Gestern Abend
    was gelesen...


    Jetzt leuchtet da bisschen bei mir.. :) .



    Nächste Frage:



    Das entstehen von Reichspost ist in
    Jahr 1490 – Postboten des römischen König Maximilian I.?



    LG F.

    "Im Grunde sind es doch die Verbindungen mit Menschen, die dem Leben seinen Wert geben."
    W. v Humboldt

  • Fielen dank für weitere Antworten!


    Faszinierend ist das... :)



    Auch die Konkurrenz Thema ist sehr
    Interessant...


    LG an alle F.

    "Im Grunde sind es doch die Verbindungen mit Menschen, die dem Leben seinen Wert geben."
    W. v Humboldt

  • Erste staatliche Nachrichtenstafetten im deutschsprachigen Raum gab es ab März 1490. Maximilian, einziger Sohn Kaiser Friedrichs III., war im Jahre 1486 mit Hilfe seines Vaters zum deutschen König gewählt worden und hatte im Frühjahr 1490 von seinem Onkel Siegmund, der keine legitimen Erben hatte, die Herrschaft über das Land Tirol übernommen. Maximilian machte Innsbruck zu seiner Hauptresidenz und ließ von dort aus erste Stafetten mit Felleisen, verbunden mit einem Reiter- und Pferdewechsel in die Burgundischen Niederlande reiten, weil sein minderjähriger Sohn Philipp in Mecheln erzogen wurde. Zwei weitere Kurierlinien mit Pferdewechselstationen führten nach Rom und an den französischen Königshof, wo seine minderjährige Tochter Margarethe lebte. Die erste Kriegsstafette ritt kurzfristig ab August 1490.


    Da Maximilian die finanziellen Mittel für ein eigenes Postnetz fehlten, verpflichtete er für die Organisation und Betreibung der Stafetten den Italiener Janetto de Tassis. Dieser entstammte einer bekannten Kurierfamilie aus Cornello bei Bergamo. Nach Übernahme des Amtes zog Janetto seinen Bruder Francesco (Franz von Taxis) und seinen Neffen Johann Baptista von Taxis hinzu.


    In Innsbruck wurde der Familienname zunächst in „Dachs“ eingedeutscht, wenig später in „Taxis“ umgewandelt und im Jahre 1512 nach Erhalt des einfachen Adelsbriefs in „von Taxis“ geändert. Den Reichsfreiherrentitel erhielt der Brüsseler Familienzweig 1608, den Reichsgrafentitel 1624 und den Reichsfürstentitel 1696, nach einer vom Kaiser genehmigten Namenserweiterung in „von Thurn und Taxis“ Im Ausland trat die Familie weiter unter dem Namen „de Tassis“ auf.


    Quelle: Wikipedia


    Schau mal hier, das Buch kann ich dir empfehlen: eBay


    Zusammenfassung: Hier

    Beste Grüße,
    Stefan

  • Hallo,


    Rauher Währung - Münzen mit weniger
    Edelmetall?
    Danke F. :)

    "Im Grunde sind es doch die Verbindungen mit Menschen, die dem Leben seinen Wert geben."
    W. v Humboldt

  • Danke schön Postarchiv!



    ...also diese Thread ist nichts für
    mich, hoffentlich ist Don Stefano mir nicht böse... :whistling:



    LG F.

    "Im Grunde sind es doch die Verbindungen mit Menschen, die dem Leben seinen Wert geben."
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