Beiträge von BaD

    Hallo,

    nach Ablauf der 3 jährigen Sperrfrist für Aversionalverträge wurde zum 1.10.1923 verfügt, das für Reichsbehörden keine Dienstmarken mehr Verwendung finden und eine Pauschalzahlung zwischen Reichsfinanzministerium und Postministerium erfolgen sollte. Dazu wurden für November 1923 und März 1924 Zählmonate vereinbart. Es galt: Keine Verwendung von Postwertzeichen, kein Einwurf in Briefkästen erlaubt,Einlieferung nur in Poststellen an bestimmten Schaltern mit Liste zur Gesamterfassung der Gebühr.

    Vom Absender war unter dem Vermerk Frei Ablösung mit Tinte der Betrag der fälligen Gebühr vermerken.

    Aus Band 171 der Poststempelgilde Postgebührenablösung von Jan Thieme

    Beste Grüße Bernd

    Hallo,

    ein Eilbrief am 31.7. 11-12 Uhr N in Boppard gestempelt, am ersten Tag der Zensur in Dresden angehalten. Erst zurück, dann doch später freigegeben. Ankunft in Uggowitz ( Kärnten) am 13.8.

    Beste Grüße Bernd

    Hallo wuerttemberger,

    danke für den Hinweis, es ist die Zustellgebühr.

    leider sind die Stempel nicht lesbar, es waren bei der Entwertung wohl die Zeitungen drin. 36000 Mark waren in der Zeit vom 24. bis 31.8.1923 die Gebühr für einen Auslandsdrucksache über 100 gramm ( pro 50 gramm = 12000 Mark) .

    Hallo Franz,

    diese von Verlagen selbstgedruckten Karten mit anhängender Zahlkarte waren mindestens bis 31.11.1923 zu verwenden. Für sie war nach der Sonderbestimmung von Nr. 707 bei Nr.708 eine einfache Briefgebühr ( da Faltkarte) zu entrichten, die wohl bei der Einlieferung bei der Post bezahlt wurde. Diese Genehmigung zum Druck mit Zahlkarte ist einmalig und sollte die Reichspost und Verleger entlasten. Sollte, aber siehe unten.

    Zu den beiden Kupferdruckmarken gibt eine phantastische Dokumentation. Herr Bernd Klemm hat über die Markenherstellung der Inflationszeit alle Archive und Mitteilungen erforscht und zusammengetragen. Zu den Ergebnissen gibt es 3 Bücher bei Infla- Berlin zu erwerben. Er hatte im Inflabericht Dezember 2023 einen Auszug zu den 2 Kupferdruck- Marken vorgestellt. Super recherchiert und Unvorstellbar, was für ein Drama der Herstellung( Erstauftrag an die Druckerei für beide Marken am 22. Dezember 1922). Druckauftrag für 5000 Mark Wartburg am 2 Januar 1923 !!

    Da hier über den Juli 23 und die 10000 Mark Dom geschrieben wurde, kurz seine Erkenntnisse. Diese Marke wurde etwas zurückgestellt und 2 Einsprüche des Reichskunstwartes führten zur 2 Monatigen Zwangspause, entgültige Probedrucke erst 1.7.1923; Druckermächtigung des Reichspostministeriums am 9 Juni 23; Probleme mit dem Druck, es konnten bis 23. Juli nur 15 000 Bogen hergestellt werden, Anordnung 10000 Bogen an den Philatelistentag in Dresden (27. bis 30. 7. ) und 5 000 an Versandstelle für Sammlermarken. Offizieller Auslieferungsbeginn 7 August 1923.

    Hallo Michael,

    die Auslandsgebühren für Pakete wurden ab 1.7.1920 von der Reichspost in Goldfranken festgelegt, der jeweilige Kurs erreichte zumindest in der Hochinflation die Postanstalten per Telegramm. Die festgelegten Kurse und Zeiträume der Reichspost waren postintern und somit nicht Tag-genau. Da das Ausfüllen der Paketkarte dem Einlieferer oblag, ist es möglich das er einen anderen Kurs aus anderer Quelle anwendete. Ob das der Beamte ändern musste ist mir nicht bekannt.

    Beste Grüße Bernd

    Hallo,

    eine frühe Verwendung der Wartburgmarke vom 9.6.1923 auf Auslands-Wert-Paketkarte nach Schweden.

    Die frankierten 53280 Mark entsprachen bei einem Kurs 1 Gf= 14800 Mark den erforderlichen

    3, 60 Goldfranken. Paket = 3 Gf plus Bearbeitungsgebühr = 0,50 Gf plus Mindestversicherungsgebühr bis 300 GF Wert = 0,10 Gf.

    BesteGrüße Bernd

    Hallo,

    die Festsetzung des Tarifes ab 1.11.1923 war chaotisch. Im Amtsblatt 84 vom 20. Oktober wurden die Neuen Gebühren ab 1.11. veröffentlich, für den Brief wichtig 50 Millionen Mark Fernbrief bis 20 gramm und 50 Millionen Mark Einschreiben. Dann merkte man, das langt nicht und veröffentlichte am 26.10. : Die am 20.10. für den 1.11. festgesetzten Gebühren für Brief und Paketsendungen werden verdoppelt. Im Aushang war nicht erkennbar, das dies nicht für die Nebengebühren galt. Der Einlieferer des Briefes oder der Postbeamte verdoppelte beides,also je 100 Millionen Mark gleich 200 Millionen frankiert. War falsch, nur die Briefgebühr wurde verdoppelt und nicht die die Nebengebühr Einschreiben.

    Beste Grüße Bernd

    Hallo Württemberger,
    die 5 Pf. unter c) bis 30.9.1919 im Band 12 Seite 13 unten bitte streichen und durch 4 Pf. ersetzen.
    Herrn Oechsner ist da ein Flüchtigkeitsfehler unterlaufen, bei der Verdoppelung ab 1.10.1919 unter d) stehen die richtigen 8 Pf. In "100 Jahre Germania" von Jäschke-Lantelme stehen die richtigen 4 Pf.
    Ein Auslandswertbrief nach Norwegen mit 312 gramm Gewicht ist traumhaft, ein Unikat. =O

    Beste Grüße Bernd