Beiträge von BaD

    Hallo,

    ein Beleg, der unscheinbar, aber sehr schwer zu finden ist.

    Es war nach Kriegsende nicht ganz klar, ob Behörden weiterhin unter "Frei durch Ablösung Reich"

    Postsendungen unfrankiert verschicken konnten. Postämter fragten bei den OPDs an, ob das noch richtig wäre. Erst am 6.8.1945 erklärte die OPD Leipzig das Verfahren für nichtig und die anderen OPDs schlossen sich an.

    Beste Grüße Bernd

    Hallo,

    am 1. April wurde der Postverkehr der SBZ ins Ausland ( ohne Spanien und Japan) für einfache Belege wieder zugelassen.

    Als Gebühr wurden 45 Pf. für Postkarte und 75 Pf. für Brief bis 20 gramm festgelegt.

    Diese Karte wurde am 19.5.1946 von Heidenau ( Sachsen-Land) in die Schweiz abgeschickt.

    Sie kam bis zur amerikanischen Zensur ( wo ? ) und wurde mit Begründung zurückgeschickt.

    Es ging um eine Tauschverbindung, die es vor dem Krieg gab,und neu belebt werden sollte.

    Warum geschäftliche Mitteilungen in der US-Zone verboten waren, ist mir nicht bekannt.

    Eine Tauschverbindung = eine geschäftliche Mitteilung, das ist hart.

    Beste Grüße Bernd

    Hallo Dieter,

    es gab bei Paketpost kein staatliches Monopol.

    Das Ende der Privatpost kam durch das Gesetz vom 20.12.1899,wo das Postmonopol am 1.4.1900 auf Ortsbriefe, Postkarten, Drucksachen und Warenproben ausgeweitet wurde.

    Die Reichspost senkte an diesen Tag die Gebühr für Ortskarten von 5 auf 2 Pfennig,wohl um Postkunden milde zu stimmen.

    anbei Info aus dem Michel-Privatpost zu dem Beleg 1944

    Beste Grüße Bernd

    Hallo Siegfried,

    der Beleg ist rätselhaft.

    Im August 1922 betrug die Gebühr für eine Drucksache 50 Pfennig und für einen Fernbrief 3 Mark.

    Das passt nicht zur Frankatur.

    7,50 Mark wäre für einen Fernbrief mit Zustellurkunde.

    300 Pfennig Fernbrief

    150 Pfennig Zustellgebühr

    300 Pfennig Rücksendung der Urkunde

    Für diese Möglichkeit findet man keinerlei Hinweis auf dem Beleg.

    Beste Grüße Bernd

    Hallo,

    Berliner Privatpost bei Hadersbeck gestern.

    was es da gab, noch nie davon gehört.

    Privatpost 1944, unglaublich, Zuschlag 400Euro.

    Privtpost in die USA, auch unglaublich, für mich preiswerter Zuschlag 180 Euro.

    Beste Grüße Bernd

    Hallo,

    ich habe es wieder getan, eine unerklärliche Paketkarte vom 22.3.1923 erworben. Und die war nicht preiswert,anscheinend werden Paketkarten wieder beliebter ( Sniper :P ).

    Erstens die Beschreibung des Verkäufers ( er ist ein Paketkartenkenner), geschrieben aus Verzweiflung über die frankierten 1400 Mark.

    Das ein Postbeamter auffrankiert ist möglich, aber das er zu der Dringend-Gebühr des dreifachen des Normalpaketes nochmal die Grundgebühr zurechnet halte ich für ausgeschlossen. Ein Paket bis 75 km. bis 5 kg.kostete ab dem 1.3.1923 300 Mark, somit dreifach = 900 Mark. Vorzeigegebühr für Nachnahme = 50 Mark. Frankiert sind 1400 Mark. Was waren die 450 Mark.

    Bleibt der Eilbote

    Eilbote Ort =220 Mark

    Eilbote Ort nur Paketkarte = 125 Mark

    Eilbote Landbestellbezirk = 450 Mark

    Eilbote Landbestellbezirk nur Paketkarte 250 Mark

    Wenn man die Anschrift liest , Mockritz bei Döbeln, und die Dringlichkeit beachtet bleibt nur eine Erklärung. In Pommsen wurde vosichtshalber der Eilbote Land frankiert, eine Nachgebührenbelastung bei Nachnahme führte oft zur Verweigerung.

    Es ist eine Lagernummer notiert, bedeutet das das zuerst nur die Paketkarte in Mockritz zugestellt wurde?

    Ob meine Vermutung richtig ist weis ich nicht, aber mir fällt nichts anderes ein.

    Beste Grüße Bernd

    Hallo,

    das Witschafts-und Rechnungsamt Cassel versendete diesen Brief am 6.9.1923 nach Stuttgart, portogerecht frankiert mit 75 Tausend Mark. An Dienstmarken waren nur die 100 Mark vorhanden.

    Und diese wollte man noch verwenden, was im September 1923 etwas schwierig war.

    Man frankierte 45 Tausend Mark mit Freimarken und befestigte 3 Bogen ( 30 Tausend Mark) der Dienstmarke durch Teilanklebung am Brief. Ursprünglich waren die Bögen noch durch Seitenränder dieser am Brief fixiert.

    Beste Grüße Bernd

    Hallo Ulrich,

    ich lese die Adresse so:

    Post Oberneukirchen bei Mühldorf am Inn

    Der direkte Ort dürfte Neukerfen sein, so heißt heute ein Ortsteil von Oberneukirchen.

    Den Beruf kann ich nicht lesen.

    Das Geschriebene : fragen ob erhalten. Rätselhaft: Einschreiben und erhalten wurden wohl in einen Zug geschrieben.

    Beste Grüße Bernd

    Hallo,

    Wertpaketkarte vom 24.2.1923.

    Am 15.1.1923 führte die Reichspost die Versandart unversiegeltes Wertpaket ein.

    Die Wertangabe war begrenzt, am 25.2.1923 auf max. 100 000 Mark.

    Vom 15.1. bis 31.3. 1923 betrug die Gebühr für das Paket von 7 1/2 Kg über 75 km. Transportentfernung = 900 Mark.

    In dieser und der nächsten Portoperiode musste Einschreibung bezahlt werden, das war ab 1.7.1923 nicht mehr Pflicht. Einschreibung = 40 Mark.

    War für ein Versiegeltes Wertpaket die Versicherungsgebühr 80 Mark pro 10000 Mark Wertangabe

    betrug sie unversiegelt nur 40 Mark pro 10000 Mark.

    40000 Mark Wertangabe = 160 Mark Versicherungsgebühr .

    Gesamtgebühr = 1100 Mark.

    Beste Grüße Bernd


    Wunderbar, das du die ersten Serien auch zeigen kannst.

    Anbei Senf-Katalog von ca 1936

    Da waren die Marken auch aufgeführt, mit teils hohen Preisen.

    Mit fiscalischen Entwertung natürlich billiger.

    Hallo,

    Drucksache Einschreiben vom 14.8.1926.

    Erfoderliches Porto 6 Pf. Drucksache und 60 Pf. Einschreiben.

    Normalerweise sind Kempebelege ein rotes Tuch für mich, Kempe hat nach Ostsachsensammlern über 10000 Belege gebastelt..

    Beleg ist überfrankiert, wobei die linken 3 Marken Kempe gleich darunter postfrisch anbietet.

    Die erste Serie, die Kempe auf der Rückseite anpreist und anbietet habe ich für Nichtkenner abgebildet.

    Der Verkaufspreis der 9 Werte am Schalter betrug 1 Mark 41 Pfennige.

    Seine Verkaufspreise sind unglaublich hoch, er hatte durch seine Verflechtung mit der Post aber sehr große Mengen am Lager.

    Beste Grüße Bernd

    Hallo,

    Paketkarte vom 5.9.1946 zu einem Paket von 5 Kg. von Gusow nach Berlin in der 1. Entfernungstufe bis 75 Km. portogerecht mit 60 Pf. frankiert.

    Beste Grüße Bernd

    Hallo,

    Wertbriefe sind relativ selten (in der SBZ) , meist von Briefmarkenhändlern verschickt.

    Brief von 21-100 gramm= 48 Pfennige

    Wertangabegebühr = 20 Pfennige

    Behandlungsgebühr über 100 Mark ( bis 100 Mark = 80 Pfennige) = 1 Mark

    Somit Portogerecht 1,68 Mark verklebt.

    Wie für Wertbriefe vorgeschrieben, Marken mit Abstand verklebt.

    Beste Grüße Bernd


    Hallo,

    vor vielen Jahren waren die bekannten Einnahme-Nachweisstempel im DDR-Spezial aufgeführt.

    Die damaligen Bewertungen in DDR-Mark sind nur als Vergleich untereinander tauglich.

    In letzter Zeit sind viele solche Belege auf den Markt gekommen., die Preise im Keller.

    Ich freue mich dennoch den folgenden Beleg bekommen zu haben, Zuschlag bei Klüttermann = 10 Euro :) .

    Beste Grüße Bernd

    Hallo Wilhelm,ich habe mich lange mit so alter Post nicht mehr beschäftigt.

    Aber ich versuche es mal.

    Der Brief wurde mit 6 Kreuzern bis Coburg ( Guldengebiet) bezahlt.

    Von dort lief er über Hildburghausen, Schleußingen nach Ilmenau. Danach kam er ins Talergebiet entweder nach Erfurt oder Gotha. Dort wurde für die geleistete Strecke 1 Guter Groschen in rot notiert. Er kam er auf eine andere Post nach Langensalza. Dort strich der Postbeamte die 1 und taxierte 2 ( Gute Groschen) als Forderung.. Obwohl die Strecke kurz war, galt 2 Postorte auf einer Route unter 13 Meilen = 1 GG.

    Das sich nur eine Manualnummer ( 6 oben rechts) auf dem Brief befindet ist rätselhaft.

    Unter dieser wurde er an einer Postelle ins Annahmebuch eingeschrieben. Wo das war ist mir unbekannt, aber er hätte beim Umladen in eine neue Post eigentlich auch eine neue Nummer bekommen müssen ?

    Beste Grüße Bernd

    Hallo Marko,

    die Karte ist wirklich sehr spät für die Frankatur. Der Empfänger hat die Nachgebühr bezahlt und sich das Geld bei Markenlieferung bestimmt zurückgeholt. Wenn man die Karten der Zeit liest, kommt man zu der Überzeugung das alle irgendwie damals mit Marken handelten.

    Anbei Ortsbrief-Einschreiben vom 14.7.1948, der 76 Pf. Gebühr erforderte.

    60 Pf. mit Marken und 16 Pf. Gebühr bezahlt.

    Ich habe den Brief erworben, da der Bedarf eindeutig ist. Meine Bedenken, das solche Briefe unter Sammlereinfluß entstanden sind muss ich aber langsam ändern. Anscheinend hatte die Beamten wirklich nicht die passenden Marken zur Gesamtgebühr zu den von Einlieferer vorgeklebten Werten. Das findet man auch bei 10-fach-Frankaturen.

    Kein Beamter liebte Barfrankatur, das war immer viel Arbeit und viel Kontrolle. Auch diese 16 Pf. mussten zwingend ins Annahmebuch und im Gebührenbuch eingetragen werden.

    Der Gebühr- Bezahlt- Stempel ohne Signum widersprach eindeutig den Vorschriften.Der Unterschlagung von Geldern war Tür und Tor geöffnet.

    Beste Grüß Bernd