Schiffspost nach Nord- Italien

  • Guten Abend Italienfreund ,


    leider tragen die Briefe keine Stempel von Marseille.

    (Neben dem gezeigten habe ich noch weitere Briefe, die in Bordeaux angelandet wurden und dann durch Frankreich nach Genua liefen.)

    Auch in Bezug auf Genua muß ich Dich enttäuschen. Leider sind auf den Briefen dieser Art keine Ankunftsstempel von Genua.

    Es bestand aber eine entsprechende Verbindung zwischen Marseille und Genua.


    Es gibt einen Ankunftsstempel aus vorphilatelistischer Zeit: VIA / DI MARE / (E). Der Kennbuchstabe E steht für Anlandungen in Genua.

    Hier ein entsprechender Brief aus Anfang 1870:



    Rolf- Dieter

  • Guten Morgen ins Forum -

    Hallo bayern klassisch - hallo Cusco


    Mittlerweile habe ich die komplette Sammlung neu geschrieben.

    Eigentlich hatte es mir ja bereits gefallen, aber 3 Punkte für meine Aufmachung auf der Naposta in Trier war dann doch eine "Bewertung", die ich nicht nachvollziehen konnte.


    Heute mal ein gedruckter Firmenbriefumschlag nach Italien:



    Rolf- Dieter

  • Guten Morgen ins Forum,


    es hat mich gefreut, dass auf der Veranstaltung "Postgeschichte Live" in Ulm in diesem Jahr ein italienischer Sammler mit seinem 1 Rahmen Exponat Schiffspost Südamerika - Italien befördert mit Schiffen der Reederei Lavarello ein Posthorn bekommen hat.


    Gratulation nach Italien !!


    Rolf- Dieter



    Einmal editiert, zuletzt von SETUBAL ()

  • Guten Morgen bayern klassisch -

    hallo Ralph,


    nun widmet sich ja dies Forum bevorzugt um postgeschichtliche Themen.

    Ich hoffe doch, dass ich mit Zwitter- Belegen (fehlende Aspekte zur traditionellen Philatelie und fehlende Klarstellung postgeschichtliches Thema) hier weiter zu Belegen aus meinem Exponat Schiffspost Südamerika Italien mit Portomarken zeigen und schreiben kann.


    Rolf- Dieter

  • Hallo Rolf-Dieter,


    ich bitte darum! :thumbup: :thumbup:

    Liebe Grüsse vom Ralph



    "Der beste Platz für Politiker ist das Wahlplakat. Dort ist er tragbar, geräuschlos und leicht zu entfernen." Vicco von Bülow aka Loriot.




  • Einen wunderschönen Nachmittag

    bayern klassisch - hallo Ralph


    eigentlich hätte ich es ja unter HUMOR posten sollen, aber da es im Zusammenhang mit meinem Italien Projekt steht, hier mal der Bewertungsbogen für mein Exponat von der "BAYERN HYBRID":



    Ich bitte die Bemerkungen der Jury zu beachten:

    1. zu Titel, Plan und Bearbeitung:

    Zitat: Die Formulierung Das Exponat zeigt die Verwendung von Portomarken in Italien ist missverständlich.

    Naja, die Schiffspost nach Nord- Italien zeigt nun mal Portomarken, die in Italien für fehlende Gebühren, die der Höhe nach in Italien nacherhoben wurden.

    In wie weit italienische Portomarken in anderen Ländern genutzt wurden, entzieht sich meiner Kenntnis. Schade, das ich an dem Jury Seminar nicht teilnehmen konnte, denn da hätten mir die sach- und fachkundigen Juroren sicherlich Auskunft geben können.

    2. Gesamtbemerkung der Jury:

    Zitat: Das sehr gut ausgearbeitete Exponat "leidet" unter langen und komplexen Texten....

    Stellt sich mir die Frage ob mein Exponat jetzt sehr gut ausgearbeitet ist oder ob es eben doch hätte besser ausgearbeitet werden können.


    Zur generellen Kritik aus den Bemerkungen von Juroren Dritten gegenüber, dass mein Exponat nicht klar als Postgeschichte einzuordnen wäre, da im Titel der Hinweis auf Portomarken ein Traditionelles Exponat vermuten lassen könnte ist ein Witz !


    Rolf- Dieter

  • ... ist eigentlich zu traurig, um in der Rubrik Humor zu verschwinden ...


    Beschreibt man komplexe PO-Briefe mit tiefem PO-Hintergrund, werden die Texte nun mal etwas länger. Kritik der Juroren: Viel zu lang, wer soll das denn alles lesen?


    Beschreibt man sie dann deutlich kürzer in einem abgeänderten Exponat, kommt folgende Jurorenkritik: Wenn man wenig weiß, kann man auch nur wenig dazu schreiben.


    Oder auf Deutsch: Wie mans macht, macht mans verkehrt. ||

    Liebe Grüsse vom Ralph



    "Der beste Platz für Politiker ist das Wahlplakat. Dort ist er tragbar, geräuschlos und leicht zu entfernen." Vicco von Bülow aka Loriot.




  • SETUBAL


    Rolf-Dieter,

    Ich glaube ich habe Dir schon mal mitgeteilt, dass ich persönlich auch ein Problem mit Deinem Exponat habe, insbesondere mit der Geschichte welche das Exponat erzählt bzw. erzählen soll, mir fehlt da der Anfang und das Ende.


    Das mit den Portomarken im Titel halte ich auch für problematisch…

  • Vorschlag:


    Da das filoutelistische Material laut Bemerkungen im Bewertungsbogen eine zu geringe Dichte - üblicherweise in gr / m2 gemessen - aufweist, sollte man sich vielleicht auf schwerere Belege konzentrieren (Tontafeln, gravierte Granitplatten usw.)


    Nur ein Vorschlag

    Wer später bremst,
    ist länger schnell !

  • eigentlich hätte ich es ja unter HUMOR posten sollen, ...

    Hallo Rolf-Dieter,


    diese Bemerkung läßt den Schluß zu, daß Du nicht bereit bist, Dich ernsthaft mit den Argumenten der Jury auseinanderzusetzen. Das ist insofern schade, als sie zumindest beim Seminar vielen, wenn nicht allen Zuhörern einleuchteten.


    Ich will mich jetzt einmal mit meiner eigenen Meinung dazu weit aus dem Fenster lehnen, selbst auf die Gefahr hin, daß sie als "(schlechter) Humor" abgetan wird:


    Mein Eindruck ist, daß das Exponat weitgehend aus den unveränderten Originalblättern Deiner größeren Sammlung zur "Maritime Mail South America Nortern Italy" besteht, die durch Zusatzblätter ergänzt worden sind.


    Erwartet hätte ich bei diesem Thema - ungeachtet aller Anforderungen des Reglements - eine Konzentration auf die taxrelevanten Angaben zu den einzelnen Belegen ohne nicht dazugehörige Nebenaspekte sowie detaillierte Angaben zur Ausgabe der Portomarken und ihren Verwendungserfordernissen. Das würde nicht zuletzt dem Betrachter die Möglichkeit geben, die Thematik ohne übermäßigen Zeitaufwand zu erfassen.


    Möglicherweise hat sich die Jury von ähnlichen Gedanken leiten lassen, war aber gezwungen, sie mit des Anforderungen des Reglements zu begründen.


    Beste Grüße

    Jürgen


  • Vorerst mal eine herzliche Gratulation zur Gold Medaille an Rolf-Dieter. Dies ist doch sicherlich eine schöne und gute Auszeichnung. Die von der Jury erwähnten Punkte (Titel, Einführung und Schlussblatt) sind sicherlich - falls akzeptiert - mit überschaubarem Aufwand umsetzbar.


    Da ich hier nur die 1 Seite mit einem Brief gesehen habe, kann schon die Frage nach 2 Belegen pro Seite (bei genügendem Material) mit angepassten Beschreibungen gestellt werden.

  • Guten Abend Valesia -

    erstmal Dank für Deine Bemerkungen und Deine Anregungen zur Umsetzung der von den Juroren geforderten Punkte.


    Guten Abend Altsax - Jürgen,

    natürlich auch Dir Dank für Deine Anmerkungen.


    Leider kann ich nicht beurteilen, ob die Argumentation der Jury allen Zuhörern eingeleuchtet hat, da ich nicht anwesend war.

    Du liegst mit Deiner Annahme falsch, wenn Du denkst, dass das Exponat ein Teil einer größeren Sammlung wäre - Es ist eine eigenständige Sammlung.

    Wenn das Exponat nicht postgeschichtlich aufgezogen und beschrieben ist, dann falle ich vom Glauben ab. Näheres schreibe ich noch.

    Es ist Postgeschichte! Auch wenn die (pauschal - sorry) Juroren hier gern etwas anderes hineininterpretieren würden um Punktabzüge plausibel zu machen.


    Jetzt ein paar kleine Anmerkungen:

    Mein "Italien Projekt", aus dem das Exponat Maritime Mail South America northern Italie with postage due stamps entstanden ist, war zu Beginn meiner Forschung die Fragestellung von James van der Linden ob ich mich nicht einmal mit dem Taxstempel

    T (in einem auf der Spitze stehenden Dreieck) beschäftigen könnte. Seine Aussage: Ihr Deutschen macht doch immer alles so gründlich und Du hast doch auch die farbliche Verwendung eines anderen Stempels klären können.

    Klar habe ich mich der Aufgabe gestellt. Anfangs indem ich auch Angebote aus Auktionskatalogen mit ausgewertet habe und und....

    Es war eine reine Forschung deren Ergebnisse ich natürlich zeitnah auch immer James geschrieben habe.

    Bei der intensiven Beschäftigung kam zusätzlich die Frage nach den Taxierungen, die dann natürlich auch im Gebrauch der Portomarken in Italien zum Ausdruck kamen.

    Soll ich diese ganzen Forschungsergebnisse für mich behalten und im Exponat nicht darstellen ? ... zumal eigene Forschung, Kennisse usw. eigentlich Bestandteil der Bewertung sein sollten ??


    Morgen mehr - mein Doktor schreibt mir leider meinen Tagesablauf vor....


    Rolf- Dieter

  • Guten Abend ins Forum,


    heute weder Hinkelsteine noch Tontafeln -

    auch keine traditionellen oder postgeschichtlichen Aspekte zu einem Brief...


    heute mal als Warnung der Hinweis, dass Weihnachten immer so plötzlich kommt -

    und wer seine Post nicht rechtzeitig aufgibt, "den bestraft das Leben".


    Brief vom 8. Dez. 1877 aus Buenos Aires nach Genua - Ankunft 3. Jan. 1878.



    Das war dann nichts mit pünktlich zu Weihnachten...


    Rolf- Dieter

  • ... und eine Lira war ja auch nicht gerade wenig Geld (3 - 4 mal Mittagstisch damals) ...

    Liebe Grüsse vom Ralph



    "Der beste Platz für Politiker ist das Wahlplakat. Dort ist er tragbar, geräuschlos und leicht zu entfernen." Vicco von Bülow aka Loriot.




  • Guten Morgen ins Forum,


    leider ist der Brief noch nicht bei mir angekommen - aber er ist auf dem Weg.


    Doppelbrief aus St. Domingo (span. Kolonie Haiti mit Dampfer der HAPAG über Hamburg

    nach Genua (Ankunft 23. Dez. 1876)



    und dazu natürlich auch die Rückseite:



    "Aus Westindien - p. Hamburg Dampfer - über Cöln - 21.12. 76"


    Rolf- Dieter

  • Hallo Rolf-Dieter,


    ein Traum! Aber wie erklärt sich das Porto? Das Dt. Reich wird ja auch etwas gehabt haben wollen (und diesen Stempel hinten mit der Miniaturschrift habe ich noch nie gesehen). :P :P :P

    Liebe Grüsse vom Ralph



    "Der beste Platz für Politiker ist das Wahlplakat. Dort ist er tragbar, geräuschlos und leicht zu entfernen." Vicco von Bülow aka Loriot.




  • Unter den italienischen Portomarken ist ein deutscher Taxstempel und ich denke, dass die blaue Taxierung von deutscher Hand geschrieben ist. Das wären für einen Brief der zweiten Gewichtsstufe 50 Pfennig. Den Stempel "Aus Westindien ..." habe ich auch noch nie gesehen. :thumbup:

    Gruß


    wuerttemberger