Beiträge von Valesia

    Hallo Zusammen


    Ich meine, falls bis zum ausländischen Bestimmungsort frankiert wurde (oder werden musste) gab es eine Frankoaufteilung zwischen den beiden Vertragsstaaten. Mit der Angabe des Weiterfranco oder Frankoanteils für die eidgenössische Post.

    Falls jemand einen Inlandbrief (9xr) mit einem Auslandbrief (z.B 1. Rayon 12xr) vergleicht, so mussten bis zum Bestimmungsort tatsächlich zusätzlich 3 xr verklebt werden. Vielleicht ist dies gemeint?

    Schönen Abend


    Martin

    Danke für die ersten Erklärungen. Warum lag die Strecke in der Schweiz im 1. Rayon? Romanshorn, Zūrich, Horgen nach Hirzel sind ca. 100 km und somit mehr als 75 km? Oder galt eine andere Strecke?


    Gruss Martin

    Werte Sammlerfreunde

    Den nachfolgenden Brief habe ich gekauft, weil er sauber gestempelt war und in die Schweiz ging. Nach der Durchsicht der 17 Seiten dieses Threads habe ich versucht eine Beschreibung des Briefes zu erarbeiten und bitte deshalb um Eure Korrekturen und Ergänzungen.

    12 Kreuzer grün (12), mit oMR „248“ und Halbkreis-Aufgabestempel „KISSINGEN X 16/8“ (1863), auf Damen-Briefkuvert nach Hirzel (Kanton Zürich). Leitung mit der Bahnpost via Lindau und „ROMMANSHORN-ZÜRICH Z16 17 VIII 63“ (AW 83 C/13) und über Horgen („HORGEN7 AUG 63 “ an den Bestimmungsort. Die Portoaufteilung für einen Brief unter 1 Loth (15,625g) war 9 xr für den DÖPV (3. Rayon) und 6 xr (über 10 Meilen vom Taxgrenzpunkt = 2. Taxrayon) für die eidgenössische Post. Deshalb musste der Empfänger die rot notierten „3 xr“ (10 Rappen) nachbezahlen. Strafporto wie bei innerbayerischen Briefen war im Postvertrag Bayern - Schweiz von 1852 nicht vorgesehen. Es musste nur der fehlende Portoanteil gezahlt werden.

    Der Brief fällt wohl unter den Postvertrag zwischen dem DÖPV und der Schweiz vom 1.10.1852 / rev. 1.9.1859.

    Sollte noch etwas zur Marke (Platte?), zum Tarif, Tarifperiode oder Leitweg ergänzt oder korrigiert werden?

    Die Marke ist rechts berührt. Würdet ihr dies schnittmässig noch akzeptieren?

    Danke und Sammlergruss

    Martin

    Ich danke Euch für die zusätzlichen Erklärungen. Immerhin habe ich den Spies (Spatie) als etwas „Spezielles“ deuten können 😀.

    Wenn ich das richtig sehe, hat Kilian auch eine 2llb der 1. Auflage mit Pf. 3 und Spatie sowie einer Entwertung mit dem gMR „18“. Fast wie ein Geschwisterpärchen. 😃

    Schönen Sonntag

    Martin

    Werte Sammlerfreunde

    Dieser Brief gefiel mir gut und deshalb habe ich ihn gekauft, obschon er ausserhalb meines Sammelgebietes ist. Deshalb ist auch die Beschreibung etwas mager und ich weiss auch nicht, ob der Beleg im richtigen Thread ist.

    9 xr bläulichgrün, Type 3 (5aIII), mit zentrischem gMR „78“, auf Faltbrief von „ERLANGEN 13/2“ (1854) (Kgr. Bayern) nach Berlin (Kgr. Preussen). Sign. Pfenninger, Brettl

    Könnt ihr mir etwas zum Tarif, Tarifperiode und Leitweg sagen? Müsste sonst noch was ergänzt werden?

    Danke und Sammlergruss

    Martin

    Werte Sammlerfreunde

    Anbei nun die der Verfälschung eines Einschreibens von Augsburg dienende 3 xr blau Marke. Glücklicherweise hat der unkundige Verfälscher eine gut geschnittene (vom unteren Bogenrand) und sauber gestempelte 2IIb mit Plattenfehler 3 verwendet!

    3 xr blau, 2IIb (Plattenfehler 3: Spalt unten rechts) entwertet mit geschlossenem Mühlradstempel „18“ (1. Verteilung, Ortsstempel Nr. 10) von AUGSBURG.

    Wieviel ist die Bewertung dieser Marke mit dem Pf. 3 und dem oMR „18“?

    Ist die Beschreibung soweit richtig und was meint ihr zur Marke? Gehört der Farbpunkt oben links zu dieser Marke mit dem PF. 3 oder ist es nur eine Zufälligkeit?

    Sammlergruss

    Martin

    Ok. Dann löse ich die 3 xr Marke vom Brief und bin dann wieder richtig?

    Habe dann eine lose 3 xr Marke recht schön gestempelt.

    Schade, Gesamteindruck als Bundfrankatur war natürlich besser. Erstaunlich, dass der Vorbesitzer dies nicht merkte!

    Martin

    Werte Sammlerfreunde

    Mit folgendem Einschreibe-Brief bin ich ausserhalb meines Sammelgebietes. Die Beschreibung des Faltbriefes habe ich dem Beschrieb des Vorbesitzers entnommen.

    Aufgrund der abgegebenen Kommentare zur Verfälschung, belasse ich die ursprüngliche Situation und füge nachfolgend den Einschreibefaltbrief nach Entfernung der nicht dazugehörigen 3 xr blau ein. So sieht man nun den gut geschnittenen Unterrand der 6 xr braun. Im weiteren habe ich das Einschreiben auch neu beschrieben.

    Faltbrief als Einschreiben („Chargé “ mit Reco. Nummer „133“) von „AUGSBURG/8 APR. 1852/7-8“ über „REGENSBURG/9 APR. 1852/3-4“ nach Stadtamhof (Kgr. Bayern). Tarifgerecht frankiert mit 6 xr braun 4 II Pl. 1 für einen Brief der 1. Gewichtsstufe (bis 1 Loth) in den 2. Taxrayon (über 12 Meilen). Die Chargégebühr von 6 xr wurde über den Postschein (Barzahlung vom 1.7.1850 bis 31.12.1867) verrechnet. Die 6 xr Marke wurde mit dem geschlossenem Mühlradstempel „18“ (1. Verteilung, Ortsstempel Nr. 10) entwertet.

    Ist immer noch ein schöner Brief, oder?

    Sammlergruss

    Martin

    PS Die 3 xr Marke mit dem Pf. 3 werde ich anderswo einstellen.

    Sammlergruss

    Martin