Beiträge von oisch

    Kleine Senftzugabe,

    die Firma Eysselein war u.a. bekannt für ihre "privaten Vorausentwertungen", wie man in dem vom Großen Vorsitzenden verfassten Buche auf Seite 181 nachlesen kann.

    Auch die Firma Nicolaus Kopp verwendete diese in Bamberg häufiger praktizierte Methode

    ... und weil dem Ralph der Ankunftsstempel so gut gefällt, hier die Variante mit der etwas größeren Schrift (gut auch am oben stumpf zusammengeführten "A" zu erkennen).

    Gruß Klaus

    Hallo Dieter,

    als Sammler hätte er sich schon ein bisschen mehr Mühe beim Ausschneiden geben können. What shalls, die Portostufe mit der 50-ziger Brandenburger Tor fehlte mir noch.

    Gruß Klaus

    Moin,

    Ortseinschreibebrief innerhalb von Kleve (10 Pf Ortsbrief , 40 Pf R-Gebühr).

    Bei dem Stempel musste ich sofort an einen ortsansässigen Schuhfabrikantenenkel denken, der auch hier im Forum tätig ist. In Anbetracht der verschnittenen Notopfermarke wären in diesem Ort aber neben Kinder- und sonstigen Schuhen auch gute Brillen dringend von Nöten gewesen.

    Gruß Klaus

    Einen ähnlichen Postvorschuss wie Tim kann ich hier auch zeigen.

    Er lief am 29. Februar 1836 von Bamberg an das königliche Kreis- und Stadtgericht nach Schweinfurt. Entsprechend dem Vordruck auf 3 Kr. Stempelpapier ging es um die stolze Summe von 10 Gulden 21 Kr., die der Fränkische Merkur in Bamberg für 82 (!) eingerückte d.h. in den Zeitungs-Nr. 51,52 und 61 veröffentlichte Anzeigen des Ministers von Seckendorf(f) (unter anderem betreffend Nachlassangelegenheiten - mehr kann ich nicht entziffern) in Rechnung stellte.

    Laut handschriftlicher Bestätigung wurden allerdings nicht die von Schweinfurt geforderten und auch quittierten 10 f 21 # in Bamberg per Postvorschuss ausgezahlt sondern 11 Gulden 9 Kreuzer also 48 Kr. (!) mehr, die sich mir nicht erschließen. Das Schreiben trägt keinerlei postalische Vermerke und wurde vielleicht per Fahrpost befördert (ähnliche Schreiben von Bamberg nach Eltmann tragen Fahrpoststempel).

    Gruß Klaus

    Passend zum Beleg von Ralph und an anderer Stelle in anderem Zusammenhang schon einmal vorgestellt.

    6 Kr. (4-II-2) auf Brief der Gew.-Stufe I / > 12 Meilen von Nürnberg nach Würzburg über Bamberg vom 9.4.1859. Entwertung durch Bahnpoststempel mit Zielbahnhofangabe "Bamberg"

    Gruß Klaus

    Hallo Hermann,

    danke für die Ergänzung (war mir noch nicht bekannt).

    Für den Nachbarortsverkehr Reichspost - Bayern gab es mit insgesamt 6 Paarungen etwas mehr Möglichkeiten, mit Ausnahme von Mannheim / Ludwigshafen sind alle sehr selten.

    Literatur:

    Bernd Romberg - Riemer, Der Nachbarortsverkehr der Deutschen Reichspost 01.04.1900 - 5.5.1920

    ,

    Gruß Klaus

    Möchte hier eine Postkarte im Nachbarortsverkehr von Neu-Ulm nach Ulm vom 19. Dezember 1903 zeigen.

    Zum Hintergrund:

    Mit Wirkung zum 01.04.1900 verzichtete Württemberg auf die Ausgabe eigener Postwertzeichen und Ganzsachen (Ausnahme Dienstmarken und -ganzsachen) und übernahm unter Beibehaltung des Postregals die Wertzeichen der Reichspost. Zum gleichen Zeitpunkt beschloss die Reichspost das Beförderungsmonopol künftig auch auf den Orts- und Nachbarortsverkehr zu erweitern und sich die unliebsame Konkurrenz der privaten Postanbieter vom Hals zu schaffen, die auf diesem Sektor einen Kostenvorteil boten. Zur Durchsetzung dieser Änderung war

    1.) ein Reichstagsbeschluss,

    2.) eine Abfindung der Privatdienstleister und

    3.) zur Akzeptanz bei der Kundschaft eine Senkung der Gebühren für Drucksachen und Ortspostkarten von 5 Pf. auf 2 Pf. (Bayern und Württemberg von 3 Pf. auf 2 Pf.) erforderlich.

    Diese Regelung galt nicht nur im Reichspostgebiet sondern auch "grenzüberschreitend" zwischen Reichspostgebiet und Bayern bzw. Württemberg (vice versa).

    Neu Ulm - Ulm war das einzige Beispiel für Württemberg - Bayern (das umgekehrte Beispiel Ulm - Neu Ulm suche ich noch)

    Gruß Klaus

    PS: Die Portabsenkung hatte nur bis 1906 Bestand, dann hatte sich das Erinnerungsvermögen der Kundschaft nach Meinung der Post wieder eingetrübt und man erhöhte die Gebühren wieder auf den Ferntarif von 5 Pf.

    Und den Unfug mit der Privatpostbeförderung fing man rund 100 Jahre später um die Jahrtausenwende auch wieder an. Der Hype hat sich mittlerweile aber wieder weitstgehenst von selbst erledigt.

    Hurra, das Forum funktioniert wieder

    und zur Feier des Tages ein Dienstbrief vom Landgericht Forchheim an das Pfarramt in Hausen (Wegstrecke ca. 6 km).

    Soweit ich mir den Inhalt zusammenreimen kann, hat sich ein gewisser Adam ... beim Landgericht Hollfeld zur Vaterschaft des am 15. Juni geborenen Kindes ... Maria kekannt und zur Zahlung vom Alimenten bereit erklärt.

    Keinerlei postalische Bearbeitung erkennbar, möglicherweise per Boten befördert oder einem anderen Schreiben begefügt.

    Einsparung: Arbeitszeit des Postexpeditors und Stempelfarbe der Staatskasse.

    Gruß Klaus

    Hallo Hermann,

    vor einiger Zeit hast Du mir den nachstehenden Teilfrancobrief verkauft, der in die umgekehrte Richtung von Bamberg - nach Krumau (Cesky Krumlov) lief.

    Hier wurde für die Strecke Grenze - Krumau der stolze Betrag von 24 Kr. (diesmal porto) in Rechnung gestellt und 10 Kr. franco für Bamberg - Grenze. Ebenfalls eine hoher Betrag für eine relativ kurze Distanz in Böhmen.

    Gruß Klaus

    noch ne Anmerkung

    Zitat

    Eine Zettelprüfung dürfte maximal 2 Minuten dauern. Bei 3 Euro Gebühr ist das ein Stundenlohn von 90 Euro.

    sofern alle 2 Minuten eine so anspruchsvolle Begutachtung auf den Tisch flattert :/

    ... und Christian L. in Berlin möchte von den 90.- Euronen auch noch seinen Obolus.

    Gruß Klaus

    Guten Morgen,

    die folgende Marke 5-c-III (5 und III korrekt, c geschätzt) weist an der linken oberen Ecke (Umrandungsline + Wertzifferkasten) einen großen weißen Fleck auf. Da ichs mit den Plattenfehlern nicht so habe, meine Frage, ist das ein bekannter selbiger oder nur eine Druckzufälligkeit (Putzenauflage) ?

    Gruß Klaus