Beiträge von SETUBAL

    Guten Morgen guy69 ,


    Alles okay und richtig.

    Trotzdem möchte ich Dir einen Rat für Deinen Weg zum Ausstellen geben:

    Wechsele Dein Format von DIN A 4 auf "letter sheet".

    Was Du uns hier bisher gezeigt hast, wird ja nur ein kleiner Teil Deiner Sammlung(en) sein.

    Wenn Du Dein System für Beschriftungen so behalten wirst, dann irgendwann auch mal ausstellst, dann werden Deine Seiten spätestens bei Internationalen Ausstellungsrahmen im Format DIN A 4 etwas zu hoch sein. Die Abmessungen der Seiten "letter sheet" passen besser in die Rahmen. Das Format ist ein wenig breiter und nicht ganz so hoch wie DIN A 4.

    Ich weiß, dass das im Moment noch Zukunftsmusik ist, aber ich drücke Dir die Daumen, dass Dich "das Ausstellungsfieber packt" und Du irgendwann ein erfolgreicher Aussteller wirst !


    Rolf- Dieter

    Hallo guy69 ,


    Deine Seiten gefallen mir sehr gut !

    Auch eine "kleine Sammlung" kann sehr gut "ins Licht gerückt" werden.

    Ich hoffe, daß Du diese Sammlung mal zu einem Anlaß in Hochheim zeigen kannst.

    Die Hochheimer werden es Dir mit Sicherheit danken. Auch wenn es nur ein kleiner Teilbereich der Geschichte einer Stadt (Hochheim) ist, zeigt es doch, wie und was man mit geeignetem Material alles belegen kann -

    und in Deiner Sammlung, wie man es präsentieren und interessant gestalten kann.


    Rolf- Dieter

    Danke euch beiden

    bayern klassisch und

    Klesammler ,


    menno Ralph - ich hatte den Brief "gedreht" um einen Stempel besser lesen zu können.

    Ja, der ist kopfstehend. Wenn der bei mir ankommt, werde ich den natürlich richtig zeigen.

    ... und Dieter: wegen dem 4er Streifen habe ich mich zum Kauf trotz der fehlenden argentinischen Marke entschlossen.

    Bei einigen bisher gesehenen Briefen habe ich mit Bedauern gesehen, daß vermutlich

    "nach Katalognotierungen sammelnde Briefmarken- Sammler" früherer Generationen die Briefmarken der Herkunftsländer rausgerissen, abgelöst und - und - und haben, um die wahrscheinlich stolz zu präsentieren. Schade das ich die heute nicht mehr "Maß nehmen" kann um denen zu zeigen, wie die diese Briefe verunstaltet haben !


    Rolf- Dieter

    Guten Morgen ins Forum,

    Hallo Cusco ,


    ich hatte ja bereits mehrfach darauf hingewiesen, dass wir die Klärung der Taxen der Briefe gemeinsam machen. Für mich als armen Rentner wären meine finanziellen Mittel bei weitem überschritten, wenn ich alle Briefe allein hätte kaufen müssen... ;(


    Einen sicherlich ebenfalls interessanten Brief habe ich dann noch gefunden.

    In 1879 wurde das Vereinsporto nach den Vorgaben der Beschlüsse der Kongresse des Weltpostvereins (veröffentlicht als Schweizer Gesetzblätter - siehe Projekt Postverträge des DASV) für Länder, die ihre Beitrittsanträge bereits gestellt hatten, aber erst später als vollwertige Mitglieder anerkannt wurden, von 60 auf 50 Centimen gesenkt. Basis- Währung war die französische Währung Frank - Decimen - Centimen.

    Bei dem folgenden Brief hat sich der mit der Nachtaxierung beauftragte Postbeamte wohl bei der Berechnung der Seegebühr von den 6 d (englisch) in die Irre leiten lassen und statt 80 Centimen (Seeporto für über 300 Meilen) nur 60 Centimen abgerechnet:



    Rolf- Dieter

    Guten Morgen wuerttemberger


    vorab Danke für Deinen Kommentar.

    "Normal" war, dass Briefe unfrei aufgegeben wurden. Bezahlte Briefe sind sehr selten. Ich gehe davon aus, daß die peruanische Post bei der Aufgabe nicht gemerkt hat, daß die englischen Marken teilweise nicht mehr gültig waren - die 10 und 9 d Marken - die zu 1/2 Penny war noch gültig. Erst bei der Übergabe an das englische Postamt in Callo wird der Fehler entdeckt worden sein und die beiden Marken wurden mit dem Stempel O abgeschlagen. Kulanterweise hat die PSNC den Brief als bezahlt bis Panama- City befördert. Da jetzt aber keine volle Bezahlung mehr gegeben war, wurde der Brief an den nächsten abfahrenden Dampfer, hier ein französisches Schiff, übergeben.


    Rolf- Dieter

    Guten Morgen ins Forum,


    im Beitrag #276 ist mir leider ein kleiner Fehler unterlaufen.

    James v.d. Linden machte mich darauf aufmerksam, daß der Stempel O auf englischen Marken abgeschlagen wurde, die nicht mehr gültig waren.

    Die Verwendung von nicht mehr gültigen Marken auf einem Brief aus Übersee dürfte wahrscheinlich nicht so häufig sein.


    Hier jetzt die berichtigte Beschreibung:



    Rolf- Dieter

    Guten Morgen guy69 ,


    danke für Deinen Kommentar.

    Zu Deiner Frage:

    In erster Linie beschreibe ich die Seiten für mich.

    Allerdings versuche ich den Spagat, es so zu gestalten, dass es auch den Regeln für Wettbewerbsausstellungen entspricht und ich (relativ) entspannt das Exponat dort zeigen kann. Natürlich bekomme ich auch "mein Fett" ab, aber auch mir sind gerade die Nicht- philatelistischen Randinformationen wichtig, um auch mit dem Thema nicht vertraute Betrachter zu erreichen. Nur so ist es meiner Meinung nach möglich, die Freude an einem Thema in einer für ALLE verständlichen Form zu gewährleisten.


    Viele Grüße

    Rolf- Dieter

    sorry - aber ich hatte die 60 im Kopf für die verdoppelte Vereinsgebühr - und dann statt

    den 80 Seegebühr (die nach den Vereinbarungen nicht verdoppelt wurde) + 60 (!!!)

    als Ergebnis 1,60 erhalten.... 80 + 60 sind aber nur 1,40 Lire


    (Kopfrechnen schwach - dafür Religion sehr gut - hieß es immer in der Schule)

    Nicht bei mir !! aber hier ist es angebracht.



    Rolf- Dieter

    Guten Morgen wuerttemberger ,


    habe eben gesehen, dass ich einen Schreibfehler habe !

    Es heißt natürlich 1,40 Nachporto !!

    Die Franzosen haben lt. den Vereinbarungen des Allgemeinen Postvereins:

    80 Centesimi für das Seeporto über 300 Meilen berechnet,

    60 Centesimi dazu 30 für den Transit durch Mitgliedsstaaten - verdoppelt wegen

    Nicht- Zahlung auf 60 .. also gesamt 1,40 Lire


    Ich werde die Seite gleich verbessern...


    Rolf- Dieter

    Guten Morgen ins Forum,


    für mein Italien Projekt hat mir Andreas Riedl ( Cusco ) freundlicherweise einen Brief zur Bearbeitung für unsere gemeinsame Portoforschung übergeben, den ich hier vorstelle:



    Zu so einem Brief, bei dem es mir die Sprache verschlagen hat, brauch ich wohl nichts mehr hinzufügen.


    Rolf- Dieter

    Hallo ins Forum,


    Klesammler ,

    preussen_fan und

    bayern klassisch ,


    danke für eure Kommentare und aufmunternden Worte.


    Klar werde ich weiter nach meinen Vorstellungen mein Exponat so zusammenstellen, wie es mir am besten gefällt.

    :saint: Mittlerweile habe ich gelernt, wozu ich 2 Ohren habe - in eins rein und auf der anderen Seite des "Gehörns" wieder raus.

    Andere Bemerkungen wie z.B. Altersstarrsinn überhöre ich (altersbedingt).


    Rolf- Dieter

    Guten Morgen

    preussen_fan ,


    danke für deinen Kommentar.

    Mir ist natürlich klar, dass ich wieder gesagt bekommen werde: Sie haben da "leere Seiten" - gehört nicht in ein Exponat usw.

    Aber ich werde diese Seiten in Ehren halten und zeigen !

    Aus meiner Sicht ist es ein wichtiger Beitrag auch über den Tellerrand des eigentlichen Themas zu schauen und auch die Möglichkeit Betrachter in den Bann zu ziehen; letztlich auch Werbung für philatelistische Themen zu machen


    Rolf- Dieter

    Guten Morgen ins Forum,


    ich weiche heute einmal von meiner Gewohnheit ab, nur immer eine Seite zu zeigen.

    Mein Thema ist ja Schiffspost Südamerika - Nord Italien...

    Meiner Meinung nach sollten ja auch geschichtliche Hintergründe, interessante "Randerscheinungen" auch in einem Exponat Erwähnung finden, wenn diese zum Verständnis des gezeigten Themas beitragen.


    In meiner Einleitung gehe ich auf die Einwanderungswelle der Italiener in die "La Plata Region" ein und zeige im Verlauf des Exponats, zeitlich geordnet, auch einen Brief eines Auswanderers.

    Diese 3 Seiten möchte ich vorstellen, um den Zusammenhang erkennbar zu machen:



    ...verbunden mit der Frage, wie euch meine "Randgeschichte" gefällt ??


    Rolf- Dieter

    Guten Morgen ins Forum,


    Hallo Klesammler , preussen_fan

    und alle, die ebenfalls an der "Entschlüsselung" mit geholfen haben.


    Vielen Dank !


    Leider fehlt ja in dem nicht vollständigen Brief der Name des Absenders.

    Der Name des Empfängers ist aber da. Auf dem Briefumschlag ist der Name und Titel eines Advocats in Mailand angegeben:



    Ebenfalls interessant, dass der Brief zur Beförderung mit einem Handelsschiff - entsprechend vermindertes Porto von 40 Centesimi - aufgegeben wurde.


    Rolf- Dieter

    Hallo preussen_fan ,


    ich danke Dir für Deine Hilfe !


    Offensichtlich scheint es leider nur ein Teil des gesamten Briefes zu sein.


    Aber - wenn man die Gegebenheiten der damaligen Zeit betrachtet, ergibt selbst dieser verstümmelte Ausschnitt einen traurigen Sinn.

    Was mich freut ist die Tatsache, das es sich tatsächlich um eine Nachricht eines Auswanderers handelt.


    Als Hintergrundinfos allgemeiner Art - Betrachtung Italien:

    Viele der Auswanderer kamen aus dem von Landwirtschaft geprägten Süden Italiens. Wenn ich bedenke, dass die allgemeine Grundschulpflicht (bis zur 4. Klasse) in Preußen erst 1856 eingeführt wurde, dann wird es mit Schulbildung (Lesen und Schreiben) in Italien sicherlich nicht besser gewesen sein. Kinderarbeit und/oder Hilfen im Haus und Hof waren an der Tagesordnung. Das Einkommen einfacher Leute dürfte nicht hoch gewesen sein. Den Verlockungen "in der Fremde" sein Glück zu machen, dürften viele erlegen sein. Wobei sicherlich auch "Anwerber" mit ihren Versprechungen für Auswanderungswillige das Ihrige mit beigetragen haben.

    - und Betrachtung der La Plata Region:

    Die klimatischen Verhältnisse waren moderat, die Zielländer ebenfalls von Landwirtschaft geprägt. Wobei die großen Haziendas ein Problem hatten: Seit 1856 war der Handel mit Sklaven, die als Arbeitskräfte gebraucht wurden, international geächtet und verboten. In Brasilien war dann ab 1880 auch der Besitz von Sklaven verboten.

    Es fehlte an Arbeitskräften, die ersetzt werden mußten. Dabei bot es sich an, Auswanderungswillige auch aus Europa anzuwerben. Diese wurden oft mit Versprechen gelockt und als Ersatz- Sklaven behandelt. Die Unterbringung erfolgte vielfach in den bisherigen Sklaven"behausungen", der Verdienst mehr schlecht als recht.

    Das dann vielen "der Kragen geplatzt ist", ist mehr als verständlich.


    Offensichtlich hat hier ein Auswanderer seinem Ärger über die tatsächlichen Gegebenheiten vor Ort Luft gemacht.


    Ich bedanke mich nochmals für alle, die mitgeholfen haben.


    Rolf- Dieter

    Guten Morgen ins Forum,


    bei einer meiner letzten Erwerbungen habe ich in einem Brief auch den Inhalt gefunden. Leider bin ich des Italienischen nicht mächtig - aber neugierig !


    Kann mir jemand helfen, den Brief zu übersetzen ?

    Vielen Dank im voraus für die Hilfe.




    Es kann sein, das die Seiten nicht in der richtigen Reihenfolge sind - sorry.


    Rolf- Dieter