Spanien - BE/NE/LUX

  • Beleg ab Bilbao vom 18.12.1823 nach Gent im Transit durch Frankreich. Erhalt am 27.12 laut Vermerk auf der Rückseite






    die Stempel: auf der Vorderseite ein roter B ° (Vizcaya), ein französischer Grenzübergangsstempel ESPAGNE PAR BAYONNE sowie ein roter Transitstempel T.F .
    Auf der Rückseite rotes FRANCO + roter Kreuzstrich, sowie ein niederländische Grenzübergangsstempel FRANKRRYK over MEENEN


    das Porto:


    auf der Rückseite das spanische franco ab Bilbao bis zur französischen Grenze, Tarif vom 1.11.1815 --> 8 cuartos für den einfachen Brief bis 5 adarmes inklusive. 1 adarmes = 1.79g.
    Quelle: les relations de la France avec l'Espagne de 1660-1849 von Michèle Chauvet


    auf der Vorderseite das Porto von gesamt 14d was dem Empfänger überlassen wurde, gemäß dem französisch-niederländischen Postvertrag von 1817


    für den Transit durch Frankreich ab Bayonne bis Lille: 11 d (Tarif von 1806)
    für den niederländisch-belgischen Parcours ab Menin nach Gent: 3d (Tarif von 1818 )

    Phila-Gruß


    Lulu

  • Liebe Lulu,


    ich wundere mich nur, dass man in Bilbao mit dem Zielort "Gante" ohne weitere Präzisierung etwas anfangen konnte - Respekt!

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Fortsetzung naht, da gab es wohl rege Geschäftsverbindungen nach Gante mit der Firma Herry.....



    Brief 2: wieder ab Bilbao nach Gent an den gleichen Empfänger, anderer Absender. Geschrieben am 17.12.1818. Ankunft in Gent laut Vermerk vom Händler 28 Dezember. Den Inhalt kann ich auch diesmal leider nicht lesen da der Text in Spanisch verfasst ist.


    die Stempel: auf der Vorderseite ein roter B ° (Vizcaya), ein französischer Grenzübergangsstempel ESPAGNE PAR BAYONNE diesmal kein roter Transitstempel T.F. Auf der Rückseite lediglich der
    niederländische Grenzübergangsstempel FRANKRRYK over MEENEN


    das Porto:


    auf der Vorderseite das Porto von gesamt 14d was dem Empfänger überlassen wurde, gemäß dem französisch-niederländischen Postvertrag von 1817
    für den Transit durch Frankreich ab Bayonne bis Lille: 11 d (Tarif von 1806) für den niederländisch(belgischen) Parcours ab Menin nach Gent: 3d (Tarif von 1818 )
    diesmal ist der Spanische Anteil vom Porto nicht vermerkt und es befindet es auch nirgends ein Franco bis zur Französischen Grenze.

    Phila-Gruß


    Lulu

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  • Ich habe unter Seepostwege irgendwie nicht den passenden Thread gefunden



    Faltbrief ab Malaga (Andalusien) nach Antwerpen. Über See mit dem Raddampfer Phocéen nach Collioure - Kastenstempel PAYS D'OUTREMER PAR COLLIOURE. Den Rest der Strecke im Transit durch Frankreich (T.F) und bei Valenciennes über die Grenze. Auf dem Verso ein FRANCE PAR QUIEVRAIN / BRUXELLES Stempel mit Datum 2 FEV 1838 in blau und ein Ankunftstempel von Anvers vom 3 FEV 1838. Der Empfänger bezahlte 16 décimes davon 11d für den Französischen Anteil (Briefe aus Spanien) und 5d für die Strecke ab Mons nach Antwerpen.


    Der Raddampfer Phocéen wurde auf der Werft SA Chantiers in La Ciotat gebaut. Stapellauf am 14.4. 1836, Auslieferung an den Kunden im Mai 1836. Am 31.5.1836 verlässt er den Heimathafen Marseille zu einer dreimonatigen (touristischen) Rundreise im Mittelmeer Alger, Tunis, Malta, Navarin, Smyrna, Konstantinopel und Athen. Auf der Rückreise lief er die Häfen Palermo, Neapel, Livorno und Genua an. Der Dampfer war in Betrieb bis Anfang 1838. Im Februar 1838 wurde er an den Sultan Mahmud II. verkauft und auf den Namen Peyk-i Şevket getauft.


    Mein Brief wurde am 16 Januar 1838 geschrieben, also kurz vor dem Verkauf an den Sultan.



    https://de.wikipedia.org/wiki/…%C5%9Eevket_(Schiff,_1836)
    http://www.museeciotaden.org/P…E8brit%E9s/louisbenet.htm

    Phila-Gruß


    Lulu

    Einmal editiert, zuletzt von Zockerpeppi () aus folgendem Grund: Tippfehler

  • Hallo Lulu


    Ein toller Brief :)
    Und ein nicht häufiger nehme ich an, die meisten die ich gesehen habe sind nach Frankreich geschickt.


    Und was war nicht häufig? Die Umleitung per Schiff wegen die Carlist-Kriege.
    Ich habe auch einen mal gezeigt der nach Bayern geschickt war: Spanien-Bayern Vorphila


    Schönen Abend
    Nils

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis grösser als in der Theorie.

  • Hallo Sammlerfreunde,

    ein früher Brief von Cadiz nach Amsterdam. Das Schreiben ist datiert mit September 1670.

    Der Empfänger zahlte 12 Stuiver Porto. Auf der Briefvorderseite rote 12.

    Wofür steht PP links neben Amsterdam?

    Wofür steht die braune 8S Litagur? Vielleicht Absendergebühr 8???

    Wie war der Leitweg? Ging der Brief über Land?

    Bitte um eure Hilfe

    Liebe Grüße

    Franz

  • Hallo Sammlerfreunde,

    ein Faltbrief von Cadiz (Spanien) nach Gent. Der Brief ist datiert mit Cadiz am 21 November 1786.

    Auf der Briefvorderseite ist die Empfängergebühr von 13 ?Sou notiert.

    Auf der Siegelseite Ankunftsvermerk 12 xbre = 12. Dezember???

    Der Brief wurde in einer sehr schönen Schrift geschrieben. Leider kenne ich die Sprache nicht.

    Bitte um eure Korrektur

    Liebe Grüße

    Franz

  • Hallo Franz


    Der Empfänger hat 13 Solls bezahlt. Der Preis für einfache Briefe aus südlichen Spanien. Von Nord-Spanien kostete es nur 11 Solls.

    Eigentlich lief der Brief nach "Österreich" weil Gent einen Teil von Niederländische Österreich war.


    Xber - versuch mal Google und du hast die Antwort und auch der Hintergrund.


    Wenn es um Sprachen geht versuche ich immer einen Teil der Text im Google Translate. Hier wo es so einfach zu lesen ist wird es durch Google Translate auch klar dass es Niederländisch ist (oder flämisch).

    Es lohnt sich immer etwas im Netz zu untersuchen :)


    Viele Grüsse

    Nils

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis grösser als in der Theorie.

  • Hallo Nils,

    herzlichen Dank für Deine Info. :) Super!!!! Solls nicht Sou

    Du hast recht, ich sollte den historischen Hintergrund mehr Beachtung schenken. Mir war nicht bewusst , dass Gent einmal ein territorialer Bestandteil der Habsburger Monarchie war.

    Den Google Translator werde ich in Zukunft öfter verwenden:)

    Liebe Grüße

    Franz

  • Hallo Franz,


    der Brief ist datiert auf den 21 9bre (November) 1786, eingegangen am 12 Xbre (Dezember) (1786), beantwortet am 27 Jan 1787.

    Es geht in dem Schreiben vermutlich um die Einlösung von Wechseln, deren Laufzeit verlängert werden soll. Es wird darauf verwiesen, daß die örtliche Situation sehr schwierig und der Handel mit der Südsee ebenfalls problematisch sei. 2 Schiffe seien bereits abgefahren und ob andere wie vorgesehen fahren sei unsicher. Er vermutet, daß einige aufgeben werden.

    Ich hoffe, das habe ich halbwegs richtig wiedergegeben.


    Dieter