• Werte Sammlerfreunde

    Bezüglich Entwertung der Wertstempel, ist die Antwort im Postamtsblatt Nr. 26 vom 1.6.1867 zu finden.

    Siehe Martin Baer "Schweizer Ganzsachen Handbuch", S. 13

    Der Markenstempel ist nicht zu entwerten! Sicherlich gab es noch entsprechende Post-Verfügungen.

    Sammlergruss Martin

  • Werte Sammlerfreunde

    Bleiben wir bei den Tüblibriefen und auch bei Leukerbad. Anbei mein Sonntagsbeleg.

    Tüblibrief von Leukerbad vom 23.10.1876, mit dem nur im Winter verwendeten Stabstempel "LOUËCHE BAINS", über Leuk ("LOECHE VILLE") nach Marseille in Frankreich. 25 Rp. UPU Tarif (Frankreich trat dem Weltpostverein am 1.1.1876 bei).

    Was hat hier der Pöstler falsch gemacht?

    Sammlergruss

    Martin

  • Keine Ahnung - da ich nach 1876 nicht sammle, kenne ich auch nur wenige CH-Briefe dieser Zeit (nach Bayern), aber davon hatten etliche P.D.-Stempel. Einer musste ja prüfen, ob alles bezahlt worden war.

    Liebe Grüsse vom Ralph

    "Der beste Platz für Politiker ist das Wahlplakat. Dort ist er tragbar, geräuschlos und leicht zu entfernen." Vicco von Bülow aka Loriot.


  • Hallo liebe Freunde,

    ... den hier habe ich gerade auch noch in einer Kiste gefunden...

    30.01.1868 von Basel nach Lyon :)

    Schöne Grüße

    Bayern-Nerv Volker

    Nimm dir im Leben ruhig die Zeit zum Sammeln und genieße einen guten Wein, denn die gesammelte Zeit nimmt dir irgendwann das Leben und dann wird man um dich weinen. (V.R.)

    Bayernfarbenvielfaltverrückt - warum nicht?

  • Hallo zusammen,

    ein schönes Neues Jahr Euch allen!

    dieser Brief von Genf nach Boujeons im Departement Doubs gibt mir Rätsel bezüglich des Postwegs auf. Er trägt die folgenden Stempel: Genf 27.03., Dijon 28.03, Besancon 29.03, Mouthe 29.03. Suisse Marseilles 2?.03

    Was hatte dieser Brief in Dijon oder Marseille zu suchen? (Remoray-)Boujeons liegt ca 70km Nordwestlich von Lausanne! Hat jemand eine Erklärung?

    Interssant auch, dass 5 Rp. zuviel frankiert wurden.

    Matze


  • Hallo Matze,

    du zeigst einen interessanten Beleg, was den Transport angeht:

    Der rote Stempel ist ein Bahnpoststempel, was man am Achteck innen erkennt. Dieser wurde auf der Strecke Marseille - Paris für Post aus der Schweiz nach Frankreich eingesetzt (v.d.Linden 2593). Vermutlich in Lyon wurde der Brief auf die fr. Bahnpost verladen, in Dijon wurde er wieder ausgeladen und erreichte über Besancon am gleichen Tag Mouthe an der Grenze zur Schweiz.

    Jetzt wird es seltsam: Die genutzte Strecke bestand zwar schon seit mindestens 1860, aber bereits 1870 gab es eine Bahnstrecke Genf - Lausanne - Vallorbe (an der Grenze unweit Mouthe) und weiter nach Besancon. Ich kann mir nicht vorstellen, daß auf der Strecke keine Bahnpost befördert wurde und deshalb der weite Weg über Frankreich gewählt wurde.

    Aber das wissen unsere Freunde aus der Schweiz vermutlich besser. Ich bin gespannt.

    viele Grüße

    Dieter

  • Hallo zusammen

    Ein wirklich interessanter Brief. Der Leitweg ist tatsächlich so speziell wie das verklebte Porto. Ich habe keine Ahnung aber vielleicht musste der Brief ja zuerst über ein "Verteilzentrum" in der nächstgrösseren Stadt Dijon?

    Es gab einen Tarif für Frankreich vom 01.07.1875. Da waren für Frankreich tatsächlich 30Rp. fällig. Jedoch für den Grenzrayon (was ja hier der Fall sein müsste) nur 20Rp. also auch wieder irgendwie komisch. Ebenso kamen nachher am 01.07.1876 und am 01.07.1877 zwei neue Tarife und da ist Frankreich nur noch mit 25Rp. zu frankieren gewesen. Der Grenzrayon blieb aber bei 20Rp.

    Egal wie ich es drehe und wende, ich komme nicht auf eine gescheite Erklärung. Ich bin aber auch kein Portospezialist ;)

    Viele Grüsse

    Tessin

  • Off topic:

    Hier ein Charge Brief von Chiasso nach Nizza. 1.00 CHF Frankatur. Davon waren 40Rp. für Charge und 60Rp. für das Briefporto. 30Rp je Gewichtsstufe. 14.5g hat der Brief gewogen, wenn ich die Schrift oben links richtig entziffere. Leider ist der Brief stark beschädigt aber mit zwei verschiedenen Charge Stempeln und dem Tessiner P.D. im Oval.

  • ... tolles Stück und alles richtig beschrieben. :thumbup:

    Liebe Grüsse vom Ralph

    "Der beste Platz für Politiker ist das Wahlplakat. Dort ist er tragbar, geräuschlos und leicht zu entfernen." Vicco von Bülow aka Loriot.


  • Hallo zusammen

    Da ich mich mit Schweiz Briefe nicht auskenne, bitte ich um kurze Einschätzung

    und Beurteilung des nachfolgenden Briefes.

    Porto? finanzielle Größenordnung?

    Danke im Voraus

    Gruß philabiber

  • Guten Nachmittag,

    zeigen möchte ich drei Belege von Basel nach Mühlhausen:

    Oben: 25.10.1870 - Auslandsorto 20 Rapen
    Mitte: 13.05.1871 - Grenzorto mit R.L. Stempel
    Unten: 28.05.1878 - Grenzporto ohne RL Stempel

    Grüße aus Bempflingen
    Ulrich

    Das Leben ist zu kurz um sich darüber zu ärgern, was andere über dich denken oder sagen

    also hab Spaß und gib ihnen etwas worüber Sie reden können

    scheinbar ist ihnen ihr eigenes Leben zu langweilig

  • ... kommt jetzt darauf an, ob Mühlhausen noch zu Frankreich gehörte, zu den besetzten Gebieten im Krieg 1870/71, zum Deutschen Reich, oder wieder nach Frankreich repatriiert wurde (erst nach 1918). Interessante und spannende kleine Studie!

    Liebe Grüsse vom Ralph

    "Der beste Platz für Politiker ist das Wahlplakat. Dort ist er tragbar, geräuschlos und leicht zu entfernen." Vicco von Bülow aka Loriot.