• Bombay - Ludwigshafen a.Rh. 21.04.1900


    Hallo Sammlerfreunde,


    dem Aniliner und Philatelisten Franz Eisele haben wir schon einige nette Überraschungen in Sachen incoming-mail zu verdanken. Hoffentlich werden es noch mehr der nachstehend abgebildeten Art. Die obendrein mit britischen Seepoststempel der Linie Bombay-Aden-Suez, macht alles in allem eine sehr interessante und hübsche UPU-Auslandspostkarte zu 1 Anna ins linksrheinische Bayern.


    + Gruß


    vom Pälzer

  • Hallo Pälzer,


    eine sehr schöne Karte und in die Pfalz schwer zu finden. Interessant finde ich, dass der schnarchige Absender die falsche Karte zuvor geschrieben hatte und Eisele Strafporto zu zahlen hatte. Vlt. schaffst du es ja, die auch in die Sammlung zu bekommen, dann wäre das eine ideale Seite.

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Neuzugang in meiner Sammlung dank einem Tipp :


    Brief ab Bombay vom 28 AP 1886 über Brindisi Italien nach Köln an die Sal Oppenheim. Frankiert mit 2x Six ANNAS . Auf der Rückseite befinden sich ein SEA POST OFFICE E Stempel, Datum vielleicht 30 AP ?!?. Ankunft in Cöln a Rhein am 16.5.86. Das Siegel wurde mit dünnem Papier überklebt. Es scheint brüchig unter der Folie.



    Küsschen für den Tipp

  • Liebe Lulu,


    schönes Stück! Wenn es kibitz nicht sehen sollte, könntest du ihm eine PN schicken, wenn du zum Laufweg etwas wissen möchtest.

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Hier was sich, dank tatkräftiger Unterstützung :thumbsup: , ergibt:


    Die Frankatur mit 2x Six ANNAS kommt dem 4fachen Porto gleich für die Gewichtsstufe von 1,5-2oz. Auf der Rückseite befinden sich ein Ankunftsstempel von Cöln a Rhein am 16.5.86 und ein SEA POST OFFICE E Stempel, Datum 30 AP. Aus zuverlässiger Quelle erfuhr ich dass der P&O Dampfer Mirzapore am 30 April in Bombay ablegte, in Transit über Aden fuhr um schliesslich am 11 Mai in Suez einzulaufen. Hier wurde die Post je nach Bestimmungsort auf weitere Dampfer verfrachtet. Der gezeigte Brief verliess Suez mit dem Dampfer Nizan, welcher am 14 Mai um 9 Uhr im Hafen von Brindisi anlegte. Der letzte Teil des Weges ging wie ich vermute über Land.


    Ich hoffe dass ich alle Hinweise korrekt ausgewertet habe

    Phila-Gruß


    Lulu

  • Hallo Lulu,


    erstklassige Infos!


    Zitat

    Der letzte Teil des Weges ging wie ich vermute über Land.


    So ist es - mit der Eisenbahn über den Brenner, München, Stuttgart und dann nach Köln.

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Hallo mit der Bitte um Hilfe,


    dank eines Tipps und gnädig gestimmten Himmelsmächten bin ich zu diesem Brief gekommen.
    Hougly der 15.11.1777 nach Wriezen an der Oder.
    Leider kann ich mit den darauf vermerkten Portovermerken nichts anfangen. Der Brief ist aus Niederländisch-Indien, Hougly liegt etwas oberhalb von Calcutta. Der niederländische Teil wird auch Chinsura genannt. Mich würde auch interessieren wo der Brief zur Post gegeben wurde. Die wahrscheinlichsten Möglichkeiten sind Amsterdam oder Wien.


    Beste Grüße und ein gutes gesundes neues Jahr


    kibitz

  • Hallo kibitz,


    Österreich frankierte nicht in der Form und mit den Stiften, somit fällt eine Postaufgabe (die allermeisten Posten führten noch gar keine Stempel) in Österreich aus.
    Eine Aufgabe in den Niederlanden halte ich auch für zweifelhaft. Ich könnte mir Norddeutschland (Hamburg?) vorstellen, weil hier wohl nur 2 Währungen im Spiel waren.
    Vlt. können unsere lieben Preußen bei diesem Unikat mehr helfen, als ein royaler Bayernsammler wie ich. :rolleyes:

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Hallo Sammlerfreunde,


    vom Fuße des Himalaya in 20 Tagen gelaufen in die bayerische Pfalz, das ist schon bemerkenswert. Die hübsche kleine Ganzsache zu 2 Annas und 6 Pies wurde in dem Bergstädtchen Mussoorie (Hindi: मसूरी, Masūrī) im heutigen Bundesstaat Uttarakhand aufgegeben. Das kleine Bergstädtchen geht auf die Gründung einer sog. Hill Station im Jahre 1832 zurück, mit welchen die britischen Kolonialherren - hier der Jäger und Abenteurer Captain Young - der Hitze der Ebene entflohen.


    Mussoorie ist heute ein beliebtes Ausflugsziel für Inder der Mittelschicht, Hauptattraktion ist die Aussicht auf die Wälder und Gipfel des mittleren Himalaya. Von dort aus lief das Poststück erst einmal rd. 1.800 km quer durch Indien nach Bombay und wurde dort am 03.06.1892 auf ein Schiff der britischen Peninsular & Oriental Steam Navigation Company (P&O) verbracht, wo es von dem darauf eingerichteten Seepostdienst noch am selbem Tag in die Sortierung ging.


    Diese Schiffe verkehrten seit 1868 bis zu Beginn des 1. Welkrieges von Bombay aus mit Zwischenhalt über Aden (Jemen) durch den Suez-Kanal nach Suez (Ägypten). Dem Leitvermerk zu Folge ging es dann weiter über das Mittelmeer nach Brindisi (Italien), das waren von Bombay aus weitere rd. 7.400 km. In Bergzabern bei Miss Scharnberger angekommen, hatte das Brieflein dann insgesamt knapp 11.000 km hinter sich gelegt. Zur o.a. Gebühr kann ich leider im Moment aber rein gar nichts beitragen. :(


    + Gruß


    vom Pälzer


    verwendete Quellen:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Masuri
    http://www.tpo-seapost.org.uk/tpo2/spadenbombay.html

  • Hallo Pälzer,


    ein Schmuckstück Indiens in die Pfalz - ja wenn das keinen Spaß macht, dann weiß ich es auch nicht mehr. :P:P

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Hallo zusammen,


    1 Anna setzt sich bekanntlich zusammen aus 12 Pies. Bei dem nachstehend auffrankierten Antwortteil kommt man über die Zusammensetzung aus 1 Quarter Anna (brauner Wertstempel) = 3 Pies, 1/2 Anna (grüne Marke) = 6 Pies und 3 Pies (graublaue Marke) auf insgesamt 12 Pies = 1 Anna = UPU-Tarif für die Postkarte im internationalen Versand. Der Absendeort Peshawar liegt heute in Pakistan, während der britischen Herrschaft war es die Haupstadt der North Western Frontier Province und eine der größten Garnisonen der Britisch-Indischen Armee.


    + Gruß


    vom Pälzer

  • Hallo Pälzer,


    wundervolle Karte und der Inhalt ist auch nicht ganz ohne (nur überflogen in der Eile). Ist ja auch heute noch eine Gegend, in die man sich besser nicht trauen sollte ...

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Hallo Pälzer,


    jo, eine wunderschöne Karte, von der man so schnell keine zweite finden wird.
    Bei Ganzsachen neueren Datums sind Zusatzfrankaturen vermutlich eher wertmindernd, aber bei so alten Stücken finde ich diese besonders reizvoll! :thumbup:


    Viele Grüße
    nordlicht

  • Hallo liebe Freunde,


    mal kein Beleg in die Pfalz .. ;) sondern an den Niederrhein :D


    Ganzsache vom 25.03.1897 ab Delhi - Stempel Sea-post Office 27.03.1897 - Ankunft in Oedt am 13.04.1897. adressiert an Joh. Girmes (die Firma Johannes Girmes + Co. bestand schon seit 1879 in Oedt).


    Schöne Grüße
    Bayern-Nerv Volker

  • Hallo bn,


    mal kein Beleg in die Pfalz .. ;)


    genau, sonst wird`s hier ja langsam so, wie groß und unterstrichen vorne auf dem Brief steht ;) . Klasse Teil, mit klar abgeschlagenem Seepoststempel.


    + Gruß !


    vom Pälzer :thumbup:

  • Laurent,


    pour l´information.


    Salutations
    Volker

    Nimm dir im Leben ruhig die Zeit zum Sammeln und genieße einen guten Wein, denn die gesammelte Zeit nimmt dir irgendwann das Leben und dann wird man um dich weinen. (V.R.)


    Bayernfarbenvielfaltverrückt - warum nicht?