Beiträge von nordlicht

    Hallo,


    der erste Empfänger war "Capitaine" und ja, auf einem Beleg können auch mehrere Sendungen bestätigt werden.
    Interessant ist, dass eine Sendung nach Dänemark ging. Aber da ab Juli 1849 Waffenstillstand vereinbart war, wohl durchaus möglich ...


    Viele Grüße
    nordlicht

    Guten Morgen,
    danke für die Unterstützung!
    Ich hatte befürchtet, dass der Stempel über einen längeren Zeitraum benutzt wurde, aber wenn es bei diesem Brief wahrscheinlich in den 1850ern war, hilft das schon mal ...
    Viele Grüße
    nordlicht

    Hallo Ulf,

    vielen Dank für die Informationen!
    Damit sind die ersten Fragen geklärt, aber auf einer Erklärung für das hohe Gesamtporto muss ich noch weiter herumdenken. Denn dann wäre der preußische Anteil insgesamt (inkl. Postvorschuss) unter 60 Sgr, d.h. der holsteinische Anteil müsste noch über 20 Sgr gewesen sein, was mir viel zu hoch erscheint (das einfache Briefporto war lediglich 2 Schilling).

    Viele Grüße
    nordlicht

    Hallo allerseits,


    was ist denn dann der Unterschied zwischen der diesseitigen Taxe und der (fast gleichen) baierischen Taxe?
    Und wenn sich in Bayern die zweite Gewichtsstufe mit "4 plus 2 = 6x" errechnet, wie erklärt sich dann die "9", die auf der überwiegenden Anzahl von Glückstadt-Castell-Briefen zu finden ist?
    Ein Beispiel habe ich angehängt, das VorphilaBayern vor ein paar Jahren zeigte.

    Viele Grüße
    nordlicht

    Hallo,
    bei diesem Text habe ich ein paar Schwierigkeiten alles zu entziffern:
    "In Beantwortung ... ??? ... vom 10t ... ??? ... habe ich die Ehre zu erwiedern, daß es mir nicht möglich wegen der ... ??? ... etwas zu bestimmen, da dieß nicht in meinem Fache ist, sondern soweit(?) ich weiß bey den Zoll Amtern abzumachen ist."

    Insbesondere interessiert mich das Wort in der Mitte (nach "wegen der"), das ein Schiffsname sein könnte.
    Kann jemand bitte helfen?
    Viele Grüße
    nordlicht

    Hallo bayernalbi,
    ja, aber bei deinem Brief wäre es dann eine Diskrepanz von 1-fach (6 Kreuzer) zu 2-fach (44 Kreuzer), während es bei den meisten anderen Briefen eher umgekehrt ist: 1,5-fach (9 Kreuzer) zu 1-fach (22 Kreuzer) oder zu 1,5-fach (33 Kreuzer) ist. Das passt noch nicht zusammen bzw. erklärt sich noch nicht.

    Viele Grüße
    nordlicht

    Hallo bayernalbi,

    Holstein ist bei diesem Brief raus, weil er "frei Hamburg "aufgegeben wurde.
    Aber das Porto von Taxis und Bayern ist tatsächlich ungewöhnlich. Es gibt eine ganze Reihe solcher Briefe aus Glückstadt nach Castell mit unterschiedlicher Taxierung, aber meist ist das Porto in Bayern "9" und das fremde "22" oder "33". Daher erklären sich mir "6" und "44" leider nicht. So unterschiedlich kann die Gewichtsprogression eigentlich gar nicht sein !?

    Viele Grüße
    nordlicht

    Hallo,


    in einer anderen Sekundärquelle (Cornelius) habe ich folgende Angaben gefunden:
    dänisches Porto bis Hamburg (ab Altona 1 Schilling)
    preußisches Porto bis zur preußisch-sächsischen Grenze (4 Sgr)
    sächsisches Porto (bis Dresden 3 Sgr)

    Alle Angaben sind dicht dran an den Taxierungen auf dem Brief, aber die "4 1/2" wären nur schlüssig, wenn 1 Schilling zu 1/2 Silbergroschen - ungewöhnlicherweise - abgerundet worden wären.


    Viele Grüße
    nordlicht

    Hallo DSBerlin,

    da dich insbesondere die Berührungspunkte zwischen Mecklenburg-Schwerin und Lauenburg interessieren, empfehle ich den Artikel "Die amtliche Verwendung der Freimarken und Franko-Couverts von Mecklenburg-Schwerin im Herzogtum Lauenburg" (Rundbrief 209).
    Für weitere Hilfe kannst du mich gern direkt kontaktieren, da es in diesem Thema jetzt auch "off-topic" wird.


    Viele Grüße
    nordlicht

    Hallo,
    dieser Artikel könnte auch hilfreich sein:
    DASV Rundbrief 267 "Die bremischen Dampfschiffsposten Unterweser und Nordseeküstenraum mit

    einer Untersuchung über die Schiffspoststpl. "Telegraph-franco" und "See - Brief" (Diesner)"


    Viele Grüße
    nordlicht

    Hallo DSBerlin,


    keine der schleswig-holsteinischen Marken durfte nur in Lauenburg verwendet werden.
    Aber die lauenburgischen Stempel können nicht auf allen Marken vorkommen, da Lauenburg ab 1.1.1866 mit Preußen in Personalunion verbunden wurde, d.h. ab dann galten nur die preußischen Marken.
    Auf welchen Marken die Stempel vorkommen können, ist eine interessante Frage: auf Nr. 3 bis 12, 19 bis 21, 23 und 25. Andere Marken waren nie in Lauenburg gültig oder erschienen nicht vor dem 1.1.1866.
    Außerdem ist natürlich zu berücksichtigen, dass manche lauenburgische Stempel erst zur Preußenzeit eingeführt wurden.


    Die Berührungspunkte zwischen Mecklenburg und Lauenburg sind sehr spannend, aber auch sehr schwer alle dokumentierbar, weil das Postaukommen beider gering war.
    Es gibt diverse Artikel der Arge SH zu diesem Thema.


    Viele Grüße
    nordlicht

    Hallo Altsax,

    vielen Dank!
    Das hilft mir schon mal sehr und in dieser Richtung werde ich nun weiter recherchieren.
    Dass Hannover beteiligt ist, wundert mich zwar, weil der Brief in Hamburg an Preußen ausgeliefert wurde (und nicht an Hannover), aber mal sehen, was man zu den Hauptrouten noch herausfinden kann ...

    Viele Grüße
    nordlicht

    Hallo,

    bei diesem Brief verstehe ich leider die Taxierung noch nicht:
    Er lief 1849 von Altona (Holstein) über Hamburg nach Dresden. Das holsteinische Porto bis Hamburg ist mit "1" Schilling klar. Die anderen Notierungen sollten preußisch und sächsisch sein, aber wer bekam welchen Anteil bzw. wie setzt sich das Gesamtporto von 75 Neupfennigen zusammen?
    Den Vermerk links unten kann ich nicht lesen, aber ist ggf. postalisch irrelevant.
    Rückseitig gibt es nur den Stempel "Hamburg" (vom preußischen Postamt) und einen Ausgabestempel "ST:POST 29Sept. E.7.U.", sonst nichts (keinerlei Notierungen oder Vermerke).


    Viele Grüße
    nordlicht

    Hallo,

    bei diesem Postvorschuss-Beleg erhoffe ich mir weiterführende Informationen von den Fahrpost-Experten:
    Der Brief lief am 4.9.1823 von Gumbinnen nach Holstein/Dänemark und erforderte ein Porto von 110 Schilling (= 82 1/2 Sgr).
    Bei einem Postvorschuss von 28 3/4 Sgr gehe ich von einer Prokura-Gebühr von 2 Sgr aus, die zu 75% der aufgebenden Post zustand: 28 3/4 + 1,5 = 30 1/4 (wie notiert).
    Ob die rote Notierung ganz rechts eine Porto- oder Gewichtsangabe ist und was das Wort davor bedeutet, erschließt sich mir noch nicht.
    Die Entfernung (Luftlinie) von Gumbinnen nach Hamburg sind 804 km = 107 Meilen.
    Was wäre an Brief- und oder Geldporto noch angefallen, zumindest bis Hamburg? Gibt es noch etwas anderes zu beachten?
    Das dänische Porto würde ich dann versuchen über die Restbeträge zu ermitteln ...

    Viele Grüße
    nordlicht

    Hallo VorphilaBayern,

    wieder ein interessanter Brief!
    Wäre spannend zu wissen, wie genau der Brief damals befördert wurde. Denn die Portotaxe ist zwar grundsätzlich richtig, galt aber wohl nur für die Beförderung zwischen zwei Postorten. Hier könnte ein Landbote den Brief für 1 Schilling Botenlohn ausgetragen haben oder der Brief wurde auf dem amtlichen Postweg nach Eckernförde mitgenommen.
    Leider gibt es zu solcher Landpost kaum Informationen ...


    Viele Grüße
    nordlicht