Beiträge von nordlicht

    Hi Ole,

    Thanks for showing more items from your rarity collection 8)

    Regarding the handwritten numerals. Yes, they are exceptions but probably in some cases without alternatives. I assume that "116" and "155" came from the railways stations which had no own post mark.

    Regarding the Voorde coverfront it could be similiar: the ink cancellation was done at the Briefsammlung, which had stamps but no post marks. May be you could see whether the ink of the handwritten town name is the same than the crosses?

    Regarding your Gettorf posting I confirm that I have never seen a DK#1 from Gettorf. That is unlikely anyhow since the post office opened in 1855, so after the normal period of use of the DK#1.

    Mange hilsener
    nordlicht

    Hallo DSBerlin,

    die (gebührenfreie) Feldpost in Schleswig-Holstein wurde 1848 eingerichtet, benutzte aber erst ab 1849 entsprechende Stempel - einer davon sitzt auf deinem Brief und ist ein Stempel der schleswig-holsteinischen Truppen. Genauer gesagt der holsteinischen Truppen, weil das Herzogtum Schleswig bereits 1850 wieder unter dänischer Kontrolle war, vor allem weil Preußen die militärische Unterstützung einstellte.

    Es gibt auch diverse weitere Feldpoststempel anderer beteiligter Staaten, aber es ist auch nicht mein Sammelgebiet.

    In den letzten Forschungsberichten der Arge Schleswig-Holstein wurde eine umfangreiche Feldpost Sammlung vorgestellt ...

    Viele Grüße
    nordlicht

    PS: "gewöhnungsbedürftiger" Wikipedia-Text

    Hallo,

    "relativ selten" ist ziemlich untertrieben. Es gibt nur sehr wenige Briefe mit der Kombination dieser beiden Stempel. Der L1 ist ein dänischer Vorphila-Stempel und es ist ein Rätsel, warum dieser später (1866/67) zur Markenentwertung wieder herausgekramt wurde ...

    Viele Grüße
    nordlicht

    Hallo Dieter,

    herzlichen Dank für die ausführliche Antwort.
    Davon hatte ich bislang nichts gehört/gelesen (und habe auch das Stempel-Handbuch nicht). Dann sehen diese Versuchsstempel vermutlich auch gar nicht anders aus, sondern sind durch die Verwendungszeit unterscheidbar.
    Wieder hier was gelernt :)

    Viele Grüße
    nordlicht

    Hallo,

    bei der Recherche zu Stempeln aus Flensburg bin ich auf die Bezeichnung "Kreisgitterversuchsstempel" gestoßen.
    Kann mir bitte jemand erklären, wie es zu diesen Stempeln kam (ca. 1889) und woran man diese erkennen kann (also wie sich diese von den normalen Kreisgitterstempeln unterscheiden)?

    Viele Grüße
    nordlicht

    Hallo Eifel Harri,

    von Kopenhagen mit dem Schiff nach Wismar, weiter durch Mecklenburg an die Eisenbahnlinie Berlin-Hamburg, aber anscheinend nicht nach Hamburg, da sich dort keines der Postämter verewigt hat, sondern durch Preußen nach Arnheim.
    Porto: 3 Sgr. Dänemark, 3 Sgr. Postverein, 1 Sgr. Niederlande.
    Allerdings sehe ich nur ein (Gesamt-)Porto von 25 Cents (= 4 Sgr.).

    Viele Grüße
    nordlicht

    Hallo,

    dann ist der Rötel-Vermerk "2 / 1" links oben als "zwei Gewichtsstufen unbezahlt / eine Gewichtsstufe bezahlt" zu interpretieren. Sowas habe ich noch nicht gesehen :/

    Viele Grüße
    nordlicht

    PS: die erste Zeile des unleserlichen Bahnpoststempels lautet "SCHLESW.POST-SPED.BUR."

    Hallo Michael ,

    interessanterweise gibt es noch einen zweiten (Franko-)Brief mit dem falschen Stempel "Aus Schweden" und demselben Datum 17.5.1856:
    Aus Keitum (Sylt) nach Oberstein.

    Anscheinend wurde also ein ganzer Postsack im preußischen Ober-Postamt in Hamburg nicht korrekt bearbeitet, obwohl die allermeisten Transitbriefe aus Dänemark kamen. Ich würde vermuten, dass die meisten Briefe aus Schweden über Stettin liefen und hätte den Stempel "Aus Schweden" auch eher dort verortet.

    Viele Grüße
    nordlicht

    Hallo,

    dieser Brief wurde 1865 in Niendorf an der Stecknitz geschrieben und im - an der Eisenbahnlinie Lübeck-Büchen liegenden - Bahnhof Mölln mit 2 Schilling barfrankiert nach Ratzeburg aufgegeben.

    Der Bau der Bahnstrecke von Lübeck nach Büchen war von großem wirtschaftlichen Interesse, vor allem für Lübeck, und wurde 1851 fertiggestellt. Damit war auch der Anschluss an die Bahnstrecke Hamburg-Berlin hergestellt. Außerdem wurde die Stadt Lauenburg über eine Bahnstrecke an Büchen angebunden. So entstanden 1851 auf dem Gebiet des Herzogtums Lauenburg die Bahnhöfe Ratzeburg, Mölln, Büchen und Lauenburg. In Mölln wurde dafür sogar ein Damm durch den Möllner See gezogen.

    Erst zehn Jahre später, also 1861, wurden Bahnhofsstempel ausgegeben. Nur in Büchen nicht, das keine Bahnhofspostexpedition hatte.

    Interessanterweise wurde "Mölln" im Bahnhofsstempel mit dem deutschen "Ö" geschrieben, aber im zeitgleich verwendeten Ortsstempel mit dem dänischen "Ø". Letzteres war für das Herzogtum Lauenburg sehr ungewöhnlich, da es nicht eng an Dänemark angebunden war (und z.B. auch nicht die dänische Währung übernommen hatte).

    Die Bahnhofsstempel wurden nur bis Ende 1865 benutzt. Mit der Übernahme des Herzogtums Lauenburg und der Bahnstrecke Lübeck-Lauenburg durch Preußen wurden neue (Bahnpost-)Stempel eingeführt. Daher sind aus der preußischen Zeit nur noch handschriftliche Aufgabevermerke von den lauenburgischen Bahnhöfen bekannt.

    Viele Grüße
    nordlicht

    Hallo Altsax,

    richtig, die Rötel "10" kommt vom SHOPA in Hamburg. Die "2" sehe ich als "12" und wurde in Holstein als Gesamtporto angeschrieben.
    Die "30" kann ich mir nur als Umrechnung der "10" (Schilling) in dänische Skilling erklären. Das wäre in 1850 ungewöhnlich und hätte keine Rolle gespielt, da zu dieser Zeit in Schilling zu bezahlen war.

    Viele Grüße
    nordlicht

    Hallo bayernjäger,

    die "4" kommt m.E. auf keinen Fall aus Holstein, weil die Notierung in Schilling und mit Kreide erfolgt wäre. Ich denke, dass die "4" vom preußischen Postamt in Hamburg kommt, aber ich hätte diese auch vorderseitig erwartet.

    Viele Grüße
    nordlicht

    Hallo Michael,

    ein wunderschöner Brief!
    Einen Brief von Hamburg nach Altona vor der Gebührenermässigung auf 1/2 Schilling würde ich gern mal sehen. Wie diese wohl frankiert wurden? Mit 1 1/4 Schilling oder waren in Hamburg auch Halbierungen erlaubt wie in Altona :/.

    Viele Grüße
    nordlicht

    Hallo,

    ja, ein sehr interessanter Brief!
    Der Sinn des Vermerks "... frei bis Altona" erschließt sich mir noch nicht. Bis Altona wäre nicht gleichbedeutend mit gebührenfrei bis Hamburg und warum sollte das überhaupt eine Rolle spielen. Das war ein Postvereinsbrief und der kostete auch ab Rendsburg nur 12 Kreuzer. Daher sehe ich noch keine postalische Relevanz der Vermerks.

    Viele Grüße
    nordlicht

    Hallo Theo,

    danke für die Erläuterungen, die Argumentation verstehe ich. Der Laufweg über Bremen ist ohnehin sicher. Ich hatte nur vermutet, dass Cuxhaven im März 1814 noch nicht angelaufen wurde, weil die entsprechende Vereinbarung mit Hamburg erst im Juli geschlossen wurde. Dann käme auch der Weg über die Niederlande in Frage, zumal auch der alte Postweg Amsterdam-Bremen-Hamburg bereits Anfang 1814 wieder reaktiviert wurde. Aber Bremen liegt von dort nicht auf dem Weg nach Sachsen, so dass eine Anlandung in Cuxhaven wahrscheinlicher ist.
    Theoretisch könnte "Bremen" auch keine Leitwegsangabe, sondern ein Aufgabevermerk sein, weil Bremen auch direkt von Schiffen aus GB angelaufen wurde.
    Zu den Gebühren kann ich leider nichts beitragen ...

    Viele Grüße
    nordlicht