Beiträge von nordlicht

    Hi Ole,

    Yes, correct: such kind of letters were dropped into the letter box of a ship on the Kiel - Korsør route. Since these ships were private until the end of 1866 the postal processing did not start on board but in the first post office in Denmark.
    The duplex postmarks with the high numbers were used on board of the ships in 1867 and are even more rare.

    Kind regards,
    nordlicht

    Briefe nach Frankreich konnten erst ab 1845 gänzlich unfrankiert geschickt werden.
    Auch der dänische Anteil wurden in den entsprechenden Verträgen in Silbergroschen festgelegt.

    Hallo Harri,


    die "2" (Silbergroschen) ist der dänische Anteil.
    Die durchgestrichene Zahl (sieht wie eine "8" aus) hat m.E. keine Bedeutung, weil gestrichen (vermutlich eine Fehltaxierung).
    Der zweite Brief ging über das Stadtpostamt, weil das KDOPA bereits 1864 aufgelöst (bzw. als Abteilung dem Stadtpostamt untergeordnet) wurde.

    Viele Grüße
    nordlicht


    PS: es gibt bereits ein Thema "Dänemark - Frankreich", wo der Beitrag prima reingepasst hätte

    Hallo Cameo,

    danke!
    Die Dienstsache aus Baden mit dem Stempel "Aus dem Post-Verein" halte ich auch für eine Oberrosine. Briefe mit diesem Stempel, die tatsächlich aus dem Postverein kommen (und nicht im Transit), sind Raritäten. Und den Juli 1851 halte ich für den ersten Verwendungsmonat des Stempels, obwohl in der Literatur teilweise sogar 1850 als Einführungsjahr zu lesen ist. Aber das ist ein anderes Thema ...

    Viele Grüße
    nordlicht

    Hallo Dieter,

    da der Brief die meiste Zeit im geschlossenen Paket lief, ist die Rückseite langweilig: nur ein Stempel aus London (17.4.) und der Ankunftsstempel in Kopenhagen (19.4.).

    Viele Grüße
    nordlicht

    Hallo allerseits,

    dieser Stempeltyp wurde hier noch nicht gezeigt: Es handelt sich um einen (dänischen) Duplex-Stempel, der auf schleswig-holsteinischen Marken vorkommt, wenn diese Schiffspostbriefe nach Dänemark frankierten. Denn dann wurden die Marken erst im dänischen Hafen - hier Korsör - entwertet.
    Solche Stempel werden auch Landungsstempel bezeichnet.

    Viele Grüße
    nordlicht

    Hallo,


    das Gut Steinwehr liegt direkt am Nord-Ostsee-Kanal (den es 1850 noch nicht gab) und der Weg nach Kiel wäre nicht viel weiter als nach Rendsburg gewesen. Aber dichter als das 10km entfernte Rendsburg war kein Postamt.
    Der Brief ging an das Finanz-Department der "Rebellen"-Regierung.
    Danke fürs Zeigen!

    Viele Grüße
    nordlicht

    Hallo Hermann,

    oha, ich bin neidisch: toller Brief!
    Es gibt nicht viele Briefe zwischen Mecklenburg und dem Herzogtum Lauenburg und die postalischen Verhältnisse sind schwierig, weil es kaum Quellen gibt.
    Mecklenburg-Schwerin war zu dieser Zeit Mitglied des Postvereins, aber Lauenburg nie, so dass vermutlich noch irgendeine bilaterale Regelung galt. Anscheinend wurden 2 1/2 Schilling bezahlt, was nicht viel ist, aber sich vermutlich dadurch erklärt, dass der Brief nicht über Hamburg, sondern auf dem direkten Weg lief.


    Viele Grüße
    nordlicht

    Hallo,


    dieser Brief wurde 1851 in Seester geschrieben und mangels Poststelle im ca. 6 km entfernten Elmshorn aufgegeben - an seine Magnificienz den Herrn Generalsuperintendenten Herzbruch.
    Frankiert mit 1 Schilling für einen einfachen Brief bis 5 Meilen Entfernung nach dem 2.Posttax-Gesetz.
    Gestempelt mit einem Einkreisstempel, den Elmshorn bereits verwendet hatte, bevor in Dänemark und Schleswig Holstein flächendeckend 1 1/2 Kreis-Stempel eingeführt wurden (ausführliche Darstellung siehe hier: Einführung von Poststempeln 1845 ).

    Viele Grüße
    nordlicht

    Hallo liball,

    vielen Dank für deine hilfreiche Interpretation. Wir kommen der Lösung näher ...
    19 Schilling müssten eigentlich mehr als 40 Kreuzer sein und 18 Kreuzer für Frankfurt-Hamburg erscheint mir zu niedrig.
    Vielleicht könnte es dann so gewesen sein:
    Schweiz 12 Kreuzer + Baden 10 Kreuzer = 22 Kreuzer = 9 Schilling
    Frankfurt-Hamburg = 9 Schilling
    zusammen 19 Schilling (warum auch immer "aufgerundet")
    Lauenburg 2 1/2 = insgesamt 21 1/2 Schilling.

    @Dieter: ich habe nachgeguckt: die Rötel liegen über den schwarzen Zahlen.

    Viele Grüße
    nordlicht

    Hallo allerseits,

    da es in diesem Thema vermutlich wenig vorzustellen gibt, habe ich den Titel etwas weiter gefasst.
    Zeigen möchte ich einen Brief aus 1842 nach Gudow im Herzogtum Lauenburg. Klar ist, was das dänische Porto bzw. das beim Empfänger zu bezahlende Gesamtporto war: 21 1/2 Schilling. Aber was waren die Portoanteile bis Hamburg?

    Erwartet hätte ich eine Taxe für die Schweiz und eine für Thurn&Taxis, aber auf dem Brief wurde anscheinend noch mehr verewigt. Ich lese mittig "9/9", rechts "12/10" und links bin ich unschlüssig.

    Von einem Schweiz Sammler habe ich gelernt, dass zu dieser Zeit jeder Kanton seine eigene Posthoheit hatte und eine Portoaufschlüsselung nicht einfach ist.
    Es wäre schön, wenn trotzdem jemand mehr zu Laufweg und Taxierungen schreibt.

    Viele Grüße
    nordlicht

    PS: Rückseitig gibt es nur den Rahmenstempel "T. T. HAMBURG" .

    Hallo,


    danke für eure Kommentare. Freut mich, dass der Brief euch gefällt.
    Also ich kenne keinen weiteren Brief. Nach Lauenburg ist sowieso alles ziemlich selten, aber wenn man dann auch noch nach den unterschiedlichen Postverträgen unterscheidet, wird man nicht alles dokumentieren können.
    Aber richtig: wenn einer noch solche Briefe hat, dann Cameo.


    Viele Grüße
    nordlicht

    Hallo Jørgen,

    diese Grenzbriefe zwischen Schleswig und Dänemark finde ich immer wieder interessant, danke fürs Zeigen.
    Aus Hadersleben sind wenigstens ein paar Briefe erhalten geblieben, aber aus anderen Orten gibt es leider kaum etwas.


    Viele Grüße
    nordlicht

    Hallo,


    eine komplett portofreie Dienstsache (Pol.??) aus Bayern in den hohen Norden sieht man auch nicht jeden Tag:

    Von Nürnberg ins Herzogtum Lauenburg, das 1866 zwar preußisches Postgebiet wurde, aber weiterhin nicht zum Postverein gehörte. Daher galt noch die provisorische Übereinkunft, die 1865 mit Schleswig, Holstein und Lauenburg für Preußen bzw. den Postverein abgeschlossen wurde. Vorschriften für Dienstsachen konnte ich darin nicht entdecken, aber wurden vermutlich aus den Postvereinsregeln abgeleitet. Da Bayern kein Porto wollte, nahm Lauenburg auch keines.

    Viele Grüße

    nordlicht

    Hallo DSBerlin,

    solche Briefe in den Landzustellbereich sind noch seltener als die Ortsbriefe.
    Wenn ich es mit Schleswig-Holstein vergleiche, dann waren die Wege der Landbriefträger für diese Lokalbriefe teilweise auch noch größer als die genannten knapp 8 km.

    Viele Grüße
    nordlicht