Österreich-Frankreich

  • Hallo zusammen,


    gemäß dem Additionalvertrag von 1853 erhielt Frankreich für seine Portobriefe

    - 12,5 C. je 7,5 Gramm oder weniger Gewicht bei max. 30 km Gesamtstrecke Abgangs-/Zielort
    - 25 C. je 7,5 Gramm oder weniger Gewicht bei >30 km.


    Gruß

    Michael

    Preußen mit Transiten

  • Hallo Sammlerfreunde,

    ein Auslandsbrief vom ungarischen Teil der Monarchie nach Frankreich.

    Der Brief wurde am 9.5.1861 in Pesth aufgegeben und kam am 13.5 in Montpellier an.

    Auf der Vorderseite roter Transitstempel STRASBOURG 12 MAI

    Siegelseitig wurde der Weiterleitungstempel PARIS 19MAI und der Ankunftsstempel MONTPELLIER 13 MAI abgeschlagen.

    Der Brief wurde mit einer Mischfrankatur der Ausgabe 1858 (10kr.) und 1861 (15kr.) frankiert.

    Briefgebühr 10 Kreuzer für Österreich + 15 Kreuzer Weiterfranko für Frankreich.

    Liebe Grüße

    Franz

  • Lieber Franz,


    ein hübscher Brief, der auch über Bayern, Württemberg und Baden lief, wie ich nicht anzumerken vergessen möchte.


    Der Brief war am 12. in Paris, denn der Stempel Autriche - Strasbourg 3 war der Eingangspoststempel von Paris, daher kann der siegelseitige Pariser Stempel auch nur vom 12. datieren, weil die Kartierung innerhalb von Paris keine Tage dauerte, sondern praktisch sofort erfolgte.

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Lieber Ralph,

    vielen herzlichen Dank für deine Richtigstellung :). Beim Datum habe ich mich leider verschrieben:S.

    Danke für die Info zum Leitweg:thumbup::thumbup:. Da habe ich wieder was dazugelernt.

    Liebe Grüße

    Franz

  • Hallo Sammlerfreunde,

    ein Ganzsachenumschlag zu 10 Heller vom 4.2.1905 von Saaz (Böhmen) nach Paris.

    Der Umschlag wurde mit 40 Heller zu insgesamt 50 Heller auffrankiert.

    Die Rekogebühr nach Frankreich betrug ab 1.1.1900 25 Heller, dazu kamen noch 25 Heller für einen Auslands-Brief bis 20 Gramm.

    Der vorder und rückseitig frankierte Brief weist eine doch eher ungewöhnliche Frankatur auf.

    Liebe Grüße

    Franz

  • Lieber Franz,


    ganz außergewöhnlicher Brief - war Saaz nicht das Zentrum im Kaiserreich für Hopfenanbau?

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Lieber Ralph,

    du hast recht,

    die Stadt ist weltweit bekannt durch den Hopfen, der nach ihr benannt ist “Saazer Hopfen”.

    Die Region ist seit dem 19. Jahrhundert ein weltberühmtes Zentrum des Hopfenanbaus und -handels.

    Der Saazer Hopfen gilt als eine besonders würzige Sorte, die auch heute noch weltweit zum Bierbrauen verwendet wird

    Es gibt in Saaz sogar ein eigenes Hopfenmuseum sowie einen Hopfen- und Biertempel.

    Liebe Grüße

    Franz

  • Lieber Franz,


    vielen Dank für deine prompte Bestätigung - ich habe das ein oder andere Poststück zwischen Nürnberg und Saaz in meiner Sammlung bzw. gesehen und Nürnberg bzw. die Hallertau waren die Zentren des Hopfenanbaus und Hopfenhandels in Bayern, von daher passt das perfekt.

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus