Sachsen - Frankreich über Bayern

  • Ok verstanden.

    Aber warum verdoppelt? Wegen der 3. Gewichtsstufe?


    Nebenbei, gibt es in Frankreich auch verschiedene Strecken-Rayon? Wenn ja, wärst du so nett und würdest diese mir mitteilen? Vor allem interessiert mich die Zeit von ca. 1830-1875 diesbezüglich.

  • Hallo Emmanuel,


    vielen Dank für die Berichtigung. Jetzt habe ich es auch gesehen. Beim Tarif von 1828 geht die 2. Gewichtsstufe nur bis 9,9 g. und 10 g ist bereits die 3. Gewichtsstufe. Daher die Verdoppelung.

    Wie muss man sich dies mit der Durchgangsadresse vorstellen? Kann hierfür aus dem Inhalt etwas abgeleitet werden?


    Grüße von Karl

  • Hallo Karl,


    Der Auszug aus dem Inhalt, den Du zeigt, sagt uns, dass Herr J. Moppers ist wahrscheinlich ein Vertreter eines französischen Weinhändlers.Dieser Inhalt listet die Verkaufsprovisionen auf, die er für den Verkauf von Weinfässern (Nuits, Médoc, Sauterne) erhalten hat oder mit anderen Personen teilen muss.

    J. Moppers reiste viel und musste seine Post nachsenden lassen.


    Viele Grüsse.

    Emmanuel.

  • Hallo miteinander,


    der folgende kleine Brief passt gut in meine Vorphila-Sammlung Hof.



    Bei den Taxen und dem ´P.P.´ Stempel bin ich mir etwas unsicher.


    Der Brief ist in Dresden bis zum Empfänger bezahlt wurden und der Absender hat die auf der Vorderseite notierten 9 1/2 Groschen bezahlt. Da bis zum Empfänger bezahlt wurde bekam der Brief in Strasbourg den ovalen Stempel ´II AED´ (Affranchie Etranger Destination).


    Meine erste Frage ist die, ob der ´PP´ Stempel in Dresden, oder in Sachsen beim Grenzübergang nach Bayern aufgesetzt wurde?


    Ich habe leider auch keine Ahnung, wie der Brief in Sachsen, Bayern und Frankreich abgerechnet wurde. Kann es sein, dass Bayern rückseitig die 6 (Kreuzer) notiert hat und diese mit Sachsen verrechnet hat?


    Beste Grüße, Volker

  • Hallo Volker,


    mit dem Stempel 11 A.E.D. bestätigte Strasbourg die völlige Bezahlung des Briefes. Hinten lese ich 6 Kreuzer als Weiterfranko für Frankreich, die 2 Decimes entsprachen. Das entsprach der Taxe für einfache Briefe im 1. franz. Rayon.


    Den P.P. Stempel ordne ich Strasbourg zu.

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Chasing Sheep Is Best Left To Shepherds

  • Hallo Ralph,


    also beide Stempel, die anzeige, dass der Brief bis zum Empfänger bezahlt wurde aus Strasbourg? Das hätte ich nicht gedacht. Meine Vermutung war, dass der ´P.P.´ aus Sachsen ist.


    Beste Grüße, Volker

  • Hallo Volker,


    das hätte er wohl auch sein sollen, aber m. E. hat Strasbourg den nachgestempelt (wie sie dort vieles nachgestempelt hatten, was die verschiedenen Aufgabeposten aus aller Herren Länder mal wieder vergessen hatten).

    Die Druckerschwärze passt auch, meine ich am Scan erkennen zu können, gut zu dem Stempel 11 A.E.D., den Sachsen ja gar nicht führte, sondern nur Strasbourg, aber das wirst du am Brief selbst besser beurteilen können, als ich hier am Notebook.

    Liebe Grüsse vom Ralph


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  • Lieber Ralph,


    ich würde die Stempelfarbe tatsächlich drei verschiedenen Stempelkissen zuordnen. Detailbilder der Stempel habe ich einmal angehängt.


    Wenn zwei Stempelfarben von einem Kissen kommen sollen, dann eher der Ortsstempel aus Dresden und der PP-Stempel.


    Beste Grüße, Volker


  • Hallo Volker, alter Knobler ! ;)


    Da hatte eben jeder Stempel sein eigenes Stempelkissen.
    Der Befund widerspricht somit nicht der Erklärung von Ralph.


    PS.: Was macht der Fortschritt des Bergedorfhandbuches. :/

    LG vom Bayernspezi ! (Franz)

  • Hallo zusammen,


    nach meiner Kenntnis führte die sächsische Post weder PD noch PP Stempel. Solche Stempel wurden üblicherweise in Postverträgen vereinbart, die sachsen mit ausländischen (außerdeutschen) Postverwaltungen mangels entsprechender Grenzen kaum benötigte.


    Beste Grüße

    Altsax

  • Liebe Freunde,


    dann dürften die Aufgabepost und die Transitpost ausscheiden und es bliebe nur Strasbourg übrig.

    Liebe Grüsse vom Ralph


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