Beiträge von liball

    Hallo,


    bei diesem Charge-Brief aus Berlin nach München vom 19.3.1867 wurde die portogerechte 5-Sgr. Frankatur entgegen der Vorschrift links unten angebracht. Rechts oben war jedoch kein entsprechender Platz vorhanden.

    Handelt es sich bei der blauen 67 um die in München angeschriebene Einschreibenummer?


    Grüße von liball

    Hallo Altsax,


    ich habe einen Frankobrief aus Berlin nach Sils vom 5.4.1853, der keinen Franco-Stempel hat. Daraus könnte man schließen, dass der Franco-Stempel vor Berlin auf den Brief kam. Daher könnte Görlitz gut passen.

    Zudem ist im Münzberg Band VIII Preussen, Postanstalt-Poststempel auf Seite E-56, Eisenbahnpostamt Nr. 4, ein Brief aus Niesky in die Schweiz abgebildet, der einen Franco-Stempel hat, der deinem sehr ähnlich sieht. Leider sind die Briefe dort nicht in Farbe abgebildet.


    Grüße von liball

    Hallo,


    überfrankierte Briefe dürften deutlich seltener sein als unterfrankierte.

    Dieser Brief aus Ludwigshafen vom 1.10.1855 wurde mit 9 Kr. frankiert, obwohl nach Coblenz 6 Kr. ausgereicht hätten, da diese Strecke unter 20 Meilen lag. Vermutlich hat der Postler Coblenz mit Cöln verwechselt. Der Brief wurde tatsächlich nach Cöln geleitet. Dort kam er am 2. 10. an, dann Rückleitung nach Coblenz, wo er am 3.10. ausgetragen wurde.


    Grüße von liball

    Hallo,


    aus dieser Korrespondenz von Erfurt nach Gimmeldingen gibt es eine ganze Reihe von Briefen. Bei den meisten handelt es sich um Portobriefe und auf den jeweiligen Rückseiten kann man die Berechnung des Kantonsboten mit seiner Gebühr nachvollziehen.

    Hier handelt es sich jedoch um einen Frankobrief vom 10.6.1840. Gesamtfranko 6 1/2 Sgr, Weiterfranko an Bayern 14 Kr. = 4 Sgr. Auf der Rückseite kann ich jedoch keine Botengebühr erkennen. Ist diese bei Frankobriefen gar nicht angefallen?


    Grüße von liball

    Hallo,


    Briefe aus IlIyrien nach Frankreich liefen nur selten über Bayern. Üblich war der Weg über das Königreich Italien. Hier konnten fremde Transite umgangen werden.

    Dieser Brief aus Laybach nach Rheims vom 26.6.1811 lief jedoch über Villach, Spittal, St. Michael, Salzburg und München nach Augsburg. Dort wurde d'autriche gestempelt, obwohl der Brief nicht über Österreich lief. Ein bayerischer Portoansatz ist nicht vorhanden, da Frankreich mit Bayern im Paket abrechnete.

    In Rheims wurden 13 Decimes Porto festgesetzt (7 Dec. für Briefe mit d'autriche-Stempel + 6 Dec. franz. Inland bis 300 km, Gewicht 6 g).


    Grüße von liball

    Hallo Ralph,


    das bedeutet dann bei einem Portobrief, dass Bayern zwar kassierte aber nichts behalten konnte.

    So wie bei diesem Brief aus London nach Mittenwald vom 21.8.1851. 6 Pence = 18 Kr. Seeporto u. engl. Inland, 2 Pence = 6 Kr. belgischer Transit und 9 Kr. Postverein = Gesamtporto 33 Kr. im Auslagestempel von Würzburg.


    Grüße Karl

    Hallo Peter,


    das kann ich dir leider nicht beantworten. Ich habe von Anfang an mit gGr. abgekürzt und ziehe es so durch, da Heinrich Stephan in seinem Werk über die Geschichte der Preußischen Post auch mit gGr. abgekürzt hat.

    Gegen eine Abkürzung mit Ggr. spricht meines Erachtens jedoch auch nichts.


    Grüße von liball

    Hallo Ralph,


    diesen Brief hatte ich in meinem Archiv. Ich weiß nicht was du bezahlt hast, 2007 kostete er bei ebay 123 Euro.

    Noch ein Brief in der Gegenrichtung aus Kusel nach Paris vom 23.3.1828, bei dem der C.B.R.2 gestrichen wurde, da es sich um einen Frankobrief handelte.

    Der Absender bezahlte 26 Kr. (6 Kr. für Bayern und 20 Kr. für Frankreich = 7 Decimes, 301-400 km, Tarif 1828).


    Grüße Karl

    Hallo Peter,


    nun noch etwas zu deinem Blatt. Ich finde dass es toll aussieht.

    Einige Anmerkungen:

    Ich würde die Klammer bei im Allgäu weglassen, denn es heißt Kempten im Allgäu.

    Ab Köln wurde der Brief nicht von der taxisschen Post befördert, sondern von der preußischen Post. Ich würde hier gar keine Post angeben, sondern nur "von Köln ging die Post im geschlossenen Amtspaket je nach Fahrplan.........". Denn auch die preußische Post brachte den Brief nicht nach Nürnberg. Wenn du eine Post anführst, musst du schreiben, wie weit diese Post befördert und und dann übergeben hat.

    Dann würde ich schreiben "Für den Transit durch das taxissche Postgebiet musste Preußen 1 gGr. an die taxissche Post vergüten".


    Grüße von liball

    Hallo Franz,


    nach dem Postvertrag Graubünden-Österreich von 1820 lag das Porto in Graubünden bei 2 Kr. (rote Tinte). Das österreichische Porto lag ebenfalls bei 2 Kr. C.M. Umgerechnet waren dies 5 Kr. rhein. + 2 Kr. Botenlohn = 7 Kr.

    Beim rechten Brief wurden 4 Kr. C.M. angeschrieben ohne Anschreibung der Umrechnung in rhein. Kreuzer, sondern sofort das Gesamtporto von wiederum 7 Kr.


    Grüße von liball

    Hallo Peter,


    du hast es richtig verstanden. Nun noch einige zusätzliche Bemerkungen.

    Zum 1.7.1825 wurde aus dem Postwärteramt Langenberg eine reguläre Postexpedition. Damit fiel auch das Binnenporto weg.

    Mit dem 2. Postvertrag Bayern-Preußen von 1834, in Kraft gesetzt zum 1.4.1835, wurden eine Vielzahl von neuen Kartenschlüssen (geschlossene Amtspakete) eingeführt. Ab diesem Zeitpunkt kamen die Briefe aus Langenberg nach Kempten in den Kartenschluss Düsseldorf-Augsburg. Dieser wurde täglich abgefertigt.


    Grüße von liball

    Hallo Peter,


    die Briefe wurde nicht einzeln nach Bayern befördert. Sie wurden vielmehr in geschlossenen Amtspaketen spediert. Im Postvertrag zwischen Preußen und Bayern 1816 wurde in Art. 17 festgelegt, dass solche Amtspakete zwischen Köln und Augsburg sowie Köln und Nürnberg versendet werden.

    Dies bedeutet für deine Briefe, dass die Sendungen aus Langenberg über Elberfeld nach Köln transportiert wurden. Dort kamen sie in das Amtspaket nach Augsburg bzw. Nürnberg. Da diese Amtspakete nicht täglich liefen, kamen deine Briefe in das Amtspaket, das als nächstes von Köln abging. Daher einmal der Auslagestempel von Augsburg und dann der Auslagestempel von Nürnberg.

    Man spricht hier von einem geschlossenen Amtspaket, da dieses Paket erst in Augsburg bzw. Nürnberg geöffnet wurde und dann das fremde Porto in den Auslagestempel geschrieben wurde.

    Auch die Briefe aus Frankfurt liefen im geschlossenen Paket nach Augsburg, wurden dort ausgepackt, der Auslagestempel abgeschlagen, die entsprechenden Taxierungen angebracht und dann nach Kempten weitergeleitet.


    Grüße von liball

    Hallo Peter,


    ob der Beleg von den Gebrüder Colsman ist, kann ich leider nicht sagen, da ich hiervon nur eine Kopie der Vorderseite habe. Wenn die Angaben im Feuer stimmen würden, könnte es nur 1904-1 sein. Auf die Angaben der Jahreszahlen kann man sich jedoch nicht verlassen.

    Im Anhang mein frühester Brief aus Langenberg vom 7.8.1819 mit dem Einzeiler Langenberg. Hier waren die Gebrüder Colsmann der Absender.

    Das besondere an diesem Brief ist der PRE.R.P. Hier ist nicht bekannt wo er verwendet wurde und welche Bedeutung er hat.


    Grüße von liball

    Hallo Peter,


    wie Ralph schon geschrieben hat, wurde mit der schwarzen 4 das bayerische Porto auf 14 Kr. berichtigt, in dem man die 2 überschrieben hat. Einen ähnlichen Brief aus meinem Archiv habe ich angehängt, er ist von 1822.

    Mit der blauen 20 wurde die preußische Forderung von 5 gGr. in Auslage genommen, die von Preußen nicht angeschrieben wurden. Fälschlicherweise war hier gar nichts. Preußen hat zwar zum 1.1.1822 den Silbergroschen eingeführt. Dies galt jedoch zunächst nur im Inland. Im Postverkehr mit Bayern kamen bis zum nächsten Postvertrag 1834 weiterhin gute Groschen zur Anwendung.

    Dass der Brief in Nürnberg taxiert wurde, erkennt man am Auslagestempel. Dieser Typ auf deinem Brief wurde in Nürnberg verwendet. Augsburg hatte einen ganz anderen Auslagestempel. Ansonsten hast du alles richtig verstanden.


    Grüße von liball

    Hallo Peter,


    noch einige Anmerkungen zu deinem Brief.

    1823 war Langenberg immer noch ein Postwärteramt mit dem Leitpostamt Elberfeld. Links von der 35 steht das Binnenporto von 1/2 Sgr. nach Elberfeld. Dies musste vom Absender bezahlt werden.

    Der Rötelstrich war der taxissche Transit von 1 gGr., der von Preußen zu übernehmen war.


    Grüße von liball