Beiträge von liball

    Hallo,

    nach dem Tarif von 1815 kostete der spanische Transit für einen Brief von 2 1/2 bis 3 oitavas 720 Reis.
    Ein oitavas war 3,6 g schwer, also muss dieser Brief zwischen 9 und 10,8 g schwer gewesen sein.
    Das portugisische Inlandsporto von 70 Reis wurde nicht angeschrieben.

    Grüße von liball

    Hallo,

    dieser Brief aus Philadelphia vom 23.10.1845 dürfte mit dem Schiff "Iowa" ab New York nach Le Havre gekommen sein. Dort kam der Brief dann in den Postkreislauf.
    Zu dem Schiff habe ich nichts gefunden. Kann jemand etwas zu dem Schiff sagen?

    Grüße von liball

    Hallo,

    noch ein nettes Duo.
    2 Teilfrankobriefe aus Porto nach Nürnberg mit verschiedenen französischen Grenzeingangsstempeln. Das Franko in Portugal bis zur spanischen Ausgangsgrenze wurde meist nicht angeschrieben. Bayern musste für Briefe aus Portugal 40 Decimes je 30 g an Frankreich vergüten (Art. 18, PV Bayern-Frankreich v. 1821).
    Der 1. Brief vom 11.2.1825 lief über Bayonne nach Frankreich. Das Gesamtporto in Nürnberg belief sich auf 48 Kr. (28 Kr. Portoanteil Frankreich + 20 Kr. Bayern).
    Der 2. Brief vom 8.4.1831 lief über St. Jean De Luz. Hier belief sich das Gesamtporto auf 1 f. 2 Kr. (Frankreich, 2. Gew.-St. = 28 x 1,5 = 42 Kr. + 20 Kr. Bayern).

    Grüße von liball

    Hallo Ralph,

    ich glaube, dass dieser Brief Frankfurt nicht gesehen hat. Vermutlich lief er über Kassel und Eisenach nach Coburg. Hinten lese ich 25, dies wäre das Weiterfranko an Taxis. In Westphalen ist diese grau-blaue Tinte des Öfteren anzutreffen.

    Grüße von liball

    Hallo,

    hierzu ein erster Versuch:
    Zu dieser Zeit gehörte die Post in Braunschweig zur Kgl. Westphälischen Post. Es handelt sich um einen Teilfrankobrief, bezahlt bis zum taxisschen Coburg, Grenzpostamt zu Bayern. Der Absender bezahlte bis dorthin 75 Centimes. Hierin enthalten der pauschale Anteil für Taxis in Höhe von 25 Centimes. In Bayern wurde das Porto mit 9 Kr. nach der 2. Gew.-St. berechnet (12-18 Meilen).

    Grüße von liball

    Hallo,

    bei diesem Brief stellt sich mir die Frage, warum hat die Kaiserliche Reichspost den Brief nicht der französischen Post übergeben, sondern einem Forwarder, der ihn dann wieder der Post übergeben hat?

    Grüße von liball

    Hallo,

    Kommando zurück!
    Habe übersehen, dass es sich nicht um einen Teilfrankobrief, sondern um einen Portobrief handelt.
    Forderung Preußen: 3 Sgr. = gerundet 4 Decimes + 5 Decimes Belgisches Inlandsporto (bis 10g, 100-150 km).

    Grüße Karl

    Hallo Erwin,

    einen Link habe ich nicht, es handelt sich auch um keinen Postvertrag, sondern um das Circular 88 vom 31.12.1835, gültig ab dem 1.1.1836 (veröffentlicht im Buch "De Post naar de Nederlanden 1813 - 1853" von C. Delbeke.

    Für einen Artikel in einem Rundbrief der Arge Bayern habe ich daraus eine Tabelle gebastelt:

    < 10 g

    1 x Porto


    0 – 30 km

    2 Decimes

    10 < 15 g

    1,5 x Porto


    30 – 60 km

    3 Decimes

    15 < 20 g

    2 x Porto


    60 – 100 km

    4 Decimes

    20 < 20 g

    2,5 x Porto


    100 – 150 km

    5 Decimes

    / 10 g

    Halber Satz


    Per 50 km

    + 1 Decimes

    Grüße Karl

    Hallo Dieter,

    nach dem belgischen Tarif von 1836 kostete ein einfacher Brief bis 10 g und einer Entfernung von 150 bis 200 km 6 Dec. Bei einem Gewicht von 10 bis 15 g waren es dann (6 x 1,5) 9 Dec.

    Grüße von liball

    Hallo Altsax,

    Briefe mit dem Stempel "Aus Bayern" kenne ich leider nicht.
    In meinem Archiv habe ich aber noch 2 Briefe mit dem Ovalstempel BAYERN und dem Zweikreiser Görlitz, nämlich vom 22.11.1850 von Erlangen nach Breslau und vom 27.1.1851 von Augsburg nach Breslau.

    Grüße liball

    Hallo,

    hier 2 Briefe, bei denen in Görlitz der Ovalstempel BAYERN angebracht wurde.
    Der 1. Brief aus Erlangen nach Breslau vom 23.8.1841, befördert mit dem direkten Paketschluss Hof-Görlitz.
    Beim 2. Brief vom 11.8.1842 aus Wien handelt es sich um einen Irrläufer, da das schlesische Landeshut mit dem niederbayerischen Landshut verwechselt wurde. So wurde der Brief beim Eingang in Passau nach Hof weitergeleitet und wieder mit dem direkten Kartenschluss Hof-Görlitz nach Preußen spediert.

    Grüße von liball

    Hallo Hermann,

    zu dieser Zeit bestand noch Grenzfrankozwang zwischen Österreich und der Schweiz. Daher wurden in Österreich nur 12 Kr. gem. Tarif von 1843 angesetzt (einf. Brief über 20 Meilen).

    Grüße Karl

    Hallo,

    vielen Dank für eure Kommentare.

    Über den Stempel BAD.Oe. habe ich überhaupt nichts gefunden. Daher bin ich bei meiner Beschreibung gar nicht auf diesen Stempel eingegangen. Es steht weder etwas im Vertrag 1843, noch in den Ausführungsbestimmungen. Merkwürdigerweise ist hier nur der österreichische Stempel OE.BAD.C aufgeführt. Hierzu steht lediglich, dass auf Briefen aus Österreich nach Baden der Stempel OE.BAD. aufgedruckt sein wird.
    Sinn macht dieser Stempel eigentlich nur im bilateralen Verkehr wegen der Gemeinschaftsgebühr. Bei Transitbriefen gab es jedoch keine Gemeinschaftsgebühr. Ich kenne aber noch einige Briefe in italienische Staaten, auf denen ebenfalls dieser Stempel abgeschlagen wurde.

    Grüße Karl