Beiträge von liball

    Hallo Bruno,


    das Weiterfranko betrug 22 Sgr.

    Das Franko ist für mich schwer zu lesen. Ich würde sagen 157 Kopeken.


    Dein Brief nach Botnang war voll bezahlt. 3 Sgr. für Russland und 3 Sgr. Weiterfranko an Preußen. Der Francostempel wurde in Warschau abgeschlagen. Die vorderseitigen Taxierungen müssten das Bestellgeld sein.


    Grüße

    Karl

    Hallo Bruno,


    noch einige Anmerkungen zu deinen beiden Briefen:

    Beim ersten Brief hat der Absender nicht 122 Kopeken bezahlt, sondern auf der Rückseite wurde das Weiterfranko an Preußen mit f.22 angeschrieben. Das bezahlte Porto steht meines Erachtens unter Hof.

    Beim zweiten Brief bezahlte der Absender 45 Groszy, angeschrieben in schwarz vor F.P.P.Grze.


    Grüße

    Karl

    Hallo Martin,


    in meinen Augen ist das zusätzliche Herausarbeiten der Taxen überflüssig, da die Betrachter diese auch gut auf den Briefen erkennen können. Zudem hast du die Taxen bereits bei der Briefbeschreibung erklärt. Für mich ist das doppelt gemobbelt. In meinen Briefbeschreibungen schreibe ich die Taxziffer in der Farbe, in der sie sich auf den Briefen befinden.

    Ich zeige auf meinen Blättern nur die Transitstempel und Taxen die sich auf den Rückseiten befinden, da diese vom Betrachter ansonsten nicht zu sehen sind.


    Grüße

    Karl

    Hallo Bruno,


    zu dieser Zeit hatte weder Spaichingen noch Denkingen ein Postamt. Die Zustellung dürfte daher von Tuttlingen aus erfolgt sein. Das Porto dorthin wäre ab Ulm bei 6 Kr. gelegen + 8 Kr. bayerischer Transit ergäbe jedoch nur 14 Kr.

    Es sieht so aus, dass unter der 6 von 16 eine andere Ziffer steht?


    Grüße

    Karl

    Hallo nordlicht,


    ein interessanter aber schwieriger Brief. Meine Interpretation bis Hamburg sieht so aus:

    Kantonalpost Waadt belastet 4 Kr. und übergibt den Brief an Bern. Diese Kantonalpost hat eine Forderung von 8 Kr. = 12 Kr. und übergibt entweder über Schaffhausen oder Basel an Baden. Badischer Transit bis Frankfurt 10 Kr. Taxisscher Transit bis Hamburg 18 Kr., insgesamt somit 40 Kr. Dies müssten 19 Schilling sein.

    Ich habe noch einen Brief aus Winterthur nach Lauenburg vom 28.4.1839 angehängt. Er hilft hier aber nicht weiter, da er in der Schweiz portofrei war und Zürich an Bayern ausgeliefert hat. Nach Hamburg lief er mit der preußischen Post. Dieser Laufweg ist für Briefe nach Dänemark sehr selten.


    Grüße von liball

    Hallo Ralph,


    an den 14 Kr. C.M. sieht man schön, dass beim Laufweg etwas schief gelaufen ist.

    14 Kr. C.M. wären für den normalen Laufweg über Bregenz richtig gewesen. Über Freilassing hätten nur 2 Kr. C.M. angesetzt werden dürfen.

    Hallo Ralph,


    gratuliere, ein interessanter Brief.

    Nach dem PV Österreich-Frankreich von 1831 hätten Briefe aus Oberösterreich, zu dieser Zeit gehörte Salzburg zu Oberösterreich, über Bregenz und Hüningen befördert werden sollen.

    Der Grenzpunkt Straßburg wird zwar erwähnt, aber nur für den Fall, dass Österreich in Übereinstimmung mit Frankreich es vorteilhafter erachten würde hierüber zu befördern.

    Hast du den T.B.-Stempel schon mal in rot gesehen? Lt. Feuser und v.d.Linden ist er nur in schwarz bekannt.


    Grüße

    Karl

    Hallo Bruno,


    zum Brief aus Schönfliess:

    Bei einem Gewicht von 3 5/8 Loth lag der Brief in Preußen in der 8. Gewichtsstufe und das einfache Briefporto hätte 4,5-fach erhoben werden müssen. Bei 18 Ggr. wäre der einfache Satz bei 4 gGr. gelegen. Dies kommt wir wenig vor. Da ich jedoch aus dieser Zeit keine Portotaxtabelle der einzelnen Orte habe, kann ich dies nicht belegen.

    Bayern hat 18 gGr. richtig in 1 fl. 17 Kr. reduziert. Auch der bayerische Transit wurde mit 32 Kr. richtig festgesetzt (über 3 1/2 Loth war der einfache Satz von 8 Kr. 4-fach anzusetzen).

    Württemberg hat nachgewogen und kam nur noch auf 3 Loth, weil das preußische Loth nur 467,71 g schwer war, in Bayern und Württemberg jedoch 560 g und 3 5/8 Loth preußisch entsprechen genau 3 Loth württembergisch. Daher wurde in Württemberg richtig 14 Kr. angesetzt (über 2 1/2 Loth = 6. Gewichtsstufe).


    Zum Brief aus Steinau:

    Dieser Brief lag mit 2 3/8 Loth in Preußen in der 5. Gewichtsstufe, daher 7 Sgr. x 3 = 21 Sgr.

    Bayern hätte für seinen Transit jedoch nur 20 Kr. berechnen dürfen, da bis 2 1/2 Loth nur das 2,5-fache von 8 Kr. anzusetzen war.

    Württemberg dürfte wieder nachgewogen haben, denn es wurden nur 15 Kr. angesetzt. Dies war die 4. Gewichtsstufe bis 2 Loth und 2 3/8 Loth preußisch entsprach 2 Loth württembergisch.


    Grüße von liball

    Hallo Bruno,


    bei Preußen ist die Lage schwieriger. Ich habe nur einen preußischen Tarif, gültig ab 1835. Hierin ist Oranienburg aufgeführt mit 6 Sgr. bis zur bayerischen Grenze.

    Im Gegensatz zu Ralph gehe ich davon aus, dass bis zum neuen Vertrag 1835 Preußen gegenüber Bayern weiter in Gutegroschen taxierte. Hierzu gibt es eine preußische Verfügung, wonach weiterhin in Gutegroschen zu taxieren war.

    Wenn man von einem preußischen Porto von 5 gGr. ausgeht, dies entspräche in etwa 6 Sgr., musste bei 1 3/4 Loth der Taxsatz 2 1/2-fach angesetzt werden, dies wären 12 1/2 gGr.


    Grüße von liball

    Hallo Bruno,


    bei deinem letzten Brief hat sowohl Bayern als auch Württemberg richtig gerechnet.

    Beim bayerischen Transit lag der Brief mit 1 3/4 Loth in der 3. Gewichtsstufe (bis 2 Loth = 2 facher Transit) also 8 x 2 = 16 Kr.

    Beim württembergischen Porto lag das einfache Porto bis 12 Meilen bei 4 Kr. Bei einem Gewicht von über 1 1/2 Loth wurden daher 10 Kr. fällig.


    Grüße von liball

    Hallo Dieter,


    im Vertrag war lediglich fixiert, dass man sich gegenseitig das innere Porto bis zur Grenze nach den beiderseits bestehenden Briefposttaxen ersetzen wird.

    Diese Briefe wurden mit dem direkten Paketschluss Berlin-Nürnberg spediert. Nürnberg wusste daher genau, wie hoch die Preußische Forderung für Briefe ab Berlin ist. Es ist oft bei einfachen Briefen aus Berlin zu beobachten, dass dort kein Porto angeschrieben wurde.

    Es ist auch nicht ganz richtig, dass das preußische Porto 6 Sgr. betrug. Da Bayern bis zum Vertrag 1834 auf Gutegroschen beharrte, müsste man von einem Porto von 5 gGr. schreiben.


    Grüße von liball

    Hallo Bruno,


    der Stempel R 18 besagt, dass der Brief in der Briefsammlung Nr. 18 (Leipziger Straße Nr. 83) am 6.4. aufgegeben wurde und mit dem 5. Bestellgang zur Stadt-Post-Expedition befördert wurde. Hierfür musste der Absender 1/2 Silbergroschen entrichten.


    Grüße von liball

    Hallo Siegfried,


    sicher sagen kann ich es nicht. Aber ich vermute, dass in Hof die bayerische Forderung in Rötel umgerechnet wurde. Nach dem Öffnen des Briefpaketes in Halle wurde diese Umrechnung mit roter Tinte bestätigt und das preußische Gesamtporto angeschrieben.


    Grüße von liball

    Hallo Siegfried,


    der bayerische Tarif sah folgendermaßen aus:

    1. Gew.-Stufe bis 1/2 Loth

    2. Gew.-Stufe bis 1 Loth

    3. gew.-Stufe bis 1 1/2 Loth


    Der preußische Tarif sah folgendermaßen aus:

    1. Gew.-Stufe bis 3/4 Loth

    2. Gew.-Stufe bis 1 Loth

    3. Gew.-Stufe bis 1 1/2 Loth


    Dein Brief mit 1 1/8 Loth lag damit sowohl in Bayern als auch in Preußen in der 3. Gewichtsstufe.


    Grüße von liball

    Hallo,


    nach dem PV Frankreich-Österreich 1857 kostete ein einfacher Reco-Brief 14 Kr. C.M (Art. 4) + 6 Kr. C.M (Art. 8 = 20 Kr. C.M. = 32 Nkr.

    Die Reco-Gebühr in diesem Vertrag beträgt 12 Kr. C.M. (Art. 7) = 21 Nkr.


    Grüße

    Karl

    Hallo Ralph,


    ich habe in meiner Sammlung nur einen Brief aus Preußen über Bayern nach Württemberg gefunden, bei dem das württembergische Weiterfranko unterfrankiert war.


    Grüße

    Karl

    Hallo Ralph,


    ein eigenartiger Brief, den ich leider auch nicht knacken kann.

    Sicher ist jedoch, dass das modifizierte preußische Porto ab Neusalz bei 4 Sgr. lag.


    Grüße Karl

    Hallo Siegfried,


    nach Anlage B zum PV Bayern-Preußen von 1834 kam dieser Brief in den Kartenschluss Hof-Halle.

    Da der Portobrief 1 1/8 Loth schwer war, lag er sowohl in Bayern als auch in Preußen in der 3. Gewichtsstufe. Aufgrund der festgesetzten reduzierten Portosätze muss der Brief zwischen 1845 und 1850 gelaufen sein.


    Grüße von liball