• Liebe Sammelfreunde


    folgenden Brief konnte ich bekommen:


    Am 30.03.1868 in der Stadtpostexpedition I, Am alten Markt in Zentrum der Stadt Magdeburg aufgegeben, lief er nach Kiew. Frankiert wurde er mit 4 Sgr. Die Stadtpostexpedition wurde am 15.03. erst eröffnet.


    Der Brief stammt aus Buckau, wie das Firmalogo "Vereinigte Hamburg-Magdeburger Dampfschiffahrts-Compagnie" und auch das siegel zeigt. Obwohl es in Buckau ebenfalls ein Postamt gab, wurde der Weg zum aufgebenden Postamt gemacht.


    Hier noch Daten zur "Fabrik":
    http://www.albert-gieseler.de/…firmen0/firmadet493.shtml


    Mit freundlichem Sammlergruss


    Ulf

  • Guten Abend in die sommerliche Runde,


    ich habe mal wieder ein kleines Stück für meine 1871er Reichpost-Sammlung bekommen:


    Drucksache von Geestemünde (Zollverein) nach dem damals russischen Reval (heute: Tallinn / Estland). Die Gebühr betrug je 2 1/2 Loth seit dem 13. Januar 1865 1/2 Groschen.



    Allerdings finde ich nichts über den kyrillischen Stempel unten rechts:



    Vielleicht hat ein Forumsmitglied eine Idee ?(?(


    Übrigens ist auch der Inhalt der Drucksache von Interesse, denn A. Günther berichtet u.a. von Engpässen in den Transportkapazitäten aufgrund des Preussisch-Französischen Krieges, die immer noch zu spüren seien:



    Schönen Abend noch.


    Martin

  • Hallo Martin,


    ich meine der Stempel bedeutet "frankiert", aber Michael wird das sicher wissen. Seltenes und schönes Stück, wow!

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Hallo ins Forum,

    ich nutze die etwas ruhigere Zeit, um einen kleinen Vortrag in Frankreich vorzubereiten. Dabei wollt ich folgenden Beleg nach Tiflis zeigen, weil es eine seltene Destination ist:



    Kennt jemand die beiden russischen Stempel auf der Rückseite ?

    Danke im voraus.

    Schönen Tag noch


    Martin

  • Liebe Freunde,


    hier ein Portobrief aus Posen ins polnische (mittlerweile zu Russland gehörende) Kotlice.

    Für den Regierungsbezirk galt die ermäßigte Grenzrayon-Taxe des Postvertrags von 1865.

    Daher wurde dieser Brief mit 14 Kop. (= 4 Sgr.) taxiert, ein Frankobrief hätte nur 10 Kop. gekostet (= 3 Sgr.). Rückseitig ein bilingualer Stempel von Warschau, der sehr schön den mittlerweile erfolgten Wechsel des Kalenders bei der polnischen Post zeigt. Während der (relativen) Unabhängigkeit Polens wurde der in Mitteleuropa gebräuchliche greg. Kalender verwendet. Mit Eingliederung in das Zarenreich erfolgte die Übernahme des dort gültigen jul. Kalenders.
    Aufgabe in Posen am 14.9.1868 (greg.)
    Ankunft in Warschau am 3.9.1868 (jul.)



    Gruß

    Michael

    Mitglied im DASV - Internationale Vereinigung für Postgeschichte