Hamburg - Sachsen

  • Liebe Sammlerfreunde,


    hierzu folgender 1 2/10 Loth schweren Brief "Einliegend Proben von Goldwaaren" von Hamburg nach Leipzig vom 29. März 1857. Der Empfänger bezahlte 8 Silbergroschen Porto. Würden heute 100 solcher Briefe so verschickt, kämen von ihnen 100 nicht an.


    Beste Grüße von VorphilaBayern

  • Lieber Hermann,


    heute kämen 101 von 100 Briefe nicht an mit diesem Vermerk ...


    Frage nur: Gold = Edelmetall - Wert. Daher konnte ein solcher Brief wohl kein Muster-ohne-Werth - Brief sein, sondern hätte der Fahrpost als Wertbrief unterstellt werden müssen, oder?

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Lieber Ralph,


    ich denke, es lief als Warensendung im Normalbrief.

    Denke auch, daß es eigentlich als Fahrpostbrief (Wertsendung)

    hätte versandt werden musste ?


    Liebe Grüße,

    Hermann

  • Lieber Hermann,


    Edelmetallsendungen, egal welche es jetzt waren, waren ja immer wertvoll, von daher sehe ich hier die Fahrpost als zuständig an.

    Vlt. kann uns unser geschätzter Magdeburger sagen, ob man Gold oder Waren daraus auch außerhalb der Fahrpost befördern durfte - ich denke aber sicher nicht.

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Hallo zusammen,


    es kann sich auch um dünne Goldfolie oder vergoldete Muster gehandelt haben. Bei dem notierten Gewicht waren es wohl keine Massivgold-Muster. So wie es deklariert wurde, handelte es sich um Muster ohne zu versichernden Wert, die mit der Briefpost befördert werden durften.


    Gruß

    Michael

    Mitglied im DASV - Internationale Vereinigung für Postgeschichte

  • Lieber Michael,


    das kann auch sein - in jedem Fall ist das Wort Gold und Briefsendung nicht einfach in Einklang zu bringen und so habe ich das noch nie gesehen.

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Hallo in die Runde


    bin erst gerade hierauf gestossen und ich schliesse mich der Meinung von Michael an. Die Angabe des Musters hätte vom Absender auch unterlassen werden können, da es inliegend war und somit ggf. auch schwer prüfbar.

    Ausserdem glaube ich, dass das Vertrauen in der Post damals doch groß war. Die


    Mit freundlichem Sammlergruss


    Ulf

  • Die Angabe des Musters hätte vom Absender auch unterlassen werden können, da es inliegend war und somit ggf. auch schwer prüfbar.

    Der Hinweis auf innenliegende (wertlose) Muster hatte innerhalb des Postvereins i.d.R. zolltechnische Gründe. Hamburg war zum Versandzeitpunkt noch nicht Mitglied des Zollvereins.