nach Canada mit der ALLAN LINE

  • Bonjour à tous,


    FRANCOBRIEF nach CANADA


    .......




    Abfahrt: Paris, 10. Dezember 1861
    Transit: London, 11. Dezember
    Einschiffung an Bord des Dampfers "Nova Scotian" der Reederei Allan Line
    Anlandung in Portland (USA): 27. Dezember, dann Eisenbahn Grand Trunk Railroad

    Ankunft: Montréal, 28. Dezember.


    Die Allan Line folgte zwei Seewegen :
    Liverpool / Québec im Sommer (April oder Mai bis November)
    Liverpool / Portland (USA) dann Sondereisenbahn (GTR) nach Montréal im Winter (ab November oder Dezember)... weil der Fluß Saint-Laurent zu gefährlich war.


    Sehen Sie dort die Illustrationen (Bilder und selbstverständlich Karten), ganz verständlich, obwohl der Text meines Artikels in französischer Sprache ist :whistling:


    https://www.academia.edu/37297493/La_périlleuse_desserte_postale_maritime_du_Canada_années_1850-1860_


    Seite 49 habe ich nicht weniger als 7 Schiffbrüche zwischen 1857 und 1864 aufgezählt und lokalisiert !




    Beste Grüsse,
    Laurent.

  • Hallo Laurent,


    auch wenn ich leider nicht alles lesen kann - ein wundervoller Artikel, phantastisch. Allein die Karten sind ein Genuß und die Postgeschichte, die dahinter steckt, phänomenal.


    Danke fürs Zeigen dieses Artikels. :P:P:P

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Hallo lieber Laurent,.


    leider, leider beherrsche ich die französische Sprache nicht...aber das Bedienen vom google-traduction :thumbsup: .
    .

    Das hat auch richtig gut geklappt, es war mir eine sehr große Freude diesen wunderschön und praktisch bebilderten Artikel studieren zu dürfen. Was der Mensch damals alles vollbracht hat um die Widrigkeiten der Natur auf den Schiffspostwegen zu umgehen ! Was hat es alles für Verluste gegeben, so viele Schiffe, die zu Schaden gekommen sind ! Was für grandiose Kombinationen des us-amerikanischen und kanadischen Eisenbahnbaus, um den Postweg über den Atlantik auch im Winter stabil zu halten ! Was für ein unglaublich tragisches Unglück mit der Eisenbahnbrücke über den Richelieu ! Eine Frage hätte ich noch zur Reduktion der Briefgebühr zum 1. Januar 1857 auf 80 Centimes oder 1,20 Franc lt. novelliertem franzöisch-brtitischem Postvertrag . Was bedeutet "oder 1,20 Franc" ?


    Viele Grüße


    Tim :thumbup:

  • Hallo Tim,


    Glückwünsche, einen französischen Text mit Google-Übersetzung zu lesen!


    Ab 1.1.1857 gab es zwei Möglichkeiten:


    "voie d'Angleterre et des Etats-Unis" : Liverpool / Boston oder New-York. Bei der Ankunft sind die Briefe übernommen dann durch die USA-Postverwaltung nach Canada versandt.
    Vorteil : die Schiffsverbindungen nach New York sind häufiger
    Nachteil : der Posttarif ist höher (1 Franc, und nicht 1,20 Franc wie habe ich irrtümlich geschrieben*), um die USA-Postverwaltung zu bezahlen.


    "voie d'Angleterre" : Liverpool / Québec direkt, ohne USA-Vermittlung. ( auch Liverpool / Portland / Montréal ohne Einschaltung der USA-Postverwaltung)
    Vorteil : niedriger Postgebühr (80 centimes)
    Nachteil : weniger häufige Verbindungen.


    Ich hoffe, daß ich verständlich gewesen bin 8|


    Beste Grüße,
    Laurent.


    * Ich werde eine Verbesserung im nächsten Monat veröffentlichen



    Annuaire de la Poste de l'Empire français, Januar 1857.

  • Hallo Freunde


    Ich bin nicht sicher ob dieser Trauerbrief mit Allan Line gebracht war, aber der Absender hat es wahrscheinlich gewünscht.

    Der Trauerbrief war 22. Februar 1862 von London nach Montreal geschickt wo der Brief 8. März angekommen ist.

    Da der Absender nur 6 Pence bezahlt hat war der Brief per Allan Line richtig frankiert. Aber wahrscheinlich war der Brief zu spät angekommen und ist mit nächste und erste Schiff abgeschickt geworden.

    Da der Brief mit 2 Pence unterfrankiert war scheint es dass der Brief per British Packet gebracht war. Hier kostete die erste Gewichtsstufe 8 Pence. Die 2 Pence unterfrankiert war gleich die 5 kanadische Cents was man per Stempel auch gezeigt hat.

    Eigentlich gab es hierzu ein 6 Pence Strafport, aber diese Strafgebühr war bei die Kanadier nicht akzeptiert und daher nicht einkassiert obwohl es so geregelt war. Es war also eher der Regel.

    Die Marke ist etwas ungewöhnlich geschnitten was ich gut finde.


    Viele Grüsse

    Nils