Schweiz - Italien

  • Hallo liebe Freunde!


    Dieser Brief gefiel mir optisch sehr gut, deshalb habe ich ihn auch ob des sehr günstigen Preises erstanden:


    gelaufen am 25.12.1863 von Genf nach Creviglio - frankiert mit einer Mi.Nr.26 - leider habe ich keinen Spezialkatalog, würde aber gerne von den Spezialisten wissen, ob ich was schönes gekauft habe!? :)


    Schöne Grüße
    Bayern-Nerv Volker

  • Hallo liebe Freunde!


    Hier habe ich noch einen Brief : Genf - Saluzzo (Piemont) vom 13.10.1869 frankiert mit Mi.Nr. 27 - auch ein nettes Stück, oder?


    Gerne Eure Meinungen!


    Schöne Grüße
    Bayern-Nerv Volker

  • Hallo bayern-nerv,


    hübsches Stück der 2. Gewichtsstufe - gut gemacht! :)


    Liebe Grüsse von bayern klassisch

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Hallo Volker


    Ich finde die beiden sehr attraktiv :)
    Diese Marken sind auch hübsch ;)


    Viele grüsse
    Nils

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis grösser als in der Theorie.

  • Hallo zusammen,


    diesen Beleg habe ich über Weihnachten günstig auf ebay "geschossen" 8)


    ein Teilfrankobrief aus Ems bei Chur in der Schweiz nach dem Königreich beider Sizilien. Unten links steht meiner Meinung "fr.frontie.", d.h. frankiert bis zu Grenze Österreich-Kirchenstaat. Das schweizer Porto und der österreichische Transit ist mir leider unbekannt, der Empfänger dürfte 23 Bajocchi bezahlt haben.


    Zum Laufweg:
    26.1.1852 Chur
    Splügenpass
    Chiavenna
    Mailand
    Mantua (der Transit durch die Lombardei muss im geschlossenen Paket erfolgt sein, weil keinerlei Stempel vorhanden sind)
    dann in den Kirchenstaat
    Grenzpostamt Bologna/ Stempel Transito per lo Stato Pontifico
    Ancona
    Rom
    Neapel/ Ankunft am 5.2.1852, Laufzeit immerhin 11 Tage.


    Jetzt muss ich mich nur noch entscheiden, ob der Beleg in meine Sammlung Teilfrankobriefe kommt oder doch eher in die Sammlung Leitwege nach Italien ^^


    Viele Grüsse
    Christian

  • Hallo Leitwege,


    wenn ich den gesehen hätte, hätte ich ihn auch genommen, obwohl er mit Bayern nichts zu tun hatte!


    Kleine Korrektur: Der Empfänger zahlte 23 Grana im Kgr. beider Sizilien.


    Was mich wundert, ist das Fehlen des A.G.D.P. - Stempels (Administrazione Generale Delle Poste), den man eigentlich immer in rosa frontseitig sieht. Hier nur der neapolitanische Stempel auf der Siegelseite könnte etwas besonderes sein.


    Altitalien könnte das sicher weit mehr dazu sagen, als ich.

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Hallo bayern klassisch,


    danke für den Hinweis mit den Grana, habe nochmal nachgeschaut, die 23 sind doch "Bajocchi", taxiert in Bologna, habe einen ähnlichen Brief in der Literatur gefunden, Grana müssten mehr gewesen sein, der andere hat 62 Grana, die 9-Kreuzer-Teilfrankaturen nach Neapel haben meistens 87 Grana.


    Kann aber leider keine höhere Taxe für Grana entdecken. ;(


    Der A.G.D.P.-Stempel sagt mir gar nichts, wo wurde der den abgeschlagen?


    Viele Grüsse
    Christian

  • Hallo Leitwege,


    wenn der Stempel "Transito per lo Stato Pontificio" drauf ist, der in Bologna oder Ferrara, den Austauschpostämtern zu Österreich abgeschlagen wurden, dann lief er für eine pauschale Vergütung durch das Gebiet des Kirchenstaaten, daher sollten auf diesen Briefen keine Bajocchi notiert sein.


    Was zu sehen ist, müsste daher das Porto des kirchenstaatlichen Transits und das des Kgr. beider Sizilien sein - 23 Grana eben.


    Das Franco Frontière kann ja auch bedeutet haben, dass er franko Ferrara/Bologna gestellt worden war, auch wenn ich siegelseitig nicht klar komme und vorne nur eine verwischte 3 sehe.


    Der A.G.D.P. Stempel wurde in Neapel abgeschlagen, wenn er denn da wäre.

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Hallo bayern klassisch,


    Zitat aus dem Brack "Ankunftsstempel Napoli sowie Eingangs-Ovalstempel mit den 3 bourbonischen Lilien (ab 1858 ersetzt durch den A.G.D.P.Stempel)"


    Rätsel also gelöst, der A.G.D.P.-Stempel wurde erst ab 1858 in Neapel als Eingangstempel verwendet.


    Unten eine 9-Kreuzer-Frankatur, auch bis zur Grenze Österreich-Kirchenstaat bezahlt und mit 87Grana für den Empfänger. Die 23Grana erscheinen mir so wenig. :S


    Viele Grüsse
    Christian

  • Hallo Leitwege,


    Die Aussage von Brack zum A.G.D.P.-Stempel ist nicht ganz eindeutig, sie bezieht sich auf eine Verwendung als Ankunftsstempel.
    Nach Vollmeier wurden alle in Neapel ankommenden Briefe sowie die transitierenden mit einem Kontrollstempel versehen. Ab 1821 bestand er aus den verschlungenen Buchstaben A.G.D.P. und wurde in rot abgeschlagen. Von diesem Stempel gibt es mehrere Typen (ab 1832 als Ovalstempel), die aber kaum zu unterscheiden sind, da der Stempel meist sehr unsauber abgeschlagen wurde.


    Beste Grüße


    Italienfreund

  • Hallo Leitwege,


    Italienfreund hat es schon beschrieben, dass es den AGDP - Stempel schon viele Jahrzehnte früher gab, als 1858. Dein herrlicher Brief, den du vorstellst, hat ihn ja auch oben mittig!

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Hallo Italienfreund, hallo bayern klassisch,


    dann ist das auf der Rückseite dieser ovale Kleks zwischen Napoli und tranisto pontifico?


    Danke für den Hinweis.


    Viele Grüsse
    Christian

  • Hallo Leitwege,


    das könnte sein, aber bei der Abschlagsqualität kann ich das beim besten Willen nicht zuordnen.

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Hallo zusammen,


    passend zum vorigen Brief der umgekehrte Laufweg, 1855 von Neapel nach Chur.


    Der Leitweg war diesmal über Frankreich, hierbei konnte nach meinen Unterlagen bis zum Bestimmungsort frankiert werden, der P.D.-Stempel dürfte dies dokumentieren. Sonst sind keine Taxvermerke ausser eine 22 oben rechts vorhanden, ob diese jedoch postalisch war, ist anzuzweifeln. Also meiner Meinung nach eine voll bezahlte Barfrankatur.


    Zum Laufweg:
    Stempel Neapel ist verschwommen, lt.Inhalt wurde der Brief am 15.10.1855 geschrieben
    Von Neapel gings mit dem Schiff nach Genua und weiter nach Marseille (vorne 21.10.1855)
    Lyon
    Bahnpost Lyon-Paris 22.10.
    Paris 23.10.
    Basel
    Zürich
    Chur, Ankunftsstempel 25.10.1855, Laufzeit diesmal 10 Tage


    Viele Grüsse
    Christian

  • Hallo Leitwege,


    ein schöner Brief, der die "übliche" Leitung über Frankreich dokumentiert. In Neapel lagen die franz. Postschiffe, die einen Briefschlitz hatten, durch den man Post einlegen konnte.


    Hier hat der Absender aber tatsächlich 22 Grana (immer in kleinen Zahlen oben links bzw. oben rechts in schwarzer oder sepiafarbener Tinte notiert) bezahlt - also alles schön postalisch. ^^


    Bis 1865 mussten halt die Briefe ab Marseille noch via Paris geschickt werden, was natürlich nicht sehr glücklich war, weil sie viele Hundert Kilometer umsonst reisten. Erst danach schaffte man es, sie über Lyon in die CH zu leiten.

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Liebe Freunde,


    ein lieber Freund hat folgenden Brief, kommt aber mit den Taxen hinten nicht klar.


    Er lief 1858 mit 35 Rappen voll frankiert nach Ancona in den Kirchenstaat. Wie man dem Stempel VIA DEGLI STATI SARDI entnehmen kann, lief er über das Kgr. Sardinien. Aber wie dann weiter?


    Was bedeuten die Zahlen auf der Siegelseite?

  • Hallo bayern klassisch,


    ein toller Brief mit seltenem Weg über den Simplon Pass.


    Zuerst dachte ich, dass der Brief über Genf nach Sardinien gelangt ist, aber da der Vermerk "par le Simplon" notiert wurde ist er wahrscheinlich von Nyon folgendermasssen gelaufen:


    Lausanne
    Martigny
    Sion
    Brigg (rückseitig Stempel Brigue)
    Simplonpass
    Domodossolo (Grenzpostamt Sardinien, da wahrscheinlich Via di Stati Sardi)
    Lago maggiore
    Mailand (Vorderseite gekreuzt, typisch für Mailand)
    mit der Eisenbahn über Parma und Modena nach Bologna (Grenzpostamt Kirchenstaat)
    Ancona


    Zu den Zahlen kann ich leider nichts beitragen, aber wenn Dein Freund den Brief aufgrund der rätselhaften Vermerke nicht mehr mag.... ^^


    Viele Grüsse
    Christian

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  • Hallo Leitwege,


    vielen Dank für die tolle Beschreibung - da wird er sich freuen. :P


    Wenn jetzt noch einer die Zahlen auf der Siegelseite interpretieren kann, ist er ganz aus dem Häuschen.

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus