Österreich-Schweiz

  • Hallo,


    aus dem Gedächtnis (bin gerade nicht zu Hause..) würde ich sagen die 20 ist korrekt:


    15 Kr für DÖPV Leitweg "über Baiern oder Baden" (der Baseler Stempel spricht dafür ?)
    + 5 Kr für schweizerisches Porto da Wohlen im 1. Taxrayon liegt.


    Gruß


    Martin

  • Hallo Martin,


    Danke für deinen Lösungsversuch. Auf dem Brief stehen in aufsteigender Reihenfolge folgende Taxen:


    9 - 12 - 20 - 40


    Wie interpretierst du die?

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Hallo Christian,


    wie sagt der Bayer: "Das wenn ich wüßt" ...


    Ich glaube bei dem 1. von Zweien ist so ziemlich alles in die Hose gegangen - genau darum lieben wir Postgeschichtler doch diese Stücke über alles und eine präzise Beschreibung würde ich da nur anfangen, wenn es der meine wäre - aber Robert gibt den sicher nicht her. ;)

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Lieber Bruno,


    ein schöner Grenzrayonbrief - hatten eigentlich nur die Schweizer eine Kennzeichnung für Grenzrayonbriefe (RL = Rayon Limitrophe)?

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Lieber Bruno,


    sehr schön! Ab wann hatten die beteiligten Postverwaltungen RL - Stempel eingeführt? Aus der Kreuzerzeit kenne ich nur die Schweizerischen ...

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Lieber Ralph,
    im Buch von Emil Rosé über den Grenzrayon Österreich - Schweiz steht, dass der RL-Stempel bei den Postämtern in Östereich ab UPU-Vertrag Anwendung fand.
    Gruß Bruno

  • Lieber Bruno,


    vielen Dank - ab 1.7.1875 also. Bei den Schweizern kenne ich diese Stempel ab dem Vertrag vom 1.9.1868 - da wird es dann auch in den UPU gelaufen sein.

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Liebe Freunde,


    hier kommt einer meiner Lieblings - Transitbriefe von Teplitz (Österreich) 22.10.1872 nach Sachsen - Altenburg an den Bruder des regierenden Prinzen dort, der aber abgereist war und dem man die Post in die Schweiz nachschicken musste.


    Hier waren 5 Neukreuzer als ursprüngliche Frankatur in die Vertragsstaaten (Österreich - Norddeutscher Postbezirk = Deutsche Reich) korrekt. Die Nachsendung war bis zur deutschen Grenze zur Schweiz kostenlos, aber ab der Grenze zur Schweizr für die Schweizer Strecke mit 10 Rappen kostenplichtig.


    Siegelseitig sieht man die Leitung: Teplitz - Altenburg - Altenburg - Ausgabe, Altenburg - Nürnberg - Stuttgart - Karlsruhe - Basel - Clarens bei Monteux (eine meiner Schweizer Lieblingsstädte!).


    Anbei noch die Schweizer Originalquelle hinsichtich der Taxierung und Behandlung vergleichbarer Poststücke aus dem Jahr 1868, damit man ihn auch perfekt beschreiben kann.

  • Hallo,


    folgender Brief vom 3.3.1858 wurde in Wien mit nur 9 Kr fankiert. Anscheinend ist der Brief so durchgerutscht und es hat niemand bemerkt, dass 3 Kr für die Schweiz fehlen. Laut badischem Bahnpoststempel wurde der Brief über Heidelberg befördert und kam am 6.3. in Basel an.


    Viele Grüße

    Bruno

  • Lieber Bruno,


    da hast du ein Rosinchen gepickt. Ich kann nicht sagen warum, aber es gibt ca. ein gutes Dutzend Briefe nach Basel, die nur mit dem DÖPV - Tarif (von 9 Kreuzern) frankiert wurden und die ohne Nachtaxe zugestellt wurden.


    Die badische Bahnpost hätte eigentlich Strich Null notiert, also kein Weiterfranko erhalten von Österreich, aber auch das ging hier in die Hose. Schön für dich! ;)

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Lieber Dieter,


    so lange Österreich den Anschluß an die bayerische Bahn bei Kufstein noch nicht fertiggestellt hatte, liefen Wiener Briefe über Prag und Bodenbach westlich Richtung Baden, weil nur so sichergestellt werden konnte, dass die Post permanent von Wien bis Basel mit der schnellen Bahn transportiert werden konnte und die war ja 15x schneller, als die Kutsche.

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus