Beiträge von kantonal

    Liebe Fahrpost-Experten,


    ich brauche eure Hilfe bei der Erklärung der Taxvermerke.

    Der Nachnahmebeleg aus Radolfzell muss aus den ersten Jahren des Postvereins stammen, da schon 1854 die grüne 3 Kr.-Marke in Baden ausgegeben wurde. Der Nummernstempel auf der Marke lässt mich vermuten, dass die Marke zunächst anerkannt wurde und das Gewichtsporto für eine Entfernung bis 10 Meilen abdeckte. Die notierte 10 könnte für die Summe aus dem Nachnahmebetrag von 7 Kr. plus 3 Kr. Procura-Gebühr stehen. Aber dann weiß ich nicht weiter.


    Viele Grüsse

    Bruno

    Liebe Sammlerfreunde,


    laut Baden-Tarif von 1834 hatte der Adressat für ankommende rekommandierte Briefe eine Gebühr von 3 Kreuzer zu zahlen. Folgender Brief vom 17. April 1843 aus Buchen konnte aber dem Adressaten nicht zugestellt werden. Mit dem Vermerk "nicht mehr in Kehl" ging der Brief zurück an den Absender, der nun die Gebühr von 3 Kreuzer zahlen musste.


    Vielleicht kann jemand entziffern, um was für Bürger...geld es in dem Schreiben ging, pro Jahr wurden 2 Gulden erhoben.


    Viele Grüsse

    Bruno

    Hallo zusammen,


    30 Centimes oder 20 Rappen für den 4. Rayon, das passt nicht zu den 16 Kreuzern. Auf Basis eines Umrechnungskurses von 2,5 Rp = 1 Kr. müssten es 40 Rappen gewesen sein, die Taxe für die 3. Gewichtsstufe 1 bis 1 1/2 Loth im 4. Rayon. Wo ist mein Denkfehler?


    Viele Grüsse

    Bruno

    Hallo José,


    hast du eine Erklärung dafür, warum St. Gallen zwei verschiedene Stempel anbrachte? Musste der Brief von zwei Beamten "bearbeitet" werden?


    Viele Grüße

    Bruno

    Lieber Ralph,


    der Inhalt ist eine Rechnung ohne Anlagen, höheres Gewicht können wir ausschließen. Auch unser Freund R. hat keine Erklärung für das Weiterfranko von 15 Neukreuzer. Warten wir also ab und achten zukünftig auf ähnliche Briefe.


    Viele Grüße

    Bruno

    Liebe Sammlerfreunde,


    ein Brief vom 30. Juli 1863 von Zürich nach Feldkirch, der auf den ersten Blick nichts besonderes ist. Betrachtet man nur die Vorderseite, so gibt es zwei mögliche Erklärungen für das 40 Rp.-Porto:


    A) vom 2. Rayon Schweiz in den 1. Rayon Österreich

    In der Schweizer Instruktion über die Anwendung der Taxgrenzpunkte vom 1. Juli 1858 war der Taxgrenzpunkt Feldkirch für Briefe aus dem Kanton Zürich nach Vorarlberg und Tirol festgelegt. Für Briefe direkt nach Österreich aus dem 2. Rayon Schweiz in den 1. Rayon Österreich war im Vertrag von 1852 eine Taxe von 40 Rp. vereinbart (im Gegensatz zu 30 Rp. für Briefe in die süddeutschen Staaten).


    B) vom 1. Rayon Schweiz in den 1. Rayon Österreich

    Wie Ralph in den Beiträgen oben schrieb, galt ab 1859 für Zürich der 1. Rayon Schweiz auch für Briefe nach Österreich. Galt das nur für Briefe, die über die süddeutschen Staaten liefen oder auch für den direkten Austausch mit Österreich? Wenn dem so war, dann lag der Brief in der 2. Gewichtsstufe.


    Keine der beiden Erklärungen aber passt hier. Auf der Briefrückseite ist ein Weiterfranko von 15 Neukreuzer (entsprechend 30 Rp.) für Österreich notiert, als wenn Feldkirch im 2. Rayon gelegen hätte. Dafür habe ich keine Erklärung. Eine falsche Notierung halte ich für sehr unwahrscheinlich. In Zürich hatte man sicher genügend Erfahrung mit Auslandsbriefen und wird wohl kaum Geld verschenkt haben.


    Hat jemand einen vergleichbaren Brief oder eine Erklärung?


    Viele Grüße

    Bruno

    Bei folgendem Brief ist keine Jahresangabe vorhanden. Aufgrund der Taxierungen gehe ich aber davon aus, dass er aus der Zeit des DÖPV stammt. Zunächst wurden 3 Silbergroschen für einen einfachen Brief im Postverein über eine Entfernung von mehr als 20 Meilen notiert. Diese wurden dann in 2 5/12 Gutegroschen reduziert. Interessant finde ich die 5/12. Anscheinend nahm man es sehr genau, man hätte doch einfach 2 1/2 berechnen können.


    Viele Grüße

    Bruno

    Liebe Sammlerfreunde,


    Briefe aus Baden nach Hannover scheint es nicht so viele zu geben, sonst wäre das Thema schon früher angelegt worden. Hier ein Brief vom 24. Januar 1848 von Heidelberg nach Lüneburg an die Frau Oberbürgermeisterin. Ihr Mann Christian Wilhelm Lindemann war seit 1846 der erste Oberbürgermeister von Lüneburg und wurde 1850 der Innenminister des Königreichs Hannover.


    Detaillierte Tarifunterlagen und Verordnungen habe ich nicht. Trotzdem ein Versuch, die Taxen zu erklären. Baden notierte in Rötel 4 Kreuzer für die kurze Strecke bis Worms. Thurn & Taxis berechnete für seinen Transit 8(?) Kreuzer. Somit verlangte T&T 12 Kreuzer - 31/2 Silbergroschen - 3 Gutegroschen von Hannover. Von Göttingen bis Lüneburg, Distanz über 20 Meilen, kamen noch 21/2 Gutegroschen dazu. Der Empfänger musste 51/2 Gutegroschen zahlen.


    Viele Grüße

    Bruno

    Lieber Ralph,


    aber die krummen Hunde sind doch die interessantesten, auch wenn sie einen zur Verzweiflung bringen können. Robert hat sich schon intensiv mit dem Brief befasst, er meinte, wenn ihn einer knacken könnte, dann du ...


    Dann muss der Brief halt in der Kiste der ungeklärten Fälle bleiben.


    Schönes Wochenende

    Bruno

    Liebe Sammlerfreunde,


    hier ein Einschreiben vom 1. Februar 1850 von Baden nach Lausanne, bei dem die Erklärung der Taxe Schwierigkeiten bereitet. Rückseitig eine Gewichtsangabe von 1 1/2 Loth. Die Taxe von Baden bis Basel betrug 8x für den einfachen Brief nach dem Tarif von 1840, für ein Gewicht über 1 bis 1 1/2 Loth waren es 16x.


    Für die Entfernung von Basel bis Lausanne mit über 40 Wegstunden war der vierte Briefkreis nach dem Schweizer Tarif von 1849 maßgebend. 40 Rp für ein Gewicht über 1 bis 1 1/2 Loth. Einschreiben kosteten das Doppelte, hier also 80 Rp umgerechnet 24x. Ergibt ein Gesamtporto von 40x.


    Ich kann weder die 25 noch das Gesamtporto von 31x nachvollziehen. Inzwischen bezweifle ich, dass die 25 die badische Taxe sein soll. Dann wären für die Schweiz nur 6x hinzugekommen, viel zu wenig bei dem Gewicht.


    Nach mehreren Telefonaten mit einem Sammlerfreund geht die Vermutung in die Richtung, dass der Brief für die badische Strecke portofrei war. Das Siegel und die Anschrift deuten auf das Fürstenhaus Hohenlohe hin. Was meint ihr dazu?


    Viele Grüsse

    Bruno

    Hallo José,


    zu den Stempeln mit dem Zusatz BR (bzw. LET bei Neuchatel) vor dem Kreuz hat es einen Artikel in der Heftreihe Postgeschichte gegeben, in dem die Vermutung geäußert wurde, dass es sich dabei um Kontrollstempel der Kreispostdirektionen handeln soll.


    Viele Grüsse

    Bruno

    Lieber Ralph,


    einen Gegenbrief suche ich noch ....

    Aber zumindest kann ich zeigen, dass Basel bei ähnlichen Portobriefen die 2 Kr. verlangte. Zu dem oben unter #3 gezeigten Franko-Brief von 1850 hier ein passender Portobrief von 1852 nach Hügelheim. Mit den 4 Kr. für Baden ergab sich eine Gesamttaxe von 6 Kr., die links nur schwach zu sehen ist.


    Viele Grüsse

    Bruno

    einer Vermutung bleiben muss, aber ich glaube nicht, dass sich die CH resp. Basel jedesmal 2x durch die Lappen gehen ließ (bzw. 5 Rappen damals).

    Lieber Ralph,


    ich bin deiner Meinung. Basel wird 2 Kr. zusätzlich vom Einlieferer kassiert haben, nur hat der Postbeamte sie nicht auf dem Brief notiert. Der Einlieferer bekam ja den Brief nicht zur Kontrolle zurück. Ich glaube, du hast mal an anderer Stelle geschrieben, das immer die in den Briefkarten notierten Taxbeträge maßgebend waren und nicht die auf dem Brief selbst.

    Mit Robert hatte ich schon mal über den Brief diskutiert, ohne dass wir eine Erklärung gefunden haben.



    Ich kann nur mal soviel sagen. Das Porto wurde hälftig geteilt zwischen der Schweiz und Baden. Dieser Postvertrag galt von 1828. wie lange dieser in Kraft war weiss ich noch nicht.

    Lieber José,


    woher hast du diese Info? Es gab Postverträge zwischen Baden und Basel 1822 und 1837. Letzterer galt bis 1852. Aus dem badischen Verordnungsblatt vom 29. September 1837 hier ein Ausschnitt.


    Viele Grüsse

    Bruno