Brief innerhalb von Schweden

  • Hallo zusammen,
    hier mal ein schöner Freibrief aus Schweden.


    Freibrief mit Stempeltyp 9 (Mai 1852) von STOCKHOLM nach Eskilstuna.
    Sehr späte Verwendung dieses Stempels (1.9.1859).
    Schöner und klarer L1 „KKA“ als Zusatzstempel und
    betitelt den Absender „Kungliga Krigs Akademien“.


    Gruß
    Alandsammler

  • Hallo bayern klassisch,


    es handelt sich hier um einen "Freibrief", nicht Franko-Brief.


    Im ersten Stockholmer Rahmenbogenstempel wurde noch "FRIBREF",


    im zweiten FR.BR. geschrieben.


    Im 3. ohne Rahmen genauso wie im zweiten und


    im 4. Stempel "Fr.Br."


    Dann gibt es noch einen aus Nyköping "FR BR".


    Ich hoffe, damit ist Deine Frage beantwortet.


    Gruß


    Lothar

  • Hallo Alandsammler,


    dann wurde hier nichts frankiert, sondern der Brief war ohne Portoansatz zu belassen, habe ich das richtig verstanden?

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Hallo bayern klassisch,

    in Schweden war es zu früheren Zeiten eben so, das Dienstbriefe für Beamte im höheren Dienst generell ab 1756 gebührenfrei waren, sie mussten aber den Vermerk "Embetsbref" (Beamtenbrief) tragen.

    Beamte im niederen Dienst mussten die Briefe zunächst vorausbezahlen und konnten die vorausbezahlten Gebühren am Jahresende gegen Vorlage der „Freibrief-Nummernliste“ zurück fordern, die Briefe erhielten den Vermerk "Fr.Br.". Diese königliche Verordnung besagt aber auch, dass die Postbediensteten das Eintragen von Briefen in eine Postleitkarte unbedingt zu befolgen haben.

    Dieser Vorgang wurde weitergeführt bis zur Einführung der ersten Stempel im Jahr 1686. Diese waren jetzt versehen mit einem "B" oder "F", Bezahlter Brief o. Freibrief. Freibriefe kamen ausschließlich von der Krone, königl. Einrichtungen, Behörden u.u.u. die immer frei befördert wurden. Später ab 1830 kamen die von mir schon genannten Freistempel zum Zuge. Aber auch diese Stempel kenne ich nur auf Dienstbriefe.

    Habe in meiner Sammlung einen Brief von 1848, der zur finnischen Gesellschaft für Wissenschaften befördert wurde. Hier hatte der Freibriefstempel nur Gültigkeit bis zum schwedischen Grenzpostamt und es wurde dann auch der Vermerk notiert: "franco gränsen". Die Weiterleitung nach Aland wurde dann von den schwedischen Postbauern übernommen. Ab Eckerö/Aland (Grenzpostamt) bis Finnland Festland musste der Empfänger jedoch die Inlandstaxe bezahlen.
    Gruß Lothar

  • Hallo Alandsammler,


    vielen Dank für die sehr informative Beschreibung dieses Systems - wieder was dazu gelernt.

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Hallo Sammlerfreunde,

    ein Inlandsbrief von Arboga am 24.10.1871 nach Stockholm.

    Der Brief wurde mit 12 Öre frankiert.

    Arboga ist eine Stadt in der schwedischen Provinz Västmanland.

    Ich nehme an, die 12 Öre waren die Gebühr für einen einfachen Inlandsbrief.

    Bitte um Korrektur.

    Liebe Grüße

    Franz

  • Hallo Sammlerfreunde,

    ein illustrierter Briefumschlag mit einer mehrfach Frankatur der 1 Öre-Marke.

    Der Inlandsbrief ging am ?.4.1912 nach Göteborg.

    Rückseitiger Ankunftsstempel GÖTEBORG 2.5.1912.

    Liebe Grüße

    Franz