Beiträge von Bayern-WB

    Lieber Heribert,


    die 6 Kreuzer braun von Volker ist auch ziemlich dünn, aber die Lage des Fadens ist für mich eindeutig.


    Eure Aussage, dass in solchen Fällen das Papier verkehrt herum eingelegt wurde, kann ich aber nicht unterstützen, denn ich kenne mehrere Fälle, in denen der Seidenfaden bei der Herstellung des Papiers nicht immer auf der Rückseite geblieben ist. Der Faden ist teilweise von der Rückseite auf die Vorderseite und wieder zurück gewandert.

    Beispiele kann ich momentan nicht einstellen, weil ich nicht zuhause bin.


    Beste Grüße

    Will

    Liebe Freunde,


    ich lese hier nur mit (wegen des Tellerrandes😂), bin aber wieder einmal fasziniert, wie schnell man hier die erstaunlichsten Informationen erhält, wenn man nur richtig fragt.


    Beste Grüße

    Will

    Lieber Ralph,


    dann meine nächsten Fragen:


    1. Warum sollte der Postler seinen Probeabschlag auf einem Brief machen? Jede Unterlage reichte dazu.


    2. Wenn das der erste Abschlag am frühen Morgen war, frage ich mich, warum der Brief erst am 19.11. in Pfronten ankam. Die Entfernung betrug gerade mal 23 km und wenn der Brief mit der Morgenpost verschickt wurde, sollte er doch noch am 18.11. in Pfronten angekommen sein.


    Beste Grüße

    Will

    Liebe Freunde,


    zu dem Brief von Volker fehlt mir wohl einfach das Basiswissen.

    Daher würde ich mich über Aufklärung freuen.


    Der Brief trägt auf der Vorderseite den Aufgabestempel von Kempten vom 18.11.

    Auf der Siegelseite ist aber derselbe Stempel mit Datum 19.11. abgeschlagen.


    Gab es in Kempten ein Haupt- und ein Filialpostamt? Stammt der vorderseitige Stempel vom Filialpostamt und der Siegelseitige vom Hauptpostamt, von dem aus er erst am 19.11. verschickt wurde?


    Oder wurde der Brief nach Abgang der Post am 18.11. angenommen, aber erst mit der ersten Post am 19.11. befördert? Dokumentiert mit dem Stempel vom 19.11. auf der Rückseite.


    Danke und beste Grüße

    Will

    Lieber Volker,


    danke für Deine Mühen.


    Für mich ist in beiden Marken die Verdickung der Rahmenlinien im lo Wertziffernquadrat deutlich zu sehen.

    Ob es sich bei Deinen und den übrigen eingestellten Marken um dasselbe Stöckel handelt, ist mir nicht klar.

    Auch die Marke mit den 4 abgerundeten Ecken fällt jetzt aus meinem zurechtgelegten Schema für die 3 Kreuzer rot.


    Momentan fällt mir dazu überhaupt nichts ein.😁😢


    Beste Grüße

    Will

    … kann leider nur wenig zum Thema beisteuern.

    Lieber Volker,


    das nenn ich mal eine Untertreibung!


    Die linke der beiden Einzelmarken hat 4 abgerundete Ecken, die ich bisher nur ab Herbst 1864 kenne. Das bringt einen ganz neuen Aspekt in die Diskussion.

    Die rechte Marke ist entweder ein ganz früher Druck von der Stöckelserie 6 oder ein Druck von der Stöckelserie 7. Das wäre dann auch ganz neu.


    Kannst Du die beiden Marken in einer höheren Auflösung (800 dpi oder höher) einstellen? Dein bisheriger Scan lässt nur schwer eine Beurteilung zu.


    Danke und beste Grüße

    Will

    Lieber Kilian,


    da hat sich Deine Hartnäckigkeit und „Um die Ecke“-Suchen wieder einmal gelohnt!


    Meine Marke (gMR 249) gehört damit wie Deine 3 Belege zur Stöckelserie 4.

    Das macht es uns bei der Erklärung des Stöckelfehlers auf der 3 Kreuzer rot nicht einfacher.


    Die Hypothese bzgl. Austauschstöckel habe ich im Hinterkopf, sehe sie aber sehr skeptisch. Da ist noch einiges an Sisyphusarbeit nötig.


    „… wiederholter Fehler bei der Prägung…“ wäre eine Möglichkeit, aber die von uns hier eingestellten Belege scheinen mir alle von demselben Stöckel zu sein. Bei Deinen 3 Marken kann man evtl. sogar eine Entwicklung des Fehlers von der mittleren über die linke zur rechten Marke erkennen.


    Wenn jetzt unsere Sammlerfreunde hier noch ihre Belege dieser Stöckelfehler auf der roten und blauen 3x einstellen würden, hätten wir mehr Vergleichsmaterial zur Auswertung. Das wäre sicherlich hilfreich.


    Ich werde jedenfalls weiterhin Ausschau halten (auch bei der Stöckelserie 6 😁).


    Beste Grüße

    Will

    Lieber Kilian,


    ja, ich kann 2 Briefe der 3 Kreuzer rot mit diesem Stöckelfehler zeigen.


    Der erste lief am 11.11.1863 von Kempten nach Gunzenhausen.

    Der zweite ging von Kadolzburg nach Ansbach, ist aber leider nicht datierbar. Da es sich auch eindeutig um dieselbe Marke vom Oberrand handelt, gehe ich auch von 1863 aus.


    Dass bei der neuen und im Markenbild sehr sauberen Stöckelserie 6 ein defektes Austauschstöckel der Serie 4 genutzt wurde, halte ich für unwahrscheinlich.


    Dass bei der ersten Auflage der 3 Kreuzer rot gleich von 3 Stöckelserien (6, 5 UND 4) gedruckt wurde, halte ich für noch unwahrscheinlicher.


    Daher bleibe ich bei meiner Meinung, dass es sich bei meiner 3 Kreuzer blau ebenso wie bei den von Dir gezeigten Marken um die Stöckelserie 6 handelt.


    Bei Deinen wie auch bei meiner Marke fällt auf, dass die obere Randlinie unsauber (ausgeschlagen) gedruckt ist. Das kann zu dem Eindruck führen, dass die Ecken nicht ganz spitz sind.

    Dass es bei Einzelmarken manchmal schwierig ist, zwischen Serie 6 und 4 zu unterscheiden, wissen wir ja.


    Beste Grüße

    Will

    Lieber Kilian,


    und nun zu der linken Marke Deines Pärchens.


    Die Marke von der Stöckelserie 6 zeigt eine Verdickung der Rahmenlinie im linken oberen Wertziffernquadrat nach unten sowie eine deutliche Verjüngung der oberen und rechten Randlinien nach links, bzw., nach oben.

    Dass sie vom unteren Rand stammt, kann ich mit meiner Marke (2II6_SF_x1_gMR-_77) bestätigen.


    Dass mit diesem Stöckel der Serie 6 auch 3 Kreuzer rot gedruckt wurden, kann ich mit einer Marke (9I2_SF_Ix1_18631001) ebenfalls bestätigen.


    Ich bin aber der Ansicht, dass es von der Stöckelserie 6 ein weiteres Stöckel mit einem ähnlichen Fehler gibt!

    Die Rahmenlinie ist an gleicher Stelle nach unten verdickt, aber da die Randlinien gleichmäßig dick sind und die Marke sich am Bogenoberrand befindet, muss es ein anderes Stöckel sein. (2II6_SF_x2_gMR_249). Dass die Druckform bei der kleinen Auflage der 2II6 geöffnet und in neuer Anordnung der Stöckel wieder geschlossen worden wäre, ist unwahrscheinlich.


    Marken mit diesem Stöckelfehler finden sich ebenfalls bei der 3 Kreuzer rot. (9I2_SF_Ix2_gMR_78, 9I2_SF_Ix2_oMR_356).

    Ein weiterer Beweis, dass mit Stöckelserie 6 sowohl in blau als auch in rot gedruckt wurde.


    Jetzt wäre es schön, wenn ihr mit weiteren Belegen meine Theorie der zwei verschiedenen Stöckelfehler bestätigen könntet.


    Beste Grüße

    Will

    Lieber Kilian,


    Du gibst mir keine Chance, denn die Highlights befinden sich alle schon in Deiner Sammlung 😂👎.


    Deine beiden 3 Kreuzer blau mit dem Stöckelfehler (SF) Kratzer zeigen recht deutlich, dass der Kratzer zumindest im Bereich der großen 3 nur minimal tief und nicht durchgehend ist.

    Ich hoffe, dass noch jemand ein Exemplar zeigt, lehne mich aber aus dem Fenster mit der Behauptung, dass auch dort der Kratzer nicht durchgehend ist.


    Warum?

    Von der Stöckelserie 6 wurde in blau nur eine kleine Auflage gedruckt und die Stöckel wurden nicht so abgenutzt, dass sich der SF wesentlich verändert hätte.

    Zudem beschreiben K. Doberer und W. Niedermeier bei ihren Erläuterungen zu den Nachdrucken 1961 und 1999, dass die blauen Ranken in der großen 3 minimal tiefer liegen als die blaue Fläche um die 3.

    Die Ranken sind aber bei dem SF nicht berührt und daraus schließe ich, dass der

    Kratzer nur minimal tief (weniger tief als die Ranken) sein kann und daher auch in anderen Marken keine Verletzung der Ranken mehr auftreten wird.


    Zu Deiner Aussage „Im Druckbild der 3 Kreuzer rot blieb vom langen Kratzer nur noch ein kurzer weisser Strich zwischen NC von FRANCO übrig.“ mag das folgende vielleicht vom Wunschdenken geleitet sein, aber ich sehe in der von Stegmüller geprüften Marke 2 Reste des Kratzers (markiert mit 2 und 3 im anhängenden Bild), in der Marke mit dem Postablage-Stempel sicher bei 1 und vielleicht bei 2 und 3 und in meiner Marke bei 1 noch Reste des Kratzers.

    Daher glaube ich nicht, dass der SF bewusst herauspoliert wurde, sondern dass das langsame Verschwinden des langen Kratzers seine Ursache entweder in der Abnutzung des Stöckels, Farbresten in leichten Vertiefungen oder eventuell doch in einer leichten Polierwirkung des täglichen Waschens der Druckform hat.

    Die leichte Polierwirkung beim Waschvorgang gefällt mir am besten, ist aber durch das bisher Gesagte nicht bewiesen.


    Der zweite von Dir gezeigte SF "Rahmenlinie oben links verdickt plus breite linke Einfassungslinie mit Aufspaltung" betrifft eine andere Thematik. Daher gehe ich darauf in einem gesonderten Beitrag ein.


    Beste Grüße

    Will

    Lieber Kilian,


    auf Dich ist doch Verlass.


    Die Marke mit dem Postablage-Stempel stammt meiner Ansicht nach wegen des Verlaufs der Trennlinien ebenfalls aus der linken unteren Bogenecke und von demselben Stöckel wie meine Marke.


    Bin gespannt auf die 3 Kreuzer blau mit dem Stöckelfehler.


    Beste Grüße

    Will