GB- Frankreich

  • Wir haben ja noch kein Thread über Poststücke nach Frankreich. In der Regel hat man ja immer nur die Standardfrankaturen, aber trotzallem gibt es immer wieder mal hübsche Stücke, die man zeigen kann.
    Ich fange mit einem Brief von London nach Lyon an. Frankiert mit einem Viererstreifen der Mi.Nr. 19 I (Platte 3). Er deckte das Porto der 4. Gewichtsstufe ab- 1 oz 1s 4p oder 16 Pence. Er lief von London über Calais via Paris nach Lyon.


    Viel Freude beim Betrachten!

  • Hallo Asmodeus


    Ja, solche Briefe sieht man sehr gern :)


    Danke fürs Zeigen :)


    Viele Grüsse
    Nils


    (Leider habe ich keine Markenbriefe GB-Frankreich)

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis grösser als in der Theorie.

  • Hallo Asmodeus,


    da schließe ich mich gerne an - solche Schmankerl sieht jeder gerne! :P


    Danke fürs zeigen und liebe Grüsse von bayern klassisch

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Hallo Asmodeus,


    ein toller Brief und den Londoner PD - Killerstempel "50" in dieser Qualität muss man lange suchen!


    Danke fürs zeigen und liebe Grüsse von bayern klassisch

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Continental Night Mail


    Hier zeige ich Euch drei Briefe des Continental Night Mail Service. Dieser Service verlangte einen Aufschlag von 4 Pence.


    Der erste Brief wurde korrekt frankiert: 4 Pence CNM + Porto


    Der zweite Brief trägt den Stempel des Continental Night Mail, aber wurde leider unzureichend frankiert. 3 Pence fehlten. Der Brief blieb bis zum nächsten morgen liegen und wurde dann weitertransportiert.


    Der dritte Brief ist jetzt kein Versand nach Frankreich (falsche Kategorie), aber möchte ihn dennoch zeigen.
    Eine Quadruple Frankatur + 4 Pence CNM Aufschlag!

  • Hallo Asmodeus,


    bitte lass mich nicht dumm sterben: War das eine Art der "late - fee" in späteren Jahren? Kannst du uns das Spektrum dieses besonderen Postdienstes etwas näher bringen?


    Liebe Grüsse von bayern klassisch

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Hallo Asmodeus,


    bitte lass mich nicht dumm sterben: War das eine Art der "late - fee" in späteren Jahren? Kannst du uns das Spektrum dieses besonderen Postdienstes etwas näher bringen?


    Liebe Grüsse von bayern klassisch


    Die Gebühr der 4 Pence war der Aufschlag für die eilige Zubringung der Post über Nacht per Bahn und weitere eilige Beförderung auf den Kontinent. So eine Art "Late fee".

  • Hallo Asmodeus,


    danke sehr - von wann (bis wann?) gab es diese Extragebühr?


    Auf Briefen der Kreuzerzeit habe ich sie noch nicht gesehen.


    Liebe Grüsse von bayern klassisch

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Soweit ich mich erinnere, seit 1879. Bis jetzt habe ich nur Belege ab den 1880er gesehen. Bis wann der Service ging, weiß ich leider nicht. Ich habe noch Postkarten von 1916 mit dem Service bzw. Stempel Continental Night Mail.

  • Hallo Asmodeus,


    danke für diese weiterführenden Informationen - dann brauche in der Kreuzerzeit Bayerns nicht weiter zu hoffen, so eine Spezialität mal zu finden.


    Liebe Grüsse von bayern klassisch

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Zwei Briefe nach Frankreich. Beide wurden unzureichen frankiert und dies wurde bemerkt. Der rote "PD" Stempel wurde mit einem Strichstempel entwertet und zusätzlich wurde der Hinweis "Insufficiently Stamped" angebracht.
    Der Brief war zu schwer
    und frankiert wurde nur für ¼ oz. und nicht für eine ½ oz.! Also
    fehlten nochmals 3d + Strafe 3d je ¼ oz für unterfrankierte Briefe!

  • Hallo zusammen,


    bei der Beschreibung des abgebildeten Portobriefes von GB nach Frankreich (mit Fehlleitung über Preußen) habe ich Schwierigkeiten bei der Beschreibung Teiles von Preußen nach Frankreich (siehe rot eingefärbte Zeilen). Ich habe keinen besseren Thread gefunden, hoffentlich liest aber dennoch der eine oder andere “Preuße” oder sonstige Kenner hier mit. In jedem Fall danke im Voraus für jede Hilfe!


    Gruß nitram



    Am 07.01.1854 wird in Edinburgh, und zwar im Receiving House “Nicholson Street”, ein Portobrief nach Cognac aufgegeben. Fehlerhaft liest man am 09.01. in London aber Cologne anstelle von Cognac und das Schicksal nimmt seinen Lauf, da der Brief jetzt nach dem PV GB/Preußen von 1852 behandelt wird. Das heißt: Abschlag Verrechnungsstempel “31/2 Groschen” für einen Portobrief der ersten Gewichtsstufe (bis 1/2 Unze) für den Großbritannien von Preußen zustehenden Anteil am Porto. In Aachen 10.01. wird mit blauer Tinte das Porto in Höhe von 7 Sgr. angeschrieben und am selben Tag wird Köln erreicht. Einen Tag später fällt der Fehler auf und deswegen wird “Entlastet / Coeln / 11 / 1” abgeschlagen. Damit wird der zunächst in das “Belastungs”-buch der Kölner Hauptpost eingetragene Betrag in Höhe von 7 Sgr. wieder ausgetragen. Die Kölner Post entlastete sich also wieder, da dieser Betrag nicht einzutreiben war.


    Daneben werden die 7 Sgr. abgestrichen und durch 4 Sgr. ersetzt (Welcher PV Preußen/Frankreich? Wie setzt sich Porto zusammen?). In Frankreich wiederum werden die 4 Sgr. abgestrichen und durch 6 décimes ersetzt (Berechung?).


    Über Paris 13.01. wird Cognac schließlich am 14.01. erreicht.

  • Hallo zusammen,


    einen weiteren Brief möchte ich noch mit folgender Beschreibung nachschieben:


    25.09.1855: Francobrief der zweiten Gewichtsstufe (größer 1/4 bis 1/2 Unze inklusiv) von Liverpool (über London 26.09., Calais 27.09. und Paris 27.09.) nach Marseilles. Dort Ausgabestempel vom 28.09.! Auf dem Brief klebte ursprünglich oben rechts eine Briefmarke, die aber wieder entfernt wurde. Vielleicht deswegen, weil der Absender eine Briefmarke zu 4d. für einen Francobrief der ersten Gewichtsstufe angebracht hatte? Dies reichte aber hier nicht aus. So wurde das Franco in Höhe von 8d. bar bezahlt.


    Ich habe mich über diesen Brief gefreut. Zumindest in meiner bescheidenen Sammlung Großbritannien/Frankreich hatte ich noch keinen mit dieser kleinen Besonderheit!


    Gruß nitram

  • Hallo nitram,


    zum letzten Brief - ich mag solche Briefe auch, wenn der Stempel so übergeht, dass man andere Interpretationen vergessen kann. Es wäre auch möglich, dass der Absender überfrankiert hatte, das kam ja auch vor. In jedem Fall ein besonderer Brief, den man seiner Sammlung gerne antun kann. ^^

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Wieder mal ein Brief nach Frankreich.Der Brief war wohl zu schwer und erreichte die nächste Portostufe. In London wurde das "PD" mit dem Inspektor Mark entwertet (hier mit zwei schönen Abschlägen) und zusätzlich "Insufficiently Prepaid" hinzugefügt. Porto wären für ½ oz 8d gewesen. Also mußten 4d Differenz + 4d für jeweils ¼ oz hinzugerechnet werden.

  • Ho Asmodeus,


    wirklich ein toller Brief und 2 Abschläge des "50" "Inspector Mark" sind schon außergewöhnlich. :P:P

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Hallo Lukas


    Ich weiss nicht ob ich eine gute Antwort habe.


    Meine Quelle ist Tabeart, welcher du vielleicht auch hast.
    Hier ist Algerien für 1865 nl = not listed. Aber wenn wir die Mittelmeer Ziele anschauen, waren viele Ziele mit 4/8 pence taxiert. Ab 1865 mit 6 Pence Taxiert bei einfache Briefe. Es kann dahin deuten dass Briefe nach Algerien auch eine Frankoerhöung hatte. Aber es ist nicht belegt.


    Schätze dass andere bessere Antworte haben. :)


    Viele Grüsse
    Nils

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis grösser als in der Theorie.