Bahnpoststempel

  • Liebe Freunde,


    hier ein Brief aus Cöln an die bekannte Adresse Hauber ins bayerische Lindenberg vom Januar 1861.



    Die Aufgabe erfolgte im Cölner Bahnhof direkt beim Bahnpostbureau. Im Bereich des Bahnpostamtes X gibt es eine Reihe solcher Stempel von Cöln, Bonn und Coblenz. Die 3 Sgr.-Marke ist ein Randstück der Nr. 12b.
    Rückseitig finden sich die üblichen bayerischen Stempel vom Bahnhof Röthenbach und von Weiler. Ein preußischer Kursstempel ist nicht aufgebracht worden.


    Gruß
    Michael

    Preußen mit Transiten

  • Lieber Michael,


    feiner Brief! :P


    Ich frage mich gerade, wie er an sein Ziel gekommen ist? Mehrere Umladungen auf direktem Wege, oder doch einen großen Umweg, aber dafür immer auf der Bahn? Leider kann ich das bei vergleichbaren Briefen nur schwer interpretieren, obwohl ich mich damit schon seit mindestens 2 Jahrezehnten recht intensiv beschäftige.

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Lieber Ralph,


    bei der Laufzeit von 2 Tagen gehe ich davon aus, dass der Brief weitestgehend mit der Bahn transportiert wurde. Ob er zwingend direkt südlich nach Koblenz gelaufen ist? Ich würde vermuten ja, da eine Leitung via Osten und dann im Bogen runter via Kassel doch einen ganz erheblichen Umweg bedeutet hätte. Da hat man eine Rheinquerung per Boot wahrscheinlich in Kauf nehmen können.


    Gruß
    Michael

    Preußen mit Transiten

  • Lieber Ralph,


    da stimme ich Michael zu. Die Bahnstrecke entlang des Rheins wurde erst einige Jahre später (genaues Datum weiß ich nicht) durchgehend befahrbar. Von Kassel aus vermutlich über Fulda in Richtung Bayern.


    beste Grüße


    Dieter

  • Liebe Freunde,


    ich nehme es auch an, aber die Frage der Beweisbarkeit ist halt in meinem Hirn immer noch da, weil ich als Forscher und Aussteller wissen möchte, wie der Transportweg war. Leider werden seit geraumer Zeit kaum noch Korrespondenzen gefunden, die innerhalb des DÖPV über Jahre gelaufen sind, anhand deren man vieles leichter nachvollziehen könnte.


    Auf der anderen Seite sagt meine beste Ehefrau von Allen immer wieder, dass es doch recht langweilig wäre, wenn man Alles wüßte ...

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus