Preußen - Recepissen

  • Lieber Jörgen,


    wunderschöne Stücke - der Thread entwickelt sich sehr erfreulich. :)


    zum Porto oder Franko: Vlt. war der Briet mit der Gebühr schon beklebt worden, so dass es keiner Marke auf der RR selbst bedurfte. Sicher können das unsere Preußen eher klären, als ich das kann. In Bayern gab es keine Vorschriften, wohin die Gebühr für die RR zu kleben war, wenn sie überhaupt mit Marken ausgedrückt wurde.


    Liebe Grüsse von bayern klassisch

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Hallo Jørgen,


    im Post-Reglement vom 21.12.1860 steht hierzu:
    Für den Rückschein bei rekommandierten Briefpostsendungen ist bei Aufgabe im Preußischen Postbezirke eine besondere Gebühr nicht zu entrichten.


    Innerhalb Preußens war der Rückschein für Briefpostsendungen also kostenlos. Für Fahrpostsendungen kostete der Rückschein 2 Sgr.
    Bei Briefpostsendungen in den Postverein wurde ebenfalls eine Gebühr von 2 Sgr. angesetzt.


    Viele Grüße
    Michael

    Mitglied im DASV - Internationale Vereinigung für Postgeschichte

    Einmal editiert, zuletzt von Michael ()

  • Liebe Freunde,


    Empfangsbescheinigungen der preußischen Post für eingeschriebene Briefe findet man immer mal wieder. Hier ein Exemplar für einen Brief des Elberfelder Landgerichts an den Lüttringhauser Notar Bunge. Dieser quittiert am 15.8.1844 mit Unterschrift und Siegel - wie am Rand des Formulars gefordert - den Erhalt des rekommandierten Briefes.



    Viele Grüße
    Michael

    Mitglied im DASV - Internationale Vereinigung für Postgeschichte

  • Lieber Michael,


    ich habe mich ja schon als Freund von schönen und/oder interessanten Vordrucken geoutet - zu dieser RR kann ich dir nur herzlich gratulieren. So etwas schönes mit dem wunderbaren Siegel kann ich von Bayern nicht zeigen und habe es auch noch nie gesehen. Felix Borussia!


    Danke fürs zeigen und liebe Grüsse von bayern klassisch

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Lieber bayern klassisch,


    Danke für die Worte.
    Dann zeige ich noch eine weitere aus dem Jahr 1863 für ein Einschreiben aus Lübbecke nach Bünde, diesmal in einem diskreten Blau:



    Viele Grüße
    Michael

    Mitglied im DASV - Internationale Vereinigung für Postgeschichte

  • Lieber Michael,


    vielen Dank für das zeigen dieses herrlichen, blauen Rückscheines.


    Nach dem neuen Postvereinsvertrag kenne ich von Bayern einige Rückscheine, die nicht mehr eingeschrieben wurden. Leider habe ich in der Primätliteratur hierüber nichts gefunden, denn eigentlich mussten Rückscheine immer eingeschrieben werden. Kennst du Vorschriften oder gibt es Material von Preußen, wonach dies möglich war?


    Liebe Grüsse von bayern klassisch

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Lieber bayern klassisch,


    eine gute Frage, die ich im Moment nicht beantworten kann.
    Die mir vorliegenden Postvorschriften übergehen dieses Thema. Es wird zwar ausführlich beschrieben, wann Recepissen auszustellen und zu versenden sind, aber ob recommandiert oder normal: da schweigen die Vorschriften.
    Ich werde noch weitersuchen, aber ob ich was vorzeigbares finde ....


    Viele Grüße
    Michael

    Mitglied im DASV - Internationale Vereinigung für Postgeschichte

  • Lieber Michael,


    ich hoffe, du wirst fündiger, als ich es geworden bin - bei den bayer. Vordrucken war eine Stelle freigelassen, an der die Rekonummer zu notieren war. Daher schließe ich, dass jede RR zu rekommandiren war. Die Realtität ist aber eine andere - sowohl was die Briefe, als auch was die RR angeht. Im Postverein müsste ja Einklang in dieser Sache geherrscht haben, von daher hoffe ich auf die berühmte gute preußische Aktenlage. :)


    Liebe Grüsse von bayern klassisch

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Anbei der einzige Beleg aus der Zeit aus meiner Sammung.


    Ich denke die Dinger sind wohl keine Masse, vor allem wenn diese auch noch frankiert sind.

    Bilder

    „Männer für gefährliche Reise gesucht. Geringer Lohn, bittere Kälte, lange Monate kompletter Dunkelheit, ständige Gefahr, sichere Rückkehr ungewiss. Ehre und Anerkennung im Erfolgsfall.“


    – Ernest Shackleton

  • Hallo woermi,


    das ist der Traum jedes Preußensammlers, oder? Schöner und seltener geht es wohl kaum noch ... :P


    Danke fürs zeigen und liebe Grüsse von bayern klassisch

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Liebe Freunde,


    hier ist lange nichts gezeigt worden ...

    Anbei eine Recepisse von 1864 für einen recommandirten Brief vom Gardelegener Kreis-Gericht an die Frau Ökonomie Commissarin Holekamp in Celle, Hannover.

    Bei der Rücksendung ist was schiefgelaufen, da diese sicherlich über Magdeburg, aber nicht nach Magdeburg erfolgen sollte. Der vorderseitige Ausgabestempel sieht mir sehr nach Magdeburg aus und auch der Aufgabestempel hätte bei einem regulären Verlauf da nichts zu suchen. Da die Recepisse aber in Magdburg gelandet war, dokumentierte man die Verzögerung bei der Weiterleitung mit dem Aufgabestempel und unterstrich noch mal den Zielort.



    Gruß

    Michael

    Mitglied im DASV - Internationale Vereinigung für Postgeschichte

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  • Danke.

    Ein 2. Stück brauche ich dazu nicht unbedingt, daher sehe ich das ziemlich entspannt. :)


    Viele Grüße
    Michael

    Mitglied im DASV - Internationale Vereinigung für Postgeschichte

  • Lieber Michael


    der vorderseitige Ausgabestempel ist sicher aus Magdeburg. Tour 7 verblieb häufig im Postamt.


    Mit freundlichem Sammlergruss


    Ulf