Nördlich von Augsburg - Südlich von Donauwörth - Östlich von Dillingen - westlich vom Lech

  • Einmal mit einer etwas anderen Benennung einer Sammlung.


    Man könnte auch sagen: dort bin ich aufgewachsen, dort ist immer noch ein Stück Heimat / Herz / Seele!


    Solltet Ihr also Belege / Ansichtskarten / Anekdoten dazu haben, immer her damit.


    Beginnen möchte ich nach dem Motto: Einen schönen Beleg kann man auch Zweimal zeigen!


    Heute möchte einen Bayern Brief zeigen der die Schwierigkeit bei Heimatsammlungen relativ deutlich aufzeigt!


    Für Bayern Sammler ein relativ normaler Brief - Entweder 12 Meilen bis 31.7.1865, oder ohne Entfernungslimit, ab dem Folgetag - und beiden bis 1 Loth inklusive (16,66g damals).


    Für mich als Sammler der Augsburger Gegend und gebürtigen Ellgauer eine kleine Rarität!




    Umschlag vom 09-05 von MEITINGEN (309) nach ELLGAU Post Nordendorf.




    Frage: ist es möglich das Jahr, in welchem Frau Baronin den Brief gekommen hat, nähers eingrenzen?

    Grüße aus Bempflingen
    Ulrich


    Das Leben ist viel zu kurz um es mit billigen Weinen und den falschen Menschen zu verbringen. (Lebensweisheit, inspiriert bei Goethe) :-)

    4 Mal editiert, zuletzt von Minimarke ()

  • Hallo Ulrich,


    sehr schön - das Datum des 1. Briefes kann ich nicht sicher erkennen, aber entweder war es ein Brief bis 12 Meilen (bis 31.7.1865), oder ein Brief ohne Entfernungslimitierung in Bayern (danach). Die Marke sieht sehr gut aus und solche Briefe muss man als Heimatsammler natürlich schnappen. Leider habe ich zu Ellgau in meinem Kopf und meinen Sammlungen genau Null gefunden, kann also mit rein gar nichts dienen. ;(

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • bayern klassisch - Danke für die Blumen - es ist 1862


    Ellgau wird auch schwierig direkt zu finden, eigene Postablage erst spät in den 30-igern.


    Da müssen erstmal zwei Briefe aus Nordendorf herhalten


    Lustig finde ich die Adresse, an Sparsamkeit kaum zu überbieten.


    Grüße aus Bempflingen
    Ulrich


    Das Leben ist viel zu kurz um es mit billigen Weinen und den falschen Menschen zu verbringen. (Lebensweisheit, inspiriert bei Goethe) :-)

  • ... ja, habe ich so auch noch nicht gesehen - klasse, mal was anderes.


    Dann ist mir verständlich, warum ich diesen Ort nicht postalisch kennen kann. Aber wenn mir mal etwas über den Weg läuft ... :thumbup:

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Lieber Ulrich,

    die beiden Adressen gefallen mir. Zu dieser knappen spartanischen Ausdrucksweise passt vielleicht ein kleiner Witz, der die Sprachfaulheit und Sturheit der alten Siegerländer aufs Korn nimmt:


    Mann und Frau in der Stube. Eine Windböe schlägt den offene Fensteflügel zu, so dass die Scheibe zerbirst.

    Der Mann zu seiner Frau: " Bring morgen vom Glaser eine Scheibe mit."

    Die Frau zum Mann "Ist gut"

    Am nächsten Tag, Mann zur Frau:

    "Bring eine mit"

    Frau zum Mann:

    "Was denn?"

    Mann zur Frau:

    "Bring eine mit"

    Frau zum Mann:

    "Ich weiß nicht mehr was"

    Mann geht zum Fenster, schlägt den anderen Fensterflügel voller Wucht zu, so dass die Scheibe zersplittert und sagt zur Frau:

    "Bring zwei mit"

    viele Grüße
    Erwin W.
    preussen_fan

  • Heute zwei Landpoststempel:


    Großsohrheim über Donauwörth Land vom 3-1-1944

    Oberbaar über Rain am Lech vom 28-6-1954

    Grüße aus Bempflingen
    Ulrich


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  • Schokoladenwerbung aus Wertingen, vom 25-11-1964

    Uhrenwerbung aus Donauwörth, vom 17-9-1965

    Grüße aus Bempflingen
    Ulrich


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  • Beitrag #1 wurde ergänzt, inklusive Frage!

    Grüße aus Bempflingen
    Ulrich


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  • Hallo Ulrich,


    beide Briefe datieren von 1864-68, genauer kann man das nicht sagen, weil der Augsburger nicht dort lesbar ist, wo er es sein müsste.


    Wenn du schon dabei bist, dann korrigiere bitte auch den Fehler von 10 Meilen - das gab es in Bayern nie. Entweder 12 Meilen bis 31.7.1865, oder ohne Entfernungslimit, ab dem Folgetag und beiden bis 1 Loth inklusive (16,66g damals).

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • bayern klassisch, Danke für den Hinweis, dieser ist geklaut und eingefügt! ;-)


    Um bestimmte Vorurteile zu erfüllen hätte ich noch eine Frage zum zweiten Brief, Stempel 309.


    Ist dieser Stempel selten, hätte nicht gedacht dass ich dafür > 50 Euronen hinlegen muss.

    Grüße aus Bempflingen
    Ulrich


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  • Danke, leider versteckt sich wieder einmal meine Literatur! :-(

    Grüße aus Bempflingen
    Ulrich


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  • Nordendorf 10.02.1946 Nordendorf - München

    Brauerei Miller Nordendorf, gegessen und getrunken habe ich damals wo ich jung war in dieser Brauereikneipe auch noch,übrigens gibt es das Lokal heute noch! ;-)




    Grüße aus Bempflingen
    Ulrich


    Das Leben ist viel zu kurz um es mit billigen Weinen und den falschen Menschen zu verbringen. (Lebensweisheit, inspiriert bei Goethe) :-)

  • Paketbegleitbrief / Nachnahme vom 27. Oktober 1847 auf 3 Kreuzer Stempelpapier von Rain am Lech nach Pöttmes.

    Gewicht 1 Pfund 12 Loth - Nachnahme 1 Gulden 29 Kreuzer - Gesamtauslagen 1 Gulden 42 Kreuzer.




    Grüße aus Bempflingen
    Ulrich


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  • 1ten April 1833 Brief vom Landgericht Zusmarshausen,


    An die Königl....................................... Augsburg




    Grüße aus Bempflingen
    Ulrich


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  • 2 Fragen zum oberen Brief:

    Durfte das Patrimonial-Gericht in Poettmes die gestempelten 3 Kr. zusammen mit dem Porto bezahlen?

    Was bedeutet die 2 unter dem Gewicht?


    beste Grüße

    Dieter

  • Guten Morgen Dieter,

    kann ich dir nicht beantworten, Innerbairisch ist nicht so meine Stärke.

    Vielleicht kann Bayern Fiskal erklären wie sich die 13 Kreuzer, welche der Empfänger mehr bezaahlt hat, zusammen setzten?

    Grüße aus Bempflingen
    Ulrich


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