352 20 Pfennig Johann Sebastian Bach

  • Hallo Freunde,


    als ich eben das Adenauer-Autogramm von hasselbert sah, fiel mir auch mein Autogramm wieder ein.

    Obwohl ja ein Autogramm an sich mit Philatelie nicht das geringste zu tun hat, nimmt man mir es hoffentlich hier im Forum nicht übel, wenn ich es hier im Bedeutende-Deutsche-Thread zeige.


    Das Autogramm stammt noch aus einer Zeit, als ich fast alles gesammelt habe, was sich so fand. Das waren neben Briefmarken - natürlich "Alle Welt" - dann noch Zigarrenbinden, Apfelsinenpapier, Sanella-Bilder, Kleverstolz-Tierchen, Münzen und vieles andere mehr. An Bayern-Marken und -briefe habe ich damals allerdings noch keinen Gedanken verschwendet.

    Das Adenauer-Autogramm habe ich im Januar 1956 von einem Vetter bekommen, der sich zu dieser Zeit in einem Kinderheim in Röndorf aufhielt. Und diesem Kinderheim ließ der damalige Bundeskanzler dann von Zeit zu Zeit schon mal einige Autogrammkarten zukommen.

    Geschrieben wurde das Autogramm im Januar 1956. Adenau hatte kurz vorher - im September 1955 -

    nach harten Verhandlungen in Moskau die noch restlichen deutschen Kriegsgefangenen (fast 10.000) wieder nach Hause geholt.


    Viele Grüße

    bayern-kreuzer

  • Lieber Wolfgang,


    schön wenn man nach vielen Seiten offen sein kann. Hier ist auch schön, dass das Autogramm nicht gedruckt ist.


    Grüße aus Frankfurt

    Heribert

  • Hallo zusammen,


    hier zeige ich einen eher etwas ungewöhnlichen Beleg der Briefmarkensprache. Zum einen schreibt hier ein weibliches Wesen (ich weiß nicht wie alt sie ist) an ein männliches Wesen. Zum anderen schrieb sie dies offen auf einer Karte. Und nicht nur auf einer Karte, sondern auch auf einer Karte mit den Erklärungen der Briefmarkensprache. Noch wird der Angebetete mit "Sie" angesprochen, aber die 20 Pfennig Bach sagt es sehr deutlich "Ich träume von Dir".


    Grüße aus Frankfurt

    Heribert

  • Hallo Dieter,


    hast Du auch solche Briefe geschrieben oder gehörst Du zu der seltenen Gruppe, die solche Briefe empfangen haben?


    Hier ist ein Brief, den ein Mann an seine Liebste geschrieben hat. Bach steht schräg auf dem Kopf soll heißen: Ich sehne mich nach Dir.


    Grüße aus Frankfurt

    Heribert

  • Hallo Heribert,


    nein, ich gehörte nicht zu den Briefeschreibern, habe aber einige bekommen. Mein Interesse galt schon in jungen Jahren den Italienerinnen und Telefon hatte schon fast jeder. Leider kostete damals eine Einheit von 5,76 Sek nach Italien nur 23 Pf. Da war ein Heiamann schnell weg bzw die Eltern meuterten wegen der Telefonrechnungen. ;) Aber auch innerhalb Deutschlands bezahlte man das Vielfache von heute.


    Dieter

  • Hallo zusammen,


    hier ein besonderer Brief, der Fragen aufwirft. Ist der Brief echt befördert worden? Wurde etwa die aus eine Zeitschrift ausgeschnittene oder von einem Kopierer erzeugte Marke nicht bemerkt?

    Witzwort hatte zu dieser Zeit deutlich unter 1.000 Einwohner. Es könnte daher sein, dass der Schreiber dem Postler sagte: Du hast keine Probleme damit, Stempel die Marke und ich nehme den Brief gleich wieder mit, wir sind doch beide bei der Freiwilligen Feuerwehr, dem Sportverein, dem Gesangsverein oder oder oder. Jedenfalls sieht der Brief aus, wie echt gelaufen. Wenn ich hier eventuell einen Postbeamten oder Postbediensteten verdächtigt habe, bitte ich um Entschuldigung. Das war nur so ein Gedanke.


    Zum Vergleich zeige ich daneben eine echte 20 Pfennig Bach Marke.


    Grüße aus Frankfurt

    Heribert

  • Hallo zusammen,


    hier zeige ich einen Beleg aus der Versuchspost vom 25. Oktober 1962. Zur Entwertung wurde der Maschinenstempel Darmstadt mit den Unterscheidungsbuchstaben xy benutzt. Für die Steuerung der Maschine wurden Marken benutzt, die dem Stempel "Entwertet" tragen. Die vierstellige Postleitzahl wurde in einen Strichcode übertragen, der die Verteilung der Briefe steuern sollte. Einige Briefe gelangten in Sammlerhände.


    Grüße aus Frankfurt

    Heribert

  • Hallo zusammen,


    bei bestimmten Einlieferungen gab (und gibt) es einen kostenlosen Einlieferungsschein. Bei Aufgabe eines Päckchens gab es keinen kostenlosen Einlieferungsschein. Bei Päckchen in die "Ostzone" benötigte man eine Nachweis, um bei der Steuerklärung einen Freibetrag zu erhalten. Dieser Nachweis war ein Einlieferungsschein, der auf Wunsch gegen eine Gebühr von 20 Pfennigen. erstellt wurde.

    Hier zeige ich einen Einlieferungsschein für ein Päckchen von Gelsenkirchen nach Havelberg in der DDR beklebt mit einer J. S. Bach.


    Grüße aus Frankfurt

    Heribert

  • Hallo Heribert,


    noch eine Ergänzung zu Deinem Beitrag # 27.

    Farbkopierer halte ich für Mitte der 60-ziger Jahre für unwahrscheinlich und einen Zeitungsausschnitt müsste man am Papier erkennen. Was hältst Du von einem Ganzsachenausschnitt; die 20-ziger Bach wurde auf Frage-Antwortkarten und zusätzlich auf diversen Privatganzsachen gedruckt.

    GS-Ausschnitte waren zwar auch nicht zulässig, aber sind doch hin und wieder "durchgerutscht".


    Gruß Klaus

    Wer später bremst,
    ist länger schnell !

  • Hallo Heribert,


    ich stimme Klaus zu. Mitte der 1960er Jahre gab es auch noch keine S-W-Kopierer geschweige denn Farbkopierer. Ich denke auch, daß es sich in #27 um einen GS-Ausschnitt handelt.


    beste Grüße


    Dieter

  • Hallo Klaus,

    hallo Dieter,


    Farbkopierer gab es bereits Ende der 50er Jahre. Ihr habt insoweit recht, dass es Farbkopierer für Normalpapier erst in den 70er Jahren gab.

    Ein Ganzsachenausschnitt kommt nicht in Frage, da es ein "normales" Papier (dünn schätze 80er) und kein Karton ist. Zum anderen sind die Marken deutlich unterschiedlich groß. Das Markenbild der echten ist 1,9 x 2,2 cm und das Markenbild der ungezähnten ist 2,3 x 2,9 cm groß- Auch ist die Farbe etwas anders. Ich dachte an eine Einzelkopie, weil in den letzten fast 60 Jahren noch keine zweite Marke zu sehen war.Wäre es ein Druck, so gebe es bestimmt mehrere Exemplare. Hier noch einmal die Vergrößerung.


    Grüße aus Frankfurt

    Heribert

  • Ich habe soeben meine letzte Trumpfkarte ausgespielt

    "Witzwort" = Wortwitz

    Die Karte sticht aber auch nicht, den Ort gibts wirklich


    Ich gebs auf

    Wer später bremst,
    ist länger schnell !

  • Hallo Klaus,


    beim ersten Bild kann man deutlich sehen, daß beide Stempel gleich groß sind. Das waren seit der Einführung der Zweikreisbrückenstempel im Jahr 1933 für die normalen Tagesstempel immer 28,5 mm.


    beste Grüße


    Dieter

  • Hallo zusammen,


    "Stadt des Bierbrunnens" wer hätte gedacht, dass es so etwas gibt. Tatsächlich ist der Bierbrunnen ein Wahrzeichen von der Stadt Lübbecke, eine Stadt in Ostwestfalen mit rund 25.000 Einwohnern. Der Brief kam anscheinend so offen in Hamburg-Groß Flottbeck an, dass der Postler es für nötig fand, ihn zu verschließen. Dies tat er auch mit seinem Stempel auf der Vorderseite kund, unterschrieb mit einem Zeugen am 01. April 1965. Zusätzlich wurde noch ein Hamburg 1 Stempel ebenfalls vom 01. April abgeschlagen. Was mit dem Brief geschehen ist, bleibt im Dunklen verborgen. Der Brief war ja schließlich bereits am 25.02.1965 in Lübbecke abgeschickt worden.


    Grüße aus Frankfurt

    Heribert

  • Hallo zusammen,


    hier zeige ich einen Wertbrief. Die WALZBAU Darmstadt schickte einen Wertbrief (Wert 500) nach Stuttgart und frankierte 120 Pfennig mit dem Freistempler der Firma, 20 Pf. für den Brief und 100 Pf. für den Wert bis 500 DM. Am Postschalter wurde der Brief registriert und (wichtig für alle Wertbriefe ) gewogen. Das Ergebnis 22 1/2 Gramm wurde in die obere linke Ecke notiert. Aber 22 1/2 waren die zweite Gewichtsstufe. Der Brief kostete somit 40 Pf. und es fehlten daher 20 Pfennig. Die wurden kurzer Hand in Form der J.S. Bachmarke aufgeklebt.

    Ich kann mir vorstellen, dass im Büro der WALZBAU der Brief vor dem Siegeln gewogen worden ist und der Brief daher noch in der 1. Gewichtsstufe war.


    Grüße aus Frankfurt

    Heribert

  • Lieber Heribert,


    rote Wertbrief-Aufkleber kannte ich bisher nicht. Meine Belege haben alle einen pinkfarbigen Aufkleber.


    beste Grüße


    Dieter

  • Lieber Heribert,


    vielleicht wurde die Farbe geändert. Die Belege, an die ich denke, sind aus den 1980er Jahren. Leider kann ich keine zeigen, da ich nach anderen Kriterien speichere.


    beste Grüße


    Dieter