Österreich Korrespondenzkarten

  • Hallo Sammlerfreunde,

    an die Erfindung der Correspondenzkarte knüpfte sich ein langjähriger Prioritätsstreit, denn viele Jahre wurde die Frage erörtert, wer denn eigentlich die jetzige Postkarte erfunden hat-ob der deutsche Staassekretär Dr.Stephan oder der K.K Ministerialrat Dr. E. Hermann.

    Tatsache aber ist, dass nach Vorschlag von Dr. Herrmann mit 1.10.1869 die erste Postkarte der Welt mit dem Wertstempeleindruck zu 2 kr. in Österreich ausgegeben wurde. Somit kann Dr. Emanuel Herrmann als geistiger Urheber der heutigen Postkarte angesehen werden.

    Die Karten konnten zunächst nur nach Orten der österreichisch-ungarischen Monarchie versendet werden.

    Die Rekommandition und die Expressbestellung der Karte konnte durch Abgeltung der gewöhnlichen Reko und Eilgebühren stattfinden.

    Die Vorderseite der Karte war ausschließlich für die Adresse bestimmt. Die Nachrichten wurde auf die Rückseite geschrieben.

    Aufgrund des billigeren Portos und des praktischen Formates gegenüber des Briefes, wurde die Korrespondenzkarte schnell vom Publikum angenommen und setzte sich bald als billiges und massentaugliches Korrespondenzmittel weltweit durch.

    Ich werde euch hier nach und nach Postkarten der verschiedenen Ausgaben zeigen, beginnen möchte ich mit eine Karte der ersten Ausgabe ( 1.10.1869). Die Karte wurde in der ersten Verwendungswoche am 5.Oktober 1869 in Wien aufgegeben. Karten aus der ersten Verwendungswoche sind nicht mehr sehr häufig zu bekommen.

    Liebe Grüße

    Franz

  • Hallo Laurent,

    eine tolle Karte mit den seltenem Stempel von Grybow (Polen).Damals eine Gemeinde in der Monarchie.

    Eine Karte aus der ersten Woche kann ich noch zeigen.

    Die Karte wurde am 6.10.1869 am Bahnhofspostamt Pardubitz (Böhmen) aufgegeben (rückseitiger Stempel).

    Auf der Vorderseite wurde die Karte handschriftlich mit Kratzau 6/10 entwertet. Weiters ist vorne links der Ankunftsstempel Prag am 7.10.69 abgeschlagen.

    Liebe Grüße

    Franz



  • Hallo Sammlerfreunde,

    noch eine Karte der ersten Ausgabe. Datiert mit 28.12 .1869. Aufgabestempel LOPATYN ein Ort im damaligen österreichischen Kronland Galizien.

    Ankunftsstempel Wien am 31.12.1869

    Die Karte ist adressiert an Herrn Eduard Witte in Wien. Witte war ein österreichischer Unternehmer und Gründer des Wiener Traditionsbetriebes Witte.

    Witte verkaufte als erstes Geschäft in Wien Glaschristbaumschmuck.

    Liebe Grüße

    Franz

  • Hallo zusammen,


    ihr zeigt hier schöne frühe Postkarten. Die beiden, die ich mein Eigen nenne, datieren 20 Jahre später.


    beste Grüße


    Dieter

  • Hallo Laurent,

    die Karte mit dem (Fehldruckwertstempeleindruck 5 Kr. statt 2 Kr.) kann leider ich nur ungebraucht zeigen.

    Diese Karte gebraucht ist eine große Seltenheit. Ich habe bis jetzt keine in den Händen gehabt.

    Wie viele dieser Karten in den Verkauf und zur Verwendung gelangten, lässt sich heute nicht mehr eruieren.

    Liebe Grüße

    Franz

  • Hallo Sammlerfreunde,

    der Fehldruck wurde bald entdeckt, die vorhandenen Karten die noch nicht im Umlauf gewesen sind, wurden mit der 2kr. Freimarke überklebt und im Mai 1874 wieder in den Verkauf gebracht.

    Mit August 1874 wurden die noch nicht verkauften Karten mit Fehldruck endgültig eingezogen und vernichtet.

    Eine Karte mit aufgeklebter 2 kr. Marke gelaufen von Klattau (Böhmen) nach Pilsen. Aufgabestempel Pilsen am 31.7.1874. Ankunftsstempel Prag am 1.8.1874

    Liebe Grüße

    Franz

  • Hallo Sammlerfreunde,

    mit September 1871 wurden dieselben Karten, wie die der ersten Ausgabe mit doppeltem Sprachtext, ausgegeben.

    Für jene Postbezirke, in welcher außer der deutschen noch eine andere Landessprache gesprochen wurde, erschien eine Karte mit deutschen und ein der jeweiligen Landessprache entsprechender Textvordruck.

    Es wurden Karten mit deutsch-polnischen, deutsch-ruthenischen, deutsch-slovenischen, deutsch-böhmischen und deutsch-illyrischen Textvordrucken ausgegeben

    Ich zeige ein Karte für das polnische Sprachgebiet.

    Die Karte wurde am 8. September 1875 in Rzeszow aufgegeben und kam einen Tag später in Prag an.

    Rzeszow heute in Polen, gehörte bis zum Ende des ersten Weltkriegs zur Habsburgermonarchie.

    Liebe Grüße

    Franz

  • Hallo Sammlerfreunde,

    heute eine Karte mit einen deutsch-polnischen Textvordruck. Die Karte wurde am 1 Mai 1872 im Bahnhofspostamt Krakau aufgegeben und kam am nächsten Tag in Pest (Ungarn) an.

    Die Stadt Krakau (Polen) lag im Kronland Galizien.

    Liebe Grüße

    Franz

  • Hallo Sammlerfreunde,

    heute eine Karte mit einen deutsch-ruthenischen Textvordruck. Die Karte wurde am 4 Juni 1874 in Czernowitz aufgegeben und kam zwei Tage später in Wien an.

    Die Stadt Czernowitz (Ukraine) war ehemals Hauptstadt des österreichischen Kronlandes Bukowina.

    Liebe Grüße

    Franz

  • Hallo Sammlerfreunde,

    heute eine Karte mit einen deutsch-italienischen Textvordruck. Die Karte wurde am 7. Jänner 1876 in Triest aufgegeben und kam zwei Tage später in Bruneck an. Auf der Rückseite der Karte ein privater Textzudruck der Firma C. Hütterott.

    Triest, die Landeshauptstadt im österreichisch-illyrischen Küstenland, galt als der wichtigste Seehafen in der Habsburgermonarchie.

    Bruneck ,heute in Italien, war eine Stadt im Kronland Tirol.

    Liebe Grüße

    Franz

  • Hallo Sammlerfreunde,

    heute eine Karte mit einen deutsch-slowenischen Textvordruck. Die Karte wurde am 6. April 1876 in Laibach aufgegeben.

    Die K.K.PRIV. KALTENBRUNNER FARBHOLZ - FABRIK sandte die Karte an einen Herrn Kreische in Budapest.

    Budapest, war Haupt- und Residenzstadt des Königreichs Ungarn in der Habsburgermonarchie.

    Laibach, heute in Slowenien war die Landeshauptstadt im Kronland Krain.

    Liebe Grüße

    Franz