Stempel P.M.V.C., P.M.C. und B.M.V.C.

  • Liebe Freunde,


    ich leite hier die Anfrage eines DASV-Mitglieds weiter in der Hoffnung, dass jemand aus dem Forum etwas zur Aufklärung beitragen kann.


    Der Fragesteller besitzt eine Reihe von Dienstbriefen mit den Stempeln P.M.V.C., P.M.C. oder B.M.V.C.



    Die Briefe stammen aus dem Zeitraum 1878 bis 1891 und stammen aus folgenden Orten: Erxleben, Tangermünde, Naumburg, Weissenfels, Wanzleben und Neuhaldersleben.


    Die Abkürzungen der Stempel stehen für eine Porto-Compensation.


    Wie funktionierte diese Porto-Compensation?
    Auf Grund welcher Verordnung wurde diese Compensation eingeführt?


    Viele Grüße
    Michael

    Preußen mit Transiten

  • Hallo zusammen,


    kann niemand etwas zur Klärung beitragen?
    Auch Teillösungen wären ja schon hilfreich ... :)


    Viele Grüße
    Michael

    Preußen mit Transiten

  • Hier ist was zu finden zum Thema:
    Rundbrief 365, S. 72 eine Anfrage und im RB 367, S. 108-110 die Antwort darauf.
    Gruß aus dem heißen Frankfurt von Taxis107


    Ergänzung:
    "...Stempel, die auf portopflichtigen Dienstsachen von Behörden im mitteldeutschen Raum (preußische Provinz Sachsen) vorkommen.... verschiedene Buchstabenfolgen wie PMVC, BMVC oder PMC. Warum diese Stempel angebracht wurden, ist bisher noch ungeklärt. Nach bisherigen Feststellungen finden sie sich ausschließlich auf Briefen von Gerichtsbehörden. Deutungen zufolge handelt es sich um Abkürzungen für "Porto mit Verrechnungsconto", "Brief mit Verrechnungsconto" und "Porto mit Conto", die darauf hinweisen sollen, dass eine Portoerstattung bzw. -Verrechnung zu erfolgen hat. Möglicherweise dienten die Stempel der Kenntlichmachung von Sendungen, für die den Behörden die Portobeträge seitens der Postverwaltung gestundet wurden......."

    Bilder

    Ein Mensch im Getümmel der Welt ohne Verstellung, ist wie ein Weib im Theater ohne Schminke.
    (B. Krebs, Schriftproben der Andreaeischen Schriftgießerey Frankfurt, um 1840)

    Einmal editiert, zuletzt von TAXIS107 ()

  • Liebe Sammelfreunde


    in einem Los war der Brief enthalten. Soweit ich sehe ist der Beleg am 10.03.1894 im Magdeburg-Buckau aufgegeben wurden und lief nach (Magdeburg-)Fermersleben als eingeschriebener Ortsbrief. Da noch ein Rückschein verlangt wurde, wurden 45 Pfennig erhoben. Diese setzen sich aus 20 Pfennig Einschreibung, 20 Pfennig Rückschein und 5 Pfennig für den Ortsbrief zusammen.
    Siegelseitig ist nichts.


    Mit freundlichem Sammlergruss


    Ulf

  • Hallo, m.E. handelt es sich um Portokontrollstempel.


    Vergleiche auch den Portokontrollstempel V.C. (C für Controlle, nicht für Coburg), über den wir bei Taxis diskutiert haben.