Beiträge von TAXIS107

    Ein schöner Brief mit allerlei Berechnungen. Sachsen-Meinigen rechnete mit Gulden/Kreuzer. Der Absender berechnete auf der Innenseite in Groschen. Daher Umrechnung bei der Postaufgabe in Kreuzer.

    Porto, Procura, Postschein sind die Auslagen von 58 xr, evtl. noch die von 1824 bis 1842 erhobenen 5 % Teuerungszuschlag, der Botenlohn, so kommen die 1 fl 12 Kreuzer zusammen.

    Gruß Taxis107:)

    Nun, da bei TT die Markenausgaben in 1, 3, 6, 9, 15 und 30 xr verausgabt wurden, müssen zwangsläufig für die Frankaturen, die nicht mit einer Marke erledigt werden können, immer mehrere Marken aufgeklebt werden.

    Beispiel 4 xr: das können 4 x 1 oder 2 x 2 (in Kombination GA) oder 3 +1 xr sein. Von daher sind Mischfrankaturen angesagt und nicht selten, sondern regulär vorkommende. Selten sind Mischfrankaturen der ersten mit letzten Ausgabe . . .

    Hinzu kommt, dass die kleineren Postexpeditionen meist gar nicht die 15 und 30 xr-Marken vorrätig hatten, daher findest du bei Auslandstaxen große Tapeten der 9 xr-Marken.

    Gruß Taxis 107

    Sieht aus, als ob die 3xr rot einen farblosen Durchstich hatte, bei der 6 xr blau sieht man das nicht, könnte Scherenschnitt sein. Dürfte eine Mischfrankatur verschiedener Ausgaben sein. Wichtig wäre auch das Jahr . . . Ist ein Inhalt bei dem Brief? Aus dem das Jahr bezeichnet ist?

    Gruß Taxis107

    Hier mal etwas von TT:

    Der bisher einzige bekannte Beleg mit dem Landpoststempel des Ortes „BEYENHEIM“ stammt aus dem Jahr 1863. Absender ist ein Reisender, der diesen Brief in Maulbach bei Homberg a.d. Ohm am 11. April 1863 an Herrn Seebohm zu Düsseldorf geschrieben hatte. Auf der Weiterreise mit der Extrapost kam die Kutsche des Reisenden durch Beienheim, dort hat der Absender den Brief während einer kurzen Pause am 13. April 1863 in den Landpostbriefkasten eingelegt, um dann weiter zu fahren nach Salzhausen zu Salineninspector Tasche. Der Briefempfänger in Düseldorf war einer der damals frühen Industriebarone und Geldgeber für die Aplerbecker Hütte.

    Der Brief wurde dem Landpostbriefkasten in Beienheim kurz vor dem Halten der Postkutsche, die am späten Nachmittag von Nidda nach Friedberg gefahren ist, dem Briefkasten entnommen. In diesem Briefkasten befand sich wie in vielen anderen Landorten auch, an einer Kette ein einzeiliger Landpoststempel. Damit wurde der Brief abgestempelt und gelangte nach Friedberg, wo er am 15. 4. 1863 abends gegen sechs Uhr mit den Ring-Nr.-Stempel „110“ und dem Ortsstempel von Friedberg entwertet wurde. Anschließend wurde der Brief mit der Eisenbahn über Frankfurt nach Düsseldorf an den Empfänger befördert. Die rote handschriftliche „9“ zeigt an, dass in Friedberg die zur Beförderung erforderliche Taxierung mit einer aufgeklebten braunen 9-Kreuzer-Marke erfolgt war, daher auch der handschriftliche Vermerk „Franco“.

    Taxis107:)

    Jau, wenn du 2 Exponate bekommst, meist nur eines.

    Ich hatte mal die Freude gleich 3 Goldmedaillen in Empfang zu nehmen, das war vor 10 Jahren in Haldensleben bei der Rang1.

    Einmal die Heimatsammlung und zweimal für jeweils eine Zeitschrift von Argen, deren Schriftleiter ich damals war . . .

    Alles klar? :):):) deshalb drei Smilyes

    Hallo, doch Marburg wird genommen, wenn aus nördlichen Gebieten in Sgr-Währung eingeht und weiter zum Empfänger, der in einem Kreuzergebiet seinen Sitz hat. Gruß Taxis 107

    P.S. Im DASV-RB vom Februar2024, bzw. im 2. Teil im Juni 2024, ist das zu sehen bei Postvorschußbeträgen, die in ähnlicher Form behandelt wurden.

    Gruß Taxis 107 :)

    Nun, nehme die Anzahl der Orte/Stempel der "Bremensammlung" und vergleiche die Zahl mit einer Preußensammlung, dazu solltest du dann alle Orte/Stempel nehmen. Falls du dann noch Lust hast, einfach anfangen.

    Es wird dich Jahre beschäftigen und du erntest kein Lob, wenn auch nur ein Stempelten vergessen wurde.

    Gruß Taxis107 ;)

    P.S. Ich habe das mal versucht mit meinen 6 Orten der Heimatsammlung und komme dabei zu keinem Ende. Denn je mehr Material du sichtest, umso größer wird der Umfang.

    Hallo, mache es doch nach den Poststempeln, dann jeweils die früheste und späteste Verwendung.

    Es ist doch eine Stempelsammlung, da kommen in manchen Gebieten recht wenige und in anderen recht viele Belege vor.

    Ist nur eine Idee dazu. Gruß Taxis107 :)

    Nun, Taxis 107 ist der Autor des spannenden Themas.

    Zu Württemberg sind einige Abbildungen dabei, besonders aus der Zeit zwischen 1824 und 1842 als die 5 Prozent Teuerungszuschlag erhoben wurden. Und bei Württemberg ist die Vorphilatelie ja auch Thurn und Taxis . . .

    Gruß Taxis 107 :)

    Hallo, bei Briefen vor der Taxreform im TT-Kreuzergebiet (also bis 31.8.1861) waren in Nassau, wie auch in den anderen Gebieten mit Kreuzerwährung, 4 Kreuzer für den einfachen Brief bis 1 Loth und Entfernungen im TT-Bezirk bei 3 bis 15 Meilen zu zahlen.

    Im Postverein waren für Briefe bis 1 Loth,

    – bei Entfernungen bis 10 Meilen, 3 Kreuzer,

    – über 10 bis 20 Meilen, 6 Kreuzer,

    – über 20 Meilen, 9 Kreuzer fällig.

    Dies als Hinweis zu den Taxen bei Thurn und Taxis.

    Im taxischen Postbezirk galt das für die Mitgliedsstaaten , die bei Thurn und Taxis waren.

    Alles andere wäre dann POSTVEREIN.

    Bei dem Beispielbrief (Düsseldorf) waren das dann 3 Kreuzer, Entfernung Luftlinie ca. 13,5 Meilen.

    Nun kann man diskutieren, ob es bei dem Brief eine Nachsendung war oder eine neue Beförderung . . .

    Gruß Taxis 107

    P.S. Eine Rolle spielt auch die Währungsumrechnung, regulär waren für einen Sgr = 3,5 XR.

    Es gibt Berechnungen mit 3 XR und auch welche mit 4 XR für den Sgr . . .

    Da liegt der Hase begraben, die TT-Postler machten das, was sie für richtig hielten – manchmal 3 und manchmal auch 4 XR für den Sgr.

    Das ist ähnlich wie hier bei der Texteingabe, wenn auch SGR ein Sir wird . . . es nervt einfach!