• Liebe Freunde,


    gut, wieder eine sauber geschnittene Nr. 15 mit Halbkreiserentwertung, diesmal aus Altdorf, schön klar gestempelt. Aber der Halbkreiser hat links schon etwas gelitten. Außerdem ist der Brief vom 30. Juni 1870. Klingelt da was? Ab 1. Juli kam der gezähnte Nachfolger an die Schalter. Damit haben wir sozusagen einen Letzttagsbrief vor uns. (Ist natürlich ein Schmarrn, weil die geschnittenen Marken noch einige Zeit aufgebraucht wurden, aber der Gedanke hat was.) Für € 6 sagt man da nicht nein.


    Viele Grüße aus Erding!

  • Lieber Wolfgang,


    dein Stück zeigt bereits sehr schön die offenbar charakteristische Unterbrechung im Außenkreis des Stempels beim "O".
    Ich schätze, es ist ein gutes Jahr früher abgestempelt worden, weil der Stempel noch nicht so ganz so eingedellt und angeschlagen aussieht wie bei meinem Stück.
    Offenbar neigte der Expeditor zum Anschlagen des Stempels an der Tischkante. Dabei sollte man die Stecktypen doch eigentlich durch leichtes Klopfen auf der hohlen Hand lösen können ...


    Viele Grüße,
    Dietmar

    Viele Grüße aus Erding!


    Achter Kontich wonen er ook mensen!

  • Hallo liebe Freunde,


    hier ein Brief vom 14.04.1869 mit einer großzügig geschnittenen Nr. 15 von Hindelang nach Kaufbeuren.


    Schöne Grüße
    Bayern-Nerv Volker

  • Hallo liebe Freunde,


    hier ein Brief vom 04.10.1867 von Amberg nach Mitterteich - ganz nett gestempelt, wie ich finde.


    ... der Preis in unserer Pizzawährung waren 5 Pizzabrötchen .. :)


    Schöne Grüße
    Bayern-Nerv Volker

  • Liebe Freunde,


    im Winter hatte mein Augenarzt eine frohe Botschaft für mich: Zum ersten Mal überhaupt hatte sich meine Myopie nicht verschlechtert, sondern verbessert. (Merke: Brillen sind hochgefährlich, da sind Dioptrien drin.)
    Das hatte ich bereits selbst ein wenig geahnt, denn seit ungefähr einem Jahr nehme ich Plattenfehler verstärkt mit freiem Auge wahr.


    Dieser Brief mit Stempel Bahnhof Bamberg (14S, Halbkreiser mit Sehnenkasten wie sonst nur bei der Bahnpost) gefiel mir und ich dachte mir nichts weiter dabei. Beim Austüten fiel mir der Fetzen-Plattenfehler auf der rechten Seite auf, der sich von der Wertziffer rechts oben diagonal über den Schweif des Löwen bis zum zweiten "R" von "KREUZER" zieht und der unten mit Farbe ausgefüllt ist. Nach Vogel/Peindl müsste das XVIb sein.


    Die Aufklebefalte ist wohl genau das, obwohl sie merkwürdigerweise die Fortsetzung des Seidenfadens bildet. Der Bizeps des rechten Schildhalters ist ziemlich muskulös ausgebildet. Knoten und Aufspaltung des Seidenfadens wäre denkbar, aber dazu müsste man die Marke ablösen, wozu ich keine Lust habe, also lieber gleich Falte ...


    Der Brief hat leider keinen Inhalt, ist auf der Klappe aber mit "1867" datiert. Januar 1867 wäre schon ziemlich früh, vielleicht hat sich der ehrbare Kaufmann ja auch im Jahr geirrt und 1868 gemeint. Soll vorkommen.


    Deshalb meine Frage: Kann jemand aus unserem Kreis frühe Verwendungen zeigen? Ein derart ausgeprägter Plattenfehler schon bei der Erstauflage würde mich nämlich wundern.


    Viele Grüße aus Erding!

  • Lieber Dietmar,


    Glückwunsch zu dem optisch schönen und interessanten Brief.


    Einen frühen Brief mit einer Nr. 15 aus den ersten Wochen / Monaten des Jahres 1867 kann ich leider nicht zeigen.


    Aber fast den gleichen Plattenfehler, den deine Marke zeigt, habe ich auf einer losen Marke.
    Während es sich bei deinem Plattenfehler um die Nummer PF XVIb handelt, zeigt mein fast identischer Plattenfehler die Nummer PF XVIa nach Vogel / Peindl.


    Viele Grüße
    bayern-kreuzer

  • Hallo Dietmar,


    ich sehe einen frühen, klaren Druck der 3 Kreuzer Wappen. Das Jahr 1867 ist korrekt.


    Entweder reichten die Reservestöckel nicht aus um alle fehlerhaften Stöckel auszutauschen, oder es gab keine Reservestöckel.


    Der von Wolfgang gezeigte PF Typ a scheint mir die spätere Version des Plattenfehlers zu sein.


    Gruss Kilian

    Wer um Einzelmarken einen Bogen macht hat sich verlaufen.

  • Liebe Freunde,


    den folgenden Brief könnte ich auch unter der Rubrik "Aushilfsstempel" zeigen, halte es aber nicht für sinnvoll. Genau wie bei dem bekannten Einzeiler von Siegenburg handelt es sich nämlich nicht um einen solchen.


    Im vorliegenden Fall – Deggendorf – war der reguläre Ortsstempel tatsächlich vorhanden und funktionstüchtig, es gab also keinen Grund, die Marke nicht mit einem anderen Stempel als dem regulären zu entwerten. Trotzdem hat man das hier getan, und zwar mit einem Schreibschrift-Formularstempel, der mindestens seit der ersten Hälfte der 1860er-Jahre im Expeditionsdienst verwendet wurde (und noch lange darüber hinaus).


    Ich finde, dass dieser Stempel bemerkenswerte Ähnlichkeit mit den Schreibschrift-Einzeilern von Regensburg und Neustadt/Donau (siehe hier) aufweist, von denen wir Ersteren aus der Pfennigzeit vergleichsweise häufig auf losen Marken kennen (besonders auf Markwerten abgeschlagen).


    Viele Grüße aus Erding!

  • Hallo liebe Freunde,


    hier mal wieder ein loses Exemplar:


    mit GMr. 307 Marktschorgast und PLF XI Strich durch obere rechte Wertziffer 3 bis zum Löwenkopf.


    Schöne Grüße
    Bayern-Nerv Volker

    Bilder

    Nimm dir im Leben ruhig die Zeit zum Sammeln und genieße einen guten Wein, denn die gesammelte Zeit nimmt dir irgendwann das Leben und dann wird man um dich weinen. (V.R.)


    Bayernfarbenvielfaltverrückt - warum nicht?

  • Liebe Freunde,


    heute zeige ich 2 Briefe mit Empfangsscheinen, die beide von Werneck nach Schweinfurt vollzogen zurück liefen, jeweils mit 3 Kreuzern frankiert. Je nach Aktenschnitt sieht man mal mehr, mal weniger vollständige Scheine - die hier kann man glaube ich zeigen, zumal der 1. mit Mühlradstempel und der 2. mit Ortsstempel schön den Übergang der Entwertungsformen anzeigen.

  • Liebe Freunde,


    jetzt habe ich auch einen Poste-Restante-Beleg in der Sammlung, noch dazu mit Nr. 15, weswegen ich das Couvert hier zeige. Offensichtlich wurde der Brief vom Adressaten sehr bald abgeholt, denn der Ausgabestempel datiert bereits vom nächsten Tag.


    Zum Stempel kann man noch sagen, dass er der Bibliothek für postgeschichtliche Heimatforschung in Oberfranken zufolge ein A 20.I, höherer Typ ohne Punkt nach dem Ortsnamen und ohne Strich zwischen den Stunden ist.


    Viele Grüße aus Erding!

  • Lieber Dietmar,


    ein hübsches Briefchen - hätte ich auch genommen.


    Aber der Ankunftsstempel hatte nichts mit dem Datum der Abholung zu tun - der kam drauf, als der Brief ankam und ab diesem Zeitpunkt wurde 3 Monate gewartet und wenn keine Nachfrage geschah, musste man ihn zurück senden.

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Hallo liebe Freunde,


    .... nach langer Durststrecke habe ich wieder mal etwas im 10-Cent-Album gefunden ..... :D .... das Umrechnen in Pizza-Währung war mir jetzt gerade zu kompliziert. :rolleyes:



    Schöne Grüße
    Bayern-Nerv Volker

    Bilder

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  • Hallo liebe Freunde,


    just auf dem "unordentlichen" Schreibtisch entdeckt:


    23Y auf Brief vom 24.05.1871 von Niederaschau nach Erding - falls jemand Interesse hat, den gebe ich für kleine "Pizzawährung" ab.


    Schöne Grüße

    Bayern-Nerv Volker

    Nimm dir im Leben ruhig die Zeit zum Sammeln und genieße einen guten Wein, denn die gesammelte Zeit nimmt dir irgendwann das Leben und dann wird man um dich weinen. (V.R.)


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