Württemberg - Großbritannien

  • Liebe Sammlerfreunde,

    am 23.November 1805 erging an den Geschäftsträger für auswärtige Angelegenheiten

    am Hofe Ihrer britischen Majestät in Gestalt des Barons Belmont de Malcor die Weisung,

    daß anlässlich des "Absterbens" des Herzogs von Braunschweig-Oels (8.10.1805) der (württembergische)

    Hof eine Trauer vom 24. (November) auf die Dauer von 4 Wochen festlegt, des weiteren folgt eine

    Anweisung der Kleiderordnung.

    Unterzeichnet wurde das Schreiben vom Legationsrat und Minister des auswärtigen Amtes

    Georg Ernst Levin von Wintzingerode.

    Nicht klar sind mir die Taxvermerke 0 und 8 sowie der rote Vermerk -Camt....- ,

    als Dienstbrief trotz Charge vermutlich innerhalb der deutschen Lande vom Porto befreit.


    beste Grüße

    bayernalbi

    Einmal editiert, zuletzt von Bayernalbi ()

  • Bayernalbi

    Hat den Titel des Themas von „Württemberg - Großbrittanien“ zu „Württemberg - Großbritannien“ geändert.
  • Hallo,


    oben lese ich Cannstatt.


    Die 0 deutete an, dass für das Schreiben nichts zu zahlen war (und auch vom Absender nichts zu fordern war) auf deutschem Boden.


    8 Pence dürfte der Brief in London beim Empfänger gekostet haben.

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Nicht klar sind mir die Taxvermerke 0 und 8

    Hallo Bayernalbi


    Der Empfänger in London hat 1 Shilling 6 Pence bezahlt. Sieht zwar aus wie ein 8 für uns heute, ist aber ein typischer englischer 16 aus dieser Zeit. Der Brief lief über Hamburg und weiter per Packet nach England.

    Genau wovon der Brief das Kontinent verlassen hat ist schwierig zu sagen. Mit Ankunft London 17. Dezember konnte es Cuxhaven wie auch Husum sein. Es gibt 3 mögliche Schiffe die gleichzeitig Harwich, England angekommen sind.


    Viele Grüsse

    Nils

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis grösser als in der Theorie.

  • Hallo Dieter


    Die kurze Antwort ist ja.

    Eine längere Antwort ist dass dieser Leitweg eigentlich seit 1795/96 benutzt war nachdem die Leitungen über Ostende oder Niederlande auch geschlossen waren. Aber zwischen 1802 und Juni 1803 war der Ostende weg kurzzeitig möglich. Und tatsächlich waren auch die Briefe von und nach Frankreich diesen Weg spediert bis November 1806. Es kam und ging aber auch nach dieser Zeit Briefe über Hamburg, dann gern mit Hilfe von Vermittlern.

    Es gibt auch noch länger Antworte für was ich jetzt kein Zeit habe :)


    Viele Grüsse

    Nils

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis grösser als in der Theorie.