Nicht ausreichend frankierte Auslandsdrucksache

  • Liebe Freunde,

    im Rahmen meiner Grenzrayonsammlung ist mir diese nette Drucksache in die Hände gefallen. Seit 1875 gab es für Drucksachen aus D nach CH keine Ermäßigung im Grenzrayon mehr. Am 12.1.1938 wurde in Lörrach eine DS nach Basel (Distanz 8 km) zur Post gegeben ( Briefkasten ? ) und nur mit 3 Pf. freigemacht, wohl weil von einer Ermäßigung im Grenzrayon ausgegangen wurde. Nach der Abstempelung wurde dies bemerkt ( unleserlicher Bläuelvermerk ) und die DS scheint dem offenbar bekannten Absender zurückgegeben worden zu sein, mit 2 Pf. zusätzlich frankiert, am 13.1. abgestempelt und nach dem nahen Basel spediert.

    mfG remstalaltpostgeschichte.de/core/index.php?attachment/67879/

  • Hallo remstal,


    ich kann leider nichts sehen - könntest du den Scan bitte mit der Forensoftware hochladen?

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Hallo Anton,


    klappt doch - klasse! Noch 2 Pfg steht da oben in der Ecke. Ein feines Stück - supi!

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Hallo Anton,

    der Postbeamte braucht zur Feststellung des Absenders nur in den Umschlag schauen, Briefe mit Drucksachen waren zwingend offen einzuliefern ( Auch Briefkasten).

    Er hätte den Brief mit Nachgebühr absenden können, denn nur unfrankierte Drucksachen wurden nicht befördert, unterfrankierte schon. Aber !! Ich bin fast sicher,die Schweiz erhob die Nachgebühr zum Brieftarif. Da hätte der Empfänger sich nicht gefreut.

    Wenn möglich gaben die Postämter bei unterfrankierter Auslandspost die Poststücke zur Nachfrankierung zurück.

    Beste Grüße Bernd

  • Hi Bernd,

    danke für die Antwort. Darf ich das so verstehen, dass die Schweiz also die Nachgebühr ausgehend von der Brieftaxe im Grenzrayon ( 12 Pf. ) erhoben hätte ? Dann wären das 12 - 3 (verklebte Frankatur) x 2 ( das Doppelte) = 20 gerundet gewesen ! ich meine aber, dass die Nacherhebung in Basel 5 Rappen gewesen wäre, weil m.Meinung die Sätze für Drucksachen anzuwenden waren. Ich erinnere mich, auch mal ein derartiges StücK gesehen zu haben. Evtl finde ich das noch !

    Egal, ein interessantes Stück ist es trotzdem.

    Liebe Grüße Anton

  • hallo Anton,


    Lörrach, eine gegenüber Basel auf der nördlichen Rheinseite gelegene Kleinstadt, wäre fast ein Fall für den Nachbarortsverkehr. 8)


    Spätestens seit Gründung der UPU verbleibt bei Auslandspost die Gebühr zur Gänze bei der Aufgabepost; diese hat somit keinen Vorteil bei taxierten unterfrankierten Belegen. Und so hat man auf kleinem Dienstweg dem Absender den Brief zum Auffrankieren zurückgegeben.


    Auch wenn der "kleine Dienstweg" nicht möglich war, wurde versucht den fehlenden Portobetrag selbst nachzuerheben:



    In diesem Fall auch mit hilfreicher Rückseite:




    besten Gruß

    Michael